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Bergtour

Klimmspitze Überschreitung

· 6 Bewertungen · Bergtour · Lechtal
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  • Klimmspitze Überschreitung
    / Klimmspitze Überschreitung
    Video: Christian Reiser
  • / Ab hier verlassen wir den Normalweg und folgen dem Murgang/Bachbett hinauf bis ins Steinkarle.
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Aufstieg im Bachbett über glattgespülte Platten
    Foto: Lena Wiesler, Outdooractive Redaktion
  • / Am Austrittspunkt auf den Ostgrat mit dem folgenden Gratverlauf im Blick.
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Die ersten steilen Aufschwünge am Ostgrat lassen nicht lange auf sich warten.
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / In den trittarmen Platten ist Reibungskletterei gefragt (III).
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Zwischen den einzelnen Aufschwüngen muss an der Gratkante traversiert werden
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Direkt an der Kante warten atemberaubende Tiefblicke hinab in die senkrechte Nordwand auf die Begeher
    Foto: Lena Wiesler, Outdooractive Redaktion
  • / Kleinere Feslstufen sorgen für Kurzweile
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Immer an der Kante entlang geht es rasch aufwärts
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Fantastische Ausblicke hinüber zum mächtigen Hochvogel und der wilden Rosszahngruppe
    Foto: Lena Wiesler, Outdooractive Redaktion
  • / Im Osten sehen wir bis zum Lechzopf
    Foto: Lena Wiesler, Outdooractive Redaktion
  • / An einigen Stellen muss der Reibung der Schuhe vertraut werden.
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Schöne Kletterstelle am Ostgrat der Klimmspitze
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Spannende, ausgesetzte Stellen dominieren am Ostgrat
    Foto: Lena Wiesler, Outdooractive Redaktion
  • / Der Fels ist an den meisten Stellen kompakter, als er aus der Ferne aussieht.
    Foto: Lena Wiesler, Outdooractive Redaktion
  • / Gipfel der Klimmspitze mit dem Hochvogel im Hintergrund.
    Foto: Lena Wiesler, Outdooractive Redaktion
  • / Auf dem markierten Normalweg der Klimmspitze
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Auf dem Normalweg der Klimmspitze mit Schwellenspitze (rechts) und Wasserfallkarspitze (links) im Hintergrund
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
  • / Auf dem Normalweg mit dem Gipfelaufbau der Klimmspitze im Hintergrund
    Foto: Christian Reiser, Outdooractive Redaktion
m 3000 2500 2000 1500 1000 500 8 6 4 2 km Klimmspitze Naturparkhaus Klimmbrücke Naturparkhaus Klimmbrücke

Rassige und anspruchsvolle Grattour auf den markanten Eckpfeiler der Hornbachkette. Der elegante und luftige Ostgrat bietet Kletterschwierigkeiten bis in den III. Grad und garantiert dadurch ebenso abenteuerliche, wie einsame Stunden inmitten einer wilden Felsszenerie. Absoluter Geheimtipp für schwindelfreie, klettergewandte Bergsteiger.
schwer
9,2 km
7:30 h
1500 hm
1500 hm
Die Klimmspitze zählt mit ihren 2464 m zu den niedrigsten Gipfeln der mächtigen Hornbachkette. Ihre exklusive Lage an erster Stelle der Berggruppe sorgt jedoch für ein traumhaftes Gipfelpanorama. Zudem fällt die elegante, pyramidenähnliche Form des Berges jedem Bergsteiger unweigerlich ins Auge. Dass dieser markante und lohnende Gipfel dennoch nicht übervölkert ist, liegt wohl an dem nur dezent markierten Normalweg. Dieser Anstieg ist nämlich nicht nur langwierig, sondern aufgrund der zu passierenden südseitigen Latschengassen, dem unübersichtlichen Blockfeld und der steilen Schutthalde auch äußerst mühsam. Unsere Aufstiegsvariante über den größtenteils sehr ausgesetzten, messerscharfen Ostgrat ist sowohl landschaftlich, als auch klettertechnisch ein wahrer Hochgenuss. Während links von uns weit unten im Tal der Lech seine Mäander zieht, genießen wir - nur eine Kopfdrehung entfernt - rechts die atemberaubenden Tiefblicke in die senkrechte Nordwand. Die Lechtaler Gipfel einerseits und die wilde Rosszahngruppe mit dem alles beherrschenden Hochvogel andererseits bilden den optischen Rahmen, der passender für diese Unternehmung nicht sein könnte. Die glatten, ausgesetzten Reibungsplatten am Grat fordern den erfahrenen Bergsteiger. Eine Umgehung dieser ist nur teilweise und dann im heikel-brüchigen Schrofengelände möglich. Nach dem brüchigen Ausstieg auf den bekreuzten Gipfel genießen wir das allumfassende Panorama ausgiebig, ehe wir uns an den Abstieg auf dem markierten Normalweg durch die Südflanke machen.

Autorentipp

Unbedingt auf trockene Verhältnisse beim Zustieg über das Bachbett achten! Nicht im Frühjahr zur Schneeschmelze und mindestens einen ganzen regenfreien Tag abwarten.
outdooractive.com User
Autor
Christian Reiser 
Aktualisierung: 25.06.2018

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Klimmspitze, 2464 m
Tiefster Punkt
Parkplatz, 968 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Der Zustieg über das Bachbett ist bei Nässe auf den glatt gespülten Platten äußerst heikel!

Start

Parkplatz an der Klimmbrücke (970 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.335109, 10.536385
UTM
32T 616071 5243549

Ziel

Parkplatz an der Klimmbrücke

Wegbeschreibung

Wir starten unsere Tour am kostenlosen Parkplatz direkt vor dem Naturparkhaus Klimmbrücke. Nach dem Passieren der Brücke, halten wir uns rechts und folgen sogleich dem ausgeschilderten Pfad, der hangaufwärts durch den Wald führt. Kurz darauf kreuzen wir einen breiten Forstweg, bleiben aber weiterhin auf dem schmalen, steilen Pfad. Dieser holt zunächst in einem weiten Bogen nach Osten aus, ehe er sich - bereits in der Latschenzone angelangt - wieder nach Westen wendet. Der Pfad ist zwar nur spärlich markiert, jedoch fällt die Wegfindung mangels Alternativen leicht.

Nach ca. 650 hm wird der Latschenhang durch einen breiten Murgang unterbrochen. Hier ist der Weg abgerutscht. In diesem Murgang verlassen wir den markierten Pfad und steigen in dem bald schon steilen Bachbett in direkter Linie empor. Zunächst noch blockig, wird aus der breiten Rinne bald schon ein enger Geländeeinschnitt, durch den ein temporär wasserführender Bach fließt. Es folgen einige vom Wasser glattgespülte, jedoch kompakte Felsplatten, deren Überwindung bereits Kletterschwierigkeiten zwischen dem II. und III. Grad verlangen (je nach Wasserführung).

Das steile Bachbett bringt uns in gerader Linie hinauf in das Steinkarle. Im Kar angekommen, legen wir unsere Aufstiegsroute hinauf zum Ostgrat über den rechtsseitig begrenzenden Latschenrücken fest. Nach den Latschen gilt es einen mächtigen Felsvorbau über seinen steilen, südlichen Schrofenhang zu gewinnen (hier entweder über Steilgras in einer Rinne in der Mitte des Hanges, oder links in größtenteils kompaktem Fels / I bis II). Auf dem Felsvorbau angelangt queren wir einfach auf den Ostgrat und genießen erstmals die grandiosen Ausblicke hinüber zur Rosszahngruppe und dem Hochvogel.

Der Weiterweg über den Grat ist ab hier klar vorgegeben. Nach einfachem, aber ausgesetztem Gehgelände folgen bald schon die ersten Steilaufschwünge. Die nach Süden hin abfallenden, glatten Felsplatten bilden an ihrer oberseitigen Begrenzung eine teils messerscharfe Gratkante aus. Hier muss mangels Tritten mehrfach auf Reibung angestanden werden, um die einzelnen exponierten Platten an ihrer Kante querend zu überwinden (mehrfach III / stark ausgesetzt!). Am Ausstieg auf den Gipfel verschlechtert sich die sonst gute Felsqualität drastisch. Allerdings ermöglicht das etwas großzügigere Gelände dort auch mehrere Varianten auf der Nordseite. Nach einer ausgiebigen Gipfelrast treten wir den Abtstieg über den dezent markierten Normalweg an. Dieser verläuft nach dem Gipfelaufbau zunächst durch einen Schrofenhang, dann am Rand einer Schutthalde, welche in ein Blockfeld führt. Der Weiterweg durch Latschengassen trifft schließlich auf den Murgang, den wir als Zustieg benutzt haben. Von hier wandern wir auf bekanntem Pfad hinab nach Klimm zum Parkplatz.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mit dem Zug nach Reutte. Von dort mit dem Postbus nach Elmen (aktueller Fahrplan).

Anfahrt

  • von Norden/Osten kommend nach Reutte auf der B198 in das Lechtal abbiegen. Nach der Ortschaft Elmen rechts zur bereits sichtbaren hölzernen Klimmbrücke abbiegen und dort parken.
  • von Süden über das Hahntenjoch (Wintersperre beachten!), oder von Westen über den Hochtannbergpass auf der B198 in das Lechtal fahren. Dann einige hundert Meter vor der Ortschaft Elmen links zur hölzernen Klimmbrücke abbiegen und dort parken.

Parken

Kostenlose Parkplätze vor dem Naturparkhaus Klimmbrücke.
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Rother Wanderführer: Allgäu 2 - Ostallgäu, Lechtal

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AV-Karte: Allgäuer-Lechtaler / Alpen Ost

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Ausrüstung

Feste Bergschuhe für den Zustig, mit denen aber auch Reibungspassagen am Grat bewältigt werden können (idealerweise Zustiegsschuhe)

Fragen & Antworten

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Bewertungen

4,8
(6)
Danny Hiendriana
26.06.2020 · Community
Schöne Tour und hat klettertechnisch sehr viel Spaß gemacht. Die Beschreibung der Tour is zutreffend. Man sollte tatsächlich darauf achten, dass man die Tour bei trockenen Verhältnissen macht.
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Gemacht am 04.09.2019
JOhannes Keller
22.06.2020 · Community
Man sollte wissen worauf man sich einlässt. Man kann nicht immer wie in der Beschreibung die Schlüsselstellen umgehen und man sollte absolut schwindelfrei sein und gute Kletterfähigkeiten besitzen. Hötte ich gewusst wie schwierig es teilweise ist und welches Risiko man eingehen muss hätte ich die Tour nicht gemacht
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Andreas Pauls 
27.10.2019 · Community
Wunderbare Tour bei traumhaftem Wetter! Nach längerem waldigem Aufstieg erreicht man bald das beschriebene Bachbett, und schon ab hier wird die Kraxelei stellenweise richtig spannend. Ist der eigentliche Ostgrat erst einmal erreicht, liegt schon ein großer Teil der Tour hinter einem. Der Grat selber bietet spannende Kletterstellen und teilweise atemberaubende Ausgesetztheit, ist insgesamt aber nur relativ kurz. Trockenes Wetter ist für diese Tour ein absolutes MUSS, und: Man sollte solches Gelände kennen, um sich wohlzufühlen. Dann aber ist es ein absoluter Genuss! Die Zeitangaben sind eher recht großzügig angegeben; ich war nach fünfeinhalb Stunden wieder am Ausgangspunkt an der Klimmbrücke.
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Gemacht am 27.10.2019
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Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
9,2 km
Dauer
7:30h
Aufstieg
1500 hm
Abstieg
1500 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Geheimtipp Gipfel-Tour ausgesetzt Kletterstellen Grat

Statistik

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