Logo DAV
Logo OEAV
Logo AVS
1 Monat gratis Pro testen Community
Sprache auswählen
Start Touren Pitztaler Urkund - Nord- und Südgrat
Tour hierher planen Tour kopieren
Hochtour empfohlene Tour

Pitztaler Urkund - Nord- und Südgrat

· 2 Bewertungen · Hochtour · Ötztaler Alpen
Verantwortlich für diesen Inhalt
ÖAV Sektion Hall in Tirol Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Der Blick auf den Nordgrat wird frei, links ist die nordseitige Abstiegsvariante vom Urkundsattel sichtbar.
    / Der Blick auf den Nordgrat wird frei, links ist die nordseitige Abstiegsvariante vom Urkundsattel sichtbar.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Der grüne, unauffällige Rücken in Bildmitte bietet den bequemsten Anstieg auf den Sattel.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Am Sattel zwischen Urkundkopf und Pitztaler Urkund. Links der Nordgrat.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Leichtes Gelände über Felsblöcke am Beginn des Grates.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Keine Absturzgefahr, daher können wir gleichzeitig gehen. Hinten, in Bildmitte, die Bliggspitze 3454 m
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Kursbetrieb. Zwei Dreier-Seilschaften im Aufstieg.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Passagen, in denen wir gleichzeitig unterwegs sind, ...
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / ... dann wieder Passagen, in denen wir gesichert klettern.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Zwei Klemmgeräte kommen an diesem Standplatz zum Einsatz.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Bandschlingen über Felsköpfe bieten ideale Möglichkeiten für Standplätze.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Ein Abschnitt am Grat erfordert besondere Vorsicht.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Gehgelände über große Felsblöcke im letzten Teil zum Gipfel.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Am Gipfel des Pitztaler Urkund.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Blick nach Osten auf den Taschachferner, die Petersenspitze und die Taschachwand. Ganz hinten die Wildspitze
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Der Abstieg über den Südgrat beginnt flach und noch wenig ausgesetzt.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Klettertechnisch ist der Südgrat etwas schwieriger als ....
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / ... als der Nordgrat, die Felsqualität ist besser.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Typisch ist der Wechsel von flachen Gratabschnitten zu steilen Absätzen.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / ... in denen für wenig geübte Kletterer eine Sicherung notwendig ist.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Die erste Abseilstelle, ca. 20 m.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Anschließend wieder Gelände zum Abklettern.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Die zweite und letzte Abseilstelle hinunter in den Urkundsattel.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Der Urkundsattel ist erreicht.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Steilhang beim Abstieg vom Urkundsattel - bei Sulzschnee kein Problem.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • / Am Rückweg, die Hütte ist bereits in Sichtweite.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
m 3400 3200 3000 2800 2600 2400 2200 5 4 3 2 1 km Taschachhaus Taschachhaus
Schöne und lange Gratüberschreitung für Rundum-Berge-Freaks.
mittel
Strecke 5,6 km
6:00 h
770 hm
770 hm
Über den Nordgrat rauf, über den Südgrat hinunter in den Urkundsattel - der schönste Weg, den Pitztaler Urkund (3201 m) zu entdecken. Nicht zu vergessen - das gemütliche und komfortable Taschachhaus als Ausgangs- und Endpunkt. 

Autorentipp

Geübte Kletterer werden den Nordgrat seilfrei klettern und für den Abstieg über den Südgrat ein 50 m Halbseil für die Abseilpassagen (und den Gletscher) mitnehmen.
Profilbild von Michael Larcher
Autor
Michael Larcher 
Aktualisierung: 19.06.2017
Schwierigkeit
III-, 35° mittel
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Pitztaler Urkund, 3.201 m
Tiefster Punkt
Taschachhaus, 2.434 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Standplätze
mit Bohrhaken, mobile Sicherungsmittel
Zwischensicherung
mobile Sicherungsmittel
Seillänge
1 x 50 m
Anzahl Expressschlingen
3

Einkehrmöglichkeit

Taschachhaus

Sicherheitshinweise

An 2, 3 Steilpassagen am Nordgrat gibt es große, instabile Felsblöcke - Ausweichmanöver sind dringend empfohlen! Nicht vergessen darf man auf den Abstieg. Der Weg hinunter Richtung Taschachferner kann bei Blankeis unangenehm sein. Beim Zu- und Aufstieg sind die Verhältnisse gut zu erkennen.

Start

Taschachhaus (2.432 m)
Koordinaten:
DG
46.909482, 10.817744
GMS
46°54'34.1"N 10°49'03.9"E
UTM
32T 638426 5196709
w3w 
///verkehr.gleichheit.entlasten

Ziel

Taschachhaus

Wegbeschreibung

Vom Taschachhaus über den gut markierten und an wenigen Stellen versicherten Bergweg Richtung Taschachferner. Nach ca. 800 m Wegstrecke zweigt rechts der Steig zum Urkundsattel ab. Diesen markierten und gut gewarteten Weg verfolgen wir, bis wir auf 2700 m auf der westlichen Seitenmöräne des ehemals vom Urkundsattel herabziehenden Gletschers aufsitzen. Wir bleiben noch auf dem markierten Weg bis wir rechts oben den Sattel zwischen Urkundkopf und Pitztaler Urkund sehen. Der grüne, mit Felsen durchsetzte Rücken, der vom Sattel herunter zieht, bietet den angenehmsten Anstieg im nun weglosen Gelände.

Nordgrat, 350 Hm: Für jene, die den Grat gesichert begehen, ist hier der richtige Platz zum Anseilen. Los geht es zuerst entlang des noch flachen Grates über festes Blockgelände, später steilt sich der Grat auf und immer wieder sind Kletterstellen im Schwierigkeitsgrad UIAA 2+/3- zu klettern. Dazwischen immer wieder Gehgelände, das keine Sicherung erfordert. Ab ca. der Mitte des Nordgrates sind einige brüchige Passagen (große, instabil wirkende Blöcke) zu beachten, die ein Ausweichen erfordern! Ansonsten ist die Wegfindung denkbar einfach: Direkt am Grat oder wenige Meter links oder rechts davon. Am gesamten Nordgrat gibt es keine Haken, dafür ausreichend Möglichkeiten für Kopfschlingen, Klemmkeile und Klemmgeräte.

Südgrat, 150 Hm: Der Südgrat ist fester und klettertechnisch schwieriger als der Nordgrat; im Aufstieg wären hier Kletterstellen bis UIAA 5 zu meistern. Im Abstieg werden zwei Steilstellen durch Abseilen bewältigt, die noch verbleibenden Passagen, die abgeklettert werden müssen, liegen im Bereich UIAA 2+/3-. 

Vom Gipfel geht es zunächst relativ flach und direkt am Grat in südlicher Richtung bis zu einem Gratkopf. Nun folgen mehrere steilere Absätze, die für wenig geübte Kletterer Seilsicherung von oben erforderlich machen. Die Routenfindung - im Abstieg allgemein schwieriger als im Aufstieg - ist in unserem Fall keine große Herausforderung: Immer direkt am Grat bzw. wenige Meter links und rechts. Hier ist auch die Felsqualität am besten, während die Flanken abschreckend brüchig sind. Etwa in der Hälfte unseres Abstiegs wird die Gratkante plötzlich sehr steil und glatt (ein Bohrhaken, wahrscheinlich von einer Aufstiegsvariante). Unmittelbar vor dieser Steilstufe befindet sich westlich (rechts) ein Abseilstand mit zwei Bohrhaken. Wir seilen ca. 25 m ab und steigen anschließend über eine Rampe mit großen Blöcken weiter abwärts - wieder hinaus zur Gratkante. Der Grat fällt hier recht steil aber gut kletterbar ab. Im letzten Teil bis zum Urkundsattel wechseln wir auf die östliche (linke) Gratseite und klettern hier in etwas weniger festem Gestein bis zur zweiten und letzten Abseilstelle (2 Bohrhaken, ca. 25 m) ab. Am Ende der Abseilstrecke sind es nur noch wenige Meter in den Urkundsattel.

Abstieg:  Für den Abstieg vom Urkundsattel (3060 m) zum Taschachhaus stehen uns zwei Alternativen zur Auswahl.

(1) Der Abstieg westlich ins Sexegertental über den zunächst mäßig steilen Gletscher bis auf ca. 2800 m eine Steilstufe beginnt, die aufgrund des Gletscherrückgangs in den letzten Jahren immer problematischer wurde (Blankeis, Steinschlag). Im Juli 2015 wurde ein versicherter Steig eingerichtet, der diesen Abstieg wesentlich erleichtern soll. Der neue, mit Klettersteig-Materialien versicherte Weg, verläuft rechts (im Sinne des Abstiegs) an den Felsen. Anschließend auf markiertem Steig unschwierig zurück zur Hütte.

(2) Kürzer ist der Abstieg nördlich zum Taschachferner (siehe Trackaufzeichnung und Bildergalerie) in der nach unten hin immer steiler werdenden Gletscherrinne (bis ca. 35°). An deren Ende nach links (im Sinne des Abstiegs) über loses Block- und Moränengelände queren, bis man auf den markierten Steig kommt, den wir bereits am Morgen begangenen haben. 

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Bahnhof Imst-Pitztal, weiter mit Regionalbus 4204 bis Mandarfen Rifflseebahn (ca. 1 h).

Fahrplanauskunft

Anfahrt

Auf der A12 Inntalautobahn bis Ausfahrt Imst/Pitztal, weiter auf die B171 in Richtung Imst / Reutte / Pitztal / Fernpass fahren. Auf der Pitztaler Landesstraße bis Mandarfen Rifflseebahn (ca. 40 km).

Anfahrtsplaner

Parken

Parkplatz in Mandarfen oder in Mittelberg (Parkplatz Gletscherbahn).

Koordinaten

DG
46.909482, 10.817744
GMS
46°54'34.1"N 10°49'03.9"E
UTM
32T 638426 5196709
w3w 
///verkehr.gleichheit.entlasten
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte Nr. 30/6 Ötztaler Alpen, Wildspitze, 1:25000

Buchtipps für die Region

mehr zeigen

Kartentipps für die Region

mehr zeigen

Ausrüstung

Hochtourenausrüstung. Abhängig von den Verhältnissen kann man auf Steigeisen verzichten. Kletterausrüstung, Einfachseil 50 m, 120 cm Bandschlingen für Felsköpfe, Dyneema-Reepschnüre (1, 3, 5 m), 3 verlängerbare Expressen, kleines Klemmkeilset, 1, 2 Klemmgeräte, Sicherungs- und Abseilgerät, Kletterhelm.

Fragen & Antworten

Frage von Alexander Röck  · 06.08.2020 · Community
Hallo Michael! du schreibst bei den Abseilstellen von ca 25m. Reicht denn ein 40m Seil auch aus, oder wird es sich damit nicht ausgehen? Gruß, Alexander
mehr zeigen
Antwort von Michael Larcher  · 06.08.2020 · alpenvereinaktiv.com
Ein 40 m Seil ( = 20 m Abseilstrecke) ist nach meiner Erinnerung zu kurz, um "entspannt" abzuseilen. Da wird man dann etwas improvisieren müssen. D. h. der zweite müsste die letzten Meter abklettern (den ersten kann man ja Ablassen). Möglichkeiten für einen verlässlichen Zwischenstand sind mir nicht in Erinnerung. Achtung: Seilenden Abknoten! Schöne Grüße. Michael

Bewertungen

5,0
(2)
Emanuel Reisinger 
Fantastische Tour mit wunderbaren Ausblick ins Taschachtal und auf den Taschachferner. Im oberen Bereich wird der im Sommer brüchigere Teil dzt. noch mit Eis zusammen gehalten und ist somit sehr kompakt und gut zu gehen. Tipp: Diese Tour sollte bei guten und stabilen Wetterbedingungen gemacht werden. Auf wenig Wind sollte ebenso geachtet werden.
mehr zeigen
2018-06-26_Richtung_Taschachtal
Foto: Emanuel Reisinger, ÖAV Sektion Linz
2018-06-26_Blick-auf-den-Grat
Foto: Emanuel Reisinger, ÖAV Sektion Linz
2016-06-26_Taschachferner
Foto: Emanuel Reisinger, ÖAV Sektion Linz

Fotos von anderen

2018-06-26_Richtung_Taschachtal
2018-06-26_Blick-auf-den-Grat
2016-06-26_Taschachferner

Bewertung
Schwierigkeit
III-, 35° mittel
Strecke
5,6 km
Dauer
6:00 h
Aufstieg
770 hm
Abstieg
770 hm
aussichtsreich Gipfel-Tour Grat Überschreitung

Statistik

  • Meine Karte
  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
Funktionen
2D 3D
Karten und Wege
Dauer : h
Strecke  km
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.