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Kerschkern Seckauer Tauern8.7. 2017

· 1 Bewertung · Bergtour · Seckauer Tauern
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  • Hinweis
    / Hinweis
    Foto: Ernst Köppl, ÖAV Sektion Wiener Neustadt
  • Jansenbergers Beisteineralm
    / Jansenbergers Beisteineralm
    Foto: Ernst Köppl, ÖAV Sektion Wiener Neustadt
  • Kerschkern Wanderung von re. nach li.
    / Kerschkern Wanderung von re. nach li.
    Foto: Ernst Köppl, ÖAV Sektion Wiener Neustadt
  • Lattenberggipfel nur ein Buch
    / Lattenberggipfel nur ein Buch
    Foto: Ernst Köppl, ÖAV Sektion Wiener Neustadt
  • Kerschkerngipfel
    / Kerschkerngipfel
    Foto: Ernst Köppl, ÖAV Sektion Wiener Neustadt
  • Kerschkerngipfelkreuz
    / Kerschkerngipfelkreuz
    Foto: Ernst Köppl, ÖAV Sektion Wiener Neustadt
  • Blick von oben zum Predigtstuhl
    / Blick von oben zum Predigtstuhl
    Foto: Ernst Köppl, ÖAV Sektion Wiener Neustadt
  • Der Predigtstuhl
    / Der Predigtstuhl
    Foto: Ernst Köppl, ÖAV Sektion Wiener Neustadt
  • / Predigtstuhlinschrift
    Foto: Ernst Köppl, ÖAV Sektion Wiener Neustadt
  • / Blick zurück zum Abstieg
    Foto: Ernst Köppl, ÖAV Sektion Wiener Neustadt
1200 1500 1800 2100 2400 2700 m km 2 4 6 8 10 12

Eine Rundtour unter Einbeziehung des Predigtstuhles im Hühnerkar.
mittel
13,2 km
5:45 h
1155 hm
1155 hm

Da es das Gasthaus Jansenberger nicht mehr gibt, ist es von Liesing aus eine sehr einsame Tour, auf welcher man zu meist erst am Bärensattel Leute trifft, die auf der anderen Seite von der Bergerhube heraufkommen.

Da ich den Hühnerkarabstieg nicht im Vorhinein geplant hatte fand ich deshalb in dessen oberem schon flachem Teil  einen markanten Felsen, den Predigtstuhl, an welchem eine Gedenkschrift der Protestanten in einem Kreuz angebracht war.

Erst vom Altbauern des Gasthofes Jansenberger erfuhr ich danach über die Bedeutung dieses Felsen  und über die Ansiedlung und Ausgrenzung der Protestanten auf der Schattenseite im Liesingtal. Z.B. das Getreide gedieh nicht so gut, wie auf der Sonnenseite, wo die Katholiken ihre Anwesen hatten.

Der Predigtstuhl ist ein großer Stein, welcher  einer Kanzel gleicht. Dieser Predigtstuhl war ein Geheimtreffpunkt in jener Zeit, in der das evangelische Gedankengut verboten war. Die Protestanten, die sich dort treffen wollten, mussten einen langen Fußmarsch auf sich nehmen. Heute befindet sich an dieser Kanzel ein Schriftzug in der Form eines Kreuzes auf welchem steht "Predigtstuhl: geheimer Treffpunkt der Protestanten vor 1781". Nach mündlicher Überlieferung wurden an diesem damals geheimen Ort auch Messen und Taufen abgehalten. Die Besucher kamen auch vom Ingeringsee-Gaal und dem benachbarten Triebental über die Seckauer Alpen zu diesen Veranstaltungen!

Man muss sich vorstellen, dass 2 Tage alte Kinder von Ingering über die Seckauer Alpen zur Taufe zum Predigtstuhl getragen wurden. Ich kann mir vorstellen, dass das Liesingtörl, wie auch über das Schaunitztörl in das Hühnerkar Übergänge waren. Dem wäre noch genauer nachzugehen.

Ein paar Bilder in der Galerie, so wie die Abstiegsroute zum Predigtstuhl mit dessen Inschrift liegt mit GPS auch bei.

Es ist einfach ein mystischer Ort der eine Begegnung mit mir selbst erlaubte und wirkte erst zu Hause so richtig in mir nach. Diesen Ort aufzusuchen und sich gedanklich um einige Jahrhunderte rückzuversetzen, kann ich sehr empfehlen. Beim Anblick einer Karte von den Seckauer Tauern auch gut der wahrscheinliche Weg vom Ingeringsee zum Liesingtörl zu erahnen. Fast nicht auszudenken wie Frauen es im siebzehnten JH schaffen konnten von Ingering-Gaal - noch zusätzliche 10 km - zum Predigtstuhl mit einem Neugeborenen zu gehen und noch dazu mit der damaligen Bekleidung. Die zurückzulegende Strecke war wahrscheinlich Ingering-Ingeringsee-Liesingtörl-Finsterliesingkar-um das Zwölferköpfl herum in das Hühnerkar zum Predigtstuhl, bzw. alternativ Liesingtörl-Schrimpfkogel-Kerschkern-Hühnerkar-Predigtstuhl. Der Hinweg rd. 20Km mit etwa 1800 m im Aufstieg und 1000 m Abstieg und danach wieder der Rückweg-wohl nicht nicht am gleichen Tag. Die Nächtigung im Freien auch noch dazu!!!!

outdooractive.com User
Autor
Ernst Köppl
Aktualisierung: 30.07.2019

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Kerschkern, 2225 m
Tiefster Punkt
Jansenberger, 1192 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Alpines Unternehmen mit einigen ausgesetzten Stellen und zum teil ohne Wegkennzeichen.

Ausrüstung

Komplette Bergausrüstung mit festen Schuhen, Regenbleidung und genug zum Essen und Trinken mitnehmen.

Start

Jansenberger (1215 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.418559, 14.631575
UTM
33T 472209 5251744

Ziel

Jansenberger

Wegbeschreibung

Es geht vom ehemaligen Gasthof Jansenberger über die Beisteiner Alm, den Bärensulsattel – Bärenkogel – Lattenberg – Goldkogel  - die Stellmauer auf den Kerschkern hinauf. Danach ein  Abstieg bis zum Gegenanstieg auf die Stellmauer. Dort nach rechts ein paar Meter hinauf auf einen kleinen Kamm, hinter welchem man zuerst oberhalb von Abbrüchen nach rechts querend in den flacheren Teil des Hühnerkares kommt. Natürlich mit einiger Vorsicht über Platten, teilweise alte Steigspuren und steile Grashänge absteigend kommt man an einigen kaum erkennbaren Steinmännern vorbei zu Predigtstuhl. Der Abstieg erfordert einige Erfahrung im alpinen Gelände, da er nicht markiert ist.

Der Weiterweg führt anhand eines nicht immer gut erkennbaren Steiges rechts des Stellbaches hinunter zu einer Forststraße.

Von dieser wich ich fälschlicher Weise etwas ab, kam jedoch auf einem nach unten führenden Steig wieder zur Forststraße und zu meinem Ausgangspunkt.

Anfahrt

mit dem KFZ von Unerwald am Schoberpass bis zum Parkplatz nahe Jansenberger.

Parken

Kleine Parkmöglichkeit am Ende der Forststraße unterhalb von Jansenberger.
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

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Bewertungen

4,0
(1)
Andreas Pasielak 
Bin die Runde umgekehrt gegangen. Bei nassen Verhältnissen wie heute ist die Querung der Silberrinne (anders als in der Skizze die gepostet ist) etwas heikel, zumal die Ränder der Silberrinne derzeit sehr instabil sind. vom Tal bis zum Predigtstuhl fast durchgehend mit Steinmännern und roten Punkten ganz einfach zu finden. Vom Predigtstuhl über die Silberrinne zum Ausstieg nur sehr sporadisch. Sehr geniale Variante, solche alten Alm-, Jagd oder Forststeige sind ganz nach meinem Geschmack.
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Gemacht am 09.07.2018
Wegverlauf laut GPS Track vom Bericht
Foto: Andreas Pasielak, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein

Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
13,2 km
Dauer
5:45 h
Aufstieg
1155 hm
Abstieg
1155 hm
Rundtour aussichtsreich kulturell / historisch geologische Highlights Geheimtipp ausgesetzt

Statistik

: h
 km
 Hm
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Höchster Punkt
 Hm
Tiefster Punkt
 Hm
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