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Piz Bernina 4049m Via Italiana

Hochtour · Bernina Gruppe
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ÖAV Sektion Braunau Verifizierter Partner 
  • Querung des Sasso Moro bald nach der Staumauer des Lago Campo di Moro
    / Querung des Sasso Moro bald nach der Staumauer des Lago Campo di Moro
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Kar unter dem Rifugio Carate
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Rifugio Carate Brianza
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Rif. Marinelli rechts und Rif. Marco e Rosa links zwischen Piz Bernina und Crast'Agüzza
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Rifugio Marinelli und Vedretta di Scerscen Inferiore
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / am Passo Marinelli, über der Vedretta di Scerscen Superiore der Piz Roseg
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Rifugio Marco e Rosa links der Fuorcla Crast'Agüzza
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Rinnenauslauf - Seracs
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Zustieg zum Klettersteig
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Randkluftüberbrückung und senkrechter Leiterneinstieg
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Ketten und Tritte an heiklen Passagen
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Umkletterung der Firnrinne zur Fuorcla Crast'Agüzza
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / anregender Klettersteig
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Tiefblick zur Vedretta di Scerscen Superiore
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Rifugio Marco e Rosa, links Monte Disgrazia
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Firnhang zu den Felsen von La Spedla
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / kurzer Firngrat nach der Scharte
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Kletterei zur Spalla
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Tiefblick zum Rif. Marco e Rosa rechts
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / unter La Spedla mit Blick zum Piz Bernina über dem Spallagrat
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Von der Spalla (4020m) zum Piz Bernina (4049m)
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Spalla vom Berninagipfelgrat
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Piz Bernina
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Panorama vom Piz Palü über Bellavista bis Piz Zupo
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Firngratabstieg
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Mixed steil über der Vadret da Morteratsch
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
ft 16000 14000 12000 10000 8000 6000 4000 22 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 mi Rifugio Marco e Rosa Rifugio Marco e Rosa Rifugio Marinelli Bombardieri Rifugio Carate Rifugio Carate

Den Piz Bernina, den einzigen 4000er der Ostalpen, bezwingt man üblicherweise von der Diavolezza am Berninapass oder von Pontresina über Tschiervahütte und Biancograt. Der Anstieg aus dem obersten Valmalenco wird wegen der einfacheren Anreise eindeutig von den Italienern bevorzugt.
schwer
35,6 km
18:00 h
2300 hm
2300 hm
Diese Route ist eine äußerst abwechslungsreiche Option (genussvolle Wanderung, einfache (aber deswegen nicht ungefährliche) Gletscherbegehung, kettenbewährter Klettersteig bis Bc, Felskletterei bis II+, kurze ausgesetzte Firngrate, grandiose Aussicht, italienisches Hüttenflair...) zu den deutlich mehr begangenen Schweizer Anstiegen.

Autorentipp

Eine Übernachtung im Rifugio Marinelli und im Rifugio Marco e Rosa teilt die Marathonhochtour in drei überschaubare und genussvoll bewältigbare Abschnitte mit dem Vorteil, ohne Start im Dunkeln noch griffige Firnbedingungen vorzufinden. Dabei bleibt im Auf- und/oder Abstieg noch Zeit, zwei markante Gipfel (Monte delle Forbici und Punta Marinelli) am Weg "mitzunehmen".
outdooractive.com User
Autor
Wolfgang Lauschensky 
Aktualisierung: 21.12.2018

Schwierigkeit
III-, 35°, PD schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Piz Bernina, 4049 m
Tiefster Punkt
Campo Moro, 1946 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Standplätze
mit Umlenkungen zum Abseilen, mit Bohrhaken
Seillänge
1 x 40 m
Anzahl Expressschlingen
3

Einkehrmöglichkeit

Rifugio Marinelli Bombardieri
Rifugio Carate
Rifugio Marco e Rosa

Sicherheitshinweise

Sehr steinschlaggefährdeter Zustieg zur Eisrinne unter der Fuorcla Crast'Agüzza.

Weitere Infos und Links

Rifugio Marco e Rosa: http://www.rifugi.lombardia.it/de/sondrio/lanzada/hutten-marco-e-rosa.html

Rifugio Marinelli Bombardieri: http://www.rifugiomarinellibombardieri.it/wo-wir-uns-befinden/

Rifugio Carate: http://spazioinwind.libero.it/rifugiocarate/rifugiocarate/info.htm

Start

Campo Moro (1988 m)
Koordinaten:
DG
46.303691, 9.930128
GMS
46°18'13.3"N 9°55'48.5"E
UTM
32T 571626 5128210
w3w 
///heiliger.solchen.juni

Ziel

Piz Bernina

Wegbeschreibung

Vom Parkplatz unter dem Rifugio Poschiavino wandern wir die Teerstraße zum Staudamm (des Lago di Campo Moro) hinunter und überschreiten diesen. Eine Schotterstraße führt in drei Kehren zum Fuß der nördlichen Staumauer hinunter. Da zweigt rechts der Wanderweg zum Rifugio Carate ab. Kurz führt der Weg mit einem Geländer gesichert durch eine Felszone, danach windet sich der wurzelig-schrofige Pfad in der bewaldeten  Westflanke des Sasso Moro zu einer Hochebene hinauf. Das weite Kar (Sette Sospiri) dahinter wird in langen Kehren über mehrere Geländestufen bis zum Rifugio Carate knapp unterhalb der Bocchetta delle Forbici durchwandert ( 700HM 2Std.). Die Besteigung des Monte delle Forbici (ca. 300HM) in knapp 1 Std bietet sich an.

Wenige Meter oberhalb der Hütte ist die Gedenkkapelle in der Bocchetta delle Forbici erreicht. Nun geht es in der Westflanke der Cime di Forbici leicht abfallend (ca. 100HM) und später in einem weiten Rechtsbogen zum kleinen Gletschersee der Vedretta di Caspoggio. Hierher kann man auch von der Btta. delle Forbici über das Monumente degli Alpini gelangen (zusätzlich 100HM). Zur Scharte mit der Gedenkstelle ist der Pfad gut begehbar, vom Monument zum See geht es meist weglos und sehr steil, jedoch gut markiert über eine grobe Blockflanke. Kurz nach dem See überbrückt man den Gletscherbach und steigt am allmählich steiler werdenden Wanderweg am Fuß des Felses, auf dem das Rifugio Marinelli thront, im Geröll ostwärts, bis sich linkerhand eine steile Mulde zeigt, in der sich der Pfad zum Rifugio Marinelli Bombardieri hinaufschlängelt ( 300HM 1 Std.). Bleibt Zeit für eine zusätzliche Gipfelbesteigung, bietet sich die Punta Marinelli (3182m) mit knapp 400HM und gut 1 Std. an.

Vom Rifugio Marinelli geht es rechts des Felskammes gering in ein Schotterkar hinab und dann über mehrere Blockgeländestufen zum Passo Marinelli Occidentale hinauf. Wir steigen kurz über Felsblöcke zu den ersten Firn/Eiszungen hinab. Nun versuchen wir mit möglichst geringem Höhenverlust die Vedretta di Scerscen Superiore entweder im groben Geröll oder am aperen Gletscher nach Norden zu queren. Um den Südgratausläufer der Crast'Agüzza herum und entlang ihrer Westflanke gelangen wir im Firn (Achtung Spalten) zum Auslauf der breiten Eisrinne, die von der Fuorcla Crast'Agüzza herunterzieht. Der untere Bereich ist stark zerklüftet, eine lange und breite Querspalte muss weit nach Norden umgangen werden. Wir kehren im Rechtsbogen zur nordseitigen Felsbegrenzung der Eisrinne zurück. Hier besteht erhebliche Steinschlag- und Spaltensturzgefahr! Eine kurze Felsstufe wird jenseits der Randkluft ohne gute Griffe (+II°) überklettert (Abseilhaken!), dann queren wir schnell den Steinschlagkanal in die breite Firnrinne oberhalb des Gletscherbruches hinaus. Ein weiter Linksbogen führt im aufsteilenden Firn zur nördlichen Felsbegrenzung zurück. Eine waagrechte Aluleiter überbrückt die Randspalte. An zwei wackeligen Leitern gefolgt von einigen Klammern überwinden wir die erste senkrechte Wand. Die Felsflanke ist nun durchgehend mit einer kräftigen Kette gesichert, an den glatten Steilaufschwüngen helfen auch Fußplatten und Klammern. Die Schwierigkeiten erreichen gerade BC. Um eine Felskante etwas unterhalb der Fuorcla herum flacht dann das Gelände etwas ab und ist geröllübersät. Entlang der Kette erreichen wir im Stufenfels (A) im Linksrechtsbogen die alte Marco e Rosa Hütte (Winterbiwak) und etwas oberhalb das freundliche neue Rifugio Marco e Rosa (900HM, 3:30 Std.).

Das Gelände ausnützend wandern wir mit Steigeisen den breiten Firnhang direkt hinter der Hütte hinauf bis zu den ersten Felsen der Spalla. Einige Blöcke werden überkraxelt, dann zeigt sich eine kombinierte Rinne, die nach rechts in eine Gratscharte hinaufführt (max. -I°). Hinter der Scharte wird ein Felsabsatz (II°) erklettert. Ein kurzer Firngrat führt um eine Felsnase herum zum Klettereinstieg. Die gestufte Wand (-II°, kurz +II°) ist gutgriffig. Es sind in kurzen Abständen (max. 20m) perfekte Standplätze eingerichtet (Redundanz, Abseilringe, Kette). Diese Kletterei ist bei aperem Fels genussvoll, bei Vereisung sicherlich heikel. Zuletzt flacht der Fels (max. -II°) etwas ab. Wir erreichen einen Firngrat, an dessen Scheitel wir recht ausgesetzt den mittelsteilen finalen Südgrat der Spalla erreichen. Über Felsplatten oder Firn ist schnell der kleine Gipfel der Spalla (La Spedla, 4020m) erklommen. Kurz wird am Nordgrat (I°) kombiniert abgeklettert. Die Firnschneide des Spallagrates überschreiten wir vorsichtig mehr oder weniger waagrecht bis zum Südgratansatz des Piz Bernina. Der Blockgrat zum Gipfel (I-II°) ist bei aperem Fels sicherungsfrei und genussvoll zu erklettern oder bei genügend Schneeauflage mit Steigeisen zu begehen (500HM 2 Std). Der Piz Bernina (4049m) trägt keinen Gipfelschmuck, hat aber ein Gipfelbuch .

Abstieg mit allen Schwierigkeiten entlang des Anstiegs.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

Nach Sondrio gelangt man über das Engerdin und den Berninapass

oder über den Reschenpass bzw. Meran und das Stilfserjoch

oder über Bozen bzw. Mezzolombardo und den Passo Tonale.

In Sondrio nordwärts ins Valmalenco einbiegen und in Chiesa rechts bis Lanzada weiterfahren. Nun auf einer serpentinenreichen Straße bis Franscia und zuletzt abenteuerlich auf schmaler Teerstraße in vielen engen Kehren und einigen Tunnels zum Stausee am Campo Moro unter den Rifugi Poschiavino und Zoia hinauffahren.

Parken

Großer Parkplatz am Campo Moro auf 1970m.

Koordinaten

DG
46.303691, 9.930128
GMS
46°18'13.3"N 9°55'48.5"E
UTM
32T 571626 5128210
w3w 
///heiliger.solchen.juni
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Swisstopo 1277 Piz Bernina

Kompass: Bernina Sondrio

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Ausrüstung

komplette Hochtourenausrüstung, Helm, evtl. Klettersteigset

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Schwierigkeit
III-, 35°, PD schwer
Strecke
35,6 km
Dauer
18:00h
Aufstieg
2300 hm
Abstieg
2300 hm
Streckentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour Grat

Statistik

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