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Start Touren Nyigutse La, Yogma La, Kanji La: Von Panjila nach Rangdum (11 Tage Trekking ab/bis Leh, Ladakh)
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Mehrtagestour empfohlene Tour

Nyigutse La, Yogma La, Kanji La: Von Panjila nach Rangdum (11 Tage Trekking ab/bis Leh, Ladakh)

Mehrtagestour · Ladakh
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  • Bei Panjila
    Bei Panjila
    Foto: Wolfgang Drexler, Alpenverein-Gebirgsverein
m 5000 4500 4000 3500 3000 70 60 50 40 30 20 10 km

Eine landschaftlich außerordentlich eindrucksvolle Tour quer durch die Zanskar-Range, bei der man eine Woche lang weder eine feste Siedlung noch eine Straße oder Piste zu Gesicht bekommt. Als besonderer Höhenpunkt und Abschluss bietet sich ein spektakulärer Ausblick auf die schneebedeckten 7000er-Gipfel des Nun-Kun-Massivs.

mittel
Strecke 77,5 km
30:00 h
4.416 hm
3.696 hm
5.248 hm
3.261 hm

Rot, Braun, Ocker, Gelb, Violett, Grau und Olivgrün – all diese Farben und ihre sämtlichen Übergänge wird man in der malerischen Vielfalt der Zanskar-Range mit ihren oft geradezu bizarren geologischen Formen wiederfinden. Manchmal scheint es fast so, als wäre besondere Buntheit die bewusste Antwort der Landschaft auf das geringe Ausmaß an Vegetation.

Ladakh ist eigentlich eine Hochgebirgswüste und in der Zanskar-Range wird dies besonders deutlich. Umso eindrucksvoller wirkt hier oft das Dahinziehen der Wolken mit seinem Spiel von Schatten und Licht.

Es gibt auch viel Raum für eigenes Erkunden: Fast jedes Seitental ist gangbar und viele der Bergkämme können einfach erstiegen werden - ein Eldorado für Landschaftsentdecker und Naturgenießer. Von den Pässen aus ist es meist auf beiden Seiten möglich, kleinere Gipfel zu erreichen, die eine ganz besonders schöne Aussicht bieten.

Man sollte dabei aber sehr achtsam und umsichtig sein, denn wie in jeder Wüste ist man auch hier wirklich alleine: Wer die Wildnis der Zanskar-Range aufsucht, der sollte nicht mit ihr kämpfen wollen!

Jedenfalls ist es ist sehr lohnend, zwei oder drei Rast-Tage einzuplanen und vom jeweiligen Camp aus die unberührte Umgebung selbst zu erkunden.

Eine Tour über die hohen Pässe Nyigutse La, Yogma La und Kanji La ist nur als voll ausgestattetes Camping-Trekking durchführbar, da es weder Unterkünfte noch Versorgungsmöglichkeiten entlang der Strecke gibt.

Die hier vorgeschlagene Route kann auch als moderne Alternative zur klassischen Trekkingstrecke von Lamayuru nach Padum aufgefasst werden, welche mittlerweile ja über weite Strecken durch eine Allrad-Piste „erschlossen“ ist.

 

Autorentipp

Im September findet in Leh jeweils das „Ladakh-Festival“ statt, dessen Besuch äußerst lohnend ist. Einige Bilder vom Festival 2015 finden sich in der Galerie zum Markha-Trek.

Nach einer Überschreitung des Kanji La ist man auch gut für einen Besuch des Hochgebirgssees Tso Moriri akklimatisiert – und ggf. sogar für die Besteigung des Chamser Kangri.

Profilbild von Wolfgang Drexler
Autor
Wolfgang Drexler
Aktualisierung: 08.07.2022
Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
5.248 m
Tiefster Punkt
3.261 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

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Sicherheitshinweise

Bei Neuschnee kann der Kanji La meist nicht mit Tragtieren überquert werden.

Handyempfang gibt es nur am Anfang und am Ende der Tour. Der Gebrauch von Satellitentelefonen ist in Indien für Privatpersonen seit einiger Zeit verboten, für Tour-Operator soll er jedoch in Zukunft wieder gestattet sein.

Start

Panjila (3.272 m)
Koordinaten:
DD
34.196971, 76.865636
GMS
34°11'49.1"N 76°51'56.3"E
UTM
43S 671900 3785569
w3w 
///lehrer.empirischer.kooperierte
Auf Karte anzeigen

Ziel

Rangdum

Wegbeschreibung

Tag 1 – Anreise:

Bei der Anreise von Leh nach Panjila lohnt sich ein kleiner Umweg, um das bedeutende tibetisch-buddhistische Kloster Lamayuru zu besuchen.

In Panjila endet die befestigte Straße und es führen nur mehr (Allrad-)Pisten weiter. Am Ortsende gibt einen eingezäunten Campingplatz.

 

Tag 2 – Honupatta:

Von Panjila aus folgt man der (relativ jungen) Allrad-Piste, die zunächst  in südöstlicher Richtung flussaufwärts führt und so gut wie keinen Verkehr aufweist. Beim Weiler Sumdo zweigt nach links (Süden) ein Pfad in Richtung Photoksar ab, man bleibt jedoch auf der Piste, die sich bald nach Westen wendet und eine Schucht durchquert, bevor das Tal bei der Siedlung Honupatta wieder breiter wird. Hinter Honupatta gibt es auf ca. 4000 m einen schönen Lagerplatz am Fluss.

 

Tag 3 - Nyigutse La Basislager:

Auf einer Höhe von knapp 4400 m verlässt man die Piste und steigt nach rechts in südwestlicher Richtung in ein Seitental hoch, das sich hinter einer kleinen Schlucht nach Nordwesten erweitert und dort ein relativ flach ansteigendes Schwemmland freigibt. Am oberen Ende dieser Schwemmfläche gibt es auf ca. 4750 m Höhe Quellwasser. Hier wird das „Nyigutse La Basislager“ eingerichtet.

 

Tag 4 – Akklimatisation:

Aufgrund des beachtlichen Höhenanstieges am Vortag ist ein Akklimatisationstag unbedingt erforderlich.

 

Tag 5 – Nyigutse La:

Der Aufstieg auf den Nyigutse La beginnt zunächst recht flach und führt an einigen bizarren Felsnadeln vorbei. Allmählich wird die Steigung stärker und im letzten Abschnitt führt der Pfad in steilen Kehren hoch, bis schließlich der Pass mit seinen Gebetsfahnen auf 5100 m Höhe erreicht ist.

Der Abstieg auf der Nordseite des Nyigutse La führt zunächst steil, später immer flacher ins Shillakong Tal hinunter, wo das Lager in der Nähe des Baches erreichtet wird.

 

Tag 6 – Yogma La:

Der Yogma La ist mit 4700 m deutlich niedriger als der Nyigutse La und seine Überquerung daher weniger anstrengend. Der Pfad ist breit und deutlich ausgeprägt.

Hinter dem Yogma La verlässt man auf einer Höhe von ca. 4400 Metern den Abstiegspfad, der nach Kanji hinunterführt, und quert nach links (Westen) eine steile Trockenwiese, um einen kleinen Sattel auf ungefähr gleicher Höhe zu erreichen und auf der anderen Seite in ein Tal nach Südwesten abzusteigen, das im Talgrund eine deutlich ausgeprägte Schwemmflache aufweist. Am südöstlichen Rand der Schwemmfläche gibt es große Weideflächen und ein Hirten-Sommerlager. Oberhalb dieses Hirtencamps am Berghang findet man bei einer Quelle einen sehr schönen Platz zum Campen.

  

Tag 7 – Kanji La Basislager Nord:

Vom Camp steigt man zurück in den Talgrund und folgt den Bach flussaufwärts (nach Südwesten), um ihn an einer günstigen Stelle zu überqueren, bevor sich das Tal zu verengen beginnt.

An der westlichen Seite verlässt man den Talboden und steigt schräg über den Hang zu einem flachen Sattel in ca. 4600 m hoch. Dort beginnt nach Westen ein breites und zunächst sehr flaches Hochtal, dem man bis zur Einmündung eines Baches von links (Süden) bergab folgt. Ab hier geht es in nordwestlicher Richtung den Bach entlang talauswärts, bis man schließlich auf knapp über 4000 m Höhe den Fluss erreicht hat, an dessen westlicher Seite ein breiter Pfad von der Ortschaft Kanji heraufführt. Diesem Pfad folgt man flussaufwärts und in südwestlicher Richtung, um das nördliche „Basislager“ des Kanji La auf ca. 4300 Metern zu erreichen.

  

Tag 8 – Kanji La:

Der Aufstieg auf den Kanji La (5250 m) ist anstrengend und der oberste Abschnitt ist sehr steil. Meist liegt am Pass auch Schnee oder Eis, sodass die allerletzten Meter rutschig und besonders mühsam sein können.

Der Ausblick von oben ist allerdings sehr eindrucksvoll und er wird noch umfassender, wenn man einen der beiden kleinen Gipfel mit ca. 5500 m Höhe ersteigt, die sich in nordwestlicher bzw. südöstlicher Richtung vom Pass aus relativ einfach erreichen lassen.

Der Abstieg auf der südlichen Seite des Kanji La führt über lange Geröllfelder und ist etwas mühsam. Kurz bevor man das Flussbett des Kanji Nala erreicht hat, durchquert der Pfad eine sehr enge Schlucht.

Der felsige Lageplatz direkt am Flussufer bietet relativ wenig Platz, wegen des hohen Wasserstandes ist es jedoch am Nachmittag meist nicht mehr möglich, den Kanji Nala zu überqueren.

  

Tag 9 – Rangdum;

Am Morgen führt der schmelzwasser-gespeiste Kanji Nala nur wenig Wasser und seine Durchquerung ist problemlos möglich. Talauswärts (nach Westen) wandert man bequem auf einem breiten Pfad und erreicht schließlich beim Weiler Taschidongze die Fahrstraße, die von Kargil nach Padum führt. Direkt gegenüber liegt die kleine Gompa von Rangdum, die man wohl besuchen wird, bevor man sich nach Westen wendet, um auf der weiten und saftig grünen Schwemmfläche unterhalb des Ortes Rangdum das letzte Lager dieser Tour aufzuschlagen und den einmaligen Blick auf das Nun-Kun-Massiv zu genießen.

 

Tag 10 und 11 – Rückfahrt von Rangdum nach Leh:

Eine Übernachtung in Kargil ist aus zeitlichen Gründen unvermeidlich.

 

Anmerkung:

Der hier beschrieben Routenverlauf ist nur eine von mehreren Möglichleiten.

Wenn man die Überschreitung des Nyigutse La aus Akklimatisationsgründen vermeiden möchte, dann kann man die Tour in Wanla starten und durch das Shillakong-Tal gleich zum Yogma La aufsteigen.

Hinter dem Yogma La kann man anstelle der direkten Linie auch bis zum Ort Kanji weitergehen und von dort zum Kanji La aufsteigen.

Falls man am Ende der Tour weiter bis Padum in Zanskar gehen möchte, kann man nach der Überschreitung des Kanji La dem Kanji Nala flussaufwärts folgen.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

Von Leh über Khalse und Wanla nach Panjila (5-6 h Fahrzeit).

Die Rückfahrt von Rangdum über Kargil nach Leh erfordert 2 Tage (Übernachtung in Kargil).

Koordinaten

DD
34.196971, 76.865636
GMS
34°11'49.1"N 76°51'56.3"E
UTM
43S 671900 3785569
w3w 
///lehrer.empirischer.kooperierte
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Gute Trekkingkarten zu Ladakh gibt es vom Verlag Olizane in der Schweiz.

Buchtipps für die Region

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Ausrüstung

In jeden Rucksack gehören: Regen-, Kälte- Sonnenschutz, Erste-Hilfe-Paket, ausreichend Flüssigkeit und eine Wanderkarte der Region. Außerdem ist auf dieser Tour die Mitnahme eines Biwak-Sackes zu empfehlen, sowie Ausdrucke von Satellitenbildern, die gemeinsam mit einem Kompass bei der Orientierung helfen können.


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Schwierigkeit
mittel
Strecke
77,5 km
Dauer
30:00 h
Aufstieg
4.416 hm
Abstieg
3.696 hm
Höchster Punkt
5.248 hm
Tiefster Punkt
3.261 hm
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