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Wanderung empfohlene Tour

Penonrunde

Wanderung · Südtirols Süden
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Karte / Penonrunde
m 600 500 400 300 200 100 10 8 6 4 2 km
Von Margreid über Penon nach Kurtatsch und über  Entiklar wieder zurück nach Margreid
leicht
Strecke 10,2 km
3:40 h
616 hm
605 hm

Ideale Herbst- oder Frühjahrswanderung. Wer vom Winter genug hat, der ist an den Sonnenhängen des Unterlandes immer gut aufgehoben. Wir starten in dem idyllischen Unterlandler Dorf Margreid, wo Häuser eng zusammengebaut sind. Im Zentrum des Dorfes treffen wir schon das erste Highlight dieser Tour: die Margreider Ur-Rebe, welche sonnenüberflutet an der Hausmauer emporrankt. Diese Rebe wurde im fernen Jahre 1601 gepflanzt und liefert heute noch edlen Rebensaft. Dieses Weindorf, welches sich an der Weinstraße befindet, beheimatet verschiedene Weinproduzenten, darunter auch im Dorfzentrum den Ansitz Löwengang des Alois Lageder, welcher zu den exklusivsten Weinpäpsten gehört. Am Ansitz wandern wir vorbei bis wir zum Dorfbrunnen kommen und auf dem Weg Nr. 3 die Franz-Fenner-Straße hinaufwandern. Nach der ersten steilen Anhöhe gelangen wir zu einer Abzweigung und folgen hier dem Weg Nr. 3b, vorbei an Rebenhängen in den Lahnsteig. Dieser schlängelt sich hinauf zum Margreider Leiten Biotop, wo wir das Felsband queren, vorbei an Buchen und auch Eiben. Die europ. Eibe ist sehr selten. Hier findet man jedoch etliche Exemplare, welche den Weg säumen. Dieser Baum gehört zu einer der ältesten Baumarten Europas, kann ein sehr hohes Alter erreichen und ist sehr giftig. Nicht nur die Rinde und das Holz sind es, sondern auch die roten Früchte. Dieser Baum hat jedoch eine Eigenschaft, die man früher sehr geschätzt hat. Seine Biegsamkeit ist außergewöhnlich und ideal, um Bögen herzustellen. Schon Ötzi schätzte dieses Holz, und sein Bogen war eben aus diesem Holz gemacht. Nach etwas mehr als einer Stunde erreichen wir die ersten Häuser der Fraktion Penon. Wir wandern immer noch auf dem markierten Weg weiter, bis wir zum Dorfplatz kommen. Hier machen wir eine kleine Rast und betreten andächtig die Kirche, welche eine Besonderheit ist.

Die Kirche in Penon ist in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts in spätromanischem Baustil erbaut worden und dem Heiligen Nikolaus (6. Dezember) geweiht. Einzelne Bauelemente deuten bereits frühgotische Formen an. Erstmals erwähnt ist die St.-Nikolaus-Kirche von Penon, laut Denkmalkonservator Leo Andergassen, in einem Ablassbrief aus der Zeit des Papstes Bonifaz IX. um 1390. Die aus Sandstein geformte spätromanische Rundbogenapsis der Kirche von Penon ist bereits um 1300 entstanden. Vor der heutigen Kirche existierte an diesem Standort bereits eine Kapelle. Eine wirkliche Rarität ist das Sakramentshäuschen aus Sandstein an der nördlichen Apsiswand, aus der Zeit um 1380, Südtirols ältestes in Stein gehauenes Sakramentshäuschen.

Unser Weg geht nun abwärts, dem Weg Nr. 5 folgend zum Gasthaus Torgglhof, wo wir uns köstlich stärken. An der Tür des Gasthauses Linde finden wir ein interessantes Schild, welches uns jedoch traurig stimmt. Dieses Dorfgasthaus wurde aufgelassen, so wie viele andere Dorfgasthäuser in Südtirol. Die Treffpunkte neben der Kirche verschwinden immer mehr in den entlegenen Fraktionen, und das ist Schade, weil sie dem Dorf einen eigenen Charakter gaben, und man sich gerne bei einem Glasl und einem guten Gespräch traf.

Unser Weg geht nun weiter Richtung Hofstatt und dem Weg Nr. 2 abwärts folgend über Entiklar, entlang des Weinlehrpfades und wieder zurück nach Margreid zu unserem Ausgangspunkt. Wir schlendern noch durch das Dorf und kehren dort auch ein, um ein Ratscherle mit den Margreidern zu machen, deren Dialekt uns sehr gefällt.

Autorentipp

Neben der Ur-Rebe bietet diese Wanderung viele Naturhöhepunkte. Das Biotop Margreider Leiten und auch die verschiedenen Kräuter, Blumen, Reben, Olivenhaine, welche die Sonne suchen. Die Einkehr in den Gasthof Torgglhof lohnt, man sollte auf jeden Fall sonntags rechtzeitig reservieren, da man sonst keinen Platz findet
Profilbild von OLAV LUTZ
Autor
OLAV LUTZ 
Aktualisierung: 10.08.2020
Schwierigkeit
leicht
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Penon, 631 m
Tiefster Punkt
Margreid, 232 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Die Wanderung ist an sich nicht schwierig. Festes Schuhwerk sollte man aber trotzdem mitnehmen.

Weitere Infos und Links

https://restaurants.st/de/gastronomie/gasthaus-torgglhof-kurtatsch-p6495

https://www.weinstrasse.com/de/highlights/natur-landschaft/naturschauspiele/margreider-urrebe/

Start

Margreid (231 m)
Koordinaten:
DD
46.287422, 11.210127
GMS
46°17'14.7"N 11°12'36.5"E
UTM
32T 670245 5128356
w3w 
///meile.sekunde.cousinen

Ziel

Margreid

Wegbeschreibung

Wir fahren hinein in das Dorf, parken beim Vereinshaus, queren den kleinen Bach und gehen vorbei an der Ur-Rebe, weiter neben dem Ansitz Löwengang zum Dorfplatz mit dem Brunnen. Hier rechts der Straße entlang (Franz-v.-Fenner-Weg Nr. 3) hinauf, an Häusern vorbei bis wir einer Abzweigung und dem Schild Weg Nr. 3 b den Lahnsteig hinauf folgen, bis wir in Penon angekommen sind. Bis zum Dorfplatz folgen wir demselben Weg und danach auf Weg Nr. 5 bis nach Hofstatt. Ab hier hinunter auf Weg Nr. 2 bis zum Weinlehrpfad nach Entiklar und weiter bis nach Margreid zum Ausgangspunkt

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

www.sii.bz.it

Anfahrt

Die Brennerautobahn an der Ausfahrt Neumarkt verlassen und beim Kreisverkehr zuerst Richtung Kurtatsch fahren und dann beim nächsten Kreisverkehr die Richtung Margreid wählen.

Parken

Parkmöglichkeit hinter dem Karl-Anrather-Haus

Koordinaten

DD
46.287422, 11.210127
GMS
46°17'14.7"N 11°12'36.5"E
UTM
32T 670245 5128356
w3w 
///meile.sekunde.cousinen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Kompass, Karte N.074: Südtiroler Weinstraße, Unterland 1:25.000

Tabacco-Karte 049, Südtiroler Weinstraße/Strada del Vino 1:25.000

Buchtipps für die Region

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Ausrüstung

Trekkingschuhe reichen aus. An heißen Tagen empfiehlt sich auf jeden Fall ein Sonnenschutz

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Schwierigkeit
leicht
Strecke
10,2 km
Dauer
3:40 h
Aufstieg
616 hm
Abstieg
605 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch botanische Highlights

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