Logo DAV
Logo OEAV
Logo AVS
30 Tage Pro gratis testen Community
Sprache auswählen
Start Touren Hütten und Gipfel im Tote Gebirge
Tour hierher planen Tour kopieren
Mehrtagestourempfohlene Tour

Hütten und Gipfel im Tote Gebirge

· 1 Bewertung · Mehrtagestour · Almtal
Profilbild von Ingo Pieper
Verantwortlich für diesen Inhalt
Ingo Pieper 
  • am Kreuzkreuz
    / am Kreuzkreuz
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Im Fleischbanksattel
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / und überall gaaaanz viel Altschnee
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Kurz über der idyllischen Pühringerhütte
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Geschafft! An der Pühringerhütte
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Ein seltener Gast; Der Alpenbock
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Määääh!!!
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Unterwegs zum Rotgschirr
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Hier darf man ruhig mal die Hände gebrauchen
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Wahnsinns Ausblicke vom Rotgschirr
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Am Gipfelkreuz des Rotgschirr
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Panorama vom Rotgschirrgipfel
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Nach der Schneeschmelze sind in jedem Tümpel Bergmolche zu finden
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Am frühen morgen liegt der Elmsee noch unter einer Nebeldecke
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Am Albert- Appel- Haus
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Die Rinnerhütte
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Das Gipfelkreuz des Rinnerkogel
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Bunte Blumen soweit das Auge reicht
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Rückblick vom Ebenseer Hochkogel zur Hochkogelhütte
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Tiefblicke nach Ebensee
    Foto: Ingo Pieper, Community
  • / Zieleinlauf. Prost!!!
    Foto: Ingo Pieper, Community
m 2000 1500 1000 500 60 50 40 30 20 10 km
In einer Woche durch die urwüchsige Einsamkeit des größten Karstgebietes Mitteleuropas
mittel
Strecke 60,9 km
1:40 h
4.500 hm
4.600 hm
2.258 hm
426 hm

Das Tote Gebirge… Der Name ist Programm? Nee!!! Das Tote Gebirge ist zwar ein riesiges Karstplateau, aber als tot kann man es trotzdem absolut nicht bezeichnen. In jeder noch so kleinen Ecke strecken Pflanzen schon früh im Sommer ihre Blüten in den Himmel. Das Tote Gebirge war vor Millionen von Jahren ein gigantisches Korallenriff und hat sich bis heute auf über 2500 Meter gehoben. Nun nagt Regenwasser stetig am Kalk und lässt Höhlen, Dolinen, Schluchten und schroffe Felsgipfel in einer wilden Karstlandschaft entstehen. Dadurch hat kaum ein Gebirgsstock der Alpen auf so begrenztem Raum eine derartige Vielfalt an geographischen und faunistischen Highlights zu bieten.

Unsere Hütten:

Almtaler Haus

Welser Hütte

Pühringer Hütte (2 Nächte)

Rinnerhütte

Ebenseer Hochkogelhaus

Autorentipp

Wer kein Problem mit Altschneefeldern hat, sollte sich schon im Juni auf den Weg machen. Die Wege dauern zwar länger und sind anstrengender, dafür ist es aber recht einsam und der Reichtum an Blütenpflanzen sucht ihresgleichen.
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
2.258 m
Tiefster Punkt
426 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Einbrechen im Schnee ist aufgrund der vielen Dolinen keine Seltenheit. Deshalb immer auf die oft am Boden angebrachten Markierungen achten und versuchen auf den gekennzeichneten Wegen zu bleiben.

Weitere Infos und Links

Busfahrplan: https://www.ooevv.at/uploads/media/fahrplanportal/AH_BT/AF949G0L365.pdf

Start

Parkplatz Habernau (Grünau im Almtal) (712 m)
Koordinaten:
DD
47.755106, 14.017845
GMS
47°45'18.4"N 14°01'04.2"E
UTM
33T 426389 5289549
w3w 
///zugabe.abtreten.abstammen

Ziel

Ebensse

Wegbeschreibung

Wir treffen uns am kostenlosen Parkplatz Habernau im Almtal. Bis hier hin fährt auch der Bus der Linie 533 (Gmunden - Grünau/A. - Almsee). Gemütlich geht es auf der Fahrstraße zum Almtalerhaus in der Hetzau. Wer Zeit und Lust hat, kann auch einen kleinen, aber absolut lohnenswerten Umweg vorbei am kleinen und großen Ödsee machen. Das Almtalerhaus ist ein leicht erreichbares und gut besuchtes Ziel mit einem tollen, jungen Team. Genau das Richtige um anzukommen und sich auf ein paar einsame, ereignisreiche Tage einzustellen.

Tag 2: Wir wandern auf dem gut markierten Weg 215 zunächst Tal einwärts immer in Richtung der Beschilderungen zur Welser Hütte.

Der Weg ist abwechslungsreich und bietet immer wieder schöne Ausblicke zurück ins Hetzautal. Am Talabschluss im Bereich „In der Wildnis“ lohnen sich ein paar Blicke links und rechts des Weges, denn hier wachsen sehr viele Orchideen (Geflecktes Knabenkraut, Waldvöglein, Kohlröschen usw.). Bald steilt das Gelände auf und wir gehen in Serpentinen, schnell und schweißtreibend an Höhe gewinnend,  zur Welser Hütte (bis hierher ca. 3 Stunden ab Almtalerhaus).

An der Welser Hütte angekommen bietet sich eine ausgiebige Pause mit Kaffee und Kaiserschmarren an und je nachdem wie früh man an der Hütte ist, ist eine Exkursion zur Apfelplanwiese und evtl. ein Weiterweg zum Gipfel des Kreuz sehr lohnenswert.

Dafür gehen wir zuerst ein kurzes Stück auf dem Anstiegsweg zurück und nehmen, am Sattel angekommen, den kleinen unmarkierten Pfad nach rechts hinein in die riesige Schutthalde und halten uns immer links am Hang der Apfelplanwiese entlang in Richtung der Arzlochscharte. Ganz am Felsrand entlang geht es über steiles Geröll mühsam empor und wir lassen die Latschenfelder links liegen, bis wir neben uns einen Durchschlupf entdecken (Steinmandl). Hier durch den Fels und über grasige Bänder empor bis hinter die Latschenfelder (ungesichert, unmarkiert). Nun über die steile Wiese bis zu einer kleinen, grünen Scharte zwischen den Felsen. Ab hier geht es den nun wieder zahlreich vorhandenen Steinmännern folgend bis zum Gipfel des Kreuz. Bei stabilem Wetter bietet sich hier eine grandiose Aussicht auf die Oberösterreichischen Voralpen. Auf dem Anstiegsweg geht es nun wieder zurück zur Welser Hütte.

Tag 3: Heute ändert sich die Landschaft radikal. Bereits 10 Minuten nachdem wir dem Weg 215 zum Fleischbanksattel weiter gefolgt sind, weicht das Grün der Latschen und Gräser einem Mix aus dem hellen Grau der Kalkwände und, je nach Jahreszeit, dem ständig anwesenden Weiß der ausgedehnten Schneefelder.

Immer wieder helfen uns Seile und Tritte über die Steilstufen und so sind wir nach ca. 1,5 Stunden am Fleischbanksattel. Bei gutem Wetter lohnt ein Abstecher auf den Großen Priel sicherlich, wir lassen den wolkenverhangenen Gipfel jedoch links liegen und folgen der Beschilderung zur Pühringerhütte.

Immer auf dem Weg 215 (später Weg 201) bleibend erreichen wir nach weiteren 3 Stunden den Rotkogelsattel. Ab hier wird die Landschaft wieder grüner und es geht steil durch in die Latschenfelder gehauenen Gassen bergab, bis wir nach insgesamt 5,5 Stunden die wunderschön gelegene Pühringerhütte am Elmsee auf 1638m erreichen.

Wahrscheinlich kann man den Weg bei besseren Verhältnissen deutlich schneller zurücklegen, aber Sicherheit geht vor und bedingt durch die riesigen Altschneefelder und nur sporadisch vorhandene Steinmänner ist die Wegfindung stellenweise etwas „tricky“, was die Wanderzeit natürlich deutlich verlängert.

Jetzt aber ab ins erfrischende Wasser des Elmsees und dann auf die gemütliche Terrasse der Hütte zum Kasspressknödelsuppe essen, Flüssigkeit nachfüllen und Ziegen streicheln ;-)

Tag 4:  Gipfeltag! Bei Kaiserwetter lassen wir unser schweres Gepäck bei der Hütte, packen nur das Nötigste zusammen und machen uns auf den Weg zum Rotgschirr. Ein toller, luftiger Weg führt uns vorbei an unzähligen Drahtseilsicherungen (Vorsicht! Die Drahtseile sind stellenweise verschlissen. Handschuhe schützen vor Löchern in den Fingern.). Bei jedem Schritt wird die Fernsicht großartiger und am Gipfelkreuz gönnen wir uns eine ausgedehnte Rast um den unfassbaren Rundblick mit allen Sinnen aufzusaugen. Zurück geht es auf dem Anstiegsweg und dank früher Rückkehr können wir noch ein ausgiebiges Bad im Elmsee genießen.

Tag 5: Der strahlend blaue Himmel von gestern ist einer grauen Nebelsuppe gewichen. Wir gehen auf dem Weg 201 am Elmsee vorbei und treten ein in einen gespenstisch anmutenden Bergwald. Durch den Nebel kann man kaum die Baumwipfel erkennen und die kleine Almhüttenansammlung an der Wegteilung unter dem Salzofen sehen wir erst, als wir direkt davor stehen. Ein Abstecher auf den Wildgössl erübrigt sich aufgrund der nicht vorhandenen Sicht und so gehen wir weiter, immer dem Weg 201 folgend, vorbei an einem kleinen Teich, der voller Bergmolche ist und vorbei am Redenden Stein (ebenfalls ein lohnender Gipfel bei gutem Wetter) zum Albert-Appel Haus.

Von hier sind es nur noch ca. 1,5 Stunden bis zum Tagesziel, der Rinnerhütte und so können wir uns eine Pause mit einer kleinen Stärkung gönnen. Weiter geht es nun zunächst auf dem Weg 235 bis zur Wildenseealm und dann auf dem Weg 212 vorbei am Wildensee, ein traumhaft schöner See, der zum Bad einlädt, wenn man nicht ohnehin schon nass oder durchgefroren wäre. Vom See folgen wir noch ca. 30 Minuten dem Weg und kommen schließlich nach insgesamt ca. 7 Stunden Gehzeit an der urigen Rinnerhütte auf 1473m an.

Tag 6: Die Sonne scheint und wir wandern zunächst auf dem Weg vom Vortag zurück bis zu einer Weggabelung mit einer Beschilderung zum Rinnerkogel (Weg 230). Diesem Weg folgen wir, statten dem Gipfel des Rinnerkogel einen Besuch ab, genießen die tolle Aussicht und stehen nach ca. 2 Stunden ab der Rinnerhütte wieder an der Weggabelung. Nun geht es durch ein Gewirr aus Latschen, Karen, Spalten und Graten über das Karstplateau in Richtung Westen. Wegzeichen gibt es hier nur sehr vereinzelt und so muss man immer wieder stehen bleiben und nach dem richtigen Weg suchen. Ein stetiges, sehr anstrengendes Auf und Ab, bis wir schließlich auf dem Sattel unterhalb des Wehrkogels stehen und sich die Sicht nach Westen weitet. Kaum oben angekommen, hören wir den ersten Donner eines aufziehenden Gewitters. Wir sehen zu, dass wir vom Grat herunterkommen und gehen zügig weiter ins Feuertal. Kurz unterhalb der Eishöhle, deren Besuch wir uns aufgrund des Wetters gespart haben, erreichen wir nach ca. 5,5 Stunden Wanderung das Ebenseer Hochkogelhaus.

Tag 7: Nach einiger Wartezeit auf besseres Wetter und einem Bergrettungseinsatz aufgrund eines Umknickers einer Wanderin gehen wir auf dem Weg 211 herab zum Mitterecker Stüberl, machen ein kurzes Päuschen und wandern dann immer dem Getöse des Ursprungsbaches und später des Frauenweißenbaches folgend nach Ebensee, wo wir die letzte Nacht in einer netten Pension verbringen. Von hier können wir am Abreisetag zu Fuß zum Bahnhof Ebensee gehen und mit der Bahn den Heimweg antreten.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mit dem ICE bis München. Dann mit der ÖBB über Salzburg, Attnang-Puchheim nach Grünau im Almtal. Weiter mit dem Bus Linie 533 bis zum Parkplatz Habernau. Für den Rückweg zu Fuß zum Bahnhof Ebensee und von hier über Attnang-Puchheim in alle Richtungen.

Parken

Es gibt kostenlose Parkplätze im Almtal am Almtaler Haus oder am Parkplatz Habernau,

In Ebensee an der Klaus-Kirche

und in Gmunden am Kongresshaus Toscana (von hier kann man einfach mit Öffis zum Start- und Zielort gelangen

Koordinaten

DD
47.755106, 14.017845
GMS
47°45'18.4"N 14°01'04.2"E
UTM
33T 426389 5289549
w3w 
///zugabe.abtreten.abstammen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

mehr zeigen

Kartentipps für die Region

mehr zeigen

Ausrüstung

  • Für die Gipfelanstiege Fingerhandschuhe, da manche Drahtseile sonst die Hände zerpieksen können.
  • Viiiiieel Wasser für die Übergänge über die Karstplateaus (keine Quellen) und Vorsicht auf den Schneefeldern.
  • Zusätzlich zu den üblichen Dingen evtl. Gamaschen.

Schneeketten oder Steigeisen machen m.E. wenig Sinn, weil man Schnee und Fels im ständigen Wechsel hat.


Fragen & Antworten

Stelle die erste Frage

Hier kannst du gezielt Fragen an den Autor stellen.


Bewertungen

5,0
(1)
Ingo Pieper 
19.07.2021 · Community
Gemacht am 03.07.2021

Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
60,9 km
Dauer
1:40 h
Aufstieg
4.500 hm
Abstieg
4.600 hm
Höchster Punkt
2.258 hm
Tiefster Punkt
426 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Von A nach B Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights botanische Highlights Gipfel-Tour

Statistik

  • Meine Karte
  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
Funktionen
2D 3D
Karten und Wege
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.