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Wanderungempfohlene Tour

mehrtägige Hüttentour um die Südspitze des Königssees

Wanderung · Berchtesgadener Land
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Andreas Lorenz
  • Kärlingerhaus
    / Kärlingerhaus
    Foto: Andreas Lorenz, Community
  • Murmeltier am Funtensee
    / Murmeltier am Funtensee
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  • / Grünsee
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  • / Grünsee
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  • / Blick von der Saugasse auf das Watzmannmassiv
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  • / Blick auf die Fischunkelalm am Obersee
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m 1800 1600 1400 1200 1000 800 600 400 200 60 50 40 30 20 10 km
entspannte und abwechslungsreiche Mehrtagestour (2 lange und zwei kurze Tagesetappen mit tollen Aussichtspunkten) um die Südspitze des Königssees und des Obersees.
mittel
Strecke 69,5 km
23:40 h
3.049 hm
3.050 hm
1.735 hm
598 hm

Die Tour beginnt mal etwas anders - mit dem Elektroboot der Königsseeflotte. Von der Seelände (so heißt die Anlegestelle der Boote am Ufer des Königssees in Schönau am Königssee) erreicht man in ca. 25 Minuten die Bedarfshaltestelle "Kessel" - naja, zumindest wenn man die Schiffsbesatzung rechtzeitig informiert, dass man dort aussteigen möchte.

Während das Schiff mit den restlichen Passagieren nun seinen Kurs in Richtung Sankt Bartholomä fortsetzt, startet hier der Teil unserer Strecke, der zu Fuß zu bewältigen ist. In Serpentinen schlängelt sich der Weg bis hin zur Gotzentalalm. Genau der richtige Zeitpunkt für eine kurze Rast. Klar, man könnte hier rechts abbiegen und über die Seeaualm direkt zum Nachtlager auf der Gotzenalm wandern. Machen wir aber nicht. Wir haben uns für die längere Runde entschieden und wählen den Weg zur Büchsenalm (wenn wir schon hier sind, dann versuchen wir natürlich auch so viele Eindrücke mitzunehmen, wie möglich). Wer mag kann direkt zur Königsbachalm laufen -unserem nächsten Zwischenziel auf der Route- (eine gute Möglichkeit, um eine anständige Brotzeit zu machen). Man spart ca. eine halbe Stunde, wenn man die Büchsenalm auslässt. Von der Königsbachalm geht es weiter zur Priesbergalm. Wer keine Rast auf der Büchsen- oder der Königsbachalm gemacht hat, kann hier auftanken.

Über die Weggabelung an der verfallenen Seeaualm geht es nun zum Ziel und Nachtlager des Tages - zur Gotzenalm. Wir haben entschieden zuerst die Rucksäcke in der Hütte abzulegen und dann einen Abstecher zum Aussichtspunkt auf dem Feuerpalfen zu machen, um den Blick auf Sankt Bartholomä zu bewundern. Der Weg geht ein Stück zurück zur Seeaualm, zweigt dann aber links ab. Ist nicht weit - vielleicht 20 Minuten bzw. 800 Meter. Der Abstecher lohnt sich in jedem Fall. Wer auf der Gotzenalm aber nicht auf dem Feuerpalfen gewesen ist, ist selbst dran Schuld.

Wer mag, kann das natürlich auch erst machen und dann zur Hütte weiterlaufen. Oder man nutzt die Zeit am nächsten Morgen, da die kommende Tagestour eher kurz ist und dadurch Gelegenheit besteht, etwas später von der Gotzenalm zu starten.

Tag 1 wäre damit geschafft, war beeindruckend aber auch anstrengend.

Tag 2 entschädigt für die Strapazen am Vortag durch eine kurze Tour, eine weitere tolle Aussicht auf den Obersee/ Königssee und eine urige Hütte -ganz nach meinem Geschmack.

Wir starten auf der Gotzenalm (wer hätte das gedacht) in Richtung Regenalm (unserem ersten Zwischenziel). Anschließend geht es weiter über den Königsstand und die verfallene Mitterhüttenalm in Richtung Wasseralm (unserem Nachtlager). 

Zur Wasseralm führen zwei Wege - wir entscheiden uns für den längeren aber bequemeren und gehen nicht über den Rothsteig sondern nehmen den Wildtörlpass, der uns dann gleich noch einen tollen Aussichtspunkt über den Obersee/ Königssee bietet und kommen schon nach wenigen Stunden am Ziel an. Die wunderschön gelegene, wildromantische Wasseralm in der Röth. Hier schlagen wir unser Nachtlager auf und tanken Energie bei Weißbier und einem deftigen Eintopf.

Tag 2 ist leider schon rum, bot aber reichlich Gelegenheit auszuruhen, die Landschaft zu genießen, und Fotos zu machen. Wichtig: Mangels Einkehrmöglichkeiten auf der Etappe wird dringend empfohlen ausreichend Getränke und Proviant mitzunehmen.

Tag 3 startet, wie zu erwarten war, an der Wasseralm. Da die Tour heute wieder eher kurz ist, kommen auch Langschläfer auf ihre Kosten, verpassen dadurch aber möglicherweise einen tollen Sonnenaufgang und diese morgendliche Stimmung, wenn so langsam alles wieder aufwacht. Naja,... kann ja jeder für sich entscheiden.

Wir gehen los in Richtung Kärlingerhaus (unserem Tagesziel und heutigen Nachtlager am Funtensee). Dabei wählen wir den Weg über Wildpalfenalm und das Walchhaus (beide verfallen) zum Halsköpfl, welcher einen sensationellen Blick über den Königssee bietet.

Nur mal zur Info: Halsköpfl: 1.719 m ü. NN/ Feuerpalfen 1.741 m ü. NN/ Watzmann Mittelspitze: 2.713 m ü. NN (also nochmal ca. 1.000 hm mehr !)

Von dort (Halsköpfl) geht es weiter über Schwarzenssee und Grünsee (wo Mutige außer die Füße zu kühlen auch gleich ganz hineinspringen könnten, ja,... wenn das Wasser nicht so kalt wäre und man gegenüber nicht noch kleine Schneefelder kurz oberhalb des Ufers sehen würde, die einem das Gefühl geben, dass es doch kälter ist, als man vermutet ;-). En bisschen aufpassen muss man aber schon, der Grund des Sees (zumindest am Ufer) ist recht rutschig.

Weiter geht die Tour zum Kärlingerhaus. Ziel erreicht - Zeit für ein Weißbier. Rucksäcke ablegen und auf einen Abstecher zur Funtenseealm (verfallen) am anderen Ende des Funtensees. Hier kommt man übrigens auch am Teufelsmund vorbei (einem unterirdischen Abfluss des Funtensees) und hat Gelegenheit ein paar Murmeltieren zu begegnen, von denen es gerade hier wohl recht viele Exemplare gibt. Bei Regen ist es gut möglich, dass das letzte Wegstück zur Funtenseealm eher ein Bach und kein Weg ist. Die Mutigen könne Barfuß durch, alle anderen sollten wasserdichtes Schuhwerk tragen.

Zurück im Kärlingerhaus gibt es Abendbrot. Danach kann man je nach Wetterlage draußen noch die Abendstimmung genießen, sollte sich aber etwas warmes überziehen, da es gegen Abend doch schnell recht kühl wird.

Letzter Tag der Tour (leider geht die Zeit viel zu schnell rum in dem Bergen). Heute wird es noch einmal anstrengend und deswegen müssen wir vergleichsweise zeitig starten. Anstrengend nicht wegen der steilen Anstiege oder der vielen Höhenmeter - nein, weil wir uns noch viel vorgenommen haben, was es heute zu erleben gibt.

Nach einem ordentlichen Frühstück geht es los zur Weggabelung die rechts in die Saugasse führt (einem spektakulären Serpentinenweg, der über Hachelklause und Holzstube zuerst zum Schrainbach-Wasserfall und dann über dem Ufer des Königssees hinunter nach Sankt Bartholomä führt. Je nach Wetter kann man am südlichen Ende ein kurzes erfrischendes Bad am Strand von Sankt Bartholomä einplanen, was ich sehr empfehlen kann und bei 31°C im Schatten und nach knapp 10km strammem Marsch durchaus eine Wohltat ist.

Angekommen in Sankt Bartholomä (ACHTUNG: hier hat uns die Zivilisation leider schon wieder erreicht) gönnen wir uns aber keine lange Rast sondern laufen durch bis zur Eiskapelle einem Geotop (aus Eis, wie uns der Name schon verrät). Je nachdem, wie man in der Zeit liegt, könnte man noch einen kurzen Abstecher zur Ostwandhütte wagen (wo es aber nicht viel zu sehen gibt).

Kurz eine Erfrischung und auf in's nächste Boot nach Salet. Die Fahrt dauert etwa 20 Minuten. Ziel ist die Fischunkelalm an der östlichen Spitze des Obersees. Von der Anlegestelle zur Alm muss man knapp eine Stunde Weg einplanen, da man sich die teils engen Wege mit vielen Besuchern teilt, die auch schonmal mit Hund, kleinen Kindern oder sogar Kinderwagen unterwegs sind. Das klare Wasser, die tollen Farben und die sensationelle Kulisse sind den Ausflug aber einfach immer wieder Wert.

Trödeln dürfen wir hier aber nicht, da der letzte Kahn bereits gegen 18:00 Uhr ablegt und es wirklich schwierig bis absolut unmöglich ist, noch vor Einbruch der Dunkelheit die Seelände fußläufig zu erreichen. Bitte gar nicht erst versuchen - das geht schief!

Dort wollen wir aber hin. Erklärtes Ziel für den Abend ist nämlich das Echostüberl am unteren Ende der Bobbahn. Das ist traditionell der letzte Punkt aller meiner Touren um Königssee, Watzmann und durch das Steinerne Meer.

Am Abend, wenn alle Geschäfte geschlossen und alle Touristenbusse wieder fort sind, erst dann ist es auch hier friedlich und so richtig romantisch.

Autorentipp

Tipp für alle die, die noch ein paar Tage länger vor Ort sein dürfen:

Ausflug von Schönau über Bobbahn, Grünsteinhaus, Grünsteingipfel, Kührointalm (Einkehr und Übernachtung möglich) zum Aussichtspunkt "Archenkanzel" - hier gibt es als Belohnung einen erstklassigen und absolut sehenswerten Blick auf den Königssee.

Klar kann man von Sankt Bartholomä auch den Klettersteig (Rinkendlsteig) nutzen und die Tour einen Tag verlängern - das ist dann aber etwas für Geübte und würde den Schwierigkeitsgrad unserer Runde unnötig erhöhen.

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
1.735 m
Tiefster Punkt
598 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

gute Schuhe, Taschenlampe, Wasser, etwas Kondition und Trittsicherheit, Trillerpfeife, Mobiltelefon, Erste-Hilfe-Basispaket und Kartenmaterial (1:25.000) sind zu empfehlen

Start

Seelände Schönau am Königssee (599 m)
Koordinaten:
DD
47.588123, 12.988890
GMS
47°35'17.2"N 12°59'20.0"E
UTM
33T 348792 5272483
w3w 
///übrige.vortrug.berühmteste

Ziel

Seelände Schönau am Königssee

Wegbeschreibung

siehe Tourbeschreibung

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

von Salzburg mit dem Bus (840) - von München mit der Bahn (über Freilassing) bis Berchtesgaden und dann mit dem Bus (841)

Parken

Direkt am Königssee gibt es einen Parkplatz (gebührenpflichtig) im Ort gibt es auch irgendwo eine kostenfreie Parkmöglichkeit

Koordinaten

DD
47.588123, 12.988890
GMS
47°35'17.2"N 12°59'20.0"E
UTM
33T 348792 5272483
w3w 
///übrige.vortrug.berühmteste
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

Zum Thema Ausrüstung gibt es im Netz reichlich Checklisten. Wichtig: hier bitte darauf achten, dass es sich um eine Packliste für eine "mehrtägige Hüttentour in leicht alpinem Gelände" handelt. Dann kann eigentlich nicht viel schief gehen.

WICHTIG: gute Schuhe (Kat. B - Trekkingstiefel), gute Socken (Merinowolle), Nässeschutz (Regenjacke oder Poncho und Regenhülle für den Rucksack), sowie Kälteschutz (lange Wanderhose und Fleecejacke).

... und natürlich reichlich Flüssigkeit (Wasser/ Tee).


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Schwierigkeit
mittel
Strecke
69,5 km
Dauer
23:40 h
Aufstieg
3.049 hm
Abstieg
3.050 hm
Höchster Punkt
1.735 hm
Tiefster Punkt
598 hm
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