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Alpinklettern empfohlene Tour

Kiene-Riss, Ostwand Fünffingerspitze (2995 m), Dolomiten (Langkofel)

Alpinklettern · Dolomiten
Verantwortlich für diesen Inhalt
DAV Sektion Duisburg Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Vom 1. Stand in 1. Seillänge
    Vom 1. Stand in 1. Seillänge
    Foto: Thomas Schwindt, DAV Sektion Duisburg
m 3200 3100 3000 2900 2800 2700 2600 2500 2400 1,0 0,8 0,6 0,4 0,2 km Toni-Demetz-Hütte Toni-Demetz-Hütte Rifugio Carlo Valentini

Spektakulärer Quergang und schöne Kaminkletterei in alpiner Umgebung.

mittel
Strecke 1,2 km
7:00 h
443 hm
440 hm
2.996 hm
2.542 hm

Nicht weit von der Toni-Demetz-Hütte entfernt erwartet uns ein Klassiker. Der Kiene-Riss lockt mit einem wirklich beeindruckenden Quergang in der vierten Seillänge und zwei Fünferstellen in Risskaminen. Das Ambiente ist wild, doch die Wegfindung sehr einfach.

Autorentipp

Mit einer Übernachtung auf der Toni-Demetz-Hütte ist man vor der ersten Seilbahn unterwegs und muss auch nicht hetzen, um die letzte Talfahrt um 17.00 Uhr zu erreichen.

Profilbild von Thomas Schwindt
Autor
Thomas Schwindt 
Aktualisierung: 27.08.2022
Schwierigkeit
V mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Fünffingerspitze, 2.996 m
Tiefster Punkt
2.542 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Zustieg
0:45 h
Wandhöhe
320 m
Kletterlänge
410 m, 4:30 h
Abstieg
2:00 h
Standplätze
Normalhaken, mobile Sicherungsmittel
Zwischensicherung
Normalhaken, mobile Sicherungsmittel
Seillänge
2 x 50 m
Erstbegehung
K. Kiene und G. Haupt 1912

Wegearten

Schotterweg 29,32%Unbekannt 70,69%
Schotterweg
0,3 km
Unbekannt
0,8 km
Höhenprofil anzeigen

Einkehrmöglichkeiten

Toni-Demetz-Hütte
Rifugio Carlo Valentini

Sicherheitshinweise

Der dritte Schwierigkeitsgrad sollte souverän beherrscht werden, da in den ersten beiden Seillängen keine offensichtlichen Sicherungsmöglichkeiten bestehen.

Start

Toni-Demetz-Hütte (2.683 m)
Koordinaten:
DD
46.514527, 11.739448
GMS
46°30'52.3"N 11°44'22.0"E
UTM
32T 710143 5154863
w3w 
///redensart.tatsache.färberei
Auf Karte anzeigen

Ziel

Toni-Demetz-Hütte

Wegbeschreibung

Zustieg

Von der Toni-Demetz-Hütte zunächst über den Weg 525 Richtung Steinerne Stadt hinab. Am Fuß der Fünffingerfelswand leitet ein Pfad nach rechts weiter. Ihm folgend erst queren und abschließend in Richtung der Fünffingerscharte z. T. weglos über Blöcke und Schutt anstrengend hinaufsteigen. Vor der Fünffingerscharte steigt man indessen steil hinauf in Richtung einer gelben Wand. Der plattige Einsteig der Tour befindet sich an deren Fuß am Ende der Rinne bevor der erste Aufwurf kommt. Eine Kennzeichnung (Haken o.ä.) ist nicht vorhanden. (45 Minuten)

Kletterbeschreibung

1. SL (III+) Die erste Seillänge ist sehr schlecht selbst abzusichern und weist wie die zwei folgenden keine Haken, Schlingen oder anderen eingerichteten Sicherungspunkte auf. Der Schwierigkeitsgrad sollte somit souverän beherrscht werden. Es geht vom Einstieg nach rechts hinauf über ein breites Band hinweg. Stand an Riss mit kleiner Bastelstunde. Da man ja sowieso vorher nichts setzen konnte sind ausreichend Klemmgeräte am Gurt. (50m)

2. SL (II) Mittig auf der breiten Platte über einen Riss empor Am Ende der Seillänge mit einem Abstand zur gelben Wand bietet sich eine Köpfel als Stand an. (50m)

3. SL (III+) Von hier aus ist der dritte Stand bereits eindeutig ersichtlich (grüne Schlinge leicht links vom Stand). Wir klettern den Rücken des Felssporn unter ihm nutzend und uns links von der brüchigen Rinne haltend zu ihm empor. Nur in dieser direkten Linie reicht ein 50m Seil aus. Auf dem Felssporn kann erstmalig einfach gesichert werden. (50m)

4. SL (V) Ein wunderschöner Quergang mit besten Sicherungsmöglichkeiten empfängt uns als Start in die Seillänge. Gelb droht der Fels über uns. Er ist an den entscheidenden Stellen wunderbar fest. Am Ende des Quergangs befindet sich die Schlüsselstelle. Mit Kamintechnik stemmend und spreizend überwinden wir den Risskamin (Haken). Am Ende Stand an Sanduhr. (45m)

5. SL (IV) Nach links über eine Verschneidung zur Fortsetzung des Kamins und über zwei große Klemmblöcke (unterhalb vom ersten Haken) hinweg zum Stand an einem Haken (links). (25m)

6. SL (V-) Rechts geht es weiter über gut griffigen Fels empor. Ein Haken leitet den Weg. Der herausdrängende Riss als Fünferstelle (Haken) wird erneut in Kamintechnik gemeistert. Stand an Köpfel oberhalb eines großen Blockes. (35m)

7. SL (IV) Vom Stand sehen wir bereits zwei geschlagene Haken. Den ersten anklettern und dann nach links zu guten Griffen. Zwar muss dann ein wenig dynamisch auf das rechte Bein geschoben werden, damit man sich wieder aufrichten kann, doch so umgeht man die unangenehm enge Stelle, die für all diejenigen zwingend zu klettern ist die vom ersten Haken direkt zum zweiten Haken hinauf wollen. Zwar gibt es in der linken Variante für rund 10 Meter keine weitere Sicherungsmöglichkeit, doch erscheint dies einfacher als sich über die Platte im Rücken eine wulstige Wand mit Elbsandsteintechnik hochzuschubbern. Erneut kurz dem Riss folgen und nach links herausqueren. Stand an Sanduhr. (15m)

8. SL (IV+) Zurück zum Riss de sich oberhalb vom Stand nach links neigt. Diesem folgend (2 Haken; leider nicht gefunden) und am Ende steiler hinauf zum Stand (leicht links) an Sanduhr. (30m)

9. SL (III+) Unschwierig weiter bis zur Scharte empor. Stand an Köpfl. (30m)

10. SL (IV+) Nun folgt als abschließende Krönung der „Schuster“-Riss. Über Riss und Verschneidung logisch hinauf zum Stand an zwei geschlagenen Haken. (25m)

11. SL (II) Nach Belieben weiter dem Gipfel entgegen und Stand an Köpfel (30m)Die letzten Meter (I) unschwierig zum Gipfel.

Abstieg

Der Abstieg erfolgt über den Normalweg zur Fünffingerspitze. Vom Gipfel zunächst rund 15 Meter zu einem Band absteigen. An deren Ende ist die erste Abseilstelle zu einer Scharte (20m). Dort abklettern (II) und an einer Nische mit Gedenktafel vorbei zur Kante. Hier über einen Quergang (III, kann gesichert werden) zum nächsten Abseilstand. Hier dreimal bis zur Daumenscharte abseilen (20m, 17m, 25m). In der Scharte nach links (Osten) wenden, ca. 30 Meter Meter absteigen und ca. 10-15 Meter über poliertem Fels (2 Haken) zum nächsten Abseilring auf dem Daumenballen queren. Jetzt ca. 60 Meter abseilen oder absteigen . Man erreicht die geneigte Platte des Daumenballen. Diesen ca. 80-100 Meter den Steinmännern folgend absteigen. Dort wo die Kante abbricht, befindet sich die nächste Abseilstelle. Nun nach Nordosten (Richtung Toni-Demetz-Hütte) einmal 36 (auch 2*18m möglich) und dann nochmal zweimal 25 Meter oder einmal 50 Meter abseilen und in wenigen Minuten zur Toni-Demetz-Hütte. (2 Stunden)

Die komplette Beschreibung kann der Literatur entnommen werden. Die eigene Beschreibung dient als Ergänzung.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Buslinie 471 bis zum Schutzhaus Sellajoch. Von dort mit der Seilbahn zur Toni-Demetz-Hütte.

Anfahrt

Von Bozen in das Grödnertal und hinauf Richtung Sellajoch.

Parken

Kostenlose Parkplätze gibt es nur noch am Straßenrand weit vor dem Schutzhaus Sellajoch oder am Sellapass selbst. Auf dem Weg zum Rifugio Carlo Valentini gibt es den derzeit günstigsten Parkplatz (6,- € Tagespauschale; Stand 2021).

Koordinaten

DD
46.514527, 11.739448
GMS
46°30'52.3"N 11°44'22.0"E
UTM
32T 710143 5154863
w3w 
///redensart.tatsache.färberei
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Mauro Bernardi: Klettern in Gröden & Umgebung - Dolomiten Band 1

Kartenempfehlungen des Autors

Tobacco, Val Gardena - Gröden Alpe di Siusi, Bl. 5, 1:25.000

Buchtipps für die Region

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Ausrüstung

Normale Alpinausrüstung (NAA)

Es gibt zahlreiche Zusammenstellungen für eine NAA. Mein Vorschlag: Die DAV Sektion Duisburg hat auf ihrer Homepage in der Rubrik „Ausbildung“ eine Ausrüstungsliste für das Alpinklettern.


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Schwierigkeit
V mittel
Strecke
1,2 km
Dauer
7:00 h
Aufstieg
443 hm
Abstieg
440 hm
Höchster Punkt
2.996 hm
Tiefster Punkt
2.542 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour Grat Platte Abseilpiste Abstieg zu Fuß

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Karten und Wege
  • 4 Wegpunkte
  • 4 Wegpunkte
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Abstieg  Hm
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Tiefster Punkt  Hm
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