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Bergtour

Monviso oder Monte Viso 3841m Normalweg über Südwand

Bergtour · Cottische Alpen
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  • Rifugio Quintino Sella und Monviso Ostwand
    / Rifugio Quintino Sella und Monviso Ostwand
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Rifugio Q. Sella, Lago Grande di Viso und Geröllhalden zum Passo delle Sagnette (vom Viso Mozzo). Das ist üblicherweise der nächtliche Beginn der Tour.
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / im Geröllkar bei Sonnenaufgang: Gipfel=mittig
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / unter der Endmoräne des Visogletschers
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Visogletscherrest und Anstieg an seiner Seitenmoräne: Abzweig rechts zum Bivacco Andreotti
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / unangenehmer Geröllhang unter dem Bivacco Andreotti
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Bivacco Andreotti (durch Steinschlag schwer beschädigt, aber offen)
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Start in die Südwand
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Fels und Geröll
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / erleichternde Markierungen
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / gestufter Fels
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / kurze Steilrinnen
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / schöne Blockkraxlerei
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Tiefblick
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Steilpassagen
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Gipfelrinne
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Blöcke
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / am Südostgrat kurz unter dem Gipfel
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / greifbar nahes Ziel
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Gipfelfreude am Monviso
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Gipfeltafel
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Monumento Monviso 3841m
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / weit hinter dem Nordkamm die Zentralalpen (Montblanc, Monterosa...)
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Felsnadel Testa dell'Aquila mit Seealpenblick
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Rinnenabstieg
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Passo delle Sagnette mit Blick ins Geröllkar unter der Südwand
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Wir beobachten uns gegenseitig
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Abstieg vom Colle delle Sagnette
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Ende der Schwierigkeiten
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
  • / Rifugio Quintino Sella
    Foto: Wolfgang Lauschensky, ÖAV Sektion Braunau
ft 14000 13000 12000 11000 10000 9000 8000 5 4 3 2 1 mi

Sehr abwechslungsreicher und langer Anstieg auf einen der markantesten Berge der Südalpen.

Keine reine Bertour, eher Klettertour im leichten Fels bis III° mit Klettersteigpassagen und Firnfeldern (Mixed Tour)!

mittel
8,7 km
7:00 h
1300 hm
1300 hm

Anstieg zum Rifugio Quintino Sella: Wir wandern am Pian della Regina kurz auf einer Schotterstraße zur Kapelle und dahinter an einem schönen Wanderweg rechts des Po-Baches in den Talschluss hinein. Bald zeigt sich rechts eine Steilstufe, auf deren Krone die Kapelle des Pian del Re schon zu sehen ist. In kurzen Kehren wird dieser Abbruch rechts des Wasserfalles angestiegen. So erreichen wir in einer ¾ Stunde den Parkplatz und das Rifugio Albergo Alpina des Pian del Re. Nun geht es noch 10 Minuten fast eben zu zwei großen Steinblöcken, wo offiziell der Po entspringt (300HM, knapp eine Stunde).

Von der Poquelle kann am bequemen Wanderweg V13 zum Lago Fiorenza und dahinter in die breite Scharte mit Rastbänken südwärts angestiegen werden. Nun quert man auf dem teils sandigen, abschüssigen Pfad einen steilen Osthang und gelangt auf einem kleinen Sattel, wo der Weg V14 vom Rifugio Giacoletti einmündet. Leicht bergab umwandern wir den Lago Chiaretto und steigen lange querend den gewaltigen Geröllhang zwischen Monviso und Viso Mozzo an. An einem Rücken geht es in mehreren Kehren bis unter die Nordabstürze des Viso Mozzos, die dann nach rechts auf das große Geröllfeld des Visosattels gequert werden. Wir folgen den Markierungen durch das Blockfeldgewirr und erreichen auf der Viso Mozzo Seite querend den Colle del Viso. Nun wird in ¼ Stunde fast eben zum schon sichtbaren Rifugio Quintino Sella hoch über dem Lago Grande di Viso gequert (600HM, knapp zwei Stunden).

Autorentipp

Der Viso Mozzo ist ein idealer Eingehberg mit fantastischer Aussicht in die Po-Ebene und in die Monviso Südostwand.

Über das Rifugio Vitale Giacoletti lassen sich die 3000er-Trabanten Punta Roma, Punta Udine und Punta Venezia besteigen.

outdooractive.com User
Autor
Wolfgang Lauschensky 
Aktualisierung: 04.11.2018

Schwierigkeit
mittel
Technik
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Monviso, 3841 m
Tiefster Punkt
Rifugio Quintino Sella, 2600 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Einkehrmöglichkeit

Locanda Regina
Rifugio Albergo Alpino Pian del Re
Rifugio (Berghütte) Quintino Sella

Sicherheitshinweise

Klettergeschick bis III° auch im Abstieg ist nötig.

Häufig sind Firnfelder bis lang in den Sommer hinein zu begehen.

Weitere Infos und Links

Rifugio Quintina Sella: http://www.rifugiosella.it/

Start

Pian delle Regina (2637 m)
Koordinaten:
DG
44.665648, 7.109879
GMS
44°39'56.3"N 7°06'35.6"E
UTM
32T 350165 4947546
w3w 
///existieren.heimat.schieden

Ziel

Monviso

Wegbeschreibung

Gipfelanstieg: Um 4 Uhr ist für Monvisoaspiranten üblicherweise Frühstück. Mit Stirnlampen geht es am breiten Weitwanderweg zum Lago Grande di Viso hinunter. Kurz danach zweigen wir bei einem größeren Steinmann rechts in den Wanderpfad Richtung Passo delle Sagnette ab. Der Pfad führt mit wenigen kurzen Kehren über die riesigen Geröllhalden südwestwärts bis zum Felsfuß des Monviso-Südostkammes. Bei einer Klettersteigtafel verzweigt sich der Weg. Folgt man dem bequemen Weg weiter südwärts leicht bergan, wird in wenigen Kehren ein Schutthang angestiegen und nordwärts zum Einstieg des Hauptklettersteiges zurückgequert (länger, aber bequemer). Wir aber zweigen bei der Tafel (der ersten Kette folgend) rechts ab und steigen einen sehr steilen, schrofendurchsetzten sandig-erdigen Geröllhang hinauf. An abrutschgefährdeten Stellen gibt eine Stahlkette Halt. Darüber wird ein abschüssiger Hang auf sandigen Spuren etwas mühsam hochgestiegen. Wir münden in den zuerst beschriebenen Weg und folgen ihm noch nordwärts über eine kurze Schrofenstufe bis zum Einstieg in den Klettersteig an der nördlichen Felsbegrenzung der steilen Geröllrinne. Der Steig ist nun bis zum Passo delle Sagnette auf 2990m beinahe durchgehend mit einer Kette gesichert. Vorerst wird an einer Verschneidung der Wand schräg hinaufgequert, kurze Felsstufen sind zu überklettern. Nun geht es teilweise sehr steil, aber gut gestuft über eine breite Felsrippe nordwärts bis zu einer Wand. Jetzt wird links am Wandfuß entlang angestiegen und kurz bergab eine Schlucht überwunden. Dahinter wird zum Passo delle Sagnette über kurze Felsstufen westwärts hinaufgequert. Jenseits geht es steil auf sandigem Pfad und über Schrofen westwärts hinunter. Dann queren wir über Felsbänder unschwer in den großen Schuttkessel vor der mächtigen Südwand hinunter (knapp 100HM). Wir durchschreiten von Steinmandln begleitet das riesige Blockkar zu seiner linken Felsbegrenzung und treffen hier auf die gelben Markierungen, die uns bis zum Gipfel führen. Einige Felsstufen höher müssen wir die feinsandige Endmoräne des (ehemaligen) Visogletschers in wenigen steilen Kehren überwinden. An ihrer Krone steht ein riesiger Steinmann. Nun kann man leicht absteigend zum Firnfeld gelangen und auf ihm nordwärts ansteigen oder etwas mühsamer, aber trocken an der ostseitigen Geröllhalde sich hinaufmühen. Ein sehr steiler, instabiler Geröllhang mit viel Sand, Schotter und Blöcken (oder auch Eis?) führt nun ostwärts zum Bivacco Andreotti auf 3225m am Fuß der Südwand hinauf.

Über grobe Blöcke erreichen wir bald ein großes Firnfeld, das zuerst flach ostwärts verfolgt wird. Wir schwenken nun links in einen steilen Seitenast (Steigeisen!) und halten an der oberen Felsbegrenzung Ausschau nach den ersten gelben Markierungen. Eine kleine Randkluft führt in den Südwandfels. Wir erklettern eine kurze Verschneidung (II nach UIAA), dahinter dann schrofiges Gelände(I°) mit kurzen Gehpassagen nach West, danach eine gestufte Rinne (I) nach Ost. Ein kleines Wandl (II) und eine ausgesetzte Schluchtquerung (I). Nun ermöglicht ein flacheres Schuttfeld kurz normales Geröllwandern, dann weisen die gelben Markierungen im Zickzack durch Felsstufen (I+) und kleine Blockrinnen (I). Ein größeres steiles Schneefeld wird mit Steigeisen angestiegen und oben nach links verlassen. Blockkletterei (I+). Nach einem größeren Absatz ein weiteres steiles Firnfeld, das mit Steigeisen überwunden oder in den linken Begrenzungsfelsen (II+) umklettert wird. Es folgt links eine Rinne mit steilem, griffarmen Einstieg (III-, oder ein schmaler vereister Kamin rechts daneben), dann einfache Blockkletterei (I) und rechts hinauf eine steile kaminartige Rinne (II). Rechts neben einer Firnrinne wird ein Felssporn (II) erklettert und darüber in einer steilen (evtl. schneegefüllten) Mulde an der Felsnadel Testa dell'Aquila rechts vorbei zum Südostgrat hinausgequert. Erster Blick zum Gipfelkreuz. Nun geht es in gut gestuftem Gratfels und angedeuteten Blockrinnen über den ostseitigen Gipfelrücken zum großen Gipfelkreuz des Monviso (1300HM vom Rif. Q.Sella). Herrliches uneingeschränktes Panorama.

Es wird entlang des Anstiegs bis zum Wandfuß konzentriert und vorsichtig abgeklettert. Nur wenige Abseilstellen sind eingerichtet (wir haben zwei gefunden und eine benützt). An Köpfeln lassen sich aber jederzeit kurze Abseilstrecken einrichten, sollten aber kaum nötig sein. Beim beinahe üblichen Nebeleinfall ab Mittag dürfen die gelben Markierungen speziell im Abstieg nicht verloren werden. Unter dem Bivacco Andreotti wartet noch ein langer, aber spannungsfreier Ausklang mit Gegenanstieg zum Passo delle Sagnette und kettengesicherten Felsabstieg. Hier ist wiederum erstaunlich, welche ausgesetzten Pfade frühmorgens bei Dunkelheit mit Stirnlampe begangen wurden.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

Über das italienische Autobahnnetz nach Turin (Trento, Brescia, Piacenta, Alessandria), von der Südtangente nach Pinerolo abzweigen und auf der SP161 über Bibiana, Bagnolo Piemonte und Barge nach Paesana. Über die SP26 nach Crissolo im Valle di Po. Im Ort rechts hinauf Richtung Pian del Re. Die schmale Bergstraße vom Pian della Regina zum Pian del Re ist für Wohnmobile und bei Überfüllung des oberen gebührenpflichtigen Parkplatzes gesperrt.

Parken

Parkplätze am Pian della Regina auf 1730m oder gebührenpflichtiger Parkplatz am Pian del Re auf 2030m.

Koordinaten

DG
44.665648, 7.109879
GMS
44°39'56.3"N 7°06'35.6"E
UTM
32T 350165 4947546
w3w 
///existieren.heimat.schieden
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

IGC-Karte Nr. 6(1:50.000 oder 106(1:25000): Monviso

Ausrüstung

Wanderausrüstung, Helm, Steigeisen, Pickel, evtl. Gurt, Kurzseil und Bandschlinge

Fragen & Antworten

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
8,7 km
Dauer
7:00h
Aufstieg
1300 hm
Abstieg
1300 hm
Streckentour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights faunistische Highlights Gipfel-Tour ausgesetzt versicherte Passagen Kletterstellen

Statistik

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