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Lamsenspitze

Wanderung · Achensee
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Julius Pöllinger
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    Foto: Julius Pöllinger, Community
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1500 1800 2100 2400 2700 3000 m km 2 4 6 8 10 11,9 km Länge

Im Herzen des Karwendels Der Aufstieg auf die Lamsenspitze von Nordosten ist eine sehr reizvolle Bergtour auf einen der großen Karwendelgipfel und eignet sich gut als Start zu einer Mehrtagestour durchs Karwendel. Die beiden kurzen Klettersteige sind erst kürzlich erneuert worden und auch für Einsteiger begehbar. Vom Gipfel aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf den Alpenhauptkamm.
mittel
11,9 km
6:30 h
1406 hm
1406 hm
Aufstieg Teil I: Gramaialm bis Lamsenjochhütte Wir starten unsere Tour auf dem Parkplatz der Gramaialm auf 1.265 m über NN. Morgens ist der Parkplatz meist noch nahezu leer, da die meisten Besucher lediglich zu einem Nachmittagsausflug heraufkommen. Von Anfang an steuern wir immer direkt auf unser imposantes Ziel zu: die Lamsenspitze. Wir durchqueren den Hof und halten uns nach wenigen Metern links, um den Gramaibach, der je nach Tages- und Jahreszeit austrocknet, zu überqueren. Gut ausgeschildert geht es durch den Gramaier Grund. Eventuell störende Kühe und den Abzweig zu den Wasserfällen lassen wir zurück und folgen dem immer schmaler werdenden, aber stets gut markierten und ausgeschilderten Weg. Bald ähnelt die Landschaft einer Halbwüste und die Kalkfelsen des Karwendelgebirges rücken immer näher. Obwohl es immer noch geradeaus geht, ist der Höhengewinn bereits beträchtlich und wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht bereits am Anfang überanstrengen.  Erst sehr viel später geht es in knapp 30 Serpentinen zum Lamsenjoch hinauf, das sich schon seit Beginn der Tour vor uns aufgetan hat. Jetzt zahlt es sich aus, dass wir so früh losgegangen sind: zur Mittagszeit würde hier die Sonne jeden Schritt zur Qual machen. So aber treffen erst kurz vor Erreichen des Querweges, der von der Lamsjochhütte hinüber zur Binsalm führt, die ersten Sonnenstrahlen auf die bereits erhitzten Körper des Wanderers. Hier lotst uns ein Wegweiser zur Lamsenjochhütte, die nach weiteren fünf Minuten erreicht ist. Das Hochtal öffnet sich und wir stehen vor der langgezogen Wand, die sich von der Lamsenspitze über den Hochnissl bis zur Mittagsspitze zieht. Davor liegt die im gleichen Farbton gehaltene Hütte, die bereits zu früher Tageszeit gut besucht ist (viele Wanderer übernachten hier). Würden wir uns nach links wenden, kämen wir nach einem langen Abstieg in Schwaz im Inntal an. Stattdessen gehen wir direkt auf das Haus zu, biegen erst kurz davor rechts ab und haben nun wieder die Lamsenspitze direkt vor Augen. Aufstieg Teil II: Lamsenjochhütte bis Lamsenspitze Jetzt kann es passieren, dass wir ab und zu ein Schneefeld überqueren müssen. Jedoch ist der Weg so stark begangen, dass der Pfad stets gut sichtbar und ohne Steigeisen begehbar ist. Wenige Meter nach der Hütte geht linkerhand ein schmaler Pfad ab, der zum Brudertunnel führt. Dieser ist als Aufstiegsalternative nur Geübten zu raten und erfordert eine entsprechende Ausrüstung (Klettersteigset, Helm, Gurt). Der Hauptweg indes schlängelt sich in kurzen Serpentinen  auf einem kleinen Grasbuckel bis zum Fuß der Felswand, die bereits zu einem Vorgipfel der Lamsenspitze gehört. Hier knickt der Weg scharf nach links ab und es folgt die Überquerung eines Kars, das je nach Jahreszeit auch ein Schneefeld sein kann. Da der Weg nah an der Felswand entlangführt, sollte man sich gegen Steinschlag schützen. Auch gegen die UV-Strahlung ist ein Schutz geboten, da die Felsen und der Schnee die Sonne stark reflektieren. Nach wenigen Minuten wird der Einstieg zur ersten (und deutlich leichteren) von zwei kurzen Kletterpassagen erreicht. Wer die nötige Ausrüstung mitgebracht hat, kann sich am durchgehenden Stahlsteil sichern. Dies ist jedoch nicht zwingend notwendig, denn auch ohne Hilfsmittel lassen sich die wenigen Stahlstiegen durch die Felswand sicher überqueren. Am Ende wartet die Lamsenscharrt und dahinter ein weiter Talkessel, der links hinunter bis ins Vomper Loch und später bis ins Inntal führt. Linkerhand folgt ein Pfad, der auch zum Brudertunnel führt, diesem Tal, das auch Lamsenkar genannt wird. Um auf die Lamsenspitze zu gelangen, halten wir uns jedoch rechts und queren erneut ein Kar/Schneefeld, das diesmal jedoch deutlich steiler ist und somit mehr Aufmerksamkeit verlangt. Auch hier besteht eine erhebliche Gefahr durch Steinschlag! Nach einigen hundert Metern macht der Weg einen scharfen Rechtsknick und hält nun direkt auf eine Rinne in der Felswand zu. Hier beginnt der zweite Klettersteig, der im Gegensatz zum ersten mit einem bedeutenden Höhenunterschied verbunden ist. Nach wenigen Metern biegt das starke Drahtseil nach rechts aus der Rinne ab und führt über eine nahezu senkrechte Felswand nach oben. Liegt oberhalb Schnee, sind diese Felsen besonders glitschig! Daher ist es durchaus ratsam, sich (entgegen aller Bergsteigerphilosophie) am Seil festzuhalten und sich so nach oben zu ziehen. Auf diese Weise überwindet man knapp 30 Höhenmeter, bevor oben das letzte, nun nicht mehr so schwer zu bewältigende Stück des Aufstieges wartet.  Erst weist uns der Weg links hinüber, weg vom Gipfelkreuz, das wir bereits sehen können. Dann aber führt er nach oben, bis wir schließlich den schmalen Grat erreichen. Nun ist es fast geschafft. Tatsächlich sind es nur knapp 100 Meter und kaum Höhenunterschied bis auf den 2.508 Meter hohen Gipfel der Lamsenspitze. Abstieg Angesichts der oben herrschenden kalten Winde können wir das wunderbare Rundum-Panorama mit Alpenhauptkamm, Wilder Kaiser und Karwendel leider nur kurz genießen, um uns nach einer kleinen Stärkung wieder auf den Abstieg zu begeben. Der Abstieg bedarf mindestens genauso viel Kraft, Konzentration und Zeit und sollte nicht unterschätzt werden. Da viele Bergsteiger beim Abstieg auf der Lamsenjochhütte übernachten, müssen wir mit viel Gegenverkehr an den unmöglichsten Stellen rechnen. Der Abstieg über den Brudertunnel ist keinesfalls zu raten (wer dies dennoch wagen will, sollte vorher noch einmal alle Kräfte mobilisieren). Ob so oder so gelangt man irgendwann wieder zur Lamsenjochhütte, die mit Preisen wie auf der Wies’n aufwartet. Dennoch sollte man hier eine größere Pause einlegen, da sich der Abstieg zur Gramaialm lang hinzieht. Gestärkt gehen wir den Massen von Nachmittagsausflüglern entgegen, die – je weiter man nach unten kommt – immer zahlreicher werden und oft keine Rücksicht auf Natur und Mitmenschen nehmen. Unten angelangt kann man noch einen letzten Blick auf die Lamsenspitze werfen, während man sich mit Reisebussen und Mountainbikern um den knappen Raum auf dem Parkplatz streitet.

Autorentipp

Zwei kurze Klettersteige Grandiose Aussicht auf großen Teil des Alpenhauptkamms Sehr reizvolle Schneefelder im Herbst und Frühling

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Höchster Punkt
2489 m
Tiefster Punkt
1265 m

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
11,9 km
Dauer
6:30 h
Aufstieg
1406 hm
Abstieg
1406 hm

Statistik

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Höchster Punkt
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Tiefster Punkt
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