Start Touren Piesenkopf, 1629 m
Teilen
Merken
Meine Karte
Tour hierher planen Tour kopieren
Fitness
Wanderung

Piesenkopf, 1629 m

Wanderung · Allgäu
Verantwortlich für diesen Inhalt
Rother Bergverlag Verifizierter Partner 
  • Rohrmoos
    / Rohrmoos
    Foto: Herbert Mayr, Rother Bergverlag
  • / Neue Piesenalp
    Foto: Herbert Mayr, Rother Bergverlag
  • / Piesenkapelle
    Foto: Herbert Mayr, Rother Bergverlag
  • / Eubelewald
    Foto: Herbert Mayr, Rother Bergverlag
  • / Rohrmoostal
    Foto: Herbert Mayr, Rother Bergverlag
m 1800 1600 1400 1200 1000 12 10 8 6 4 2 km

Weltabgeschiedener Winkel des Oberallgäus

In einem der wald- und wildreichsten sowie besonders während der Wintermonate stillsten Winkel des Oberallgäus verkörpert der Piesenkopf ein flussgeografisches Kuriosum. Er sitzt groß und breit genau auf der Europäischen Hauptwasserscheide Rhein – Donau. Während die ost- und südostseitig abfließenden Quellwasser über die Rohrmooser Starzlach und die Iller der Donau zuströmen, nähren die nordseitigen Wasseradern die Bolgenach und die west- bis südwestseitigen den Achbach oder Schönbach, später die Subersach und strömen somit gemeinsam über die Bregenzerach dem Rhein zu. Und noch eine weitere Besonderheit hat unser Bergziel aufzuweisen, das im Übrigen wegen der sanft geneigten Waldhänge mit Schneeschuhen mehr Sinn macht als mit Skiern. Von keinem anderen Weg aus lässt sich die atemberaubende Architektur der Unteren Gottesackerwände so gut studieren wie während des gemächlichen Aufstiegs zum Piesenkopf. Die Ausstrahlung dieser überdimensionalen Felsbastion – fast wie eine Szene aus den kanadischen Rocky Mountains – lässt einen nicht so schnell wieder los. Wer die Piesenkapelle besuchen möchte, sollte sich nicht von einem scheinbar leichten direkten Schlussaufstieg zum Gipfel verleiten lassen. Dieser überrascht mit einer unangenehmen Muldenquerung. Erwähnenswert ist auch die hölzerne Rohrmooser Kapelle aus dem Jahr 1587, eine der ältesten Deutschlands. Besonders originell erscheint das »Jüngste Gericht« mit seinen fantasievollen Teufelsgestalten, die jeden, der sich auf dem falschen Weg befindet, recht eindringlich warnen.
mittel
13,9 km
5:30 h
593 hm
593 hm
Wenn man im Hochwinter schon frühmorgens in Rohrmoos startet, kommt auf dem nahezu flachen, durch das schattig-frostige Hochtal zum Hörnlepass führenden Forststräßchen erst mal keine so richtige Stimmung auf. Zu klamm fühlen sich hier in über 1000 Meter Höhe die Extremitäten an, als dass man sich vorbehaltlos an der noch überraschend unberührten Bergnatur groß erfreuen könnte. Im so genannten Bärenloch weist die Beschilderung »Piesen Alpen« auf einen Alpweg. Durch den Wald hinauf zum quellenreichen Sperberwinkel kommt der Frühsportler dann doch allmählich auf Betriebstemperatur. Die unterschiedlich steile, aber stets angenehm steigende Fahrbahn ist im unteren Bereich meist geräumt. Die lang gezogene Felsmauer der Unteren Gottesackerwände riegelt als dramatischer Abbruch des Gottesackerplateaus mit einem schönen Faltenwurf den Talzug nach Süden hin ab. Zwei Abzweigungen rechts bleiben unberücksichtigt. Erst an der Gabelung auf 1300 m Höhe, wo der geräumte Kurs im Eubelewald (auch Aibelewald) weiterhin geradeaus in ein winterliches Sperrgebiet leitet, schwenken wir rechts auf eine gut erkennbare Wegtrasse ab. Hier sehen wir uns gezwungen, die Schneeschuhe anzulegen. Der Fahrweg biegt wenig später endlich in nordöstlicher Richtung um. Nach einem Erholungsstück und ein paar letzten Windungen ist die Neue Piesenalp, 1455 m, erreicht. Nun verstecken sich auch die durch eine Scharte geteilten Oberen Gottesackerwände nicht länger. Der angenehmste Gipfelaufstieg verlangt jetzt erst mal einen ausholenden Bogen. Flach legen wir deshalb unter der Piesenkapelle vorbei eine Spur über die jungfräulichen, sanft geneigten Südhänge des Piesenkopfs hinüber zu einem Viehstall. Von dort sind es nur noch ein paar Minuten zu einem unbedeutenden Sattel. Weiter geht’s daraufhin rechts zum Ansatz des erst noch harmlosen, im weiteren Verlauf deutlich aufschwingenden, mit einzelnen Fichten bestockten Südwestrückens. Dieser zwingt uns empor zum Piesenkopf noch einen vollen Einsatz ab. Während des Höhersteigens rücken immer mehr die silbern schimmernden Spitzen der wie zu einer Perlenkette aufgereihten Allgäuer Hochalpen ins Blickfeld.
outdooractive.com User
Autor
Herbert Mayr
Aktualisierung: 27.02.2018

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Höchster Punkt
1622 m
Tiefster Punkt
1063 m

Sicherheitshinweise

Bis zur Gabelung im Eubelewald, 1300 m, meistens geräumter Alpweg. Der selten gespurte Weiterweg mit steilem Gipfelaufstieg ist nur mit Schneeschuhen möglich. Gipfelwechte nicht betreten! Bis zur Neuen Piesenalp leicht. Wald-Wild-Schongebiete beachten (siehe AV-Karte BY2).

Start

Rohrmoos, 1070 m; Wanderparkplatz an der Kapelle. Zu erreichen von Tiefenbach auf einer Mautstraße, keine Busverbindung (zu Fuß 2 Std.). (1064 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.407226, 10.169086
UTM
32T 588202 5251081

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

mehr zeigen

Kartentipps für die Region

mehr zeigen


Fragen & Antworten

Stelle die erste Frage

Hier kannst du gezielt Fragen an den Autor stellen.


Bewertungen

Verfasse die erste Bewertung

Gib die erste Bewertung ab und hilf damit anderen.


Fotos von anderen


Schwierigkeit
mittel
Strecke
13,9 km
Dauer
5:30h
Aufstieg
593 hm
Abstieg
593 hm

Statistik

  • 2D 3D
  • Meine Karte
  • Inhalte
  • Neuer Punkt
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
: h
 km
 Hm
 Hm
 Hm
 Hm
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.