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Ins Tal der Bären

· 1 Bewertung · Wanderung · Schwäbische Alb
Verantwortlich für diesen Inhalt
Schwarzwaldverein Radolfzell Verifizierter Partner 
  • Bahnhof Fridingen (Donau)
    / Bahnhof Fridingen (Donau)
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • Im idyllischen Bäratal
    / Im idyllischen Bäratal
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Herzlich willkommen iim Tal der Bären
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Bruckfelsenhöhle
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Ölmühlenquelle
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Bärenthaler Tuffsteinkaskaden
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Bärenthal: Ortskirche St. Johannes d. Täufer
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Bärenthal: Michaelsplatz mit Pfarrhaus
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Volksfrömmigkeit auf der Alb
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Denkmal an die 1721 aus Bärenthal vertriebenen Protestanten
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Kapelle Maria, Mutter Europas
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Das "Weinende Kind"
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Felsentor
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Steinriegel
    Foto: Walter Biselli, Walter Biselli
  • / Blick vom Paterfelsen auf Bärenthal
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / gedeckte Holzbrücke
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Brückenzoll
    Foto: Walter Biselli, Schwarzwaldverein Radolfzell
  • / Bärenthal - Kapelle Maria-Mutter Europas. Bericht über die Kapelle auf dem Gnadenweiler in der Drehscheibe im ZDF.
    Video: 2007majortom
m 900 800 700 600 16 14 12 10 8 6 4 2 km Kapelle „Maria, Mutter Europas“ Erzabtei St. Martin Scheidheilefels Bf Beuron Bf Fridingen (Donau) Ölmühlenquelle
Die abwechslungsreiche Wanderung führt durch das Bäratal, ein landschaftlich reizvolles Seitental der Donau, auf den Großen Heuberg nach Bärenthal.
mittel
17 km
4:30 h
400 hm
400 hm

Ausgangspunkt der Wanderung ist der Bahnhof Fridingen (bei Tuttlingen) im Naturpark Obere Donau.

Entlang der Bära erreicht man Bärenthal, die kleinste Gemeinde im Landkreis Tuttlingen. Der staatlich anerkannte Erholungsort liegt auf dem Großen Heuberg in 650 bis 950 Meter Höhe.

Die „Bärenthaler Tuffsteinkaskaden“ stellen eine geologische Besonderheit dar: der im Wasser der Kaskaden gelöste Kalk fällt an der Oberfläche wieder aus und wird zu Tuffstein. In einem privaten Steinbruch direkt daneben wird dieser abgebaut. Das Pfarrhaus in Bärenthal und die Gnadenweiler Kapelle demonstrieren die Anwendung des Tuffs als Baumaterial in anschaulicher Weise. Die Kapelle „Maria, Mutter Europas“ ist der kulturelle Höhepunkt der Tour.

Auf der Hochfläche liegt der Aussichtspunkt Scheidheilefels. Er wird auch Paterfels genannt, weil hier die Patres früher auf dem Ritt von Beuron nach Bärenthal Halt gemacht haben, um die schöne Aussicht zu genießen. In der Nähe dokumentieren Steinriegel die mühsame Bewirtschaftung von Äckern auf der rauen Alb.

Am Ziel der Tour passiert man in Beuron die erstmals 1558 über die Donau errichtete Brücke. Die heutige schindelgedeckte Holzbrücke von 1803 wurde 2005 aufwendig saniert. Informationstafeln im Inneren erläutern die Geschichte und historische Zolltarife.

Der Ort wird geprägt durch das sehenswerte Benediktinerkloster.

Autorentipp

Ein Juwel der Region und unbedingt sehenswert ist die 2007 erbaute Kapelle „Maria, Mutter Europas“ auf dem Gnadenweiler.
Profilbild von Walter Biselli
Autor
Walter Biselli
Aktualisierung: 11.05.2020
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Hülbe, 869 m
Tiefster Punkt
Donaubrücke in Beuron, 607 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Café Kapellenblick
Pelikan Hotel & Restaurant
Cafe Härtl

Sicherheitshinweise

Die Wege sind teils steil, steinig und rutschig. Für die Tour ist ein Mindestmaß an Trittsicherheit erforderlich

Weitere Infos und Links

www.gnadenweiler.de

Kapelle: maria-mutter-europas.de, de.wikipedia.org/wiki/Wallfahrtskapelle_Maria,_Mutter_Europas

 

Erzabtei St. Martin: https://erzabtei-beuron.de

virtueller Rundgang: https://erzabtei-beuron.de/fix/pano/

 

 

 

Start

Bahnhof Fridingen (bei Tuttlingen) (626 m)
Koordinaten:
DG
48.031600, 8.935840
GMS
48°01'53.8"N 8°56'09.0"E
UTM
32U 495216 5319814
w3w 
///lesen.berechtigt.handbremse

Ziel

Bahnhof Beuron

Wegbeschreibung

Vor dem Bahnhof Fridingen (632 m) gehen wir mit der Markierung „gelbe Gabel" rechts an den Bahngleisen entlang bis zur Weggabelung „Unter dem Gansnest“ und folgen dann dem Bäratal-Wanderweg am Fuß des Berghangs mit Blick auf Bära und Hammerwerk. Die natürliche Wasserkraft der Bära wurde schon 1860 zur Wollspinnerei genutzt. Die unmittelbar am Fluss liegende Hammerschmiede wandelte sich über einen chemischen Betrieb und eine Gesenkschmiede zum Hightech-Unternehmen Hammerwerk Fridingen GmbH.

Wo der asphaltierte Weg nach rechts zur Kreisstraße hinabführt, gehen wir auf dem geradeaus führenden Pfad weiter und schließlich hinauf zur Unteren Backenhalde. Rechts hinab führt ein Fußpfad zur Kreisstraße und dann über die Reinfelder Brücke zur Weggabelung an der Bäratalhalde. Wer genügend Kondition hat, kann von hier aus auf der Reinfelder Steige einen Abstecher zur ehemaligen Burg Pfannenstiel machen. Im Bäratal gab es einst drei Burgen, deren Geschichte weitgehend unbekannt ist. Die Ruine Pfannenstiel liegt genau auf der ehemaligen Landesgrenze zwischen Württemberg und Baden. Nordwestlich davon lag eine weitere, die Burg Kreidenstein. Nördlich von dieser befindet sich die Burgstelle der abgegangenen Burg Lengenfels aus dem 12./13. Jahrhundert. Sie ist vom Rastplatz bei der K5908 zu erreichen, wenn man zur Lengenfelshöhle (36 m Länge) aufsteigt. Die Lengenfelsdurchgangshöhle (20 m Länge) war vermutlich Teil der Vorburg.

Wir bleiben links und wandern im Bäratal weiter bis wir an der „Zugangsstelle Bära (654 m)“ auf den Rundweg „grüner Bär“ stoßen. Nach rechts kann man einen Abstecher zur Lengenfelshöhle unternehmen.

Der Bär leitet uns geradeaus weiter bis Bärenthal. Auf dem Weg dorthin müssen wir auf 200 m Länge die Kreisstraße mit PKWs, Bikern und Fahrradfahrern teilen, bevor wir in die Beuroner Straße abbiegen.

In der Ortsmitte Bärenthal (673 m) führt der Rundweg „blauer Bär“ nach links am Michaelsplatz und Rathaus vorbei, über die Bärabrücke zur 15 Meter langen Bruckfelsenhöhle. Die typische Weißjurahöhle wurde lange zur Bier- und Eislagerung genutzt. Große Eisblöcke wurden im Winter an sogenannten "Eisgalgen" gewonnen. Oberhalb davon sprudelt die Ölmühlenquelle, mit deren Wasser früher eine Ölmühle betrieben wurde.

Nach wenigen Metern kommen wir auf der rechten Seite zu einem Barfußpfad und folgen dem Pfad abwärts durch den Tuffsteinbruch und „beim Tuffsteinbruch“ (664 m) wieder rechts zur Tuffsteinkaskade. Hier führt ein Steg über die Bära, der anschließende Wiesenweg geradewegs nach Bärenthal, wo wir der Nusplinger Straße nach rechts zum Michaelsplatz mit Pfarrhaus und Ortskirche St. Johannes d. Täufer folgen.

Von der Ortsmitte Bärenthal steigen wir die Bergstraße hinauf und erreichen auf dem Rundweg „grüner Bär“ den „Wasserhochbehälter (767 m)“ oberhalb der Wacholderheiden im Naturschutzgebiet Hüttenberg. hier wieder Schafe und Ziegen als Landschaftspfleger eingesetzt, um die Magerrasen der Wacholderheide zu erhalten. Die Aussichtsplattform gewährt einen schönen Rückblick über Bärenthal auf Tuffsteinbruch und –kaskaden, bevor wir weiter hinaufsteigen zum  Gnadenweiler auf dem Hüttenberg.

Auf der Hochfläche angekommen, machen wir „beim Rabenfelsen“ (834 m) einen Abstecher zur sehenswerten Kapelle „Maria, Mutter Europas“. Durch die „Gnade“ des Fürsten Karl von Hohenzollern-Sigmaringen wurde 1832 der Ort Gnadenweiler gegründet. Da es zu wenig fruchtbares Ackerland gab, erhielten sechs Bärenthaler Bürger eine bewaldete Fläche, die sie zunächst urbar machen mussten. 175 Jahre danach stiftete der Gnadenweiler Bürger Gottfried Bisely ein Grundstück zum Bau der heutigen Kapelle. Nach der Besichtigung empfiehlt sich anschließend ein Besuch im benachbarten Café Kapellenblick.

Dann geht es auf dem Kapellen-Rundweg weiter zur Abzweigung „beim Kreuzfelsen“, einem weiteren Aussichtspunkt über Bärenthal. Das Sauwegle führt schließlich steil abwärts zur Gnadenweiler Steige „am Sauwegle (795 m)“. Im romantischen Felsental hinab nach Bärenthal treffen wir auf zahlreiche christliche Symbole, die Adam Biselly aus Gnadenweiler vor über 140 Jahren aus Trauer hier angebracht hat: sein Vater Johannes starb 1870 als einziger Bürger des Ortes im Deutsch-Französischen Krieg. Der schluchtartige Schotterweg wird gesäumt von bizarren Felsformationen wie dem Felsentor (750 m).

An bizarren Felsen vorbei steigen wir anschließend mit dem grünen Bär nach links Richtung „Paterfelsen“ hinauf, „oberhalb des Felsentores (826 m)“ rechts weiter zum „Himmel“ und schließlich zu dem auch Scheidheilefelsen genannten Aussichtspunkt (849 m). Er beschert uns einen Rückblick auf Bärenthal und den Hüttenberg. Auf der Hochfläche geht es weiter, an dem schon überwucherten Steinriegel vorbei und durch nahezu unberührte Landschaft. Wo der asphaltierte Martinusweg an der „Gemarkungsgrenze“ rechts nach Beuron weist, lohnt es sich, bis zur nächsten Weggabelung nach links zu gehen, um dann dem parallel verlaufenden Wirtschaftsweg bis zum „Kreuz am Rotenweg“ zu folgen.

Auf dem Hohenzollernweg orientieren wir uns in Richtung „Schönbühlkapelle“ und kommen beim Fasseneck (812 m) zur Kreisstraße, die wir überqueren müssen. Wenig später erblicken wir die ersten Häuser von Irndorf und erreichen die Kapelle. Von hier aus geht es auf dem Beuroner Jakobsweg hinab zum Haus „Maria Trost“ (650 m).

Die historische gedeckte Holzbrücke (610 m) bringt uns sicher über die Donau zum Klosterparkplatz und zur Erzabtei St. Martin. Ein Besuch der Klosterkirche lohnt sich immer.

An der „Klosterpforte (628 m)“ biegen wir nach links zum Hotel Pelikan ab und erreichen so das Ziel der Wanderung, den Bahnhof Beuron.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Die Bahnhöfe Fridingen (b. Tuttlingen) und Beuron liegen an der Strecke Neustadt (Schwarzwald) – Ulm (Deutsche Bahn AG: www.reiseauskunft.bahn.de). An Wochenenden und Feiertagen verkehrt von Mai bis Mitte Oktober der Naturpark-Express (www.naturpark-obere-donau.de).

Anfahrt

  • aus Richtung Reutlingen über die B32 nach Sigmaringen
  • aus Richtung Ulm über die B311 / B32 nach Sigmaringen

weiter auf der L277 in Richtung Tuttlingen bis Fridingen

  • auf der B14 / B311 nach Tuttlingen und weiter auf der L277 in Richtung Sigmaringen bis Fridingen

In Fridingen der Bahnhofstraße folgen zum Bahnhof

 

Parken

Parkplätze am Bahnhof Fridingen 

Koordinaten

DG
48.031600, 8.935840
GMS
48°01'53.8"N 8°56'09.0"E
UTM
32U 495216 5319814
w3w 
///lesen.berechtigt.handbremse
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

WTT Wanderkarte Tuttlingen, Oberes Donautal, 1:35 000 (grüne Reihe): ISBN 978-3-89021-746-8. Herausgeber: Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg

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Ausrüstung

Feste Wanderschuhe mit gutem Profil - 40% des Weges sind asphaltiert!; evtl. Teleskopstöcke; ausreichende Verpflegung und Getränke für unterwegs

Fragen & Antworten

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Bewertungen

5,0
(1)
Jürgen Hauser
15.10.2017 · Community
Ich bin heute bei herrlichem Herbstwetter diese Tour gelaufen. War wirklich wunderschön, landschaftlich reizvoll und durch die vielen "kleinen Ziele" erlebnisreich und kurzweilig. Weitestgehend leichte, gut begehbare Wege, bis auf den Abschnitt zwischen Kreuzfelsen und Felsentor. Hier ist gute Trittsicherheit erforderlich. Aber sonst für jeden machbar. Sehr gute Beschreibung von H. Biselli, vielen Dank dafür!
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Sonntag, 15. Oktober 2017, 18:36 Uhr
Foto: Jürgen Hauser, Community

Fotos von anderen

Sonntag, 15. Oktober 2017, 18:36 Uhr

Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
17 km
Dauer
4:30 h
Aufstieg
400 hm
Abstieg
400 hm
mit Bahn und Bus erreichbar aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights Geheimtipp

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