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Julische Alpen - Triglav | 7 Tagestour

Bergtour · Oberkrain
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Hiking Experience
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m 3000 2500 2000 1500 1000 500 50 40 30 20 10 km

Eine Rundtour in 7 Etappen um das Triglav-Massiv in den Julischen Alpen. Diese ca. 55km Wanderung durch die anspruchsvolle Hochgebirgslandschaft war unser Ziel für diesen Sommer.

Einen detaillierten Reisebericht mit Etappen und Karten bietet unsere Webseite:

Hauptsächlich lag die Tour größtenteils im Triglav-Nationalpark. Start- und Endpunkt unserer Weitwanderung war Aljazev Dom.

schwer
Strecke 53,3 km
23:20 h
5.665 hm
5.664 hm

Die Julischen Alpen sind die höchste Hochgebirgsgruppe Sloweniens. Zahlreiche verzweigte Wanderwege führen durch Gletschertäler, zwischen Steilwänden oder über waldbedeckte Hochebenen zu den hohen Gipfeln hinauf. Die Berghütten bieten eine entspannte Atmosphäre mit vielen lokalen Spezialitäten.

Ein ausführlicher Bericht auf Englisch, Fotos, Digitale Karte und Video ist auf unserer Webseite bereitgestellt: https://www.hikingexperience.net/de/wanderwege/julische-alpen-de.html

Eine traumhaft schöne Landschaft, abwechselnd ausgebaute Wege und Klettersteige. Ausdauer und angepasste Kleidung ist gefragt, weil es hochalpines Gelände ist. Klettersteigausrüstung ist nicht Pflicht, wie auch immer auf jeden Fall empfehlenswert. Es gibt kaum Wasser im Gelände, wegen des Karstgesteins. In den Schutzhütten ist Kartenzahlung möglich und Schlafsäcke wurden nicht benötigt. Duschen nur in manchen Unterkünften.

Die Mitgliedschaft in einem Alpenverein ist sehr empfehlenswert. Zum Beispiel haben wir eine Mitgliedschaft im slovenischen Alpenverein abgeschlossen. Erstens weil diese nach einem Jahr automatisch ausläuft. Zweitens weil diese viel günstiger war als andere Vereine. Im Ergebnis Vergünstigungen für Übernachtung, Mahlzeiten etc.

Die ausgearbeitete Route für in 7 Etappen um das Triglav Massiv herum. Deswegen Start- und Endpunkt Aljazev Dom. Das Zelten im Nationalpark Triglav ist streng verboten. Zusätzlich machen das unwirtliche Gelände sowie die guten Hütten das Zelten überflüssig.

Orientierung: Wegweiser zu den nächsten Hütten dienen als Orientierung. Der Wanderweg verläuft in seiner gesamten Länge durch eine hochalpine Landschaft und bietet herrliche Ausblicke..

Das Wegenetz ist gut ausgebaut und ausreichend gesichert und markiert. Auf manchen längeren Abschnitten fehlen Markierungen.

Klettersteige: Auf einigen Passagen ist eine Klettersteigausrüstung empfehlenswert! Vor allem hoch stehende Wanderer lösen Gesteine aus.

Nehme genügend Wasser mit. Aufgrund des Karstgesteins gibt es keine Bäche oder Flüsse mit trinkbarem Wasser. Essen gibt es ausreichend in den Hütten.

Eine touristische Infrastruktur ist vorhanden, die meiste Zeit wanderst du alleine. An den Hütten kann es zum Teil sehr voll werden. Reservierung dringend empfohlen in der kurzen Hochsaison! An den Kletterpassagen kann es zu Warteschlangen kommen. Besonders am Triglav wird es immer sehr voll, sobald das Wetter gut ist.

Mitgliedschaft in einem Alpenverein ist sehr zu empfehlen. Zum Beispiel Slovenischer Alpenverein

Autorentipp

Die Julischen Alpen sind ein Eldorado für Bergwanderer und Bergsteiger!

Da es dort sehr viele gut bewirtschaftete Hütten (Sommer) gibt, ist das Zelten überflüssig. Zumal es strengstens verboten ist!

Kartenzahlung vielerorts möglich.

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
2.789 m
Tiefster Punkt
621 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Viele Routen in den Julischen Alpen, vor allem für die Begehung der höheren Gipfel, weisen Klettersteige auf. Die Wege sind zum Teil ausgesetzt. Stahseile, Tritte und Ketten dienen der Sicherung. Daher ist eine Klettersteigausrüsting zu empfehlen.

Wie immer im Hochgebirge gilt Safty first! Angepasste Kleidung für alle Wetterlagen ist ein muss. Kletterhandschuhe sind ebenfalls sehr wichtig. Einige Stahlkabel sind defekt und daher eine Verletzunggefahr für die Hände.

Weitere Infos und Links

Weitere Informationen sind auf unserer Webseite zu finden:

https://www.hikingexperience.net

Dort empfehlen wir ebenfalls noch andere spannende und wunderschöne Fernwanderwege.

Start

Aljazev Dom (991 m)
Koordinaten:
DD
46.412764, 13.846641
GMS
46°24'46.0"N 13°50'47.9"E
UTM
33T 411359 5140556
w3w 

Ziel

Aljazev Dom

Wegbeschreibung

Unsere Etappen Wanderweg Julische Alpen – Triglav, Slovenien, Juli 2020

Aljazev Dom to Triglavski Dom, 5 km

Triglavski Dom to Vodnikov Dom, 6,5 km

Vodnikov Dom to Dolicu „Triester Hütte“, 4,5 km

Dolicu to Trenta “Soča Valley”, 11 km

Trenta to Ticarjev Dom, 9 km

Ticarjev Dom to Poganikov Dom, 9 km

Poganikov Dom to Mojstrana, 8 km

1 Aljazev Dom to Triglavski Dom, 5km  Von Mojstrana gelangten wir ins obere Vrata-Tal Richtung Aljazev Dom. Dort sind wir bis zum letzten Parkplatz gefahren und haben das Auto dort für 7 Tage kostenfrei abgestellt. Die erste Übernachtung in der Hütte Aljazev Dom mit Halbpension kostete 60€. Nach dieser Übernachtung starteten wir unsere erste Etappe um 8 morgens. Nach dem guten Frühstück sind wir wie immer, hochmotiviert losmarschiert. Das Wetter war durchwachsen.Vorbei am großen Karabinerhaken, ist hinter diesem Denkmal die Abzweigung über ein Flussbett ausgeschildert. Dabei hielten wir uns links. Durch sehr dichten Laubwald auf steilem Wurzelpfad ging es stetig immer höher.Blick von Aljazev Dom Richtung Nordwand Triglav.

2 Triglavski Dom to Vodnikov Dom, 6,5 km  Heute wollten wir in dieser 2. Etappe auf den Triglav (2864m), der höchste Gipfel Sloweniens. Die Nacht war stürmisch und kalt. Vergeblich haben wir auf gutes Wetter gewartet. Trotz des Wetter sind wir gegen 10:00 Uhr losmarschiert. Von der Hütte gingen wir durch einen Sattel erst einmal hinab, um über die Nordseite auf den Triglav zu steigen. An schönen Tagen pilgern große Menschenmassen auf diesen Berg.Seile und Steige erleichtern das Klettern. Besonders bei Nässe eine gute Hilfe, da Ausrutscher böse enden können. Steinschlag kommt als Gefahrenquelle hinzu, denn der Weg führt im Zickzack Verlauf. Höher wandernde Bergsteiger können ausversehen Steine los treten. Zum Hauptgipfel führt ein schmaler Grat und die gefährlichen Stellen sind bestens gesichert. Wegen der schlechten Wetterbedingungen waren kaum andere Bergsteiger unterwegs. Plötzlich standen wir vor dem Blechturm, ein wichtiges Symbol (Aljazev Stolp, 2864m). Aufgrund der schlechten Wetterbedingungen gab es nur eine kurze Pause. Wir sind denselben Weg zurück. Unser Ziel war Vodnikov Dom, eine gemütliche und selten überlaufene Hütte.Wir beide bei Regen und Nebel auf dem Triglav (2664m).

3 Vodnikov Dom to Dolicu „Triester Hütte“, 4,5 km  Frühstück wieder von 6:30-7:30 Uhr. Sind an diesem Morgen Richtung Südwesten durch einen Lärchenwald hinab gelaufen in ein schönes Tal. Nach einem kurzen Aufstieg folgte eine lange fast ebene Hangquerung. Weiter vorbei an einigen Schotterebenen, bis wir am Rand der Karsthochfläche die kleine Hütte Koca na Dolicu (2151m) erreichten. Es war gerade erst Mittag und das Wetter wurde endlich besser. Die hübsche Schutzhütte auch Triester Hütte genannt, ist ein kleines einfaches Refugium. Keine Möglichkeit zu duschen oder elektronische Geräte aufzuladen, Plumpsklosett draußen und nur ein Waschbecken für alle.Alternativ Route zum TriglavMan kann auch von hier in 2 Stunden auf den Triglav Gipfel. Auf der Karte mit den Etappen ist dies gut sichtbar. In seinem Schatten steht der Kanjavec (2569m), dort hinauf sind wir ohne unser Gepäck. Ein leichter Weg über interessante Felsformationen. Kurz vor dem Gipfel hilft ein Drahtseil über eine 10m hohe Felsstufe. Es ist einer der schönsten Aussichtsberge mit herrlichem Panoramablick auch auf die Seelandschaft der Julischen Alpen im Süden.Ankunft am Haus Koca na Dolicu (2151m).

4 Dolicu to Trenta “Soča Valley”, 11 km  Morgens sind wir um 9:00 bei Sonnenschein gestartet. In engen Serpentinen windet sich der Weg durch die steile Wand Richtung Tal. Dieser beindruckende Pfad wurde damals aus Kriegsgründen in den Fels gehauen. Felsige Steinflanken hoch über dem Schluchtengrund, immer weiter hinunter bis nach Trenta. Nach ein paar Stunden erschienen die ersten Lärchen und Buchen. Wir überquerten eine alte Steinbrücke und wanderten in Richtung Parkplatz Zadnjica. Vorbei an schönen alten Bauernhäusern hinein in die Zivilisation.Das Zadnjiac Tal ist sehr empfehlenswert.Schöner Ort TrentaImmer wieder hatten wir einen schönen Ausblick auf den Luknja Sattel. Das ist die andere Seite der Nordwand. Die Landschaft ist beeindruckend mit hohen Felsformationen und besonders schön sind die Wasserfälle.Über eine Forststraße sind wir schließlich in den hübschen Ort Trenta gelangt.Dieses Mal haben wir eine Unterkunft über Booking com. gebucht, ein Zimmer in der Accomodation Zorc.Trenta ist ein hübscher Ort mit Supermarkt, Pizzeria, Museum und Busanbindung.Die Soca durchfließt das Soca Tal und bildet flussabwärts die Smaragt-Grünen Abschnitte.

5 Trenta to Ticarjev Dom, 9 km  Von Trenta führte uns unser Weg entlang des Soča Flusses. An diesem sonnigen Morgen der 5. Etappe durchquerten wir den Ort Richtung Touristeninformation. Nachdem wir einen kleinen Zufluss der Soča überquert hatten, gelangten wir auf einen Waldweg. In steilen Serpentinen ging es die ersten Meter bergauf. Am Weg entdeckten wir ein paar verfallene Ruinen. Dass die Soča als schönster Fluss der Alpen gilt, konnten wir sehr gut nachvollziehen. Das kristallklare Wasser, dass an vielen Stellen Smaragd grün schimmert, zieht unseren Blick immer wieder an. Der Soča Weg passiert das Alpinum Juliana (Sloweniens einziger alpiner botanischer Garten) und ist der älteste Parkweg in Nationalpark Triglav.Mittags erreichten wir die Hütte unterhalb der Quelle (Izvir Soče). Dann sind wir nördlich abgebogen in einen schönen Gebirgswald. Wir schlängelten uns parallel zum Vrši-Pass wieder hinauf. Das herrliche Bergpanorama ist großartig und unser Ziel an diesem Tag Tičarjev dom na Vršiču (1618 m). Das Alleinsein ändert sich, wenn man in Hüttennähe kommt. Sehr viele Tagestouristen kommen zu diesem Ort. Vielleicht auch um das Gesicht der Ajdovska deklica zu sehen.Die Sage vom Felsengesicht.

6 Ticarjev Dom to Poganikov Dom, 9 km  Höhepunkt des Tages sollte die Besteigung des Razors (2601m) werden. Es klingelte der Wecker um 4:30 Uhr. Ein schweigsamer Start hinein in die Morgendämmerung. Wir waren nicht die einzigen Frühaufsteher. Hinter den Infotafeln folgten wir dem Pfad hoch auf die grüne Kuppe. Weiter verlief der Weg durch einen Geröllhang in der Westflanke des Prisojnik (2547m). Unser Plan war eine Begehung über den Prisojnik. Die Besteigung des Prisojnik war wegen einer Felsensturz-Situation leider gesperrt. So gern hätten wir den Felsenbogen oder auch die bekannten Felsenfenster gesehen. Daher führte unsere Route weiter auf der Westflanke.Auf dem Gipfel des Razor (2601m).Felsenbänder zeigen uns eindeutig den Wegverlauf. Ein steiler Klettersteig führte die letzten 20m zum Gipfel. Dann nach 6h waren wir oben. Der Razor macht seinem Namen als „zerrissener Berg“ alle Ehre. Die Aussicht Richtung Martuljekgruppe ist einmalig.Unser Ziel für diesen Tag war Poganikov Dom (2050m). Wir folgten immer weiter absteigend dem markierten Pfad durch den Gesteinsschutt und erreichten um 14:00 Uhr die Hütte. Kurz vor der Poganikov Hütte öffnet sich der Blick hinunter ins Sočatal. So wünderschön!

7 Poganikov Dom to Mojstrana, 8 km  Unsere letzte Etappe verläuft erst leicht ansteigend über felsiges Terrain. Vorbei an den beiden oberen Kriz-Seen. Wir gelangten recht schnell zu einer Abzweigung, welche rechts zum Vrata Pass führte. Das Wetter war so schön, dass wir an unserem letzten Tag noch eine zusätzliche Gipfelbesteigung unternehmen wollten. Bis zum Stenar (2501m) schien es nicht so weit zu sein. Der schuttdurchsetzte Gipfelhang des Stenar war unkompliziert, vorbei an Steinbock und Gamsherde. Die zeigten sich völlig unbeeindruckt. Für uns ein magischer Moment! Auf dem Gipfel des Stenar bot sich ein herrliches Panorama. Die Aussicht war grandios, fast ungehindert überblickten wir die Julischen Alpen. Ein Genuss und vor allem eine Entschädigung für die Nebelsuppe am Triglav. Dieser ragte im Südosten majestätisch empor.Nun folgte der mühsame, weil endlos scheinende Abstieg zurück ins Vrata-Tal. Zuerst noch über Felsen, dann links durch eine Schuttrinne schlängelten sich der Weg in zahlreichen Serpentinen hinab. Unsere Knie taten weh und ein Ende war erst in Sicht, als wir endlich wieder bewaldetes Gebiet erreichten. Müde und verschwitzt erreichten wir wieder den Aljazev Dom. Nach kurzer Rast kehrten die Lebensgeister zurück und wir gingen die letzten Meter zum Auto. Ziel war nun einer Unterkunft in Mojstrana.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Koordinaten

DD
46.412764, 13.846641
GMS
46°24'46.0"N 13°50'47.9"E
UTM
33T 411359 5140556
w3w 
///bemühung.bleibt.zielgerichtet
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Ausrüstung

Ausdauer und angepasste Kleidung ist gefragt, weil es hochalpines Gelände ist. Klettersteigausrüstung ist nicht Pflicht, wie auch immer auf jeden Fall empfehlenswert. Es gibt kaum Wasser im Gelände, wegen des Karstgesteins.

Grundausrüstung für Bergtouren

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis

Technisches Equipment

  • Ggf. Kletterhelm
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

Fragen & Antworten

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
53,3 km
Dauer
23:20 h
Aufstieg
5.665 hm
Abstieg
5.664 hm
Rundtour Hin und zurück Etappentour Einkehrmöglichkeit geologische Highlights aussichtsreich Gipfel-Tour

Statistik

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