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Start Touren Mulatteria Erdona - Rogolo - Tour 313 - Comer See by Andreas Albrecht
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Mountainbike empfohlene Tour

Mulatteria Erdona - Rogolo - Tour 313 - Comer See by Andreas Albrecht

Mountainbike · Bergamasker Alpen
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  • La Fiorida
    / La Fiorida
    Foto: Andreas Albrecht, alpenvereinaktiv.com
  • / Blick ins Valtellina Richtung Norden: im Tal Morbegno, dahinter Culmine di Dazio
    Foto: Andreas Albrecht, alpenvereinaktiv.com
  • / Auffahrt nach Erdona
    Foto: Andreas Albrecht, alpenvereinaktiv.com
  • / Blick auf das Nordufer des Comer Sees
    Foto: Andreas Albrecht, alpenvereinaktiv.com
  • / Erdona
    Foto: Andreas Albrecht, alpenvereinaktiv.com
  • / Mulatteria Erdona - Rogolo
    Foto: Andreas Albrecht, alpenvereinaktiv.com
  • / Mulatteria Erdona - Rogolo
    Foto: Andreas Albrecht, alpenvereinaktiv.com
  • / La Fiorida
    Foto: Andreas Albrecht, alpenvereinaktiv.com
m 1600 1400 1200 1000 800 600 400 200 20 15 10 5 km La Fiorida … Farm

Historische interessante Mountainbike-Rundtour auf alter Mulattiera mit einigen Spitzkehren und diversen Steilpassagen.

schwer
Strecke 23,2 km
4:00 h
1.040 hm
1.045 hm

Nachdem es, wie in Tour 312 beschrieben, auf der nördlichen Talseite des unteren Valtellina schon einmal mit der Trailsuche und vor allem der Trailfindung gut geklappt hat, sind Alex und ich voller Tatendrang. Am nächsten Tag gehen wir den Berg hochmotiviert wieder an. Direkt oberhalb vom „La Fiorida“ ist eine Häusergruppe zu sehen. Das muss laut Karte Erdona sein. Schneereste sind nicht zu erblicken, also los. Die Anfahrt über Morbegno ins Val Gerola ist zunächst dieselbe wie bei Tour 312. Auf einer Höhe von ungefähr 500 Metern über dem Meeresspiegel nehmen wir diesmal jedoch den Abzweig zur Alpe Tagliata, wie ein Schild verkündet.

Autorentipp

Die Alpe Riva bei Erdona ist nur ab und zu offen. Am Berg gibt es keine sicheren Einkehrmöglichkeiten, also an eine Brotzeit und Wasser denken.

Profilbild von Andreas Albrecht
Autor
Andreas Albrecht
Aktualisierung: 13.05.2019
Schwierigkeit
S2 schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Alpe Riva, 1.192 m
Tiefster Punkt
La Fiorida, 204 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

La Fiorida - Agriturismo - Azienda Agricola Beauty Farm

Weitere Infos und Links

Tour ist enthalten in MTB-Guides von Andreas Albrecht

Mountainbiken am Comer See

Start

La Fiorida (207 m)
Koordinaten:
DG
46.150344, 9.494719
GMS
46°09'01.2"N 9°29'41.0"E
UTM
32T 538203 5110870
w3w 
///leisten.beutel.hörer

Ziel

La Fiorida

Wegbeschreibung

Das Höhenprofil zeigt es an, die Steigung ist relativ gleichmäßig, aber stetig. Ungefähr 500 Höhenmeter hinauf geschieht das auf einer geteerten schmalen Nebenstraße. Danach wird es eine Schotterpiste, die uns zunächst zum Wanderparkplatz Bagni dell’ Orso (zu gut deutsch: Bärenbad) bringt. Ein Bär ist nicht in Sicht, aber ein paar Waldarbeiter, die mit Holzeinschlag beschäftigt sind. Eine gute Gelegenheit, sich über den weiteren Weg zu informieren. Sie sagen, dass es bis nach Erdona nicht mehr weit und der Weg gut in Schuss ist. Aha, prima und danke. Ein paar kurze Abschnitte aus Waschbeton sind immer ein Hinweis auf eine mehr oder minder steile Rampe. In der Tat sind es nur noch rund 100 Höhenmeter bis zum höchsten Punkt der Tour in der Nähe der Alpe Riva. Diese liegt in dieser frühen Jahreszeit still und verlassen da, scheint aber zu manchen Zeiten auch bewirtschaftet und damit ein Ausflugsziel für die Einheimischen zu sein. Auswärtige im Allgemeinen und Mountainbiker wie wir im Besonderen treffen wir in dieser Gegend sowieso kaum an. Das Paradies liegt einsam und (noch?) unbekannt für uns bereit. Das finden Alex und ich klasse, weil es noch ein wenig Abenteuercharakter hat. Und das mitten in Europa, in Sichtweite des nun nicht unbekannten Comer Sees – das hat was für sich.Die Entdeckerfreude breitet sich auf unseren Zügen aus, als wir nun die Streusiedlung Erdona inspizieren. Die Häuser dienten früher als Sommerunterkunft für die Hochalmen, heute eher als Sommerfrische. Verfall ist nicht zu sehen, es gibt ja eine Zufahrtsmöglichkeit für Allradfahrzeuge. Dadurch kommen wir mit dem Mountainbike auch recht leicht hier hoch. Wir inspizieren die verschiedenen Wege, die zu den einzelnen Häusern führen. Dabei treffen wir auf zwei Arbeiter, die mit Instandsetzungsarbeiten an einem der Häuser beschäftigt sind. Just in der Nähe eines Abzweigs, von dem ich vermute, dass hier eine alte Mulatteria hinunter nach Rogolo führen könnte. Die Männer sind aus der Gegend und auch im richtigen Alter und können mir das bestätigen. Auf meine Frage, wie der Weg denn so beschaffen sei, höre ich etwas heraus, dass so klingt wie „...brutto, brutto...!“ Das Ausrufezeichen ist deutlich zu hören und Alex hat seine erste Lektion in Italienisch gelernt. „Brutto“ heißt nämlich: schlecht. Aha, wir sind also richtig. In der Tat erwartet uns eine reinrassige Mulatteria vom Feinsten im teilweise erstaunlich gut erhaltenen Originalzustand. Alex hat seine helle Freude daran. Ich werde an einigen sehr steilen und ausgewaschenen Stellen an die Grenzen meiner individuellen Fahrtechnik gebracht. Bei mir ist an der Schwelle zu S3 nach Singletrail-Skala Schluss mit Können, Wollen und Freude. Klar ist das auch Kopfsache. Ich gehöre ja schon lange nicht mehr zur Generation der jungen Heißsporne. In meiner Jugend gab es leider noch keine Mountainbikes. Ich habe meine ersten Outdoorerfahrungen in unserem Stadtwald auf einem 28er Herrenrad mit schmalen Reifen gemacht. Wie oft ich mir dabei eine Acht in den Felgen eingefahren habe, kann ich gar nicht mehr zählen. Das hatte aber ein Gutes. Ich lernte dadurch alles am Fahrrad selber reparieren zu können, bis hin zum kompletten Einspeichen der Felge. Alex hingegen hat seine Mountainbikekarriere auch recht spät gestartet, aber fahrtechnisch ein erstaunliches Niveau erreicht. Hinterradversetzen in Spitzkehren ist eine seiner leichtesten Übungen, wie ich immer wieder anerkennend feststelle. Auch sonst kann es ihm nicht grob genug sein. Er kommt jedenfalls bei dieser Abfahrt über rund 900 Höhenmeter voll auf seine Kosten, ich an meine Grenzen. Einen Sturz will ich nicht riskieren, trotz Protektoren steige ich lieber einmal zu viel als zu wenig ab. Ich habe in diesem Jahr noch viel vor, da kann und will ich mir keinen Ausfall leisten. Unten in Rogolo kommen wir direkt an einem Brunnen heraus – hocherfreut und wohlbehalten. Wir entledigen uns der Protektoren und lassen kühles Nass über unsere Arme laufen. Dabei fachsimpeln wir über den Schwierigkeitsgrad der Strecke. Ich meine, dass sie schon S3-Passagen hat, da ich ja auch mal abgestiegen bin. Alex verneint das und meint, mehr als S2 habe sie nicht, aber das ziemlich durchgehend. Ok, lassen wir das so stehen.Ich lasse meine Blicke schweifen und sehe, dass ganz in der Nähe ein weiterer grober Weg aus dem Wald kommt. Wie auf Bestellung kommt eine Einwohnerin von Rogolo daher. Ich sage ihr, dass wir von Erdona gekommen sind und frage sie, wo jener Weg hinführe: „... un’altra zona...“. Ein anderer, weiterer Bereich. Klar, das Gebiet ist durchzogen von alten Wegen. Es gibt hier noch viel zu entdecken, sind Alex und ich uns einig, als wir dann die paar restlichen Meter locker zurück zum „La Fiorida“ rollen. Wir sind gespannt, was bei den nächsten Touren auf uns wartet.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Regionalzug zwischen Mailand und Tirano erreichbar. Entweder vom Bahnhof Colico ca. 12 km entfernt zum Tourstart leichte Anfahrt auf dem ausgeschilderten Radweg "Sentiero Valtellina". Oder vom Bahnhof Morbegno direkt in die Tour einsteigen. Der Bahnhof ist ca. 700 m vom Streckenverlauf entfernt.

Anfahrt

Von der Staatsstaße SS 38 an der Abfahrt Morbegno ausfahren und der Wegweisung nach Mantello und zum Agriturismo La Fiorida folgen.

Parken

Großer Parkplatz direkt am Agriturismo La Fiorida.

Koordinaten

DG
46.150344, 9.494719
GMS
46°09'01.2"N 9°29'41.0"E
UTM
32T 538203 5110870
w3w 
///leisten.beutel.hörer
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Kartenempfehlungen des Autors

Ausrüstung

vollgefedertes Mountainbike, Helm, ggf. Protektoren


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Schwierigkeit
S2 schwer
Strecke
23,2 km
Dauer
4:00 h
Aufstieg
1.040 hm
Abstieg
1.045 hm
Rundtour aussichtsreich Geheimtipp Singletrail / Freeride

Statistik

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