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Mehrtagestour empfohlene Tour

Karwendel-Höhenweg Variante mit Karwendelhauptkamm-Überschreitung

Mehrtagestour · Seefeld
Profilbild von Phillip Rohrmeier
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Phillip Rohrmeier
Karte / Karwendel-Höhenweg Variante mit Karwendelhauptkamm-Überschreitung
m 2500 2000 1500 1000 500 80 60 40 20 km

Eine etwas ausgedehntere und gipfelreichere Variante des Karwendel-Höhenwegs von West nach Ost.

Ab dem Hallerangerhaus trennt sich der Weg von der klassischen Route und führt über den Karwendelhauptkamm zum Karwendelhaus. Eine zusätzliche Etappe führt von dort über den Toni-Gaugg-Höhenweg zur Pleisenhütte und zurück nach Scharnitz.

schwer
Strecke 90,4 km
45:20 h
8.007 hm
8.259 hm

Diese Variante ähnelt vor allem in den Etappen bis zum Hallerangerhaus dem klassischen Karwendel-Höhenweg stark. Abweichungen in der Routenführung:

  • Freiunger Höhenweg (Klettersteigausrüstung empfohlen)
  • Überschreitung der Speckkarspitze über Süd-West-Grat (UIAA I-II)

Ab dem Hallerangerhaus zweigt der Weg an der Kastenalm von der Route des klassischen Karwendel-Höhenwegs ab und führt über Birkkarspitze, die drei Ödkarspitzen und den Brendelsteig zum Karwendelhaus.

Von dort geht es in einer zusätzlichen Etappe über den Toni-Gaugg-Höhenweg zur Pleisenhütte und zurück nach Scharnitz.

Die Route ist besonders gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen und kann als Rundtour geplant werden, da Scharnitz in Seefeld(Tirol) nur eine Station mit dem Zug auseinander liegen.

Die Tour bietet reinen Wandergenuss, abseits der beliebten Mountainbikerouten im Karwendel. Somit werden lange Märsche vermieden und ein deutlich alpinistischer Charakter erreicht. 

Die Tour umfasst sieben teils sehr stark ausgedehnte Etappen und führt zu großen Teilen über schwarze Wanderwege und ausgesetzte Passagen. Es sollten daher folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Schwindelfreiheit
  • absolute Trittsicherheit
  • ausgezeichnete Kondition
  • bergsteigerische Erfahrung

Autorentipp

Ich empfehle die Anreise mit dem Zug. Die Region rund um den Naturpark Karwendel ist sehr fortschrittlich und bersteigerfreundlich mit Angeboten rund um die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
2.746 m
Tiefster Punkt
962 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Aufgrund der Länge der Tour und der Schwierigkeit zahlreicher Passagen sind

  • Schwindelfreiheit
  • absolute Trittsicherheit
  • ausgezeichnete Kondition
  • bergsteigerische Erfahrung

unbedingt erforderlich!

Vor allem auf den Klettersteigen und den Höhenwegen ist mit Steinschlag zu rechnen, die Benutzung eines Steinschlaghelms ist daher unerlässlich.

Weitere Infos und Links

Diese Tour basiert in deersten Etappen deutliche auf dem Karwendel Höhenweg: https://karwendel-hoehenweg.at

Seefeld(Tirol): https://www.seefeld.com

Rosshütte Bergbahnen: https://www.seefeld-sports.at/bergbahnen-rosshuette/sommer/preise-sommer

Nördlinger Hütte: http://www.noerdlingerhuette.at

Solsteinhaus: https://solsteinhaus.at

Pfeishütte: https://www.pfeishuette.at

Bettelwurfhütte: https://bettelwurfhuette.at

Hallerangerhaus: http://www.hallerangerhaus.at

Karwendelhaus: https://karwendelhaus.com

Pleisenhütte: http://www.pleisenhütte.at/?lang=en

Start

Seefeld(Tirol) (1.181 m)
Koordinaten:
DD
47.328916, 11.189661
GMS
47°19'44.1"N 11°11'22.8"E
UTM
32T 665442 5244041
w3w 
///gemeinsamkeit.durch.gewinnend

Ziel

Scharnitz

Wegbeschreibung

Etappe 1: Seefeld Bahnhof - Nördlinger Hütte (4h, 9km, 1375hm)

Von Seefeld erfolgt zunächst der Anstieg zur Rosshütte an der Bergstation der Rösshütte-Standseilbahn. Dieser Teil kann mit einer Fahrt der Standseilbahn übersprungen werden. 

Von der Rosshütte zum Seefelder Joch, über der oberen Schönanger-Steig zur Seefelder Spitze (2221m), weiter zum Reither Joch und über die Reither Spitze (2374m) zur Nördlinger Hütte.

Etappe 2: Nördlinger Hütte - Solsteinhaus über Freiunger Höhenweg (4h, 7km, 500hm)

Von der Nördlinger Hütte zum Ursprungsattel, dem Freiungen-Höhenweg (Nr. 211) folgend auf die westliche Freiungspitze (2332m) und über die mittlere und östliche Freiungspitze weiter zur Kuhlochscharte. Hier kann eine Besteigung der Kuhlochspitze (2297m) eingelegt werden (Auf- und Abstieg von der Kuhljochscharte ca. 40min, teilweise ausgesetzt und seilversichert). Von der Kuhlochscharte führt der Weg 211 weiter Richtung Eppzirler Scharte und unterhalb der Eppzirler Scharte zweigt man in süd-östliche Richtung hinunter zum Solsteinhaus ab.

Vom Solsteinhaus besteht die Möglichkeit nachmittags einen der umliegenden Gipfel zu besteigen: großer Solstein (2541m)(Auf- und Abstieg vom Solsteinhaus: 3-4h), kleiner Solstein (2637m)(Auf- und Abstieg vom Solsteinhaus: ca. 6h), Erlspitze (2341m)(Auf- und Abstieg vom Solsteinhaus: 3-4h)

Etappe 3: Solsteinhaus - Pfeishütte (9h, 17km, 1450hm)

Eine der kräftezehrendsten Etappen führt auf dem Weg 213 vom Solstein Haus zunächst hinab Richtung Groß-Kristental, an der "Wilden Iss" zweigt man auf den Gipfelstürmer-Weg ab, zum Frau-Hitt-Sattel, wo man auf den Schmidhubersteig abzweigt, der schließlich zur Alpenlounge Seegrube führt. Hier besteht neben einer Einkehr die Möglichkeit, nach Innsbruck abzusteigen bzw. mit den Nordkettenbahnen hinunterzufahren.

Im zweiten Teil folgt zunächst der Anstieg zum Hafelekarhaus, der mit der Hafelekarbahn übersprungen werden kann. Nach dem Hafelekarhaus kann zudem die Hafelekarspitze (2334m), die einen schönen Rundumblick bietet, bestiegen werden (Auf- und Abstieg vom Hafelekarhaus ca. 20min). 

Anschließend auf dem Weg 219 zum Gleierschjöchl, über die Gleierschspitze (2317m) zur Mühlkarscharte und über die Mannlscharte zur Pfeishütte.

Nach dieser anstrengenden und langen Etappe wartet ein wohl-verdientes kühles Getränk auf der Pfeishütte.

Etappe 4: Pfeishütte - Bettelwurfhütte (4h, 9km, 500hm)

Von der Pfeishütte auf der Via Alpina/Adlerweg (Nr. 221) über das Stempeljoch auf den Wilde-Bande-Steig, über Lafatscher Joch zur Bettelwurfhütte

Von der Bettelwurfhütte besteht die Möglichkeit der Bettelwurfüberschreitung, die sehr zu empfehlen ist, bei der aber Klettersteige bis zum Schwierigkeitsgrad D zu bewältigen sind. Die Rundtour führt zunächst von der Bettelwurfhütte über einen Klettersteig (B/C) auf den kleinen Bettelwurf (2650m). Vom kleinen Bettelwurf führt ein Klettersteig (überwiegend C, eine Verschneidung D) auf den großen Bettelwurf (2725m). Der wunderbare Panoramablick auf das Vomper Loch lädt zum Verweilen ein, ehe man den teilweise seilversicherten Abstieg über den Eisengattergrat zurück zur Bettelwurfhütte wagt.

Etappe 5: Bettelwurfhütte - Hallerangerhaus (4-5h, 8.5km, 700hm)

Von der Bettelwurfhütte am Weg des Vortages zurück zum Lafatscher Joch. Die Besteigung der Speckkarspitze (2621m) kann ausgelassen werden und vom Lafatscher Joch wählt man in diesem Fall einfach den direkten Weg zum Hallerangerhaus.

Besteigung der Speckkarspitze:

  1. über Süd-West-Grat (UIAA I-II): Vom Lafatscher Joch in Richtung Süd-West-Grat aufsteigen und an der Weggabelung (Steinmandl) in süd-östliche Richtung zum Süd-West-Grat abzweigen.
  2. über Nord-West-Grat: einfachere Variante, vom Lafatscher Joch in Richtung Süd-West-Grat aufsteigen, an der Weggabelung (Steinmandl) in nord-östliche Richtung abzweigen, unterhalb der Spackkarspitze entlang zum Nord-West-Grat.

Abstieg von der Speckkarspitze über den Nord-West-Grad, an der Abzweigung Speckkarspitze wieder auf Weg 223 einmünden und über den Durschlag zum Hallerangerhaus.

Vom Hallerangerhaus aus besteht die Möglichkeit die Sunntigerspitze (2322m) und die Hallerangerspitze (2398m) zu besteigen (Auf- und Abstieg vom Hallerangerhaus: 2-3h)

Etappe 6: Hallerangerhaus - Karwendelhaus (9h, 17km, 1750hm)

Bei dieser Etappe wird der Karwendelhauptkamm überschritten: Falls die letzten Etappen sehr kräfteraubend waren, empfiehlt es sich einen Pausentag im Hallerangerhaus einzulegen oder in besonders schlimmen Fällen den Abstieg (die Abfahrt mit an der Kastenalm ausgeliehenem Fahrrad) ins Tal zu wählen.

Vom Hallerangerhaus vorbei an Kohleralm und Lafatscher Niederleger zur Kastenalm. Vor der Mündung des Birkkarbachs in die Isar auf den Weg 225 abzweigen. Ab hier beginnt der steile und anstrengende Aufstieg durch das westliche Birkkar zum Schlauchkarsattel direkt unterhalb der Birkkarspitze. Nach einer Besteigung der Birkkarspitze (2749m) führt der Weg zurück zum Schlauchkarsattel und über die drei Ödkarspitzen auf den Brendelsteig, der über die nördliche Ödkarscharte hinunter zum Karwendelhaus führt.

Etappe 7a: Karwendelhaus - Scharnitz (10-11h, 22km, 1570hm)

Bei dieser Etappe wird der Karwendelhauptkamm überschritten: Falls die letzten Etappen sehr kräfteraubend waren, empfiehlt es sich einen Pausentag im Karwendelhaus einzulegen oder in besonders schlimmen Fällen den Abstieg ins Tal zu wählen.

Vom Karwendelhaus wieder den Weg vom Vortag zurück auf den Brendelsteig zur nördlichen Ödkarscharte, auf dem Toni-Gaugg-Höhenweg zur Seekarscharte, über den Seekarsattel auf die große Seekarspitze (2677m), zurück auf den Seekarsattel, über die Breitgrieskarscharte auf die Breitgrieskarspitze (2585m), weiter auf dem Toni-Gaugg-Höhenweg vorbei an der Kuchl und der Voderkarhöhle zur Pleisenhütte.

Nach einer Stärkung an der Pleisenhütte weiter talwärts, zum Karwendelsteg abzweigen und dem Forstweg nach Scharnitz ins Tal folgen.

Von Scharnitz kann die Tour mit dem Zug zurück nach Seefeld(Tirol) zu einer Rundtour geschlossen werden.

Etappe 7b: Karwendelhaus - Pleisenhütte (7-8h, 14km, 1500h)

Gleich wie Etappe 7a, nur Nächtigung auf der Pleisenhütte und am nächsten Tag Etappe 8.

Etappe 8: Pleisenhütte - Scharnitz (3h, 8km, 70hm)

Von der Pleisenhütte weiter talwärts, zum Karwendelsteg abzweigen und dem Forstweg nach Scharnitz ins Tal folgen.

Von Scharnitz kann die Tour mit dem Zug zurück nach Seefeld(Tirol) zu einer Rundtour geschlossen werden.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

mit dem Zug aus Deutschland oder Österreich zum Bahnhof Seefeld(Tirol)

Koordinaten

DD
47.328916, 11.189661
GMS
47°19'44.1"N 11°11'22.8"E
UTM
32T 665442 5244041
w3w 
///gemeinsamkeit.durch.gewinnend
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

  • typische Ausrüstung zum Bersteigen (die Alpenvereine bieten dazu im Internet Packlisten an)
  • Klettersteigset
  • Kletterhelm
  • evtl. Handschuhe zum Schutz vor scharfkantigen Drahtseilen

Basic Equipment for Long-Distance Hikes

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis

Campingausrüstung

  • Zelt (3- oder 4-Jahreszeiten)
  • Campingkocher (mit Gas und Zubehör)
  • Isomatte, Schlafsack mit entsprechender Komforttemperatur
  • Proviant
  • Hygieneartikel und Medikamente
  • Toilettenpapier

Hüttenübernachtung

  • Hygieneartikel und Medikamente
  • Reisehandtuch
  • Ohrstöpsel
  • Hüttenschlafsack
  • Schlafklamotten
  • Ggf. Alpenvereins-Mitgliedsausweis und Personalausweis
  • Coronavirus-Maske und Handdesinfektionsmittel
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
90,4 km
Dauer
45:20 h
Aufstieg
8.007 hm
Abstieg
8.259 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights botanische Highlights Bergbahnauf-/-abstieg Gipfel-Tour Rundtour Von A nach B

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