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Start Touren NATURFREUNDE Jubiläums-Hüttenweg 104: Mattersburg - Schwarzenbach
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Wanderung empfohlene Tour

NATURFREUNDE Jubiläums-Hüttenweg 104: Mattersburg - Schwarzenbach

Wanderung · Mittelburgenland-Rosalia
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Naturfreunde Österreich Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Keltengemeinde Schwarzenbach bei Hochwolkersdorf
    / Keltengemeinde Schwarzenbach bei Hochwolkersdorf
    Foto: Steindy, CC BY-SA, Wikipedia
m 600 500 400 300 200 14 12 10 8 6 4 2 km
Die Tour wurde anlässlich 125 Jahre NATURFREUNDE angelegt. Die Etappen werden durch diese Ostroute ergänzt.
mittel
Strecke 16 km
4:30 h
403 hm
276 hm
648 hm
252 hm

Das NATURFREUNDE-Haus und der Endpunkt auf der 104. Etappe:

NATURFREUNDE Mattersburgerhütte (255 Meter): 7210 Mattersburg, Wulka/Geißgrabenbach | mattersburgerhuette.naturfreunde.at | Ausstattung: Selbstversorgerhütte, Kochgelegenheit, Geschirr, Bettwäsche, Heizung, Strom, Wasser | Öffnungszeiten: ganzjährig

Archäologisches Freilichtmuseum Keltendorf (450 Meter): 2803 Schwarzenbach, Burgberg/Trift | www.celtovation.at | Museumsturm mit Aussichtsplattform, Turmmuseum (ganzjährig) | Öffnungszeiten: April bis September; Samstag, Sonn- und Feiertag, 10:00 bis 17:00 Uhr; Führungen jeden 1. und 3. Sonntag im Monat, 15:00 Uhr

Wirtshausbühne Café Restaurant Bernhart: 2803 Schwarzenbach, Platz 104 | www.wirtshausbuehne-bernhart.at | Öffnungszeiten: ganzjährig; Donnerstag bis Montag, 10:00 bis 22:00 Uhr

Profilbild von Herbert Wagner
Autor
Herbert Wagner 
Aktualisierung: 04.08.2020
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Hubertuskapelle Schwarzkogel, 648 m
Tiefster Punkt
NATURFREUNDE Mattersburgerhütte, 252 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

keine besonderen Erfordernisse

Weitere Infos und Links

In Schwarzenbach in der Buckligen Welt legten die Kelten im 2. Jh.v. Chr. eine der größten stadtartigen Ansiedlungen des Ostalpenraumes an. Es ist anzunehmen, dass die Bewohner Adelige und Händler, aber auch Handwerker und Bauern waren. Mit großer Wahrscheinlichkeit wurden hier auch die ausgeschmolzenen Eisenerze der Oberpullendorfer Bucht weiterverarbeitet und verhandelt. Das Oppidum von Schwarzenbach weist eine Innenfläche von etwa 15 ha auf und war an allen Seiten von einer bis zu 10 m hohen Stadtmauer geschützt. Diese Stadtmauer ist heute noch gut als verstürzte Wallanlage im Gelände erkennbar. Die Konstruktion derselben bestand aus einer massiven Reihe von blockbauartig zusammengefügten Holzkästen, die mit Erd- und Steinmaterial verfüllt wurden. An der Außenseite wurden mächtige Eichenstämme mit Abständen von etwa 150 cm aufgestellt, die man an ihrer Unterseite bis zu 2 m tief im Boden verankert hatte. Den Zwischenraum bildeten Steinlagen in Trockenmauertechnik, an die oben eine Brustwehr aus Holz anschloss.

Archäologische Forschungen

1992 führte die Universität Wien in Schwarzenbach archäologische Ausgrabungen durch VIAS-Vienna Institute for Archaeological Science durch, wobei neben der prähistorischen Befestigungsanlage auch mehrere Gebäudestrukturen von Wohn- und Wirtschaftsgebäuden untersucht wurden. Eine archäologische Prospektion mit Magnetik erbrachte eine Art Röntgenbild des Bodens. Diese zeigt, dass beinahe die gesamte Innenfläche der keltischen Stadt mit Häusern verbaut war. In der Stadt befanden sich Händler- und Handwerkerviertel genauso, wie die Anwesen von Kriegern und vornehmen Adeligen. Es konnten  Werkstattbereiche angegraben werden, wo man wahrscheinlich Glasperlen und Bronzegegenstände angefertigt hat. Bereits im Jahr 1994 konnte ein Teilbereich der Befestigungsanlage mit hinten angesetztem Wehrgang rekonstruiert werden. Experimentelle Archäologie ist wie kaum eine andere wissenschaftliche Methode geeignet, archäologische Interpretationen von Grabungsbefunden in der Praxis zu erproben. Gerade in den letzten Jahrzehnten spielen dabei Rekonstruktionen von Baubefunden eine immens wichtige Rolle, um ein möglichst vollständiges Bild vergangener Epochen zeichnen zu können.

Keltenfest Schwarzenbach

Seit dem Jahre 1998 veranstaltet die Gemeinde Schwarzenbach jährlich zur Sommersonnenwende im Juni ein dreitägiges Keltenfest, wo keltisches Handwerk, keltische Musik und keltische Schmankerln geboten werden. In den letzten Jahren  fanden jeweils an die 8000 Besucher den Weg in die keltische Stadt.

Ein Freilichtmuseum der Keltenzeit

Die Präsentation des keltischen Lebens wurde in Schwarzenbach zur Dauereinrichtung ausgebaut. Aus diesem Grund hat die Gemeinde Schwarzenbach das VIAS-Vienna Institute for Archaeological Science mit der Errichtung eines archäologischen Freilichtbereichs betraut, wo in Abstimmung mit dem Bundesdenkmalamt  Teile der keltischen Stadt wieder aufgebaut wurden. Das Freilichtmuseum soll Einblicke in das Alltagsleben der eisenzeitlichen Bevölkerung im 2. und 1. Jahrhundert v.Chr. vermitteln, wobei neben der Architektur der Gebäude die ökonomischen Grundlagen der Menschen dieser Zeit und das Handwerk in einer keltischen Stadt im Vordergrund stehen sollen.

Die archäologischen Befunde

Die Architekturmodelle wurden vor allem nach archäologischen Befunden von Schwarzenbach konzipiert und errichtet. Die Rekonstruktion der Holzbauteile und Holzverbindungstechniken orientiert sich auch an inneralpinen Befunden. Bei den Aufbauarbeiten kamen in erster Linie nachgeschmiedete keltische Werkzeuge zum Einsatz. Als Vorbilder dienten hier vor allem Werkzeugfunde des Ostalpenraums. Soweit diese aus der Archäologie bekannt und argumentierbar sind, sollen im Inneren der Gebäude originalgetreue Nachbildungen von Gegenständen und Gerätschaften einen Eindruck von den Wohn- und Arbeitsverhältnissen vermitteln.

Die rekonstruierten Gebäude

Das Freilichtgelände am Burgberg in Schwarzenbach besteht derzeit aus acht Gebäuden, sowie aus mehreren anderen rekonstruierten Objekten wie Garten- und Zaunanlagen. Diese erlauben dem Besucher Einblicke in verschiedene Bereiche des keltischen Lebensalltags. Bisher wurden ein Handwerkerhaus in Pfostenbautechnik mit Riegelwänden aus Eichenholz, ein Speicherbau mit Blockwänden auf Schwellbalken in Fichte, eine Töpferhütte auf Pfosten und ein großes Wohnhaus in Ständerbautechnik mit Riegelwänden aus Nadelholz errichtet. Des Weiteren ein Backhaus, ein Stallgebäude, sowie ein weiteres Wohnhaus, in welchem 20-25 Personen die Möglichkeit geboten wird, im Freilichtmuseum zu übernachten.  

Im Jahr 2018 wurde ein weiteres Gebäude rekonstruiert. Im Inneren dieses Gebäudes wurde ein Containerkomplex installiert, um einen eigenen 40 Quadratmeter umfassenden Archäologieschauraum zu schaffen. Dieser bietet die Möglichkeit, sowohl Originalfunde in modernen Sicherheitsvitrinen direkt vor Ort zu präsentieren, als auch die Geschichte des Burgberges durch raffinierte multimediale Präsentationen verständlich darzustellen. Die durchwegs digital vorhandenen Daten der wissenschaftlichen Forschungsprojekte sollen hier unter Einsatz modernster virtueller und augmentierter Realität präsentiert werden und dem Besucher einen Überblick über die Geschichte der 15 ha umfassenden frühen Stadt der Kelten von Schwarzenbach bieten. Dieser Schauraum soll von März bis November zugänglich sein, die Attraktivität des Museums erhöhen und somit die Besuchersaison wesentlich verlängern.  

Start

NATURFREUNDE Matterburgerhütte (252 m)
Koordinaten:
DD
47.726911, 16.379923
GMS
47°43'36.9"N 16°22'47.7"E
UTM
33T 603477 5286870
w3w 
///lesbar.erbsen.haustür

Ziel

Wirtshausbühne Café Restaurant Bernhart Schwarzenbach

Wegbeschreibung

NATURFREUNDE Mattersburgerhütte | Wanderweg 922 | gelbe Markierung entlang Burgenland Schnellstraße | Straßenmeisterei Mattersburg | Wanderweg 02A gelb | Hubertuskapelle Schwarzkogel | Zentralalpenweg 02 (M65) | Marriegel | Sieggrabener Kogel | Niederösterreichischer Landeswanderweg | Schöderl | Keltenzentrum Burgberg | Schwarzenbach (Wirthausbühne Bernhart)

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Bushaltestelle Mattersburg Rohrbrücke

Anfahrt

NATURFREUNDE reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln an! Plane deine Fahrt mit ÖBB Scotty.

Parken

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Koordinaten

DD
47.726911, 16.379923
GMS
47°43'36.9"N 16°22'47.7"E
UTM
33T 603477 5286870
w3w 
///lesbar.erbsen.haustür
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

Die notwendige Ausrüstung für eine Wanderung: Wanderkleidung, festes Schuhwerk, Regen- und Sonnenschutz, ausreichend Getränke und Verpflegung.

Grundausrüstung für Wanderungen

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
16 km
Dauer
4:30 h
Aufstieg
403 hm
Abstieg
276 hm
Höchster Punkt
648 hm
Tiefster Punkt
252 hm
Etappentour kulturell / historisch

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