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Karwendeldurchquerung von Mittenwald nach Innsbruck

Mehrtagestour · Zugspitzregion
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Max Obermaier 
  • Hochlandhütte
    / Hochlandhütte
    Foto: Gerhard Maierbacher, Community
  • / Wolkenformation über Mittenwald
    Foto: Max Obermaier, Community
  • / Hochlandhütte
    Foto: Max Obermaier, Community
  • / Ausgesetzter Teil der Gjaidsteigs
    Foto: Gerhard Maierbacher, Community
  • / Staatsgrenze Gjaidsteig beim Bäralpl
    Foto: Max Obermaier, Community
  • / Karwendelhaus
    Foto: Max Obermaier, Community
  • / Notunterkunft auf der Birkkarspitze
    Foto: Max Obermaier, Community
  • / Gipfelkreuz Birkkarspitze
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  • / Abstieg von der Birkkarspitze zum Haller Anger Haus
    Foto: Gerhard Maierbacher, Community
  • / Haller Anger Haus
    Foto: Gerhard Maierbacher, Community
  • / Pfeishütte
    Foto: Max Obermaier, Community
  • / Bergstation Standseilbahn Hungerburg, Innsbruck
    Foto: Gerhard Maierbacher, Community
m 2500 2000 1500 1000 500 40 30 20 10 km

5-tägige Durchquerung des Karwendelgebirges von Mittenwald nach Innsbruck, über die Birkkarspitze. Sehr gute Bahnverbindungen nach Mittenwald und Innsbruck.

Übernachtung auf der Hochlandhütte, im Karwendelhaus, Haller Anger Haus sowie der Pfeishütte.

Anpsruchsvoll ist vor allem die Überschreitung der Birkkarspitze (3. Tag): Das Wetter muss passen, Gehzeit mindestens 8-9 Stunden. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit am Drahtseil sind auch am Gjaidsteig von der Hochlandhütte zum Karwendelhaus erforderlich (2. Tag).

schwer
Strecke 49,7 km
27:49 h
4.157 hm
4.213 hm

Die Fünf-Tagestour durch das Karwendel ist ein absoultes Highlight für trittsichere und schwindelfreie Bergwanderer. Das Karwendel wird von Nord nach Süd durchquert, mit der Birkkarspitze als höchstem Punkt im Karwendel. Auf vier unterschiedliche Hütten, von rustikal über Lagerburg bis Geheimtipp lässt es sich gut erholen.

Der erste Tag ist eine kurze Eingewönungstour zur Akklimatisation. Am zweiten Tag kommt der Körper dann auf Touren, auch wenn keine großen Höhenunterschiede überwunden werden müssen. Diese kommen dann am dritten Tag, der auch mit Abstand der längste ist. Die Tour am vierten Tag ist eher kurz und entspannend, aber nicht minder abwechslungereich, bevor am letzten Tag der lange Abstieg nach Innsbruck ansteht.

Autorentipp

Das Karwendelhaus und das Haller Anger Haus sind Stützpunkte auf dem Traumpfad München-Venedig. Von daher sind diese Hütten gerade im August sehr begehrt, so dass sich eine Reservierung unbedingt empfiehlt.
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Birkkarspitze, 2.642 m
Tiefster Punkt
Innsbruck (Hungerburg, Bergstation Standseilbahn), 861 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Auf dem Gijadsteig kurz vor dem Aufschwung zum Bäralpl wird es für ein kurzes Stück sehr ausgesetzt. Aufgrund der Seilversicherung ist kein Klettersteigset oder sonstiges Sicherungsmaterial erforderlich, wohl aber Trittsicherheit und Schwindelfreiheit.

Der Aufstieg zum Stempeljoch vor der Pfeishütte besteht aus extrem losem Geröll und ist trotz Befestigung nur trittsicheren Bergwandereren zu empfehlen. Vor einigen Jahren hat ein Wetterumsturz diese Befestigungen mit dem kompletten Hang zerstört und den Übergang zur Wilden Bande unpassierbar gemacht. Beides ist ein Zeichen dafür dass, das alles sehr fragil ist.

Start

Mittenwald (912 m)
Koordinaten:
DD
47.440379, 11.265298
GMS
47°26'25.4"N 11°15'55.1"E
UTM
32T 670796 5256591
w3w 
///klassik.ausrichten.jährlichen

Ziel

Innsbruck

Wegbeschreibung

Am ersten Tag Anreise mit dem Zug nach Mittenwald. Vom Bahnhof aus vorbei an der Talstation der Karwendelbahn und unter der Bundesstraße durch. Weiter über den Ochsenbodensteig geht es zunächst Richtung Dammkarhütte, dann der Abzweig und unter der Materialseilbahn durch zur urigen Hochlandhütte.

Am zweiten Tag von der Hochlandhütte zum Wörnersattel. Konditionsstarke können hier den Wörner mitnehmen, die Empfehlung ist jedoch gleich über den stark schottrigen Gjaidsteig zur Hochlandhütte. Das letzte Stück des Gjaidsteigs bis zur Staatsgrenze ist stark ausgesetzt, jedoch mit Drahtseilen versichert. Ein Klettersteigset ist nicht erforderlich, jedoch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Auf österreichischer Seite geht der Gjaidsteig zunächst angenehm über das Bäralpl, dann nervenzehrend auf und ab durch Latschenverhau. Ankunft am Karwendelhaus, Zeit für ein kühles Bier. Hier ist man wirklich nicht alleine!

Der dritte Tag ist der Anstrengenste, es sind mit Pausen ca. 11 Stunden einzurechnen. Früh aufstehen (Tipp: Frühstück ausfallen lassen und unterwegs nachholen). Über die Lawinenverbauungen den Schlauch zum Birkkar hoch. Wer Mittags noch nicht an der Notunterkunft auf der Birkkarspitze ist, der dreht besser um. Wer zeitig dran ist, der nimmt auf jeden Fall noch die Birkkarspitze selbst mit, ca. 30 Minuten. Bei gutem Wetter belohnt eine grandiose Aussicht vom höchsten Punkt des Karwendels alle Anstrengungen. Höhepunkt der Tour, in vieler Hinsicht! Der Abstieg zum Isarursprung ins Hinterautal ist lang und im ersten Teil sehr anspruchsvoll. Absolute Trittsicherheit erforderlich, bei Nässe extrem gefährlich! Nach dem westlichen Birkkar wird der Weg einfacher, nach dem Isarursprung geht es auf gut ausgebauten Forststraßen zum Haller Anger Haus, einer einfachen, aber gastlichen Hütte mit guter Küche.

Der vierte Tag kann gemütlich angegangen werden, der Weg über den Durchschlag zum Lafatscher Joch ist nicht sonderlich anspruchsvoll, der Ausblick ins Inntal ist aber grandios. Der Wilde-Bande-Steig verdient seinen Namen gerade so, an einigen Stellen ist etwas Akrobatik gefragt. Anspruchsvoll wird aufgrund des vielen losen Schotters nochmal der Anstieg zum Stempeljoch. Von dort aus geht es 30 Minuten zur Pfeishütte hinab. Wer will, der kann noch einen kurzen Abstecher zum Kreuzjöchl machen und dort den Ausblick ins Inntal genießen. Es bleibt auf jeden Fall genug Zeit, um sich auf der hervorranged geführten Pfeisspitze (Tipp: Kaiserschmarrn) auszuruhen. Die Hütte auszulassen und gleich nach Innsbruck zu gehen wäre ein großer Fehler!

Für den Weg nach Innsbruck am letzten Tag gibt es zahlreiche Varianten. Der Abstieg über Kreuzjöchl, Rumer Alm und Arzler Alm zur Hungerburg ist wohl der Empfehlenswerteste. Die letzten Meter geht es mit der Standseilbahn nach Innsbruck, dann weiter zu Fuß zum Bahnhof.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mittenwald ist von München aus über Garmisch mit der Werdenfelsbahn im Stundentakt sehr gut zu erreichen.

Von Innsbruck gehen mindestens stündlich Züge über Kufstein und Rosenheim nach München, ebenso gibt es Verbindungen nach Mittenwald über Garmisch nach München.

Anfahrt

Mit dem Auto über die B2 zum Ausgangspunkt nach Mittenwald. Von Innsbruck mit dem Zug zurück nach Mittenwald.

Parken

Parkplätze in Mittenwald am Wandererparkplatz bei den Kasernen (kostenfrei), dann aber abweichender Aufstieg zur Hochlandhütte. Bei der Rückkehr ca. 30 Minuten Fußmarsch an der Isar entlang vom Bahnhof zu den Kasernen, oder auf der Ostseite der B2.

Weiterer Parkplatz bei der Karwendelbahn, kostenpflichtig. Eventuelle Regelung zum Dauerparken über Nacht beachten. Fußweg vom Bahnhof ca. 10 Minuten.

Koordinaten

DD
47.440379, 11.265298
GMS
47°26'25.4"N 11°15'55.1"E
UTM
32T 670796 5256591
w3w 
///klassik.ausrichten.jährlichen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

AV-Karte 5/1 - Karwendelgebirge West - 1:25000. ISBN 978-3-928777-03-2

AV-Karte 5/2 - Karwendelgebirge Mitte - 1:25000. ISBN 978-3-928777-21-6

AV-Karte 31/5 - Innsbruck Umgebung - 1:50000.ISBN 978-3-928777-53-X

Buchtipps für die Region

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

Festes Schuhwerk, Regen- Kälte und Sonnenschutz. Im Bereich der Birkkarspitze ist auch im Hochsommer mit Schnee zu rechnen. Steigeisen oder Klettersteigset sind nicht erforderlich.

Basic Equipment for Long-Distance Hikes

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis

Campingausrüstung

  • Zelt (3- oder 4-Jahreszeiten)
  • Campingkocher (mit Gas und Zubehör)
  • Isomatte, Schlafsack mit entsprechender Komforttemperatur
  • Proviant
  • Hygieneartikel und Medikamente
  • Toilettenpapier

Hüttenübernachtung

  • Hygieneartikel und Medikamente
  • Reisehandtuch
  • Ohrstöpsel
  • Hüttenschlafsack
  • Schlafklamotten
  • Ggf. Alpenvereins-Mitgliedsausweis und Personalausweis
  • Coronavirus-Maske und Handdesinfektionsmittel
  • Diese Ausrüstungsliste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dient nur als Anregung, was eingepackt werden sollte.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
49,7 km
Dauer
27:49 h
Aufstieg
4.157 hm
Abstieg
4.213 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Von A nach B

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