Start Touren Piona, Montecchio, Fuentes - Tour 307 - Comer See by Andreas Albrecht
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Piona, Montecchio, Fuentes - Tour 307 - Comer See by Andreas Albrecht

Mountainbike · Colico
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  • La Fiorida
    / La Fiorida
    Foto: Andreas Albrecht, alpenvereinaktiv.com
  • / Sentiero del Viadante
    Foto: Andreas Albrecht, alpenvereinaktiv.com
  • / Kitesurfen in Colico am Comer See
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  • / Trail am Montecchio
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  • / Forte Montecchio Nord
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  • / Alte Pfade am Montecchio
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  • / Forte Fuentes
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  • / La Fiorida
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m 500 400 300 200 40 35 30 25 20 15 10 5 km La Fiorida … Farm La Fiorida … Farm

Entspannte MTB-Tour entlang des Comer Sees bis zur Halbinsel Piona, zurück mit kleiner Traileinlage auf historischen Pfaden

mittel
41,7 km
4:00 h
500 hm
500 hm

Diese Tour ist ganz ungeplant entstanden. Bei den Recherchen zum „Alta Rezia Trailguide“ wollte ich einen Ruhetag einlegen. Gemeinsam mit Tomek, der auch beim Tracciolino und der Via Priula dabei war (siehe auch Tour 303), radelten wir einfach los in Richtung Colico am Comer See. Das ist auf dem Radweg „Sentiero Valtellina“ eine ganz entspannte Sache. In Colico waren wir schnell, wollten aber noch nicht umdrehen und fuhren deshalb weiter bis zum Laghetto di Piona. Dort entschieden wir uns, der Abtei Abbazia di Piona einen Besuch abzustatten. Sie liegt malerisch am Nordende der kleinen Halbinsel, die die beliebte Badebucht halb umschließt.

outdooractive.com User
Autor
Andreas Albrecht
Aktualisierung: 12.05.2019

Schwierigkeit
S2 mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Olgiasca, 313 m
Tiefster Punkt
Colico, 200 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

La Fiorida - Agriturismo - Azienda Agricola Beauty Farm

Weitere Infos und Links

Tour ist enthalten in MTB-Guides von Andreas Albrecht

Mountainbiken am Comer See

Start

La Fiorida (206 m)
Koordinaten:
Geographisch
46.150351, 9.494417
UTM
32T 538180 5110871

Ziel

La Fiorida

Wegbeschreibung

Die Anfahrt geschieht wie bei der Tour 302 auf der kaum befahrenen Nebenstraße in Richtung Dervio. Der Hauptverkehr braust ja durch den Straßentunnel. Für den Rückweg merken wir uns den parallel am Hang verlaufenden Weg „Sentiero del Viandante“ vor. In Olgiasca biegen wir dann zur Halbinsel ab. Nach den letzten Häusern verläuft der Weg bergab auf einer kopfsteingepflasterten Straße. Sie endet an der Abtei. Ein kleiner Stichweg führt hinunter an den Comer See, wo sich eine Schiffsanlegestelle befindet. Man kann die Zisterzienser-Abtei besichtigen und sich von der Schönheit und Stille des Ortes berühren lassen. Als Mitbringsel bietet sich ein von den Mönchen selbst hergestellter Likör an.Der Wanderweg zurück über den Berg oder eher Hügel, erwies sich bei unserer Erkundung als nicht sinnvoll für Mountainbikes. Also geht es nach Olgiasca zurück auf derselben Strecke wie beim Hinweg. Im Ort war uns ein kleiner Pfad aufgefallen, der über ein paar Treppen zur Straße verläuft. Besser als auf der Straße zurück, dachten wir und rumpelten die Stufen hinab. Als wir an der Straße herauskamen, war da auch schon der Wegweiser zum besagten „Sentiero del Viandante“. Das ist ein historischer Saumpfad, der auf die Römerzeit zurückgeht. Er verläuft an der Ostseite des Comer Sees entlang der Berghänge. Einzelne Teilabschnitte lassen sich durchaus mit dem Mountainbike befahren, wie auch dieser bis zum Laghetto di Piona. Es geht mit einer kurzen Schiebepassage los, danach konnten wir bei einem munteren Auf und Ab die Strecke doch weitgehend fahren. Einige verblockte Stellen und kurze Gegenanstiege waren dem Fahrfluss zwar nicht unbedingt förderlich, aber da dieses Teilstück auch nur ca. drei Kilometer lang ist, kann man es schon machen. Am Kreisel bei Piona wollten wir zunächst nicht wieder direkt am Comer See zurück. Deshalb fuhren wir rechts auf Verdacht eine unscheinbare Straße hinein und entdeckten durch Zufall die sehr versteckt liegende Osteria del Nibbio. Es war gerade Mittagszeit und es standen ein paar Autos einheimischer Handwerker herum, sonst wären wir gar nicht darauf aufmerksam geworden. Das ist in Italien immer ein gutes Zeichen, besonders wenn dann noch auf „Pranzo di lavoro“ hingewiesen wird – das Mittagsmenü für die arbeitende Bevölkerung. Zu einem Spottpreis gibt es eine Pasta-Vorspeise, einen Hauptgang nach Wahl, Dessert, Wasser oder Tischwein und zum Abschluss einen Espresso. Dabei stellt die Wirtin auch noch drei Flaschen hin – zum Verdauen, wie sie sagt. Darin befinden sich Limoncello, Grappa und ein Lakritzlikör. Einschenken kann man sich selber. Das ist schon verführerisch und eigentlich wäre danach eine Siesta angesagt. Tomek und ich haben uns aber zurückgehalten, wir wollten ja wieder zurück mit dem Mountainbike. Da wir nun frisch gestärkt und damit voller Tatendrang waren, überlegten wir uns für den Rückweg noch, die kleinen Hügel entlang des Wegs anzufahren. Sie liegen recht unscheinbar neben dem Radweg an der Adda und sind doch ein lohnendes Ziel für Mountainbiker, vor allem aus historischer Sicht. Auf dem ersten Hügel befindet sich das Forte Montecchio und auf dem zweiten das Forte Fuentes.  Beide Festungsanlagen sind Ausdruck der strategischen Bedeutung, die der nördliche Teil des Comer Sees über Jahrhunderte inne hatte.Das Forte Montecchio Nord erreicht man über einen Weg, der direkt am Strandbad von Colico abgeht, dort, wo die Kitesurfer ihren Treffpunkt haben. Das Forte ist die einzige noch komplett erhaltene und intakte Festungsanlage Italiens aus dem Ersten Weltkrieg. Sie kann in der Sommersaison besichtigt werden. Weiter geht es am Hügel entlang in nördlicher Richtung. Dabei fanden wir einen netten Trail, der uns in Erbiola ausspuckte, wo auch schon die kurze Auffahrt zum Forte di Fuentes auf uns wartete. Diese alte Festung geht auf die Zeit der spanischen Herrschaft zurück, als um 1600 herum das Herzogtum Mailand vom damaligen Gouverneur, dem Graf Fuentes, regiert wurde. Er ließ das gleichnamige Forte zum Schutz gegen die Invasion der Schweizer Drei Bünde bauen. Später gelangt diese Region unter österreichischer Herrschaft. In dieser Zeit wurde das früher malariaverseuchte Sumpfgebiet Piano di Spagna trockengelegt und damit für die Landwirtschaft nutzbar gemacht. Auf diese Ebene zwischen dem Comer See und dem Lago di Mezzola haben wir von hier oben eine gute Aussicht. Von der alten Festung sind nur einige Ruinen übrig. Dazwischen liegt eine große Wiese, die früher wohl der Exerzierplatz war. Laut Karte musste ein Weg hinunter zur Adda führen, die hier in den Comer See fließt. Der entpuppte sich zu unserer Freude als netter kleiner Trail, der direkt auf den Radweg Sentiero Valtellina stößt. Die Kitesurfer waren auf dem Wasser. Also sollte der Wind am Nachmittag aufgefrischt haben. Der blies uns als schöner Rückenwind locker und leicht zurück. In Abwandlung eines bekannten Sprichwortes könnte man zum Abschluss sagen: Ungeplant ist halb gewonnen.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mit dem Regionalzug zwischen Mailand und Tirano erreichbar. Entweder vom Bahnhof Colico ca. 12 km entfernt zum Tourstart leichte Anfahrt auf dem ausgeschilderten Radweg "Sentiero Valtellina". Oder vom Bahnhof Morbegno direkt in die Tour einsteigen. Der Bahnhof ist ca. 500 m vom Streckenverlauf entfernt. Oder vom Bahnhof Colico aus fahren.

Anfahrt

Von der Staatsstaße SS 38 an der Abfahrt Morbegno ausfahren und der Wegweisung nach Mantello und zum Agriturismo La Fiorida folgen.

Parken

Großer Parkplatz direkt am Agriturismo La Fiorida.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Ausrüstung

vollgefedertes Mountainbike, Helm


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Schwierigkeit
S2 mittel
Strecke
41,7 km
Dauer
4:00h
Aufstieg
500 hm
Abstieg
500 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights

Statistik

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