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Start Touren Oberstdorf - Hölltobel - Dietersbachtal - Älpelesattel - Oytal
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Wanderung empfohlene Tour

Oberstdorf - Hölltobel - Dietersbachtal - Älpelesattel - Oytal

· 2 Bewertungen · Wanderung · Allgäuer Hochalpen
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DAV Sektion AlpinClub Berlin Verifizierter Partner 
  • Blick vom Älpelesattel in den Talkessel mit der Käseralpe
    Blick vom Älpelesattel in den Talkessel mit der Käseralpe
    Foto: Lars Reichenberg, DAV Sektion AlpinClub Berlin
m 1800 1600 1400 1200 1000 800 600 16 14 12 10 8 6 4 2 km
Diese abwechslungsreiche Zwei-Täler-Bergwandertour durch das Dietersbachtal und das Oytal ist eine wahre Genusswanderung für Einkehr-Liebhaber mit einem optionalen rasanten Abschluss.
mittel
Strecke 17,6 km
6:00 h
954 hm
778 hm
1.780 hm
826 hm
Diese Tour besticht durch zahlreiche landschaftliche, kulinarische sowie kulturelle Höhepunkte. Bereits im ersten Drittel der Tour begleitet uns der wilde und tosende Hölltobel, wie der letzte Steilabschnitt des Dietersbachs genannt wird, bevor er aus dem gleichnamigen Tal in die Trettach im Trettachtal mündet. Im oberen Teil des Hölltobels werden wir für unsere Mühen mit einem riesigen Wasserfall belohnt, den wir von einer sicheren künstlichen Aussichtsplattform bewundern dürfen. Wenig später weitet sich die Landschaft und wir durchwandern gleich zwei weitere malerische Täler. Dabei eröffnen sich uns immer wieder wunderbare Ausblicke auf die Allgäuer Bergwelt, unter anderem auf die markanten Zacken der "Höfats", die wir während unserer Tour quasi umwandern. Der Übergang vom Dietersbachtal in das Oytal über den Älpelesattel erweist sich dabei als recht grantig und wird dem Begriff der Bergwanderung dann auch wahrlich gerecht. Mit dem Erreichen des Älpelesattels wird uns schnell bewusst, dass Gipfelbesteigungen gar nicht immer nötig sind, um grandiose Aussichten zu genießen, so herrlich ist das Panorama von hier oben. Beim vergleichsweise zahmen Abstieg zur Käseralpe durchwandern wir ein Murmeltiergebiet, wo wir mit etwas Glück einige dieser laut pfeifenden Gesellen zu Gesicht bekommen. Auf dem Rückweg durch das Oytal passieren wir den eindrucksvollen und donnernden Stuibenwasserfall, dessen Gischt unsere Körper je nach Wassermenge noch etliche Meter entfernt besprüht, was bei heißen Temperaturen für eine angenehme Erfrischung sorgt. Wenn nach rund 18 tagfüllenden Kilometern der Berggasthof Oytalhaus erreicht wird, sollte man sich den Spaß nicht entgehen lassen und für Sieben Euro (Stand 08/2021) mit einem Leihroller die letzten fünfeinhalb Kilometer kräfteschonend abwärts zurückrollern. 

Autorentipp

  • Talfahrt nach Oberstdorf mit einem "Oytal Roller" ab dem Berggasthof Oytalhaus
Profilbild von Lars Reichenberg
Autor
Lars Reichenberg 
Aktualisierung: 30.01.2023
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Älpelesattel, 1.780 m
Tiefster Punkt
Oberstdorf, 826 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Asphalt 23,12%Schotterweg 11,19%Naturweg 40,40%Pfad 25,28%
Asphalt
4,1 km
Schotterweg
2 km
Naturweg
7,1 km
Pfad
4,4 km
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Einkehrmöglichkeiten

Untere Guten-Alpe
Dietersbach-Alpe
Oytalhaus
Käseralpe, 1401 m

Sicherheitshinweise

  • Der Steig von der Dietersbachalpe auf den Älpelesattel ist sehr steil und führt an einigen etwas ausgesetzten Stellen vorbei. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich. Vorsicht bei Nässe! Es wird empfohlen, die Tour in der vorgeschlagenen Richtung zu begehen, weil dieser Steig im Abstieg recht ruppig ist. Schwierigkeit rot.

Weitere Infos und Links

  • Einkehrmöglichkeiten: Berggasthof Gerstruben, Dietersbachalpe, Käseralpe, Untere Gutenalpe, Berggasthof Oytalhaus (die Alpen sind grundsätzlich von Ende Mai bis Anfang Oktober geöffnet. Bei ungünstiger Witterung oder Schneelage ggf. auch erst ab Juni - bitte vorher erkundigen).

  • Die Tour ist bedingt familiengeeignet (nur für ältere und wandererfahrene Kinder)

Start

Oberstdorf / Talstation der Nebelhornbahn (830 m)
Koordinaten:
DD
47.402823, 10.288603
GMS
47°24'10.2"N 10°17'19.0"E
UTM
32T 597227 5250734
w3w 
///pinsel.früheres.feige
Auf Karte anzeigen

Ziel

wie Start

Wegbeschreibung

Vom Parkplatz wandern wir ortsauswärts bzw. südwärts immer linksseitig der Trettach in Richtung Spielmannsau (ausgeschildert). Die nach etwa zwei Kilometern erreichte Abzweigung ins Oytal lassen wir hierbei sprichwörtlich links liegen und halten uns weiterhin südlich. Auch den linksseitigen "Normal- bzw. Winterweg" zur historischen Alpsiedlung Gerstruben passieren wir zunächst noch und richten uns nach den Wegweisern zum Hölltobel. 250 Meter hinter einer kleinen Ansiedlung zweigt nach insgesamt rund einer Stunde links der schmale Pfad zum Hölltobel ab, der uns pfeilgerade über eine Wiese auf den Wald zuführt. Das Rauschen des Dietersbachs ist nun deutlich vernehmbar. Auf einem wurzelig-felsigem Waldweg geht es nun teils in Serpentinen recht steil und stellenweise rutschig aufwärts. Gefährliche Bereiche sind durch Geländer gesichert, dennoch sollte mit Bedacht getreten werden. Wir passieren drei Beobachtungspunkte bzw. Aussichtsplattformen, an denen wir die tosenden Wassermassen in der unter uns befindlichen Klamm aus respektabler Höhe bewundern können (Beobachtungspunkt 1/Brücke über der Klamm mit Stand August 2021 gesperrt). Kurze Zeit nach dem eindrucksvollen Wasserfall wird das Ende des Hölltobels durch den kleinen geteerten Fahrweg markiert, auf den wir nach etwa 20 bis 30 Minuten Aufstieg treffen. Hier biegen wir rechts ab und folgen dem für den öffentlichen Kfz.-Verkehr gesperrten Sträßchen und erreichen sogleich die historische Alpsiedlung mit fünf aus dem 17./18. Jahrhundert stammenden Bauernhäusern sowie den Berggasthof Gerstruben. Weiter geht es auf einem gut begehbaren breiten Schotterweg hinein in das Dietersbachtal, eingerahmt von den schroffen Spitzen der Höfats und den Kegelköpfen. Das malerische Talende mit der Dietersbachalpe (1325 m) ist nach insgesamt rund zweieinhalb Stunden erreicht. Weithin sichtbar stürzt südöstlich der Alpe aus den namenlosen Steilwänden ein riesiger Wasserfall, dessen Wasserlauf den späteren Dietersbach bildet. Die kleine idyllische Alpe lädt zu einer stärkenden Rast ein, bevor wir uns auf den recht anstrengenden Weg über den Älpelesattel machen wollen. Die auf dem Wegweiser angegebenen anderthalb Stunden für die 455 Höhenmeter (rot) bis zum Sattel wirken hierbei fast ein wenig abschreckend, jedoch lohnen sich die Strapazen allemal. Das Panorama, das sich uns bietet, ist einfach nur wunderbar. Aber vorher ist erstmal Konzentration angesagt, weil der wurzelig-felsige Steig auf einem bewachsenen Gratabschnitt an einigen Stellen dicht an sehr steilen Wiesenhängen entlang führt (Vorsicht bei Nässe). Erst im letzten Drittel wird der Steig zunehmend sanfter und die Landschaft offener.

Tipp für den Monat August: Wer die Zeit mitbringen möchte, kann sich kurz vor dem Erreichen des Sattels linksseitig in den Hängen mit Blaubeeren regelrecht satt essen.

Der Abstieg in das Hochtal der Käseralpe (1402 m) verläuft wesentlich zahmer und führt uns teilweise auf einem fast zugewachsenem Steig abwärts, manchmal müssen wir die hohen Sträucher und Blumen gar sanft beiseite schieben, um uns unseren Weg zu bahnen. Es entsteht der Eindruck, als ob der Steig gar nicht allzu oft begangen wird. Wir durchqueren mehrere Wasserläufe (unschwierig) und weiter unten schreiten wir durch ein typisches Murmeltiergebiet, von dem aus es nicht mehr weit zur Alpe ist. Das laute Pfeifen der Tiere ist oftmals hörbar und mit etwas Glück bekommen wir sie auch zu Gesicht. Beim Ausschauhalten nach Murmeltieren ist uns ein ganz anderer unerwarteter Glücksmoment zuteil geworden, weil wir keine zehn Meter von uns entfernt plötzlich ein neugieriges Hermelin entdeckt haben, was sich minutenlang präsentierte und umherquirlte.  

Ab der Käseralpe geht es auf teils geteertem, teils geschotterten Weg unschwierig talwärts. Aufgrund der leichten Erreichbarkeit der Käseralpe herrscht im Oytal an schönen Tagen ein ziemlicher Wander- und (Elektro)Fahrradbetrieb, was der Schönheit der Landschaft aber keinen Abbruch tut. Der Weg ist breit genug, damit sich Wanderer und Radfahrer gemäß der Allgäuer Kampagne "Zämed duss" (Zusammen bzw. gemeinsam draußen) entspannt und konfliktfrei bewegen können. Nach nur einer Viertelstunde Abstieg von der Käseralpe bewundern wir die donnernden Wassermassen des Stuibenfalls (1259 m) und nach einer weiteren knappen halben Stunde haben wir eine vorletzte Einkehrmöglichkeit in der Unteren Gutenalpe (1048 m). Von hier sind es jetzt abermals etwa 30 Minuten zum Berggasthof Oytalhaus (1006 m), der zwar den Endpunkt der Wanderung, jedoch nicht der Gesamttour bedeutet. Denn hier wartet ein besonderer Höhepunkt auf unsere mittlerweile etwas ermüdeten Beine. Es besteht die Möglichkeit, sich direkt beim Gasthof täglich ab 15.00 Uhr gegen eine Gebühr einen "Oytal Roller" zu leihen (für alle Altersklassen) und mit diesem auf dem geteerten Fahrweg die letzten fünfeinhalb Kilometer entspannt talwärts zu rollern. Abgegeben wird dieser dann samt optionalem Helm hinter dem Eissportzentrum (ausgeschildert) nahe der Nebelhorn-Talstation. Man braucht auch keine Sorge zu haben, keinen Roller mehr abzubekommen, weil diese regelmäßig wieder aus Oberstdorf zum Gasthof zurückbefördert werden. Lediglich Gruppen mit mehr als 15 Personen sollten vorher anrufen und anfragen (08322/80381).

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

  • Mit der Bahn bis Oberstdorf
  • vom dortigen Busbahnhof mit dem Ortsbus der Linie 9 bis zur Talstation der Nebelhornbahn fahren (fährt täglich in regelmäßigen Intervallen) oder in etwa 10 bis 15 Minuten zu Fuß entlang der Nebelhornstraße durch das Ortszentrum zum Ausgangspunkt der Tour an der Oststraße/Trettachbrücke/Grubenweg (Infopunkt der Wasserwerke "Kraft des Wassers")
  • Busfahrplan unter https://www.oberstdorf.de/information/unterwegs/busfahrplaene.html als PDF-Download

Anfahrt

  • auf der Autobahn A 7 in Richtung Füssen
  • am Dreieck Allgäu auf die Autobahn A 980 
  • an der Ausfahrt 3 / Waltenhofen abfahren und rechts auf die Bundesstraße B 19 in Richtung Oberstdorf
  • der B 19 über Sonthofen und Fischen i. Allgäu bis zum Kreisverkehr hinter McDonalds folgen (hinter der Breitachbrücke)
  • im Kreisverkehr zweite Ausfahrt bzw. geradeaus (am großen Firmengebäude von Geiger vorbei)
  • am zweiten Kreisverkehr der Beschilderung zur Nebelhornbahn folgen (dritte Ausfahrt), dann unmittelbar rechts weiter in die Alpgaustraße, links auf "Im Steinach" (Verlängerung "Am Bannholz" - "Hermann-von-Barth-Straße" und "Roßbichlstraße") - immer dem Straßenverlauf folgen
  • hinter der Nebelhornbahn links auf "Am Faltenbach" und nach etwa 200 Metern rechts auf den Parkplatz der Oybele Festhalle fahren (gebührenpflichtig)

Parken

  • Parkplatz an der Oybele Festhalle nahe der Nebelhornbahn Taltation (gebührenpflichtig)
  • weitere Parkmöglichkeiten rund um die Nebelhornbahn Talstation (gebührenpflichtig)

Koordinaten

DD
47.402823, 10.288603
GMS
47°24'10.2"N 10°17'19.0"E
UTM
32T 597227 5250734
w3w 
///pinsel.früheres.feige
Auf Karte anzeigen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

  • "Alpwandern Allgäu" - 30 Touren zu gemütlichen Brotzeitalpen, von Christel Blankenstein, Berg & Tal Verlag, ISBN 978-3-939499-58-9

Kartenempfehlungen des Autors

  • Alpenvereinskarte 2/1 (Allgäuer-Lechtaler Alpen - West), 1 :25.000

oder

  • Alpenvereinskarte Bayerische Alpen BY 4 (Allgäuer Hochalpen - Hochvogel, Krottenkopf), 1 : 25.000

Buchtipps für die Region

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

  • Normale Ausrüstung für eine Bergwanderung
  • knöchelhohe, wasserdichte Bergwanderschuhe empfohlen (Kategorie B)
  • ggf. Stöcke empfehlenswert

Fragen & Antworten

Frage von Sascha Laufenberg  · 23.01.2022 · Community
Kann man diese Tour auch Mitte April machen? Wie ist da normalerweise die Schneesituation?
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Bewertungen

4,5
(2)
Katja Wilde
10.07.2022 · Community
Danke für die tolle Beschreibung. Diese werde ich mir auf jeden Fall mitnehmen!
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Patrik Schönfeldt 
21.06.2022 · Community
Die Tour ist landschaftlich sehr schön und unter dies Gesichtspunkt auf jeden Fall zu empfehlen. Kleiner Minuspunkt sind die Fahrstraßen in den Tälern. Diese sind auch der Grund, warum ich diese Runde bisher noch nicht komplett in eins gemacht habe: Das Oytal ist sogar mit einem Tourenrad gut befahrbar, die größte Steigung ist direkt in Oberstdorf. Damit ist dann aber die Runde nicht zu schließen. Der Tipp mit dem Roller ist daher auf jeden Fall eine Überlegung wert. Die Anreise ist auch mit der Bahn nach Oberstdorf gut machbar. Das Zeitfenster ist dann 8:00 (Bus an Nebelhornbahn) bis 18:50 (letzte Rückfahrt mit dem Bus).
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Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
17,6 km
Dauer
6:00 h
Aufstieg
954 hm
Abstieg
778 hm
Höchster Punkt
1.780 hm
Tiefster Punkt
826 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights kulturell / historisch botanische Highlights faunistische Highlights Geheimtipp

Statistik

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Karten und Wege
  • 4 Wegpunkte
  • 4 Wegpunkte
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
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