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Ortler über die Trafoier Eisrinne

Skitour · Vinschgau
Profilbild von Manfred Karl
Verantwortlich für diesen Inhalt
Manfred Karl 
  • Aufstiegsroute Trafoier Eisrinne
    / Aufstiegsroute Trafoier Eisrinne
    Foto: Manfred Karl, Community
  • / Detail der Eisrinne
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  • / Start in Drei Brunnen
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  • / Querung des Trafoier Baches
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  • / Berglhütte
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  • / Gemütliche Rast zu einer Zeit, wo die Hütte noch bewirtschaftet war
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  • / Abendessen
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  • / Abbruch des Oberen Ortlerferners
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  • / Nassschneerutsch
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  • / Abendlicht
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  • / Frühzeitiger Aufbruch
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  • / Querung von der Berglhütte
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  • / Im Kar unter der Rinne
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  • / Große (Eis-)Lawinenfelder
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  • / Damoklesschwert
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  • / Eislawinenreste erschweren den Anstieg
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  • / Im Zustieg zur Rinne wird es langsam besser
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  • / Trafoier Eisrinne
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  • / Bei sehr guten Verhältnissen wäre auch ein durchgehender Aufstieg mit Ski möglich
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  • / Guter Stapfschnee
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  • / Tabarettagrat
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  • / Blick zur Stilfserjochstraße
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  • / Oberer Teil der Rinne
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  • / Kurze Rastpause
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  • / Das Ende der Rinne
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  • / Steiler Überstieg
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  • / Ein Traumtag!
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  • / Lombardibiwak
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  • / Steilhang zum Oberen Ortlerplatt
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  • / Gletscherbrüche rechts und...
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  • / ... links vom Steilhang
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  • / Oberer Teil der Nordwand
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  • / Große Spalte am Übergang zum Ortlerplatt
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  • / Oberes Ortlerplatt
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  • / Links oder rechts am Eisbruch vorbei
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  • / Noch ein letzter Steilhang
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  • / Eindrucksvoller Eisbruch
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  • / Gipfelgrat
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  • / Cevedale, Königspitze und Zebru
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  • / Mit Ski bis zum Gipfel!
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  • / Hintergrat und Minnigeroderinne
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  • / Ein Jahrhunderttag!
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  • / Ortlergipfel
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  • / Pulverschnee mit Eisbrocken vermischt
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  • / Einfahrt vom Ortlerplatt
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  • / Im Mittelteil beste Schneeverhältnisse
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  • / Firn im unteren Teil der Trafoier Eisrinne
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  • / Eindrucksvolle Abfahrt
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  • / Bester Firn um unteren Teil
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  • / Querung der Lawinenreste
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  • / Rastplatz in Drei Brunnen
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m 5000 4500 4000 3500 3000 2500 2000 1500 1000 12 10 8 6 4 2 km
Top-Tour für sehr gute Skialpinisten! Landschaftlich ungemein eindrucksvoll und je nach Verhältnissen auch sehr anspruchsvoll steigt man unterhalb gewaltiger Eisbrüche und im Anschluss durch die Trafoier Eisrinne dem "König Ortler" bis zum Gipfelkreuz mit Ski aufs Haupt. Eine komplette Hochtourenausrüstung sollte auf jeden Fall dabei sein.
schwer
13,7 km
9:00 h
2.311 hm
2.311 hm
Lang, anspruchsvoll und landschafltich ein absolutes "Highlight"! Die Skitour auf den Ortler wird wohl jedem Begeher dauerhaft in Erinnerung bleiben. Hier ist der ganze Skialpinist gefordert, aber noch nicht in extremer Richtung. Für versierte Tourengeher bei Topverhältnissen also durchaus im Bereich des Machbaren. Die Eisschlag- und Lawinengefahr sollte allerdings nicht unterschätzt werden und auch die Spaltengefahr ist potentiell ein Risiko bei der Tour. Für die Abfahrt sollte man sich auf sehr wechselhafte Verhältnisse einstellen bis hin zu einem möglichen Slalom über große Eislawinenfelder.

Autorentipp

Ein möglichst frühzeitiger Aufbruch ist Pflicht! Die Querung nach der Berglhütte sollte man am besten bei Tagesanbruch starten können.

Eine ausreichende Schneelage ist eine weitere wichtige Voraussetzung, um die teils großen Spalten unterhalb des Lombardibiwaks halbwegs gefahrlos passieren zu können.

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Ortler, 3.905 m
Tiefster Punkt
Drei Brunnen, 1.595 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Eisschlaggefahr besteht in weiten Teilen der Querung von der Hütte zur Trafoier Eisrinne. Spaltengefahr ab dem oberen Teil der Trafoier Eisrinne bis zum Oberen Orterplatt.

Weitere Infos und Links

Berglhütte (Rifugio Borletti), 2188 m, www.berglhuette.it

Allgemeine Infos und Berichte zur vorübergehenden Hüttenschließung unter:

https://de-de.facebook.com/Berglhutte

http://www.gipfeltreffen.at/showthread.php?75173-Berglh%FCtte-%28Trafoi-S%FCdtirol%29-geschlossen

http://www.buongiornosuedtirol.it/?p=13917

Seit 2015 ist die Hütte jeweils wieder zur Hochtourenzeit geöffnet und als Stützpunkt für eine Ortlerbesteigung benützbar.

Start

Parkplatz Drei Brunnen (1.592 m)
Koordinaten:
DG
46.532992, 10.504106
GMS
46°31'58.8"N 10°30'14.8"E
UTM
32T 615342 5154368
w3w 
///westteil.soll.zulauf

Ziel

Parkplatz Drei Brunnen

Wegbeschreibung

Über die Brücke und an der Kapelle Hl. Drei Brunnen rechts vorbei. Der Hüttenweg führt durch steilen Wald auf dem sehr gut angelegten Steig Nr. 15 in zahlreichen Kehren zur Berglhütte hinauf. Wenn noch Schnee liegt, kann man mit Ski ungefähr entlang des Sommerweges zur Hütte aufsteigen. Die Tour ist auch vom Tal aus zu machen, die Aufstiegszeit verlängert sich dann um ca. 1 ½  Stunden.

Von der Hütte muss in langer Hangquerung unterhalb des Pleißhorngrates - vorbei am Einstieg zum Meranerweg - in eine große Mulde (Pleißhorntal) angestiegen werden, deren gesamter Bereich aus den hoch oben hängenden Seracs mit Eisschlag bedroht ist. Man hält sich deshalb möglichst weit links der Gefahrenzone, sollte jedoch immer ein Auge auf den nie auszuschließenden Eisschlag haben – das gilt auch für die Abfahrt!

Östlich weiter durch ein nicht mehr so breites Kar, in dem ebenfalls meist große Eisbrocken bzw. Lawinenkegel liegen, die das Vorankommen erschweren. Eventuell ist es besser, sich im Aufstiegssinn am linken Rand des Kares zu halten. Dieses Kar mündet in einem Becken, das im Osten durch die Felsen des Tabarettakammes abgeschlossen wird. In deren Bereich verläuft auch der Sommerweg, der von der Payerhütte herüberkommt. Aus dem Becken setzt die sogenannte Trafoier Eisrinne an, die Richtung Tschirfeck hinaufzieht. In der nur anfangs ausgeprägten Rinne – diese wird bald zu einem langen Steilhang, hängt es sehr von den Verhältnissen ab, ob man mit Ski weiter aufsteigen kann oder ob diese getragen werden müssen. Die Hangneigung beträgt etwa um die 40 Grad und oft werden bei hart gefrorenem Schnee auch Steigeisen nützliche Dienste leisten. Im oberen Teil der Trafoier Eisrinne bestehen zwei Möglichkeiten.

Querung des Hanges oberhalb des Eisbruches nach rechts – südwestlich - in ein etwas flacheres Becken („Bärenloch“). Aus diesem abermals sehr steil und unter Umständen über große Spalten (wenn man diese vom Sommer kennt, kann man kaum glauben, dass in einem schneereichen Winter hier fast nichts zu sehen ist) schräg links auf den flachen Gratteil oberhalb des Tschirfecks, wo auch das Lombardi Biwak steht.

Die zweite Möglichkeit – hier heißt es Ski tragen (bis knapp 45 Grad steil): Nicht nach rechts queren, sondern in Fortsetzung des Hanges direkt zum Sommerweg aufsteigen. Knapp unterhalb vom Lombardi Biwak muss man sehr steil nach rechts auf eine Felsrippe ausqueren. Bei Ausaperung der Felsen kann leichte Kletterei bis ungefähr zum zweiten Schwierigkeitsgrad erforderlich werden. Anschließend auf oder knapp unter dem Grat zum Lombardi Biwak. Gleich danach kann man die Ski wieder anschnallen (hier kommt von rechts der andere Aufstieg daher). Der folgende Steilhang wird bei gutem Schnee mit Ski erstiegen, bei Vereisung ist der Einsatz von Steigeisen nötig. Am Ende des Steilhanges über eine große Spalte, dann flacher werdend auf das Obere Ortlerplatt (Oberer Ortlerferner). Ein markanter Eisbruch wird links (direkter, etwas steiler) oder rechts (flacher) umgangen und der Gipfelgrat erreicht. Über ihn, was zumeist möglich ist, mit Ski bis zum Gipfelkreuz.

Die Abfahrt erfolgt über den Anstiegsweg. Vor dem Lombardi Biwak links haltend sehr steil in das Bärenloch einfahren und dann weiter durch die Trafoier Eisrinne.

Im untersten Teil kann, sofern ausreichend Schnee liegt, der Sommerweg umfahren werden. Man quert nicht mehr zur Berglhütte zurück, sondern fährt durch den anfangs breiten, unten schluchtartigen Graben direkt hinunter ins Trafoier Tal. Vorsicht: Diese Variante ist gleichzeitig ein Lawinentrichter und sollte nur bei allerbesten Schneeverhältnissen befahren werden, außerdem ist eine sehr hohe Schneelage nötig, was im späteren Frühjahr ohnedies meist nicht mehr der Fall sein wird.

Ansonsten erfolgt der Rückweg ins Tal über die Berglhütte, wobei man unterhalb der Hütte je nach Schneelage noch den einen oder anderen Meter abfahren kann - grob gibt dabei der Sommerweg die Richtung vor.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Der Ort Trafoi ist vom Bahnhof in Mals über Sulden mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Je nachdem, ob die Straße zum Stilfser Joch bereits offen, fährt der Bus auch zum Stilfser Joch. Das letzte Stück von der Abzweigung der Zufahrtsstraße zum Parkplatz Drei Brunnen muss man allerdings zu Fuß zurücklegen. Bus 271 der SAD Nahverkehrslinie.

Fahrpläne unter https://www.sii.bz.it/de/siipdfOldtimetables

Anfahrt

Den Ausgangsort Trafoi erreicht man aus dem Inntal über die A 12 bis zur Ausfahrt Landecker Tunnel / Schweiz / Italien. Durch den Tunnel und auf der B 180 bis zur Kajetansbrücke. Weiter über Nauders und den Reschenpass nach Spondinig bzw. von Meran durch den Vinschgau über die SS 38. In Spondinig Abzweigung Richtung Stilfserjoch und auf der Stilfserjochstraße bis Trafoi fahren. Durch den kleinen Ort und wenige hundert Meter danach links abzweigen Richtung Drei Brunnen / Campingplatz und bis ans Ende der Straße.

Parken

Parkplatz Drei Brunnen, 1594 m

Koordinaten

DG
46.532992, 10.504106
GMS
46°31'58.8"N 10°30'14.8"E
UTM
32T 615342 5154368
w3w 
///westteil.soll.zulauf
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Ulrich Kössler, Skitouren im Dreiländereck Südtirol - Graubünden - Tirol, Verlag Tappeiner, ISBN 978-88-95211-38-1, www.tappeiner.it

Kartenempfehlungen des Autors

Carta Topografica 1:25 000, Blatt Nr. 08, Ortlergebiet, Tabacco Verlag

Kompass Wandern / Rad / Schitouren, 1:50 000, Blatt WK 072, Nationalpark Stilfser Joch

Kompass, DVD Wander-, Rad- und Skitourenkarte Südtirol

Buchtipps für die Region

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Ausrüstung

Komplette Hochtourenausrüstung für eine Gletscherbegehung, also Seil, Pickel, Steigeisen, auch ein Helm ist sehr angenehm.

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Dieter Güntner
08.06.2018 · Community
Sehr schöne Tour, bei der Besteigung ist darauf zu achten, dass die beschriebene 1. Variante (Ausstieg aus der Trafoier Eisrinne, Querung zum Bärenloch und dann zur Biwakschachtel, die man links liegen lässt) wesentlich besser ist. Die Bilder 24-27 sind in der 2. Variante entstanden und können in die Irre führen.
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Fotos von anderen


Schwierigkeit
schwer
Strecke
13,7 km
Dauer
9:00h
Aufstieg
2.311 hm
Abstieg
2.311 hm
Gipfel-Tour aussichtsreich Skihochtour freies Gelände Wald

Statistik

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