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Plattenzauber an der Hinteren Platteinspitze

Alpinklettern · Lechtaler Alpen
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  • Die gewaltige Plattenflucht der Hinteren Platteinspitze.
    / Die gewaltige Plattenflucht der Hinteren Platteinspitze.
    Foto: Alfred Flür, alpenvereinaktiv.com
  • / Blick auf Vordere und Hintere Platteinspitze
    Foto: Hartmut Wimmer, Outdooractive Premium
  • / Topo der Route. Im Kletterführer gibt es eine überarbeitete Variante des Topos
    Foto: Alfred Flür, alpenvereinaktiv.com
  • / Am Gipfel der Hinteren Platteinspitze
    Foto: Hartmut Wimmer, Outdooractive Redaktion
  • /
m 3000 2800 2600 2400 2200 2000 1800 4,0 3,5 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 km Muttekopfhütte Muttekopfhütte

Die gewaltige Mehrseillängenroute zieht durch die Südwestwand der Hinteren Platteinspitze und ist mit 21 Seillängen die längste Tour des Muttekopfgebietes. Sie kann bis auf wenig störende Bänder fast auf der gesamten Strecke mit bestem Fels aufwarten.

Vielen Dank an Alfred Flür, einen der unermüdlichen Erschließer im Muttekopfgebiet, der im Eigenverlag einen hervorragenden Kletterführer für das Gebiet herausgebracht hat und der uns diese Beschreibung zur Verfügung gestellt hat.

schwer
4,3 km
4:54 h
838 hm
842 hm
Die Hintere Platteinspitze bildet mit ihren steilgestellten Hauptdolomitschichten schöne Grate, Kanten und Platten, die schon früh Bergsteiger in den Bann zogen. Als Erstbesteiger im Jahr 1885 werden in der Alpinliteratur Ludwig Purtscheller u. Kamerlander (Vorname unbekannt) angeführt, doch dürften einheimische Hirten u. Jäger den Gipfel schon vorher besucht haben. Ein sehr schönes Gipfelkreuz überstrahlt den höchsten Punkt, errichtet von der OEAV Jugend Imst, gestaltet von Pepi Niederbacher. Die Erstbegehung der auffallenden „Melzerkante“ dürfte von Otto Melzer oder von einem Felsgeher aus den Reihen des Innsbrucker Vereins der Melzerknappen um 1900 erfolgt sein. Die herrlichen Plattenklettereien an den markanten Melzerplatten wurden in den 60er und 70er Jahren eröffnet, 1990 und 2003 kamen weitere Touren hinzu. Zur begehrtesten Tour am Plattein ist der “Plattenzauber“ geworden, eine sehr gut abgesicherte Longline mit 20 Seillängen auf meist bestem Fels. (siehe auch „Longlines“ von Adi Stocker, Panico Verlag, 2014)

Autorentipp

Im Muttekopfgebiet gibt es noch zahlreiche weitere Routen in tollstem Fels. Dank dem Kletterführer von Alfred Flür wird es in dieser Gegend nicht langweilig. Egal ob Sportkletter- oder lange Merhseillängenrouten, der Kletterführer deckt das Gebiet hervorragend ab.
Profilbild von Redaktion alpenvereinaktiv.com
Autor
Redaktion alpenvereinaktiv.com 
Aktualisierung: 04.01.2021
Schwierigkeit
VI+ schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Hintere Platteinspitze, 2.723 m
Tiefster Punkt
Muttekopfhütte, 1.934 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Zustieg
0 m 0:45 h
Wandhöhe
500 m
Kletterlänge
700 m, 6:00 h
Abstieg
0 m 1:30 h
Standplätze
mit Bohrhaken
Zwischensicherung
mit Bohrhaken
Seillänge
2 x 50 m
Anzahl Expressschlingen
14
Erstbegehung
Rahel, Ursi und Alfred Flür, Juli 2011

Einkehrmöglichkeit

Muttekopfhütte

Sicherheitshinweise

Trotz der größtenteils guten Absicherung mit Bohrhaken darf die Route nicht unterschätzt werden. In den leichteren Seillängen sind die Abstände teilweise sehr weit und mit 21 Seillängen auf einen 2700m hohen Gipfel handelt es sich um eine große alpine Unternehmung. Nur bei sicheren Wetterverhältnissen einsteigen und früh im Sommer auf Altschneefelder im Zu- und Abstieg achten.

Start

Muttekopfhütte (1.935 m)
Koordinaten:
DG
47.262248, 10.669650
GMS
47°15'44.1"N 10°40'10.7"E
UTM
32T 626312 5235659
w3w 
///bücher.krähe.anweisung

Ziel

Muttekopfhütte

Wegbeschreibung

Zustieg 45-60 Minuten

Von der Hütte zuerst beschildert entlang des Weges zum Imster Klettersteig. Schon nach ca. 30 Metern verlässt man bei einer Kehre den Weg und quert unterhalb eines auffallend großen Steines das Bachbett des Muttebaches. Nun „der Höhenlinie entlang“ auf Steigspuren etwa 100 m über einen flachen Grasrücken und dann ansteigend (rechts haltend), zuletzt durch einige Latschen, zu kleinem, grasigem Einschnitt. (Man steht nun der Hinteren Platteinspitze gegenüber und hat besten Blick auf Melzergrat, Melzerplatten und Südwand). Hinunter zum Scharnitzbach und in einem weiten Bogen - die Latschenfelder werden am besten links umgangen - zum Fuß des Melzergrates (markierter Einstieg am tiefsten Punkt neben der aus der Südwand herabziehenden Schotterrinne/Schlucht; von der Hütte ca. 45 Minuten). Zur „Südwand“ u. zum „Plattenzauber“: Am Einstieg des Melzergrates links (nordwestlich) vorbei und eine Block- und Schotterrinne 100 m (gut 50 Hm) höher steigen bis die Rinne enger wird. Der Einstieg ist markiert.

Kletterzeit ca. 5-8 Stunden

Charakter: Meist sehr schöne Plattenkletterei unterbrochen von wenig störenden Bändern. Guter, im eindrucksvollen oberen Teil fantastischer Fels. Splittrig in SL 9 und SL 17. Die ersten drei SL mit langen Quergängen!!

Schwierigkeiten: Im unteren Teil meist 5, im mittleren und oberen Teil 6;  Schlüssellänge: SL 16: 6+, Schlüsselstelle: Hangelquergang in SL 17: 6+ od. 5+/A0

Absicherung: die schwereren SL bzw. Passagen sind bestens abgesichert. In den leichteren SL auch große Bohrhakenabstände! Standplätze meist mit Ketten!

Abstieg ca. 1,5 Stunden

Vom Gipfel der Hinteren Platteinspitze steigt man nordwestlich durch das Engelkar ab (markiert). Achtung: ganz hinüberqueren (ca. 25 min) bis zum Engelkar, erst dann geht es endgültig hinunter zur Muttekopfhütte.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach Imst (Bahnhof Imst-Pitztal) und vom Bahnhof mit dem Bus zum Gasthof Sonne. Von dort der Wegbeschreibung folgen (ca. 4,5 Stunden Gehzeit).

Kürzer ist der Zustieg wenn man vom Bahnhof mit dem Wanderbus nach Hoch-Imst fährt und von dort dieser Wegbeschreibung folgt (ca. 2,5 Stunden Gehzeit).

Anfahrt

Von Innsbruck über die A12 nach Imst (Ausfahrt Imst/ Pitztal) und weiter über die B171 ins Ortszentrum. Von hier ergeben sich mehrer Zustiegsmöglichkeiten, einige mit Bahnunterstützung. Ausführliche Anfahrts- und Zustiegsbeschreibungen gibt es auf der Seite der Muttekopfhütte.

Kürzester Zustieg: Mit den Imster Bergbahnen hinauf zum Alpjoch (ca. 2000m) und über den eindrucksvoll exponierten, versicherten Höhenweg, den sogenannten "Drischlsteig", in 25 Minuten zur Hütte.

Parken

Kostenpflichtiger Parkplatz am Johannesplatz hinter dem Gebäude des Tourismusverbandes in Imst.

Koordinaten

DG
47.262248, 10.669650
GMS
47°15'44.1"N 10°40'10.7"E
UTM
32T 626312 5235659
w3w 
///bücher.krähe.anweisung
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Flür, Alfred (2019): Kletterführer Muttekopfgebiet. Lechtaler Alpen. Eigenverlag.

Buchtipps für die Region

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

Bekleidung und Ausrüstung für alpine Kletterrouten.

Spezifische Ausrüstung: 2x50m Seil, 14 Expressen, Schlingen, evtl. Camelots


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Schwierigkeit
VI+ schwer
Strecke
4,3 km
Dauer
4:54h
Aufstieg
838 hm
Abstieg
842 hm
Rundtour aussichtsreich Wand Platte Abstieg zu Fuß

Statistik

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