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Wanderung empfohlene Tour

Karwendeldurchquerung von Krün nach Hall in Tirol

Wanderung · Zugspitzregion
Profilbild von Immo Betzler
Verantwortlich für diesen Inhalt
Immo Betzler
Karte / Karwendeldurchquerung  von Krün nach Hall in Tirol
m 3000 2500 2000 1500 1000 500 60 50 40 30 20 10 km
5tägige Hüttentour quer durchs Karwendel von Krün nach Hall in Tirol, durchgeführt vom Eifelverein OG Daun im Sommer 2007
mittel
Strecke 60,8 km
23:25 h
4.855 hm
5.153 hm
2.733 hm
559 hm
Wir starteten am Sonntag, den 19. August 2007.

Erster Tag
Anreise nach Mittenwald bis 11 Uhr, anschließend Transfer mit dem Bus nach Krün (875 m). Von dort Aufstieg über die Fischbachalm, den Lakaiensteig hinauf zum Soiernhaus (1622 m).

Zweiter Tag
Aufstieg auf die Schöttelkarspitze (2050 m). Von dort weiter über den Feldernkopf (2071 m) und Reißende Lahnspitz (2209 m) zur Soiernspitze (2257 m). Auf dieser Soiernrunde hat man herrliche Fernblicke über das Bayerische Alpenvorland bis hinein zum Alpenhauptkamm. Von der Soiernspitze ging es dann hinunter zur Krinner-Kofler-Hütte (1391 m).

Dritter Tag
Dieser Tag brachte uns auf dem Bären- und dem Gjaidsteig über die nördliche Karwendelkette hinüber zum Karwendelhaus.
Der Bärensteig zieht sich erst gemütlich durch schönen Laubwald immer steiler werdend, bergan. Zum Schluss sehr steil über Geröll bis zu einem Wandfuß die aber für Geübte am Stahlseil gut zu gehen ist.
Nach der Bärenalplscharte (1769 m) geht es mal auf, mal ab, aber immer anstrengend über Wurzeln und Felsen, hinüber zum Karwendelhaus (1771 m) wo den Wanderer Duschen und gutes Essen erwarten.

Vierter Tag
An diesem Tag geht es auf der Königsetappe des Fernwanderwegs München - Venedig, recht anstrengend, weil sehr lang und mit großem Höhenunterschieden (ca. 10 Std. mit Pausen).
Erst mal geht es durchs Schlauchkar hinauf zum Birkkarsattel (2639 m). Dann natürlich ein Abstecher rauf auf die Birkkarspitze (2749 m), aber nur für Geübte bei gutem Wetter!
Danach geht es runter im westlichen Birkkar und später entlang des Birkkarbachs, jedenfalls stundenlang, bis hinunter zur Isar (1220 m). Nach einer weiteren Rast geht es dann wieder hinauf zum Hallerangerhaus (1768 m). Auf der Hütte strenge Sitten aber sehr gutes Essen. Wer Lust hat, kann noch zur Isarquelle pilgern.

Fünfter und letzter Tag
Gleich am Morgen geht es wieder richtig steil hoch hinauf zum Lafatscher Joch (2081 m). Von dort aus kann man aber schon ins Inntal, unserem Ziel, hinunter schauen. Es geht nur noch bergab. Da wir an diesem Tag noch bis in die Eifel fahren wollten entschlossen wir uns auf den 9 km-Hatscher von Herrenhäuser zum Bahnhof in Hall zu verzischten und fuhren mit einem Taxi hinunter.
Von dort ging es dann mit dem Zug über Innsbruck hinüber nach Mittenwald wo unsere Autos standen.

Autorentipp

Gute Kondition ist für diese, ansonsten nicht allzu schwierige Tour, unerlässlich.
Mit Gruppen unbedingt rechtzeitig auf den Hütten anmelden.
Bei den meisten Hütten ist schlechter bis gar kein Handyempfang.

 

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Birkkarspitze, 2.733 m
Tiefster Punkt
559 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Höhenprofil anzeigen

Sicherheitshinweise

Die Tour sollte nicht zu früh im Jahr gegangen werden, da im oberen, recht steilen Teil des Schlauchkars noch lange vereiste Schneereste liegen die wenigstens Grödeln an den Bergstiefeln erfordern.

Start

Koordinaten:
DD
47.503110, 11.286350
GMS
47°30'11.2"N 11°17'10.9"E
UTM
32T 672178 5263609
w3w 
///verblieben.nähern.denken
Auf Karte anzeigen

Wegbeschreibung

Krün - Soiernhaus (ca. 3 1/2 Stunden)
Vom Parkplatz am Bahnhof in Mittenwald kann man entweder zu Fuß immer an der Iser flussabwärts bis zur Isarbrücke bei Krün laufen (ca 8 km) oder mit dem Bus 9608 (Mittenwald - Krün/Wallgau - Kochel) bis Krün/Gasthof Post in 11 Minuten fahren.

In Krün geht man im rechten Winkel runter zur Isarbrücke. Dort beginnt dann die eigentliche Bergtour.

Man begibt sich nach der Isarbrücke (875m) nach links und folgt den Wegweisern Fischbachalm und Soiernhaus. Es handelt sich um einen Fahrweg der anfangs leicht und später immer steiler durch einen Fichtenwald bergan führt. Nach ca. 1 3/4 Stunden lichtet sich nach einer scharfen Rechtskurve plötzlich der Wald und man befindet sich auf den Almen der Fischbachalm (1402m) (Einkehrmöglichkeit).
Weiter geht es nun Richtung Süden. Nach ein paar Schritten muss man sich entscheiden. Für geübte ist der sehr schöne Lakaiensteig der bevorzugte Weg. Bei sehr schlechtem Wetter ist davon abzuraten, dann sollte man durchs  Hundsstalltal gehen.
Der Lakaiensteig ist leicht ansteigend und gut zu erkennen. Er ist teilweise seilversichert, aber mit der nötigen Erfahrung leicht zu gehen.
Die letzten 10 Minuten von den 1 1/2 Stunden Weg bis zum Soiernhaus (1610m) sind nochmal anstrengend, es geht steil durch Latschengestrüpp nach oben zum Soiernhaus in dem die erste Übernachtung geplant ist.

Soiernhaus - Schöttelkarspitze - Soiernspitze - Vereinsalm  (ca. 5 Stunden)
Der Aufstieg zur Schöttelkarspitze beginnt gleich rechts nachdem man die Treppe von der Terrasse runter gegangen ist. Es geht durch ein Drehkreuz und dann erst vorbei an Latschen, dann über Matten und zuletzt im Fels. Der Weg ist gut erkennbar, er wurde für König Ludwig angelegt, der auf der Schöttelkarspitze einen Pavillon erbauen ließ. Nach 1 1/2 Stunden ist man oben auf dem Gipfel (2050m) und kann den Rundblick der nur von der Soiernspitze etwas eingeengt wird, genießen.
Weiter geht es erst mal ein Stückchen zurück bis zu der Wegegabel die uns nach rechts zu den Seinsköpfen führt. Es geht ein bisserl auf und ab und man muss schon mal die Hände benutzen um den Durchgang zwischen Schöttelkarspitze und Feldernkreuz zu schaffen. An der nun folgenden, gut erkennbaren und markierten Weggabelung muss man sich dann links halten um über den Wiesengrat in ca 2 Stunden zur Soiernspitze zu gelangen. Es gibt teilweise viele Trampelpfade, aber alle führen letztlich hinauf auf die 2257 m hohe Soiernspitze.
Auch hier lohnt sich eine Rast und es macht Spaß an Hand der Karte all die vielen Berge die man sieht mit dem richtigen Namen zu benennen.
Vom Gipfelplateau geht es dann Richtung SW steil hinunter in den Seinsgraben. Die ersten Schritte sind nicht leicht zu erkennen, daher ist ein bisschen Vorsicht geboten aber dann ist auch dieser Weg gut gekennzeichnet und zu erkennen. Erst über Fels, dann über Matten und endlich etwas flacher, durch dichten Wald geht es in ca. einer Stunde hinunter zum Tagesziel, der Krinner-Kofler-Hütte (1391m)

Vereinsalm - Bärenalpscharte - Karwendelhaus
(4 bis 5 Stunden)
Von der Vereinsalm geht man am Brunnen vorbei, über den Bach und wendet sich dann nach links Richtung Vordereriß. Nach ein paar hundert Metern zweigt ein Weg rechts ab Richtung Hufachboden und Karwendelhaus. Wenn man auf diesem Weg ist, geht es erst mal gut auf einem schmalen Pfad weiter. Immer schräg am Hang, linkt geht es steil hinunter zu einem tosenden Bach. Im anschließenden Hufachboden muss man etwas auf den Weg achten, er ist gekennzeichnet, aber zumal am Anfang der Saison nicht immer leicht zu finden. Es gibt eine Weggabelung, die bei uns nicht gekennzeichnet war. An dieser muss man sich rechts halt, damit man zum Bärenalpl gelangt.
Nun fängt es an steil zu werden, erst durch Latschen oder in einem fast trockenem Bachbett bis man hinauf zu den Geröllfeldern unterm Bärenalpl kommt. Auf diesem gibt es viele Pfade und es gibt auch Markierungen, die aber im Winter immer wieder verloren gehen. Man muss auf diesem Geröllfeld recht weit nach rechts und natürlich auch nach oben gehen um zum Einstieg zu kommen. Ich bin schon oft dort lang gegangen, aber bin noch nie am Einstieg vorbei gelaufen. D.h. dieser ist dann klar erkennbar. Die Passage hinauf auf die Bärenalplscharte ist ausgesetzt und nicht ganz leicht. Sie ist meist Drahtseilversichert und bei gutem Wetter von schwindelfreien, trittsicheren Wanderern gut zu gehen.
Nachdem die Wand überwunden ist geht es ca. zwei Stunden durch einen Latschenwald. Es geht bergauf und bergab, über Wurzeln und Felsen und man sehnt sich das Ende dieses Pfades, der gut gekennzeichnet und erkennbar ist, herbei. Zum Schluss noch ein kurzer, steiler Anstieg und man hat das gut ausgerüstete, komfortable Karwendelhaus (1771m) erreicht.

Karwendelhaus - Soiernspitze - Hallerangerhaus
(bis zu 10 Stunden)
An diesem Tag geht man auf der Königsetappe des Weitwanderwegs München Venedig.
Es geht erst mal direkt vor dem Winterhaus eine Treppe nach rechts oben. Dann weiter mit guter Markierung und mithilfe von Stahlseilen durch Lawinenverbauungen steil nach oben. Nach vielleicht 15 Minuten hat man das Karwendelhaus schon weit unter sich gelassen und erreicht einen gemütlichen Pfad auf dem man für Bezwingung des Schlauchkars Kräfte sammeln kann. Man folgt diesem Pfad immer gradeaus Richtung Birkkarspitze. Nachdem man einen Buckel überwunden hat breitet sich plötzlich das riesige Geröllfeld bis hinauf zum Birkkarstattel vor einem aus. Der Pfad hindurch ist gekennzeichnet aber durch die Vielzahl der Pfade ist man nicht immer auf dem richtigen Weg, kommt aber letztendlich doch nach ca. 3 Stunden oben an. Jetzt ist eine Pause gefragt, denn der Aufstieg ist zwar leicht, aber doch recht anstrengend. Wer will, kann noch schnell den 110 m höheren Gipfel der Birkkarspitze (2749m) erklimmen (nicht leicht, trotz Stahlseilversicherungen).
Weiter geht es auf gut gekennzeichnetem Pfad Erst nicht ganz leicht, durch Stahlseilversicherten Fels. Wenn das überwunden ist, weiter über ausgedehnte Geröllfelder, die man auch gut rutschen kann, immer tiefer rein ins Isartal. Am Ende der Geröllfelder muss man bei einer ausgedehnten Pause seinen Knieschwammerl pflegen. Man hat erst mal für eine halbe Stunde Ruhe und geht auf fast ebenem Pfad durch Lathen und herrliche Blumenwiesen. Aber, nachdem man in den Wald eingetaucht ist, geht es wieder steil bergab hinunter zur Isar (1220m) die man von der Birkkarspitze in ungefähr 3 Std. erreicht. Das breite Schuttbett der Isar muss durchquert werden bis man auf der anderen Seite die Straße die hinunter nach Scharnitz führt, erreicht. Auf dieser wendet man sich dann nach links. Der Weg ist immer gut gekennzeichnet und nicht zu verfehlen.
Nun geht es auf zur letzten Etappe dieses Tages, es folgt ein zwei stündiger Aufstieg mit 500 Höhenmetern zum Hallerangerhaus (1768m). Man folgt einfach dem Wegweiser.

Hallerangerhaus - Hall in Tirol
(4 - 6 Std. 9 km Taxifahrt möglich)
Erst mal geht es rauf aufs Lafatscher Joch (2081 m). Man geht zur Haustür raus und nimmt den Weg gleich gegenüber (224). Erst ein paar Minuten ganz gemütlich zum Einlaufen und dann wieder steil bergauf über Geröll. Irgendwann geht es vor einer Felswand scharf nach rechts, dann über eine Brücke die das passieren dieser Wand erleichtert und wenig später öffnet sich vor einem ein weites, flaches Kar mit grünen Matten voller Blumen und Gamsen. Den Abschluss bildet dann das Lafatscher Joch. Von hier aus geht es über die Wege 222, 223 und 221 hinunter zu den Herrenhäusern, den Hauptgebäuden eines ehemaligen Salzbergwerks.
Von hier aus sind wir zum Bahnhof Hall mit dem Taxi gefahren, da wir den 9-km-Hatscher nicht unter unsere Stiefel nehmen wollten.
Von Hall aus geht es mit Bus oder Bahn nach Innsbruck und von dort mit dem Zug hinüber nach Mittenwald wo am Bahnhof die Autos warten.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Deutsche Bahn

Anfahrt

Mit der Bahn oder individuell

Parken

Am Bahnhof von Mittenwald, wir fuhren mit dem Zug von Hall zurück nach Mittenwald. Von Mittenwald, Bahnhof geht ein Bus nach Krün (11 Minuten)

 

Koordinaten

DD
47.503110, 11.286350
GMS
47°30'11.2"N 11°17'10.9"E
UTM
32T 672178 5263609
w3w 
///verblieben.nähern.denken
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

KOMPASS Wanderkarte Nr. 26 (Karwendelgebirge 1:50.000)

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Ausrüstung

Gute Bergausrüstung für eine Hüttentour. Man geht über vier Karwendelketten hinter der jeweils völlig anderes Wetter herrschen kann. Aber: Nicht mehr als 12 kg, man muss ja alles über diese vier Karwendelketten schleppen!

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
60,8 km
Dauer
23:25 h
Aufstieg
4.855 hm
Abstieg
5.153 hm
Höchster Punkt
2.733 hm
Tiefster Punkt
559 hm
Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit botanische Highlights faunistische Highlights

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