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Wanderungempfohlene Tour

Hohes Brett, 2338 m

· 1 Bewertung · Wanderung · Berchtesgadener Land
Profilbild von Sonja Henne
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Sonja Henne 
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m 2000 1500 1000 10 8 6 4 2 km
Auf einsamen Pfaden durch wildromantische Karstlandschaft

Der Berchtesgadener Tourismusverein möchte offensichtlich die Masse der vielleicht unzureichend ausgerüsteten Königsee-Besucher von dieser nicht ganz einfachen Tour abhalten. Wie anders wäre es zu erklären, dass auf dieser herrlichen Runde kaum jemals ein Wegweiser zu sehen ist und auch die Markierungen (stellenweise nur 'Steinmännchen') nicht immer ganz einfach zu finden sind? Wer also diese Runde gehen möchte, sollte über einen guten Orientierungssinn verfügen und die Tour nur bei gutem Wetter und klarer Sicht unternehmen. Es wäre auch sicherlich keine schlechte Idee, einen Kameraden und/oder ein Handy mitzunehmen, da man sich in einem Notfall nicht unbedingt darauf verlassen kann, dass andere Wanderer vorbeikommen. Man wird jedoch für die Wegsuche durch die bizarre, im Sommer mit Alpenrosen übersäte Karstlandschaft sowie den herrlichen Rundblick vom Grat mehr als entschädigt.

mittel
Strecke 10,4 km
6:30 h
1.297 hm
1.307 hm
2.389 hm
1.117 hm
Aufstieg über den Alpeltalsteig (Weg 457)

Vom Parkplatz auf ca. 1070 m Höhe nehmen wir den Schotterweg in den Wald. Dies ist der Anfang des Alpeltalsteiges. Er ist als solcher aber nicht gekennzeichnet, sondern lediglich mit einem Schild 'Nationalpark Berchtesgaden' versehen. Wir steigen zügig nach oben und erreichen nach ca. 10 Min. eine Felswand mit einem Drahtseil, dem wir folgen. Auf ca. 1300 m Höhe stoßen wir auf eine Verzweigung. Es macht jedoch keinen Unterschied, ob wir den Weg durch den Wald oder das Geröll nehmen, da beide Wege später wieder zusammenführen. Nach weiteren 20 Min. halten wir uns am Geröllfeld links, dann steigen wir weiter gerade nach oben, immer den (manchmal etwas versteckten) Markierungen folgend.  Nach etwa 2 Stunden halten wir uns etwas links und steigen einige Meter in eine Scharte hinab. Die schöne Landschaft mit Bäumen, Latschen und Alpenrosen ist nun in eine reine Felslandschaft übergegangen, die mit ihren vielen Spalten fast wie Gletschergelände anmutet. So müssen wir auch immer wieder von einem Stein zum nächsten balancieren und aufpassen, dass wir nicht in eine 'Spalte' fallen. Im Frühsommer gilt es auch immer wieder Schneefelder zu überqueren. Der Weg läßt sich aber immer an den Spuren erkennen und auch unser Auge wird langsam geübt im Entdecken der  Markierungen. Fast könnte man ja manchmal vermuten, die Markierungen seien nur für die Abwärts-Steigenden angebracht worden. Nach etwa 3 Stunden Aufstieg erreichen wir schließlich am Fuße einer Felswand die Verzweigung, die links zum Hohen Göll führt und rechts zum Hohen Brett.

Von der Weggabelung zum Gipfel (Weg 451)

Auch hier gibt es wieder keinen Wegweiser. Wir folgen also dem rechten Weg und erreichen in Kürze den Grat, der uns einen herrlichen Rundblick auf die umliegende Gebirgslandschaft gewährt. Bald stehen wir am Gipfel des Brettriedel, der mit 2344 m sogar ein paar Meter höher ist als das Hohe Brett. Ob wir uns schon hier unsere wohlverdiente Mittagspause gönnen wollen oder noch die paar 100 m zum weithin sichtbaren Gipfelkreuz des Hohen Bretts hinüber schaffen, hängt davon ab, wieviel Energie wir noch übrig haben: der Blick ist von beiden schön!

Abstieg über die Brettgabel

Vom Hohen Brett steigen wir nun noch ein paar Meter ab zu dessen Vorgipfel, dem Niederen Brett (2261 m), gekennzeichnet durch einen Pfahl. Hier müssen wir Ausschau halten nach dem Abstiegsweg. Mit ein bisschen Suchen werden wir bald eine Reihe von Steinmännchen entdecken, die den Hang rechts nach unten führen. Lassen wir uns nicht wie die Autorin und deren Begleiter irreleiten von dem von weitem sichtbaren Gipfelchen mit kleinem Kreuz (ca. 200 m unterhalb des Gipfels). Dies ist nicht die Brettgabel (sie liegt mit 1805 m viel niedriger  und auch weiter nordwestlich). Sobald wir die ersten Steinmännchen entdeckt haben, ist es recht leicht, diesen den Wiesenhängen hinab zu folgen. Es tauchen auch immer wieder alte Markierungen auf. Ein Steig oder gar Weg ist jedoch anfänglich schwer zu erkennen. So steigen wir steil und zügig immer weiter hinunter und fragen uns schon, wie schlimm wohl der Muskelkater in den Oberschenkeln am nächsten Tag sein wird. Endlich erreichen wir die Brettgabel und freuen uns, noch einmal ein paar Meter nach oben steigen zu dürfen.  Ein Bänklein lädt uns ein, uns noch für das letzte Stück des Abstiegs zu stärken und noch einmal einen schönen Blick zu genießen. Auch der letzte Abschnitt führt gleichermaßen steil hinab. Wenn wir schließlich auf eine Wegverzweigung stoßen, nehmen wir nur ganz kurz den Weg nach rechts, der zur Weide führt, zweigen dann aber gleich wieder leicht links ab und steigen über ein Gatterl. Ab jetzt wird es etwas einfacher und wir lassen die Tour in etwas flacherem Waldgelände ausklingen. Bald stoßen wir auf einen Forstweg und kurz danach auf die Straße, die uns nach wenigen Minuten zu unserem Parkplatz zurückbringt. ¤

Autorentipp

Relativ wenig begangene Wege in wunderschöner, ungewöhnlicher Landschaft Endlich darf man sich einmal wie Old Shatterhand auf Spurensuche begeben Herrlicher Blick vom Gipfel auf Watzmann, Hochkönig, Schönfeldspitze... Blick auf Obersalzberg
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
2.389 m
Tiefster Punkt
1.117 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Start

Koordinaten:
DD
47.595284, 13.023884
GMS
47°35'43.0"N 13°01'26.0"E
UTM
33T 351443 5273211
w3w 
///teuren.voll.dortige

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Koordinaten

DD
47.595284, 13.023884
GMS
47°35'43.0"N 13°01'26.0"E
UTM
33T 351443 5273211
w3w 
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Fragen & Antworten

Frage von Georg Thomann  · 30.06.2020 · Community
Hallo, ist es besser über die Brettgabel oder den Alpeltalsteig aufzusteigen? BG Georg
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Antwort von Soizburga Bergmadl · 30.06.2020 · Community
Servus, es gibt kein „besser“ in dem Fall. Kommt immer darauf an, was du dir zutraust und wo du hin willst. Über die Brettgabel zum Hohen Brett oder weiter zum Göll? Der Weg über‘s Alpetal auf den Göll ist sehr lang aber sehr schön durch die Göllsanden. Achtung, Ortsunkundige bitte immer am Weg bleiben, gibt einige Dolinen. Über die Brettgabel, musst a bisserl kraxeln und der Übergang zum Brett ist an einer Stelle, stark abschüssig.... Aber auf den Göll gibt ja viele Wege, die man auch zu Rundtouren verbinden kann, lg Michaela

Bewertungen

5,0
(1)
Miri B.
14.06.2020 · Community
Sehr schöne (und auch anstrengende) Tour. Inzwischen gibt es auch Schilder am Einstieg und an der Weggabelung Hoher Gröll/ Hohes Brett. Der Weg über den Alpelsteig ist aber nicht als Mittelschwere sondern als schwierige/ schwarze Tour gekennzeichnet. Jetzt Mitte Juni gibt es noch viele Schneefelder auf dem Weg zum Gipfel. Nach der Weggabelung vom Hohen Gröll/ Hohen Brett waren auch Wanderer mit Klettersteigset unterwegs. Es sind zwar nur kürzere Passagen die mit Seil am Grat gesichert sind, aber im Zweifel nicht verkehrt einzupacken....je nach Wetterlage und Können/Erfahrung.
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Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
10,4 km
Dauer
6:30 h
Aufstieg
1.297 hm
Abstieg
1.307 hm
Höchster Punkt
2.389 hm
Tiefster Punkt
1.117 hm
Rundtour aussichtsreich

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