Start Touren Leopoldschlag - das grüne Band Europas (barrierefrei)
Teilen
Merken
Meine Karte
Tour hierher planen
Fitness
Wanderung

Leopoldschlag - das grüne Band Europas (barrierefrei)

Wanderung · Mühlviertel
Verantwortlich für diesen Inhalt
alpenvereinaktiv.com Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • die grüne Variante ist besser, wenn die Wiesen überschwemmt sind
    / die grüne Variante ist besser, wenn die Wiesen überschwemmt sind
    Foto: Elisabeth Kofler, Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen
m 1000 900 800 700 5 4 3 2 1 km

Je nach Witterungsbedingungen bieten sich zwei Wege an. Bei einigermaßen trockenem Wetter und solange die Maltsch nicht über die Ufer getreten ist, kann der in der Karte (siehe unter Bildern) rot eingezeichnete Weg gewählt werden: eine zwar nicht allzu schwierige, aber aufgrund von einigen Hindernissen und Steigungen am besten mit einer Begleitperson zu bewältigende Route von knapp fünf Kilometern Länge. Im Frühsommer sind die Wiesen eine Pracht und in den Brache flächen tummeln sich Rohrammer, Braunkehlchen und Bekassine. Die eindrucksvolle Landschaft bietet immer wieder wunderbare Ausblicke und die Möglichkeit seltene Vögel zu beobachten. Sind die Wiesen entlang der Maltsch überschwemmt, dann empfiehlt sich die in der Karte grün gekennzeichnete Wegstrecke von rund sechseinhalb Kilometern Länge. Sie kann von Rollstuhlfahrern auch alleine befahren werden kann. Fernglas und Mücken- sowie Sonnenschutz sind empfehlenswert.

5,8 km
1:26 h
18 hm
18 hm

Geologisch gesehen befinden wir uns im Bereich der Böhmischen Masse, als Gesteinsart tritt vor allem der Gneis auf. Das Gebiet ist sehr niederschlagsreich, das Klima rau. Schneefälle bereits Ende Oktober sind keine Seltenheit. Die Landschaft ist weitläufig und durch Erlen-Eschen-Auwald und Buchenwälder sowie größere und kleinere Bäche übersichtlich gegliedert. Das kleinräumige Landschaftsmosaik ist auch die Basis für eine vielfältige Tierwelt. Regelmäßig durchstreifen Elche dieses Gebiet und auch der Luchs hinterlässt immer wieder einmal seine Spuren. In der Maltsch finden sich noch die vom Aussterben bedrohte Flussperlmuschel und auch der Fischotter. Die Maltsch ist übrigens der einzige größere Fluss Oberösterreichs, der in die Elbe entwässert. Durch die Ausweisung als Schutzgebiet möchte man die letzten vom Menschen weitgehend unbeeinflussten Bereiche bewahren und sichern. Eine extensiv betriebene Landwirtschaft und ein sanfter Tourismus sollen gefördert werden.

Autorentipp

Im Frühling, wenn die Wiesen großflächig überschwemmt sind, empfiehlt es sich, die Straße von Leopoldschlag nach Stiegersdorf entlang zu wandern. Man kann dann sein Auto bei der im obigen Text beschriebenen Kapelle abstellen und zurück wieder denselben Weg nehmen. Auch von hier bekommt man einen schönen Überblick über das Gebiet

outdooractive.com User
Autor
Josef Limberger
Aktualisierung: 14.07.2017

Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
636 m
Tiefster Punkt
618 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Die Tour ist aktuell nicht auf ihre Befahrbarkeit mit Rollstuhl überprüft. Bis zum Sommer 2018 werden alle Infos dazu aktualisiert.

Weitere Infos und Links

Touristische Sehenswürdigkeiten

Infozentrum „NATURA 2000“ und „Grünes Band Europa“ des Naturschutzbund OÖ, 4262 Leopoldschlag, Marktplatz 2, Tel: 0 79 49 / 205 76 oder 0 664 / 514 35 48; nat.2000infozentrum@gmx.at

Hafnerhaus · Keramikmuseum: Ausstellung im Erdgeschoß auch für Rollstuhlfahrer zugänglich, Tel: 0 79 49 / 82 55-15 (Frau Maria Galli) www.hafnerhaus.at

Tourismus-Information

Tourismuskern Leopoldschlag, 4262 Leopoldschlag, Marktplatz 17, Tel: 0 79 49 / 82 55˝ 0 79 42 / 757 00, Fax 0 79 49 / 82 55–14 tourismus@leopoldschlag.ooe.gv.at, www.oberoesterreich.at/leopoldschlag

Behindertengerechte Infrastruktur:

An der linken Seite des Gemeindeamtes befindet sich, durch eine lange Rampe erreichbar, eine Behindertentoilette. Das Infozentrum ist ebenfalls mit einer Rampe versehen, die Toilette ist mit leichten Rollstühlen benutzbar.

Gastronomie

Marktwirt Familie Hoffelner, 4262 Leopoldschlag, Marktplatz 11, Tel: 0 79 49 / 82 38, marktwirt@tele2.at: Gastgarten für Rollstuhlfahrer benutzbar, eine Stufe beim Eingang

Gasthof Pammer, 4262 Leopoldschlag, Mardetschlag 31, Tel: 0 79 49 / 82 05, www.pammerjahn.at: Behindertengerechter Eingang und Toilette

Start

Marktplatz von Leopoldschlag (632 m)
Koordinaten:
Geographisch
48.614942, 14.503509
UTM
33U 463406 5384771

Ziel

Rundtour - Ende beim Ausgangspunkt

Wegbeschreibung

Wir beginnen die Wanderung am Marktplatz in Leopoldschlag. Den Ausgangspunkt bildet das vom Naturschutzbund Oberösterreich und der Naturschutzabteilung des Landes gemeinsam errichtete Infozentrum am Marktplatz. Hier können wir uns vorab über NATURA 2000 und das Projekt „Grünes Band Europas“ informieren sowie über die mannigfaltigen Kostbarkeiten der Tier- und Pflanzenwelt. Wir gehen auf die Straße hinunter und erst nach rechts, gegenüber dem Marktgemeindeamt wieder nach links einen Platz mit leichtem Gefälle hinunter. Ab hier folgen wir den tönernen Wegweisern „Töpferweg“, die aus Biberschwanzdachziegeln gestaltet wurden. Zunächst kommen wir an einem steinernen Bären vorbei, der an die Legende von der Entstehung des Marktes Leopoldschlag erinnert: „Zwei Handwerksburschen begegneten einst einem Bären und kletterten aus Angst auf einen Baum. Als der Bär sich anschickte den beiden zu folgen, rief der obere der beiden Burschen zu dem unteren, welcher Leopold hieß: „Schlag, Leopold, schlag!“, um ihn zu ermuntern auf den Bären einzuschlagen – und so war der Name der Ortschaft entstanden. Bei der nächsten Querstraße gehen wir erst kurz nach links und dann gleich wieder nach rechts bei einer Autowerkstatt vorbei. Liebhaber nostalgischer Motorräder werden hier wohl kaum um einen Blick in das Schaufenster herumkommen. Weiter führt uns der Weg hinaus aus dem Ort und dicht an der hier noch regulierten Maltsch entlang, an der Kläranlage vorbei. Auf den anschließenden Viehweiden kann man mit etwas Glück und einem guten Fernglas schon die ersten Braunkehlchen beobachten. Sie sitzen gerne auf den Weidenpfählen links neben dem Weg. Nach etwa eineinhalb Kilometern gelangen wir zu einer Weggabelung, an der nach links ein Weg hinauf zu einer Kapelle führt, an der wir aber erst beim Rückweg vorbeikommen. Wir bleiben am Ufer der Maltsch und folgen hier dem Auwald und dem Flusslauf direkt an der Grenze. Links von uns erstreckt sich bald eine große Brachfläche, die von einem Wiesenhang begrenzt wird. In der Brache sind fast immer Braunkehlchen zu sehen. Manchmal sitzen sie aber auch auf den Weidenbüschen direkt neben dem Weg. Wenn man sich ruhig verhält, kann man sie oft aus der Nähe beobachten. Auf der Hangkante hinter der Brache blühen im Frühsommer die prächtig rot gefärbten Feuerlilien. Gar nicht so selten kann man über diesen Flächen und den angrenzenden Wiesen und Ackerflächen elegante, etwa bussard-große Vögel bei ihren gaukelnden Jagdflügen beobachten. Es sind dies Kornweihen, eine in Mitteleuropa äußerst seltene Greifvogelart die durch ihre leicht geschwungene Flügelhaltung im Gleitflug leicht von anderen Greifvögeln zu unterscheiden ist. Die Männchen sind um einiges zierlicher als der Mäusebussard, den man hier ebenfalls oft in den Aufwinden kreisen sehen kann. Nach zirka 500 Metern macht der Weg eine Linksbiegung und führt uns nun mit einigen Steigungen hinauf zur wenig befahrenen Straße, bei der wir nach rechts abbiegen. Nach etwa 100 Metern kommen wir zu einer Informationsstelle. Hier können wir eine kurze Rast einlegen. Mit dem Fernglas ist fast immer etwas Interessantes zu sehen. Dann setzen wir unseren Weg noch etwa 150 Meter bis zur Straße fort, der wir nach rechts folgen. Von hier hat man schöne Ausblicke auf die malerische Landschaft und bekommt einen Überblick über die enge Verzahnung von Kultur- und Naturlandschaft. Auf der Straße geht’s etwa 400 Meter, bis wir der Beschilderung folgend nach links in einen Wiesenweg einbiegen. Zwischen Feldern wandern wir auf dem Weg, bis er in einen schattigen Waldbereich mündet. Hier fallen im Herbst die schönen, aber giftigen Fliegenpilze am Rand des Weges auf. Nach zirka 200 Metern verlassen wir den Wald wieder und biegen in einen geschotterten Wiesenweg ein, dem wir nach links bis zu der oben erwähnten Kapelle folgen. Wir können jetzt wieder hinunter bis zur Maltsch gehen und von dort zurück in den Ort, oder auf der Asphaltstraße den Weg zurück nehmen.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Vom Hauptbahnhof Linz mit dem Bus nach Leopoldschlag

Anfahrt

Von Linz über die A 7 und die B 125 bis Freistadt, von dortweiter in Richtung Grenzübergang Wullowitz. Kurz  vorher Abzweigung nach rechts nach Leopoldschlag (gegenüberParkplatz).

Parken

am Marktplatz in Leopoldschlag

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

mehr zeigen


Fragen & Antworten

Stelle die erste Frage

Hier kannst du gezielt Fragen an den Autor stellen.


Bewertungen

Verfasse die erste Bewertung

Gib die erste Bewertung ab und hilf damit anderen.


Fotos von anderen


Strecke
5,8 km
Dauer
1:26h
Aufstieg
18 hm
Abstieg
18 hm
Rundtour Einkehrmöglichkeit faunistische Highlights kinderwagengerecht barrierefrei

Statistik

: h
 km
 Hm
 Hm
Höchster Punkt
 Hm
Tiefster Punkt
 Hm
Höhenprofil anzeigen Höhenprofil verbergen
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.