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Hochtorgruppe - Alle 23 2000er - Teil 1

Bergtour · Ennstaler Alpen
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ÖAV Alpenverein Gebirgsverein Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Parkplatz Haindlkar
    / Parkplatz Haindlkar
    Foto: Harald Herzog, Alpenverein Austria
  • / Haindlkarhütte
    Foto: Alpenverein Austria, ÖAV-Hüttenfinder
  • / Blick von der Haindlkarhütte zur Peternscharte
    Foto: Georg Schmitz, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Peternscharte mit Blick zur Planspitze
    Foto: Georg Schmitz, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Abstieg von der Rosskuppe
    Foto: Georg Schmitz, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Hochtor (2.369 m)
    Foto: Georg Schmitz, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Blick vom Guglgrat Richtung Festkogel und Ödstein
    Foto: Georg Schmitz, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Hesshütte mit Hochzinödl
    Foto: Harald Herzog, Alpenverein Austria
  • / Hesshütte vom Aufstieg zum Hochtor
    Foto: Harald Herzog, Alpenverein Austria
  • / Die Hesshütte
    Foto: Harald Herzog, Alpenverein Austria
m 2000 1500 1000 500 20 15 10 5 km
Fantastische Gesäuseüberschreitung: Haindkarhütte - Peternpfad - Peternscharte - Rosskuppengrat - Hochtor - Guglgrat - Hesshütte - Stadlalm - Johnsbach
schwer
Strecke 22,5 km
17:00 h
3.306 hm
3.050 hm
1. Tag: Gesäuseüberschreitung

Diese Tour ist ein absoluter Klassiker - einer der längsten und lohnendsten Felsanstiege der nördlichen Kalkalpen. Die mauerglatten Wände über einer der tiefsten Schluchten Europas, dem Gesäuse, faszinieren jede(n) Bergsteiger(in).

Nach einem kurzen Anstieg (ca. 1 Stunde - markiert, Weg 658) und einer Kaffeepause in der gemütlichen Haindlkarhütte geht es einfach weiter bis zum Einstieg des Peternpfades, der kein Pfad im wörtlichen Sinn, sondern eine Kletterroute im 2. Schwierigkeitsgrad ist (ca. 1 Stunde - markiert).

Die Bezeichnung Peternpfad stammt aus einer Legende, wo ein Wilderer, der "Schwarze Peter", seinen Verfolgern im Haindlkar entwischte und Stunden später wieder im Johnsbachtal gesichtet wurde. Damals galten die steilen Hochtorwände als unbezwingbar.

Wenn man vor der Nordwand zur Peternscharte steht, hält man es nicht für möglich, dass es einen Weg durch diese Wandflucht gibt. Der Peternpfad führt stetig nach oben und die Tiefblicke ins Haindlkar und in die Kletterrouten der Nordwände von Planspitze und Hochtor sind beeindruckend. Die Schlüsselstelle, der "Ennstalerschritt", wo ein Felsbrocken umstiegen wird und man dabei schaurige Tiefblicke erlebt, befindet sich kurz unterhalb der Peternscharte und ist auch mit Sicherungsmittel versehen (kein Fixseil). Bald darauf hat man die Peternscharte (2.040 m) erreicht (ca. 1,5 Stunden - markiert - II).

Gipfelsammler: Von der Peternscharte steigt man in wenigen Minuten auf gut gestuftem Fels auf den Nordöstlichen Peternschartenkopf Südwest-Gipfel (2.057 m) (Gipfel 1/23) und auf den Nordöstlichen Peternschartenkopf Nordost-Gipfel (2.047 m) (Gipfel 2/23).

Von der Peternscharte beginnt der Rosskuppengrat, der zuerst in die Rosskuppenscharte, auf die Rosskuppe, in die Dachlscharte, auf das Dachl, in die Rosskarscharte und schließlich auf das Hochtor, den höchsten Gipfel des Gesäuses, führt (ca. 2 Stunden - mit roten Punkten gekennzeichnet - II+).

Gipfelsammler: Aus der Rosskuppenscharte in wenigen Minuten auf einem anfangs breiten Grat, dann über Steilstufen zum Südwestlichen Peternschartenkopf (2.085 m) (Gipfel (3/23).

Am Normalweg wird die Rosskuppe (2.152 m) (Gipfel (4/23) erklettert und danach etwas ausgesetzt in die Dachlscharte abgestiegen. Nun geht man auf dem Dachlgrat, an dessen Ende das Dachl (2.204 m) (Gipfel 5/23) liegt, an dem man auch leicht unterhalb vorbeigehen kann. Der Dachlgrat fällt nach Norden mit einer gigantischen senkrechten Plattenwand zum Haindlkar ab und hat nach Süden eine einzige rillendurchfurchte, schräge Platte mit Abbrüchen in das Rosskar. Die Überschreitung ist interessant und landschaftlich einmalig.

Vom Dachl gelangt man in die Rosskarscharte, von der über teilweise sehr ausgesetzte Bänder der Anstieg zum Hochtor verläuft. Das ist die moralische Schlüsselstelle, da man ein kleines Stück kniend durchsteigen muss. Zurst besteigt man den Nordostgipfel des Hochtors (2.360 m) (Gipfel 6/23) und gelangt endlich über die Hochtorscharte zum Hochtor Hauptgipfel (2.369 m) (Gipfel (7/23).

Abstieg zur Hesshütte am Guglgrat (Josefinensteig) (ca. 1,5 Stunden - markiert, Weg 664 - seilversichert - I), wobei der Gugl (2.301 m) (Gipfel 8/23) vom Normalweg aus leicht in wenigen Minuten mitgenommen werden kann.

Die Hesshütte lädt zur wohlverdienten Stärkung und Erholung ein.

Über die Stadlalm geht es weiter hinunter nach Johnsbach zum Parkplatz Hesshütte / Kölblwirt (ca. 2 Stunden - markiert, Weg 601). 

 Vielen Dank an Alois L., der mich auf dieser großartigen Tour geführt hat!

 

2. Tag: Zwei weitere Gipfel für Gipfelsammler

Nachdem ich am nächsten Tag noch zwei entlegene Gipfel besteigen wollte, übernachtete ich auf der Hesshütte.

Am zweiten Tag Abstieg Richtung Johnsbach bis zur Abzweigung des Schneelochwegs, der auf das Hochtor führt. (ca. 1,25 Stunden - markiert, Weg 601). Auf dem Schneelochweg hinauf bis zum oberen Karboden des Rinnersteins (1.600 m) (ca. 1 Stunde - markiert). Nun den Weg verlassen und entlang der vom Vorgelände des Schneekarturmes absetztenden Felswand über Geröll weiter aufwärts. Unter dem Schneekarturm über Platten und in Geröllrinnen in die seichte Karmulde und hinauf in die Schneekarscharte (2.090 m) (ca. 1,5 Stunden - I). Aus der Schneekarscharte über gestuften Fels auf den westlichen Vorgipfel (2.106 m). Auf dem waagrechten Grat weiter und Abstieg in eine Gratscharte (alles sehr ausgesetzt). Danach Wiederanstieg zum Schneekarturm (2.103 m) (Gipfel 9/23) (ca. 0,5 Stunden - II).

Hinunter am Anstiegsweg bis zum markierten Schneelochweg und queren über Schrofen und durch Latschen zum Haglplan. Diesen im Steilgras hinauf bis zum Grat und mühsam durch dichte Latschen auf das Tellersteinfeld. Danach einfach weiter auf der Hochfläche zum Tellersteinkogel (2.016 m) (Gipfel (10/23) (ca. 1,5 Stunden - I).

Retour am Anstiegsweg und markiert nach Johnsbach zum Parkplatz Hesshütte / Kölbwirt (ca. 0,75 Stunden ab Abzweigung Schneelochweg).

 

 

 

 

 

Autorentipp

Diese Tour nach Möglichkeit nur bei wirklichem Kaiserwetter machen!
Profilbild von Georg Schmitz
Autor
Georg Schmitz
Aktualisierung: 08.04.2020
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Hochtor, 2.369 m
Tiefster Punkt
Parkplatz Haindlkar, 603 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Einkehrmöglichkeit

Haindlkarhütte
Hesshütte
Gasthof Kölblwirt

Sicherheitshinweise

Trittsicherheit und Schwindelfreiheit absolute Voraussetzung!

Für ungeübte Kletterer und Kinder unbedingt ein kurzes Seil, 2-3 Bandschlingen, einige Karabiner und Klettergurte mitnehmen.

Für diese Tour wird ein Bergführer empfohlen.

Weitere Infos und Links

Unter der Telefonnummer 03637 / 212 kann man das Wandertaxi Wagner bestellen (Voranmeldung von 1 Stunde), das auch Einzelpersonen um EUR 7,-- bequem wieder zum Ausgangspunkt der Tour zurückbringt.

Start

Parkplatz Haindlkar (B146) (607 m)
Koordinaten:
DD
47.584083, 14.612696
GMS
47°35'02.7"N 14°36'45.7"E
UTM
33T 470877 5270147
w3w 
///aufgezeichnet.lehnstuhl.schleifen

Ziel

Parkplatz Hesshütte / Kölblwirt (Johnsbach)

Wegbeschreibung

Peternpfad (II - markiert): Der Einstieg des Peternpfades beginnt mit einer etwas unangenehmen Rinne. Hier sind einige brüchige Stellen zu überwinden, und der Weg verändert sich nach jedem stärkeren Regen. Ab hier ist der Weg sehr gut markiert und es geht über steiles Schrofengelände bis zu einer Querung auf welcher man direkt in die Schlucht gelangt. Weiter empor zu waagrechtem Quergang nach rechts in den engen Schluchtgrund (1.700 m). Über plattige Schrofen links hinaus, weiter schräg nach rechts und über eine 6 m hohe Stufe auf schuttbedecktem Hang. Diesem entlang bis zu dessen Absturz mit markantem Absatz. Auf steilen Platten rechts aufwärts, über Stufen gerade empor bis zu einem senkrechten Plattenaufschwung. In kurzem, gestuften Riss aufwärts und an dem vorstehenden Block auf schmaler Leiste rechts vorbei zum "Ennstalerschritt" (sehr ausgesetzt, gute Griffe und Tritte). Über Stufen steil hinauf auf die ausgeprägte oberste Schulter und auf mäßig ansteigendem Band in die nahe Peternscharte.

 

Rosskuppengrat (II - rote Punkte): Von der Peternscharte dem vom Südwestlichen Peternschartenkopf südlich abwärts ziehenden Sporn entlang über Geröll, danach in einer Schrofenrinne über gestuften Fels rechts aufwärts in die Rosskuppenscharte (2.055 m). Waagrecht nach links bis unter den plattenartigen Gipfelaufbau der Rosskuppe. Die Platten 8 m empor, 4 m nach links und 8 m gerade aufwärts zum oberen Plattenrand (rote Punkte beachten). Auf schräg links ansteigender Rampe und Rasenband auf den Ostgrat und über Schrofen zur Rosskuppe. Weiter am Grat und eine kurze Platte, danach ausgesetztes Abklettern über eine Steilstufe und über Schrofen in die Dachlscharte (2.090 m). Auf dem Dachlgrat zuerst 50 m über Schrofen und weitere 50 m auf rauhen Platten zu einer Steilstufe. Auf diese hinauf, am schmalen Grat weiter zum Dachlgipfel (oder südseitig daran vorbei) und über Schrofen hinab in die Rosskarscharte (2.175 m). Den steilen Schutthang schräg links aufwärts, dann auf gestuftem Band etwa 100 m links weiter auf einen Absatz, vor dem steilen Wandaufbau auf breitem Band schräg rechts bis zu seinem Ende. Über kurze Stufe links empor und an der steilen Flanke auf einem schmalen Band 40 m schräg links aufwärts in eine seichte Wandbucht. In dieser über Schrofen gerade hinauf auf den letzten großen Absatz. Auf diesem rechts an einem markanten, turmartigen Felsblock vorbei zum vorspringenden Absatz und waagrecht nach links auf den Hochtor-Nordostgipfel. Abwärts zum Guglgratanstieg (Markierung) und links hinauf auf den Hochtor-Hauptgipfel.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Wien - Linz (Railjet), Linz - Ardning (REX), Ardning - Haindlkar (Bus 910)
Fahrzeit etwa 4 bis 5 Stunden

Anfahrt

Wien (West) - Ybbs (A1), Ybbs - Mooslandl (B25), Mooslandl - Hieflau (B115), Hieflau - Parkplatz Haindlkar (B146)
Wien (Süd) - Knoten Seebenstein (A2), Knoten Seebenstein - Leoben (S6), Leoben - Hieflau (B115), Hieflau - Parkplatz Haindlkar (B146)

Fahrzeit etwa 2,5 Stunden

Parken

Parkplätze sind ausreichend vorhanden

Koordinaten

DD
47.584083, 14.612696
GMS
47°35'02.7"N 14°36'45.7"E
UTM
33T 470877 5270147
w3w 
///aufgezeichnet.lehnstuhl.schleifen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Alpenvereinsführer Gesäuseberge, Willi End, Bergverlag Rudolf Rother, München 1988, ISBN 3-7633-1248-X (vergriffen)

Kartenempfehlungen des Autors

Digital: KOMPASS Digital Map Steiermark, AMap Fly 5.0, Alpenvereinskarten Digital 3D Gesäuse

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

Feste Bergschuhe und Steinschlaghelm

Grundausrüstung für Bergtouren

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis

Technisches Equipment

  • Ggf. Kletterhelm
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
22,5 km
Dauer
17:00 h
Aufstieg
3.306 hm
Abstieg
3.050 hm
aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Geheimtipp Gipfel-Tour ausgesetzt versicherte Passagen Kletterstellen Von A nach B Grat

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