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Wanderung empfohlene Tour

Karwendel - Vom Hallerangerhaus auf die Speckkarspitze

· 1 Bewertung · Wanderung · Hall-Wattens
Profilbild von Karin Feldbaum
Verantwortlich für diesen Inhalt
Karin Feldbaum
  • Rundumblick von der Speckkarspitze
    / Rundumblick von der Speckkarspitze
    Foto: Karin Feldbaum, Community
  • / Blick Richtung Kleiner und Großer Bettelwurf
    Foto: Karin Feldbaum, Community
  • / Blick Richtung Stempeljoch, links der Kleine Lafatscher
    Foto: Karin Feldbaum, Community
  • / Blick ins Hinterautal
    Foto: Karin Feldbaum, Community
  • / Blick ins Halltal mit St. Magdalena
    Foto: Karin Feldbaum, Community
  • / Kar unterhalb der Speckkarspitze
    Foto: Karin Feldbaum, Community
  • / Blick hinauf zur Speckkarspitze
    Foto: Karin Feldbaum, Community
  • /
    Foto: Karin Feldbaum, Community
m 2600 2400 2200 2000 1800 1600 6 5 4 3 2 1 km
Wanderung vom Hallerangerhaus über das Lafatscher Joch auf die Speckkarspitze
mittel
Strecke 6,4 km
3:30 h
859 hm
859 hm
2.606 hm
1.756 hm
Eine schöne (Halb-)Tagestour vom Hallerangerhaus aus auf die Speckkarspitze, die einen wunderbaren Rundumblick auf die Gipfel des Karwendels eröffnet.
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Speckkarspitze, 2.606 m
Tiefster Punkt
Hallerangerhaus, 1.756 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Die Kletterei kurz vor dem Gipfel ist im Aufstieg eventuell einfacher als im Abstieg. Daher wurde für die Tourenbeschreibung diese Gehrichtung gewählt.

Vorsicht bei begehen des Grates! Auf die Wegmarkierungen achten!

Start

Hallerangerhaus (1.766 m)
Koordinaten:
DD
47.354655, 11.477147
GMS
47°21'16.8"N 11°28'37.7"E
UTM
32T 687072 5247552
w3w 
///anmeldungen.bringen.anlegern

Ziel

Hallerangerhaus

Wegbeschreibung

Vom Hallerangerhaus wandern wir durch den idyllischen Lärchen-Zirbenwald Richtung Lafatscher Joch. Der Blick auf den Kleinen Lafatscher mit seiner beeindruckenden Verschneidung begleitet uns bereits vom Haus weg. Nach wenigen Minuten bauen sich die Felswände der Speckkarspitze und des „Durchschlags“ vor uns auf. Zuerst scheint es, als endet der Weg, aber wenn wir näherkommen, erkennen wir hoch oben einen mit Brettern und Eisenstangen abgestützten Pfad, der an der Felswand entlangführt. Wir steigen steil auf der linken Seite des Geröllfelds aufwärts in Richtung einer Scharte. Wer genau hinschaut, erkennt Spuren einer befestigten Straße, die sich in Serpentinen durch den Hang zieht. Über diese Straße wurden früher Erze transportiert. Im oberen Teil des Schuttfelds wurde sogar ein großer Felsblock in zwei Hälften gesprengt, da die Straße genau dort hindurch passen musste. Immer wieder bildet die Großblütige Gämswurz gelbe Farbtupfer im Grau des Schuttfelds.

Nach diesem ersten Anstieg wird der Weg flacher und eröffnet uns bereits den Blick auf unser Gipfelziel. Wir wandern nun durch eine Zwergstrauch- und Krummholzzone mit Latschenkiefern, Alpenrosen, Heidel- und Preiselbeeren. Den Wegweiser, der zur Speckkarspitze weist, ignorieren wir, hier werden wir später herunterkommen. Etwa eine Stunde nach der Hütte erreichen wir das Lafatscher Joch. Von dort haben wir einen wunderbaren Blick nach Süden ins Halltal und nach Westen auf den Wilde-Bande-Steig und das Stempeljoch.

Unser Aufstieg folgt nun nach links den Bergrücken hinauf. Die Wegfindung durch das Geröll ist nicht immer eindeutig, aber rote Markierungen weisen uns die Richtung. Schutt und lückiger Rasen (Polsterseggenrasen) wechseln sich ab und wer ein Auge dafür hat, entdeckt die kleinen Polster des Blaugrünen Steinbrechs, der sich mit seinem hellgrauen Kalküberzug auf den Blättern vor Verdunstung schützt und damit dem Wassermangel im Schutt trotzt.

Etwa eine Stunde nach dem Joch kommen wir zu einer Scharte, die zunächst unüberwindbar scheint. Die roten Markierungen leiten uns zu einer Gedenktafel, bei der sich dann der weitere Weg öffnet. In leichter Kletterei (I) geht es auf den Grat hinauf und über ihn – gelegentlich die Hände gebrauchend – zum Gipfel. Schwindelfreiheit und Trittsicherheit sind hier, im typischen zerklüfteten und brüchigen Karwendelfels, unabdingbar. Man sollte nicht mit dem ganzen Gewicht an den Felsnasen ziehen und immer sicher stehen. Trotz Konzentration ist der hübsche Alpenmohn kaum zu übersehen, der sich mit seinen langen Pfahlwurzeln im Schutt verankert und sich nach oben mit hangaufwärts ziehenden Wurzeln abspannt. Seine auffälligen, weißen Blüten begleiten uns bis zum Gipfel.

Unsere Anstrengung wird belohnt mit einem großartigen Gipfelpanorama. Neben dem Blick Richtung Stempeljoch, den wir schon vom Joch genießen konnten, können wir im Osten den Grat über den Signalkopf zum Kleinen und Großen Bettelwurf verfolgen. Dahinter fällt das Vomper Loch steil ab. Im Norden ist fast die komplette Hinterautal-Vomper-Kette zu sehen. Hinter Reps und Sunntiger, den Hausbergen des Hallerangerhauses, erhebt sich die Birkkarspitze, der höchste Berg des Karwendels.

Beim Abstieg folgen wir den roten Markierungen nach Norden abwärts. Der Weg ist zu Beginn an mehreren Stellen mit Drahtseilen gesichert. Wir müssen mehrfach die Hände zu Hilfe nehmen und konzentriert absteigen, um keine Steine loszutreten. Weiter unten macht sich wieder zaghaft Vegetation bemerkbar. Der Blaugras-Horstseggenrasen, den wir hier durchqueren, beherbergt eine der blumenreichsten Pflanzengesellschaft der Alpen. Er kann an Südhängen sehr hoch hinauf reichen und fordert von den Pflanzen eine gute Anpassung an die extreme Bodentrockenheit. Eine Besonderheit ist das Kohlröschen, eine Orchidee, die man leicht übersehen kann, da ihre Blüte ungewöhnlich dunkel ist. Dafür duftet sie aber stark, um die Falter, die sie bestäuben, anzulocken. Es lohnt sich, einmal zu schnuppern.

Je tiefer wir kommen, desto flacher wird der Pfad. Er führt uns durch Latschenkiefern schließlich zurück auf unseren Aufstiegsweg. Bei unserem Rückweg zum Hallerangerhaus lassen wir uns noch einmal von der Westwand der Speckkarspitze beeindrucken, die aussieht, als wäre sie in feine Scheiben geschnitten worden. Die äußerste linke Scheibe ist durch einen deutlichen Spalt abgetrennt und sieht wenig vertrauenserweckend aus. Mit etwas Abstand folgen weitere Scheiben, die „Schnittlwände“. Vor dieser einmaligen Kulisse steigen wir durch den Durchschlag hinab und folgen dem Pfad zurück zu Hütte.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Koordinaten

DD
47.354655, 11.477147
GMS
47°21'16.8"N 11°28'37.7"E
UTM
32T 687072 5247552
w3w 
///anmeldungen.bringen.anlegern
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte 5/2 Karwendelgebirge-Mitte

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Ausrüstung

Festes Schuhwerk und freie Hände für die Kletterei

Grundausrüstung für Wanderungen

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

Fragen & Antworten

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Bewertungen

5,0
(1)
Thomas Lang
11.09.2021 · Community
Gemacht am 09.09.2021
Foto: Thomas Lang, Community
Foto: Thomas Lang, Community

Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
6,4 km
Dauer
3:30 h
Aufstieg
859 hm
Abstieg
859 hm
Höchster Punkt
2.606 hm
Tiefster Punkt
1.756 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour

Statistik

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