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Keeskogel (3291 m) - Südgrat

Alpinklettern • Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern
  • Bereits nach wenigen Metern verzweigt sich der Weg zum Keeskogel und zum Großvenediger.
    / Bereits nach wenigen Metern verzweigt sich der Weg zum Keeskogel und zum Großvenediger.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Auf ca. 2900 m verlassen wir den markierten Normalweg zum Keeskogel nach rechts. Der Südgrat, mit dem markanten Felsturm ist bereits zur Gänze sichtbar.
    / Auf ca. 2900 m verlassen wir den markierten Normalweg zum Keeskogel nach rechts. Der Südgrat, mit dem markanten Felsturm ist bereits zur Gänze sichtbar.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Der kleine Gletscher am Südwesthang des Keeskogels hat sich stark zurückgezogen und wird bei unserem Zustieg nicht mehr betreten.
    / Der kleine Gletscher am Südwesthang des Keeskogels hat sich stark zurückgezogen und wird bei unserem Zustieg nicht mehr betreten.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Blick nach Südwesten zu den Simonyspitzen und der Dreiherrenspitze (3499 m). Ganz rechts die Schlieferspitze (3289 m).
    / Blick nach Südwesten zu den Simonyspitzen und der Dreiherrenspitze (3499 m). Ganz rechts die Schlieferspitze (3289 m).
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Das letzte Stück hinaus auf den Grat ist ein ziemlicher Schotterhaufen. Vorsicht, auch bei den großen Blöcken.
    / Das letzte Stück hinaus auf den Grat ist ein ziemlicher Schotterhaufen. Vorsicht, auch bei den großen Blöcken.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Je näher wir dem Grat kommen, desto stabiler werden die Blöcke.
    / Je näher wir dem Grat kommen, desto stabiler werden die Blöcke.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Der Scheitelpunkt des Grates ist erreicht und bequeme Plätze zum Anseilen gibt es auch.
    / Der Scheitelpunkt des Grates ist erreicht und bequeme Plätze zum Anseilen gibt es auch.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Passagen ohne Absturzgefahr erlauben gleichzeitiges Gehen.
    / Passagen ohne Absturzgefahr erlauben gleichzeitiges Gehen.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Gewaltige Gneisblöcke sind ein Charakteristikum dieses Grates.
    / Gewaltige Gneisblöcke sind ein Charakteristikum dieses Grates.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Kurze Passagen 2+, 3- erfordern für weniger Geübte Sicherung von oben.
    / Kurze Passagen 2+, 3- erfordern für weniger Geübte Sicherung von oben.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Klettern in Dreierseilschaft mit Seilweiche für die Mittelfrau.
    / Klettern in Dreierseilschaft mit Seilweiche für die Mittelfrau.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Wir nähern uns dem markanten Gratturm. Wer genau schaut, sieht das kleine Felsfenster unterhalb der Turmspitze, durch das man durchkriecht (sofern man den Turm erklettern will).
    / Wir nähern uns dem markanten Gratturm. Wer genau schaut, sieht das kleine Felsfenster unterhalb der Turmspitze, durch das man durchkriecht (sofern man den Turm erklettern will).
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Ein Traum aus Gneis - der
    / Ein Traum aus Gneis - der "Gendarm", der diesen Grat bewacht.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Der Riss, der den ganzen Turm spaltet, definiert die Kletterlinie.
    / Der Riss, der den ganzen Turm spaltet, definiert die Kletterlinie.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Vor der Schlüsselstelle (6+) kann man in der linken Risswand einen oder auch zwei Klemmkeile legen. Haken gibt es hier keine.
    / Vor der Schlüsselstelle (6+) kann man in der linken Risswand einen oder auch zwei Klemmkeile legen. Haken gibt es hier keine.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Von diesem kleinen Absatz (links steckt ein Schlaghaken) klettert man links des Risses weiter (5+).
    / Von diesem kleinen Absatz (links steckt ein Schlaghaken) klettert man links des Risses weiter (5+).
    Foto: Hartwig Bauer, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Dann wieder rechts weiter ...
    / Dann wieder rechts weiter ...
    Foto: Hartwig Bauer, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • ... direkt auf das Felsfenster zu.
    / ... direkt auf das Felsfenster zu.
    Foto: Hartwig Bauer, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Auf der Hinterseite noch eine kurze Verschneidung (5) ...
    / Auf der Hinterseite noch eine kurze Verschneidung (5) ...
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • ... und die Turmspitze ist erreicht. Hinten Klein- und Großvenediger.
    / ... und die Turmspitze ist erreicht. Hinten Klein- und Großvenediger.
    Foto: Peter Hausegger, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Blick nach unten in die Scharte, in die abgeseilt wird. Der nächste Steilaufschwing, der auch umgangen werden kann, wird über den markanten Riss erklettert.
    / Blick nach unten in die Scharte, in die abgeseilt wird. Der nächste Steilaufschwing, der auch umgangen werden kann, wird über den markanten Riss erklettert.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Elegante Kletterei, keine Haken aber ...
    / Elegante Kletterei, keine Haken aber ...
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • ... gute Griffe (UIAA 4+).
    / ... gute Griffe (UIAA 4+).
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Geschafft, ...
    / Geschafft, ...
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Der weitere Gratverlauf, Kletterpassagen ...
    / Der weitere Gratverlauf, Kletterpassagen ...
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • ... und Gehgelände im Wechsel.
    / ... und Gehgelände im Wechsel.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Standplatz an zwei Klemmkeilen, Partnersicherung mit HMS.
    / Standplatz an zwei Klemmkeilen, Partnersicherung mit HMS.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Großes Kino, in der Hauptrolle seine Majestät.
    / Großes Kino, in der Hauptrolle seine Majestät.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Keeskogel, Gipfelkreiz, (zukünftige) InstruktorInnen im Glück.
    / Keeskogel, Gipfelkreiz, (zukünftige) InstruktorInnen im Glück.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Der Abstieg über den Normalweg beginnt als versicherter Steig.
    / Der Abstieg über den Normalweg beginnt als versicherter Steig.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Große Blöcke machen den Grat ...
    / Große Blöcke machen den Grat ...
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • ...  gut und flott begehbar.
    / ... gut und flott begehbar.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
  • Kürsingerhütte. Sonnenterrasse. Apfelstrudel.
    / Kürsingerhütte. Sonnenterrasse. Apfelstrudel.
    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
Karte / Keeskogel (3291 m) - Südgrat
2600 2800 3000 3200 3400 3600 m km 0.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4 4.5 Kürsinger Hütte
Wetter

In abwechslungsreicher Gratkletterei und ohne Gletscherberührung auf einen hüttennnahen 3000er mit grandioser Aussicht auf den Großvenediger.
leicht
4,8km
5:30
760 m
760 m
alle Details
über den Südgrat rauf, über den Normalweg runter - so wird der Keeskogel auch für Fortgeschrittene ein interessantes Ziel. Ideal für einen Tourentag mit kürzeren Wegen und späterem Frühstück.
outdooractive.com User
Autor
Michael Larcher
Aktualisierung: 09.09.2015

Schwierigkeit leicht
Technik III
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höhenlage
3.291 m
2.547 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

aussichtsreich
Gipfel-Tour
Grat

Einkehrmöglichkeit


Exposition

NOSW
Ausrichtung der Tour
 
Zustieg
Höhenmeter
460 m
Dauer
1:30 Std.
Kletterlänge
Meter
Dauer
2:30 Std.
Wandhöhe
300 m
 
Abstieg
Höhenmeter
760 m
Dauer
1:40 Std.

Absicherung

Standplätze
Normalhaken
mobile Sicherungsmittel
Zwischensicherung
Normalhaken
mobile Sicherungsmittel

Seillänge

1 x 50 m

Anzahl Expressschlingen

4

Sicherheitshinweise

Hohe Achtsamkeit gegenüber großen Felsblöcken ist gefordert. Große Masse bedeutet nicht immer hohe Stabilität!

Ausrüstung

Seil (50 m), Helm, Hüftgurt, Karabiner, Bandschlingen, Sicherungs- und Abseilgerät, Reepschnüre, 4 Expressen, Klemmkeil-Set, 2 Klemmgeräte. Notfallausrüstung: Erste-Hilfe-Paket, Mobiltelefon, Biwaksack. Keine Gletscherausrüstung.

Start

Kürsingerhütte (2574 m) (2.610 m)
Koordinaten:
Geogr. 47.122497 N 12.299823 E
UTM 33T 295192 5222314

Ziel

Kürsingerhütte (2574 m)

Wegbeschreibung

Zustieg: Von der Kürsinger Hütte folgen wir den Hinweisschildern "Keeskogel" in nordöstlicher Richtung. Der gut markierte Bergweg führt zunächst relativ flach, ab 2800 m kurz steil mit Serpentinen einen Moränenhang empor. Der Weg ist unschwierig und weist keine wirklich absturzgefährdeten Stellen auf. Wir bleiben bis auf ca. 2880 m auf dem markierten Normalweg zum Keeskogel, dann biegen wir rechts ab und nützen eine deutlich ausgeprägte Rampe unterhalb des Gletscheransatzes, die uns hinaus auf den Südgrat leitet. Die Querung verläuft flach und ohne großen Höhengewinn, nur zuletzt ist noch ein kurzer Steilhang mit Schotter und Felsblöcken (Achtung auf große instabile Felsblöcke) zu ersteigen, bis man zuletzt am wenig ausgesetzten Grat aufsitzt.

Südgrat: Der gesamte, nach Süd-Südost verlaufende Grat kann so erklettert werden, dass man nur wenige Stellen im unteren 3. Schwierigkeitsgrad klettern muss. Der überwiegende Teil bewegt sich zwischen Gehgelände und UIAA 2+. Für geübte Kletterer ist eine seifreie Begehung möglich, für wenig Erfahrene ist Seilsicherung unbedingt erforderlich. Der Routenverlauf ist einfach: Immer möglichst nahe am Scheitelpunkt des Grates über mächtige Blöcke, kurze Plattenstellen aufwärts. Der erste mächtige Turm und auch die zweite Steilwand können links umgangen werden. Zum Sichern gibt es - es gibt keine Bohrhaken und nur ein Handvoll Normhaken - viele Möglichkeiten für Kopf-/Blockschlingen, Klemmkeile und Klemmgeräte. Die letzten 100 Hm zum Gipfel sind Gehgelände.

Wesentlich anspruchsvoller wird der Südgrat, wenn man den markanten, weithin sichtbaren Felsturm, erklettert (UIAA 6+, eine Stelle) und die anschließende Steilwand (UIAA 5) aus der Scharte, nachdem man sich vom Felsturm abgeseilt hat.

Der Felsturm wird an seiner Südseite von einem spektakulärem Riss durchzogen mit einem kleinen Klemmblock nach ca. 4 m. Die anschließenden 4 m bilden die Schlüsselstelle, die mit Klemmkeilen abgesichert werden muss (2 Klemmkeile knapp hintereinander). Anschließend findet sich links ein Schlaghaken, man klettert links über eine plattige Wandstelle und dann wieder nach rechts unter ein Felsdach. Rechts weiter nach oben bis zu einem (engen!) Durschschlupf, der einen auf die Nordseite des Turms bringt. Standplatz an zwei Normalhaken. In einer kurzen Verschneidung empor, abschließend mit einem Spreizschritt nach rechts in einen breiten Riss und empor zum höchsten Punkt. Der Abstieg von diesem "Gendarm" erfolgt durch Abseilen an der Nordseite (ca. 25 m). Der einzige vorhandene Schlaghaken ist als Abseilstand zu unsicher, Köpflschlingen bieten ein solide Alternative. Gegebenfalls muss man eine Reepschnur zurücklassen.

In der nach dem Abseilen erreichten Scharte steht man direkt vor der nächsten Steilwand, die von einer markanten Schuppe diagonal durchzogen wird, welche die Kletterlinie vorgibt (UIAA 5-). Nur wenige verlässliche Zwischensicherungen sind hier möglich, Haken gibt es keine.

Abstieg:  Vom Gipfel in südwetlicher Richtung auf dem Normalweg zurück. Auf den ersten ca. 60 Höhenmetern ist der Weg mit einmem Drahtseil gesichert. Anschließend geht es gut markiert weiter - über große, stabile Blöcke, die das Gehen wesentlich angenehmer machen, als es der erste Anblick ("Schotterhaufen") erwarten lässt. Auf ca. 2880 m schließt sich der Kreis und wir münden wieder in den bereits am Morgen begangenen Weg ein. Auf diesem zurück zur Kürsingerhütte.

Öffentliche Verkehrsmittel:

Zielbahnhof Neukirchen am Großvenediger, Fahrplanauskunft

Weiter mit dem Wanderbus von der Bahnhof-Haltestelle Sulzbachtäler zum Parkplatz Hopffeldboden, Fahrplanauskunft

Weiter zu Fuß oder mit Taxi ins Obersulzbachtal, Taxitransfer

Anfahrt:

Ausgangsort ist Neukirchen am Großvenediger, Ortsteil Sulzau, Pakplatz Hopffeldboden. Mit dem Taxi weiter durch das Obersulzbachtal bis zur bewirtschafteten Postalm (1699 m) oder noch 2 km weiter bis zur Materialseilbahn (Materialtransport möglich) der Kürsinger-Hütte auf knapp 2000 m (€ 14,- pro Person und Strecke). Von hier 1,5 Stunden Aufstieg zur Kürsingerhütte (630 Hm).

Taxitransfer ins Obersulzbachtal

Zustieg Kürsingerhütte

Parken:

Parkplatz Hopffeldboden, gebührenpflichtig (Parkautomat), WC-Anlage. Parkgebühr: € 3,- für einen Tag, € 6,- ab 2 Tage. Der Parkplatz ist eingezäunt, um Parkschäden durch Weidevieh an den abgestellten Fahrzeugen zu vermeiden. Am Parkplatz gibt es zudem während der Hauptsaison eine von MitarbeiterInnnen des Nationalparks besetzte Informationsstelle.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit III leicht
Strecke 4,8 km
Dauer 5:30 Std.
Aufstieg 760 m
Abstieg 760 m

Eigenschaften

aussichtsreich

Wetter Heute

Statistik

: Std.
 km
 m
 m
Höchster Punkt
 m
Tiefster Punkt
 m
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