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Klettersteig "Hoachwool" in Naturns - Südtirol

· 9 Bewertungen · Klettersteig · Ötztaler Alpen
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  • Der Anstieg unterhalb der ehemaligen Wasserrinnen
    / Der Anstieg unterhalb der ehemaligen Wasserrinnen
    Foto: Christjan Ladurner, Foto Santer Peter
  • Blick auf Reinhold Messners Schloss Juval
    / Blick auf Reinhold Messners Schloss Juval
    Foto: Christjan Ladurner, Foto Santer Peter
  • Seilbrücke über den Schnalser Bach
    / Seilbrücke über den Schnalser Bach
    Foto: Christjan Ladurner, Foto Santer Peter
  • Seilbrücke über den Schnalser Bach
    / Seilbrücke über den Schnalser Bach
    Foto: Christjan Ladurner, Foto Santer Peter
  • Im ersten, leichteren Teil des Anstieges mit Blick auf Schloss Juval
    / Im ersten, leichteren Teil des Anstieges mit Blick auf Schloss Juval
    Foto: Christjan Ladurner, Foto Santer Peter
  • Ausgesetzte Querung entlang der ehemaligen Wasserrinnen
    / Ausgesetzte Querung entlang der ehemaligen Wasserrinnen
    Foto: Christjan Ladurner, Foto Santer Peter
  • Steilgelände unterhalb des ehemaligen Waales
    / Steilgelände unterhalb des ehemaligen Waales
    Foto: Christjan Ladurner, Foto Santer Peter
  • / Ausgesetzte Querung entlang der ehemaligen Wasserrinnen
    Foto: Christjan Ladurner, Foto Santer Peter
  • / Die schwierige Wand unterhalb des Rastplatzes in der Wandmitte
    Foto: Christjan Ladurner, Foto Santer Peter
  • / Schwieriger Abschnitt im oberen Teil des Anstieges
    Foto: Christjan Ladurner, Foto Santer Peter
  • / Aufstieg über eine der beiden Leitern am Klettersteig
    Foto: Christjan Ladurner, Foto Santer Peter
  • / Exponierte Kletterei entlang der neuen Rinnenanlage
    Foto: Christjan Ladurner, Foto Santer Peter
  • / Routenbild mit Schwierigkeitsbewertung und Beschreibungen
    Foto: Christjan Ladurner, Foto Christjan Ladurner
600 800 1000 1200 1400 1600 m km 0.5 1 1.5 2 2.5 3

Dieser äußerst schwierige und interessante Klettersteig wurde 2015 eröffnet. Er folgt zum Teil den Spuren des ehemaligen und heute verfallenen Schnalser Wasserwaales
schwer
3,2 km
4:30 h
750 hm
40 hm
Man sollte sich nicht vom Ausgangspunkt im Tal täuschen lassen! Der Hoachwool Klettersteig gehört zu den schwierigsten Anstiegen in Südtirol und in den Dolomiten. Die technischen Schwierigkeiten sind mit denen des Tabaretta Klettersteiges am Ortler vergleichbar. Der Aufstieg, der nach einem anstrengenden Auftakt eine Weile in mäßiger Schwierigkeit die Wand quert, wird im mittleren und im oberen Teil zunehmend schwerer. Armkraft und eine ausgezeichnete Fußtechnik sind hier gefragt. Es gibt nur wenige künstliche Tritthilfen, oft müssen natürliche Griffe oder Tritte gesucht werden um den Aufstieg etwas zu erleichtern. Die Querung entlang der alten Wasserinnen ist äußerst exponiert, ebenso die überhängende Steilwand die zum ersten Rastplatz in der Wandmitte führt. Die Schwierigkeiten im oberen Teil des Klettersteiges sind anhaltend und das Gelände ist oft sehr steil. 

Autorentipp

Armkraft vor dem Einsteigen testen. 5 bis 6 Klimmzüge sollte man auf alle Fälle hinkriegen, um den Hoachwool-Klettersteig problemlos meistern zu können. Ab Juni sehr früh am Morgen in die Wand einsteigen. Mit dem Gedanken spielen einen Bergführer anzuheuern!
outdooractive.com User
Autor
Christjan Ladurner
Aktualisierung: 02.05.2019

Schwierigkeit
C/D schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
1300 m
538 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Zustieg
75 m, 0:20 h
Wandhöhe
650 m
Kletterlänge
1380 m, 3:30 h

Sicherheitshinweise

Der Klettersteig ist nicht zu äußerst schwierig, sondern auch sehr lange. In den Sommermonaten erreichen die ersten Sonnenstrahlen gegen 11 Uhr den Rastplatz im mittleren Abschnitt und es wird sofort sehr heiß in der steilen Wand. Bis zum Abend gibt es dann kaum noch Schatten. Die Stahlseile werden zum Teil so aufgeheizt, dass man sie kaum noch angreifen kann. In den Sommermonaten unbedingt gegen 7 Uhr am Morgen oder früher einsteigen; um 11 Uhr sollte man am Ausstieg sein. Genügend Flüssigkeit ist ein Muss! Ein Schild weist auf den Beginn des schwierigen Abschnittes am Klettersteig hin. Dies ist die letzte Rückzugsmöglichkeit. Der restliche Aufstieg bietet keine Rückzugs- und Fluchtmöglichkeiten mehr. Im Sommer 2015 musste die Bergrettung von Juli bis September jede Woche bis zu 3 Mal ausrücken um verspätete, total verausgabte und dehydrierte Bergsteiger aus der Wand zu bergen. Oft mit Hubschrauberunterstützung und einige Male im heftigen Nachmittagsgewitter. 

Die einzelnen Abschnitte des Klettersteiges sind mit nummerierten Metallplaketten markiert, um die Standortbeschreibung für die Bergrettung zu erleichtern. Gleichzeitig zeigen sie dem Bergsteiger an, wie viel Wegstrecke er schon zurückgelegt hat. Die Nummern reichen von 1 bis 28. 

Ausrüstung

Komplette Klettersteigausrüstung, Klettersteighandschuhe; nicht allzu steife Berg- oder Trekkingschuhe (es wird viel auf Reibung geklettert). Im Sommer toben am Eingang ins Schnalstal oft Gewitter; auch an warmen Tagen unbedingt Regenschutz und eine Reservejacke mitnehmen, sowie jede Menge Getränke!

Man sieht am Hoachwool Klettersteig immer wieder Bergsteiger ohne Klettersteigausrüstung. Ein kleiner Fehler bei der Begehung der Seilbrücke, ein loser Stein oder ein beschädigtes Seil am Klettersteig können ohne die richtige Ausrüstung tödlich enden. 

Weitere Infos und Links

http://www.klettersteig.com/KS_Naturns/

Start

Parkplatz Seilbahn Unterstell am Ortsausgang von Naturns (538 m)
Koordinaten:
Geographisch
46.650801, 10.991513
UTM
32T 652387 5168286

Ziel

Bergstation Seilbahn Unterstell

Wegbeschreibung

An der Talstation der Untertell Seilbahn ist der Zustieg zum Klettersteig beschildert. Man folgt der Beschilderung bis zum Bauernladen, wo es nochmals eine ausführliche Information den Klettersteig betreffend gibt. Wiederum weisen Schilder den Zustieg, der am Parkplatz beginnt und an der orographisch rechten Seite des Schnalser Baches entlangführt, bis man zu den ersten Stahlseilsicherungen gelangt. Einige Kurze Steilaufschwünge leiten zur Seilbrücke über den Schnalser Bach. Wer sich die exponierte und hoch über dem Bach verlaufende Querung am wackeligen Stahlseil ersparen möchte, kann über die alte Schnalser Straße (gesperrt - auch steinschlaggefährdet) bequem zum Einstieg wandern. 

Nach der Seilbrücke folgt ein kurzes, schwieriges Stück. Dann quert man relativ einfach die Wand und gewinnt rasch an Höhe. Am Beginn des schwierigen Abschnittes weist ein Schild auf diese letzte Rückzugsmöglichkeit hin. Danach geht es steil aufwärts; eine überhängende Wand wird mit Hilfe einer Leiter überwinden. Bald schon ist der ehemalige Waal erreicht. Zuerst quert man entlang der alten Eisenstifte nach links, dann folgt ein sehr ausgesetzte Passage über eine neue Lärchenrinne. Nch der Querung steigt man wieder steil aufwärts und gelangt zur äußerst exponierten und kraftraubenden Wand unterhalb des Rastplatzes in der Wandmitte. 

Von dort folgt man einem Steig nach links bis zu den Seilsicherungen, die anfangs noch recht einfach zu den nächsten Steilsttufen hinaufleiten. Es folgen viele kurze, kraftraubende und zum Teil überhängende Stellen. Eine Leiter führt über die Grotte hinweg in der das Wandbuch deponiert ist. Bald darauf gilt es nochmals eine lange, steile und kraftraubende Wand mit einigen künstlichen Tritten zu überwinden. Es folgt etwas leichteres Gelände, bevor man über eine kurze überhängende Stelle hin zur Schlusswand klettert, die es nochmals ordentlich an den Kraftreserven zehrt! 

Vom Ausstieg folgt man dem Steig zum Holzgatter. Danach trifft man auf den Fußweg, der zur Bergstation der Seilbahn Unterstell führt. Es ist auf alle Fälle anzuraten die 100 Höhenmeter (ca. 20 Minuten) zur Bergstation aufzusteigen. Wer den Abstieg über den Wanderweg wählt sollte mit einer Zeit von bis zu 1,5 Stunden zurück zum Ausgangspunkt rechnen. 

 

 

 

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Linienbus von Meran oder durch das Vinschgau nach Naturns

Anfahrt

Von Meran oder vom Reschenpass durch das Vinschgau bis in die Ortschaft Naturns und zur Talstation der Seilbahn Unterstell

Parken

Gebührenfreier Parkplatz bei der Talstation der Seilbahn, sowie mehrere gebührenfreie Parkplätze entlang der Straße. Man sollte auf alle Fälle von der Benutzung des Parkplatzes beim Bauernladen unterhalb von Reinhold Messners Schloss Juval absehen. Die Stellplätze sind begrenzt und gehören zum Bauernladen und zum Schloss. 

Da man nach der Tour sowieso zur Talstation der Unterstell Seilbahn zurückkommt, erspart man sich nach getaner Arbeit den Rückweg zum Parkplatz beim Bauernladen.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Kommentare und Bewertungen (10)

Joerg Maedler
09.06.2019
Sehr fordernder Klettersteig der immer wieder für die Anstrengungen belohnt. Nicht unterschätzen wegen Wärme und Kondition.
Bewertung
Gemacht am
09.06.2019

Jost Hiller
24.07.2018
Sehr schöner Klettersteig ! Zugegeben die Seilbrücke am Anfang ist etwas spooky, aber der Rest ist recht schön und auch mal kletterbar, soll heißen, man nutzt nur das Seil als Sicherung und nutzt die Griffe u. Tritte am Fels. Mit etwas Fusstechnik sind die steilen Stellen auch recht harmlos und nicht so extrem anstrengend. Ein früher Einstieg ist im Sommer ratsam, muss aber nicht um sieben Uhr sein.
Bewertung
Dienstag, 24. Juli 2018, 18:35 Uhr
Foto: Jost Hiller, Community

Günther Biller
16.11.2017
Sehr schöner Klettersteig, aber der Vergleich mit dem Tabaretta-Klettersteig hinkt.
Bewertung

Bewertung
Schwierigkeit
C/D schwer
Strecke
3,2 km
Dauer
4:30 h
Aufstieg
750 hm
Abstieg
40 hm
Streckentour aussichtsreich Bergbahnauf-/-abstieg durchgehend seilversichert klassischer Klettersteig Sportklettersteig Fun-Klettersteig

Statistik

: h
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Tiefster Punkt
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