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Hochsengs über Fotzenalm: Eine „etwas andere“ Runde im Sengsengebirge

Bergtour · Oberösterreichische Voralpen
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ÖAV Alpenverein Gebirgsverein Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Aufstieg aus dem Nebel
    / Aufstieg aus dem Nebel
    Foto: Johannes Leeb, (c) Johannes Leeb
  • St. Pankraz im Herbstnebel, dahinter der Kleine Priel
    / St. Pankraz im Herbstnebel, dahinter der Kleine Priel
    Foto: Johannes Leeb, (c) Johannes Leeb
  • Windischgarsten im Nebel, am Horizont links der Große und der Kleine Pyhrgas
    / Windischgarsten im Nebel, am Horizont links der Große und der Kleine Pyhrgas
    Foto: Wilfried Haindl, (c) Wilfried Haindl
  • Am Weg zum Lackerboden
    / Am Weg zum Lackerboden
    Foto: Manfred Neundlinger, (c) Manfred Neundlinger
  • Am Verbindungsweg von Lackerboden zur Fotzenalm
    / Am Verbindungsweg von Lackerboden zur Fotzenalm
    Foto: Wilfried Haindl, (c) Wilfried Haindl
  • An zwei Stellen muss ein Windbruch umgangen werden
    / An zwei Stellen muss ein Windbruch umgangen werden
    Foto: Wilfried Haindl, (c) Wilfried Haindl
  • An zwei Stellen muss ein Windbruch umgangen werden
    / An zwei Stellen muss ein Windbruch umgangen werden
    Foto: Wilfried Haindl, (c) Wilfried Haindl
  • Die Reste der Fotzenalm
    / Die Reste der Fotzenalm
    Foto: Johannes Leeb, (c) Johannes Leeb
  • / Am Höhenweg Sengsengebirge
    Foto: Manfred Neundlinger, (c) Manfred Neundlinger
  • / Am Höhenweg Sengsengebirge
    Foto: Manfred Neundlinger, (c) Manfred Neundlinger
  • / Am Gipfel des Hochsengs
    Foto: Manfred Neundlinger, (c) Manfred Neundlinger
  • / Das Felsentor beim Uwe-Anderl-Biwak
    Foto: Manfred Neundlinger, (c) Manfred Neundlinger
  • / Blick ins Tote Gebirge mit dem Großen Priel
    Foto: Wilfried Haindl, (c) Wilfried Haindl
  • / Abstieg zur Kogleralm
    Foto: Wilfried Haindl, (c) Wilfried Haindl
  • / Blick zurück auf den Gipfel des Hochsengs
    Foto: Wilfried Haindl, (c) Wilfried Haindl
  • / Am alten Pfad unter den Felsabhängen des Hochsengs
    Foto: Wilfried Haindl, (c) Wilfried Haindl
  • / Am alten Pfad unter den Felsabhängen des Hochsengs
    Foto: Wilfried Haindl, (c) Wilfried Haindl
  • / Am alten Pfad unter den Felsabhängen des Hochsengs
    Foto: Manfred Neundlinger, (c) Manfred Neundlinger
  • / Am alten Pfad unter den Felsabhängen des Hochsengs
    Foto: Manfred Neundlinger, (c) Manfred Neundlinger
  • / Wegloser Abstieg in den Langen Graben
    Foto: Manfred Neundlinger, (c) Manfred Neundlinger
  • / Wegloser Abstieg in den Langen Graben
    Foto: Wilfried Haindl, (c) Wilfried Haindl
  • / Im Langen Graben
    Foto: Wilfried Haindl, (c) Wilfried Haindl
  • / Im Sengsengebirge gibt es auch Apollofalter - diese Aufnahme stammt allerdings aus dem Talas-Gebirge (Kirgistan)
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Der Kleine Priel vom Aufstieg zum Lackerboden aus gesehen
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Blick aufs Warscheneck aus den Latschen vor der Fotzenalm
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
  • / Die Fotzenalm nach der Schneeschmelze
    Foto: Wolfgang Drexler, ÖAV Alpenverein Gebirgsverein
1000 1500 2000 2500 m km 2 4 6 8 10 12 14 Speringbauer 535m Parkplatz Vorderer Rettenbach

Eine landschaftlich außergewöhnlich reizvolle Rundtour an der Südseite des Sengsengebirges - teilweise auf alten Wegen und Pfaden, die heute nur noch sehr selten begangen werden.

schwer
15,7 km
8:00 h
1339 hm
1339 hm

Vor kaum mehr als 100 Jahren gab es an der Südseite des Sengsengebirges noch bewirtschaftete Almen (Lackerboden, Fotzenalm, Kogleralm) und regelmäßig benutzte Jagdhäuser (Gsol, Bärenriedlau). Diese waren durch ein Netz von Wegen und Pfaden untereinander verbunden. Heute ist die Almwirtschaft untergegangen und das gesamte Gebiet gehört zum Nationalpark Kalkalpen.

Da nur wenige der alten Verbindungspfade als markierte Wanderwege gepflegt werden, drohen die anderen zu verschwinden. Unterhalb von Schillereck und Hochsengs sind allerdings noch zwei interessante Wegabschnitte erhalten geblieben, die sich kombinieren lassen. Ihr besonderer Reiz liegt in der weitgehend unberührten Natur einer wirklich einsamen Bergwildnis.

Für den hier beschriebenen Rückweg braucht man abschnittsweise allerdings einigen Spürsinn und Entdeckergeist. Ein Alternative dazu wäre die Forststraße im „Langen Graben“.

 

Autorentipp

In den steilen Trockenrasen-Biotopen unterhalb der Felsabhänge des Hochsengs gibt es eine stattliche Population an Apollo-Faltern.

outdooractive.com User
Autor
Wolfgang Drexler
Aktualisierung: 19.09.2019

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
1803 m
Tiefster Punkt
547 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

An sonnigen Tagen kann man im offenen Gelände an der Südseite des Sengsengebirges gelegentlich eine Kreuzotter am Wegesrand aufschrecken: In diesem Fall ist es wichtig, Ruhe zu bewahren und einfach abzuwarten, bis das Tier sich zurückgezogen hat. Kreuzottern greifen von sich aus niemals einen Menschen an!

Auf der hier beschriebenen Route muss im Abstieg auch ein wegloses Stück bewältigt werden, daher sollte man ein wenig Spürsinn und ausreichend Abenteuerlust mitbringen.

Die unmarkierten Wegabschnitte bei der Fotzenalm und westlich der (ehemaligen) Kogleralm werden naturgemäß nicht von einem alpinen Verein oder der Nationalparkverwaltung betreut. Nach einem schneereichen Winter oder nach einem Unwetter können diese Steige daher Hindernisse aufweisen. Der geneigte Besucher sei hiermit ersucht, an der Erhaltung der Begehbarkeit selbst auch ein wenig mitzuwirken!

Ausrüstung

Wanderausrüstung.

In jeden Rucksackgehören: Regen-, Kälte- und Sonnenschutz, Erste-Hilfe-Paket, ausreichend Flüssigkeit sowie eine Wanderkarte der Region.

Weitere Infos und Links

Wenn das Wetter oder die Schneelage Gipfel-Besteigungen nicht zulassen, dann bietet sich im Sengsengebirge eine Wanderung zur Bärenriedlau an.

Viele interessante Informationen findet man auch auf der Homepage des Nationalparks Kalkalpen.

Für Freunde des Geocaching wurde bei der Fotzenalm wurde ein Alpiner Bergcache hinterlegt.

Start

Parkplatz bei den Informationstafeln im Vorderen Rettenbachgraben (549 m)
Koordinaten:
Geographisch
47.784133, 14.201895
UTM
33T 440217 5292616

Ziel

Parkplatz bei den Informationstafeln im Vorderen Rettenbachgraben

Wegbeschreibung

An Stelle von großen Hinweisschildern und deutlichen Wegmarkierungen sind es auf dieser Tour über weite Strecken kleine Steinmännchen und schwache Begehungsspuren, denen es zu folgen gilt. Man erlebt hautnah, wie die Natur ehemaliges Kulturland zurückerobert, sobald man ihr das erlaubt, und sieht auch, welche Kräfte dabei in dieser Region am wirksamsten sind: Der Wind und die fast schon unheimliche Wachstumskraft der Latschen. Belohnt wird der Besucher mit "Wildnis pur" im  Nationalpark Kalkalpen.

 

Am Ausgangspunkt bei den Informationstafeln am Holzlagerplatz wendet man sich nach Westen, wo hinter einem Schranken ein Forstweg sanft bergwärts zieht. Nach ca. 750 m erreicht ein markierter Steig, der vom Speringbauer heraufkommt, diesen Forstweg und folgt ihm ein kurzes Stück, um ihn in der der nächsten Linkskurve wieder zu verlassen (Hinweisschild). Man steigt nun auf dem markierten Pfad bergan und kreuzt dabei noch zwei Mal einen Fahrweg, bevor man nach ca. 90 min. die Reste der Hütten von Lackerboden erreicht. Diese Hütten standen auf einer kleinen Lichtung, an die sich östlich eine Windbruch-Fläche anschließt.

Der Verbindungsweg zur Fotzenalm begann ursprünglich direkt bei den Lackerboden-Hütten, heute muss man jedoch den Windbruch umgehen, um diesen Weg zu erreichen. Man folgt dazu dem markierten Wanderweg, der in Richtung Spering und Schillereck führt, noch ca. 30 m bergauf, bis er eine Wendung nach links nimmt. Hier sucht man sich nach rechts (Osten) zunächst eben und dann absteigend eine Route oberhalb der geborstenen Baumstümpfe und erreicht auf der anderen Seite des Windbruchs genau auf Höhe der Lackerboden-Hütten die Trasse des alten Verbindungsweges. Diesem unmarkierten Weg folgt man nun ostwärts und bald deutlich ansteigend, vorbie an einigen kleineren Hindernissen, bis man bei einem weiteren großen Windbruch angelangt ist, der lange Zeit die ursprüngliche Route versperrt hat, mittlerweile aber ausgeschnitten wurde und jetzt wieder passierbar ist (Steinmänner). Auf der anderen Seite des Windbruchs kann man den ursprünglichen Weg nur mit etwas Mühe wieder finden. Er steigt hier immer noch an, bis er am Beginn einer lichten Passage zunächst flach wird und dann leicht abfällt und schließlich um eine kleine Felsrippe herumführt. Ab hier ist der Pfad sehr gut ausgeprägt und führt bald in einer deutlich ausgeschnittenen Gasse durch einen sehr hohen Latschenbestand.

Dort, wo die Latschen wieder in Wald übergehen, wird man später einen Anstieg nach Norden suchen, vorher aber leicht abfallend noch ca. 100 m dem Pfad nach Osten folgen, um die Reste der verfallenen Fotzenalm auf einer großen schattigen Lichtung zu erreichen.

Von der Fotzenalm geht man bis zum Beginn der Latschen zurück und wendet sich zunächst weglos bergwärts, um kurz oberhalb erste Steinmänner und alte Farbmarkierungen zu entdecken, die im lichten Bergwald höher führen. Etwa 100 HM weiter oben erreicht man auf einer freien Fläche einen großen umgefallenen Baum. Ab hier folgt man den Steinmännern und Steigspuren, die leicht ansteigend nach rechts (Osten) weisen und immer wieder durch ausgeschnittene kurze Latschengassen führen. Man kommt an einem tiefen Schacht vorbei, der in seinem Inneren vermutlich ganzjährig Eis führt, jedenfalls immer einen frostigen Hauch verströmt, und erreicht schließlich knapp vor einem kleinen Sattel den markierten Höhenweg Sengsengebirge.

Nach links würde der Höhenweg auf den Gipfel des Schillerecks führen, von wo aus man über die Huttn nach Lackerboden und zum Ausgangspunkt zurückkehren kann. Nach rechts (Osten) führt er über mehrere Kuppen weiter bis auf den Gipfel des Hochsengs, wo man wohl eine ausführliche Rast einlegen wird.

Für den Abstieg folgt man dem Höhenweg Sengsengebirge zunächst ostwärts über eine versicherte Stelle weiter bis zum Uwe-Anderl-Biwak. Bei einem markanten Felsentour kurz hinter der Biwak-Schachtel weist ein Schild auf einen unmarkierten Steig talwärts in Richtung Kogleralm hin, dem man nun folgt. Dieser Pfad ist deutlich ausgeprägt und mit Steinmännern markiert.

Nach einer etwas steileren, schrofigen Passage und anschließenden Kehren im Wald erreicht man auf einer Höhe von ca. 1300 Metern eine große, relativ ebene Wiese.

Für den weiteren Abstieg hat man hier zwei Möglichkeiten:

Man kann den Steinmännern folgend die Wiese überqueren und am unteren Ende auf einen deutlichen Pfad treffen, auf dem man nach Osten fast eben bzw. leicht ansteigend bis zum Güterweg Kogleralm gelangt, der über mehrere Kehren in den Langen Graben und vorbei an der Bartalhütte zurück zum Ausgangspunkt führt. Dies ist eine „sichere“ Variante des Abstieges, die allerdings ein wenig monoton ist.

Man kann aber auch über die oben erwähnte Wiese gerade nach unten absteigen und an ihrem westlichen Ende bzw. im Wald knapp darunter nach einem alten Steig Ausschau halten, der ebenfalls mit Steinmännern markiert ist und von hier direkt nach Westen führt, zunächst eher flach, dann zunehmend bergab und über immer längere Passagen vom Schutt und Geröll. Das Trockenrasen-Biotop hier ist die Heimat der Apollofalter!

Man folgt den immer schwächer werdenden Steigspuren bis in eine breite Kar-Rinne direkt unterhalb des Hochsengs-Gipfels, zuletzt vorbei an einem alten Hochsitz, und durchquert ein dichtes Latschenfeld entlang von alten Ausschnittpuren. Am westlichen Rand der Rinne, wo schwache Steigspuren wieder bergauf führen würden, wendet man sich neben dem lichten Hochwald talwärts (nach Süden) und steigt weglos ab, wobei man schrofige Felsstufen jeweils rechts umgeht, ohne das offene Gelände zu verlassen. Man gelangt in ein stark bewachsenes breites Kar, in dem dichte Vegetation den weiteren Abstieg behindert. Dem Weg des Wassers folgend erreicht man am unteren Ende dieses Kares eine fast schluchtartige Verengung, die durch zahlreiche alte Baumstämme blockiert wird, welche jedoch umgangen werden können. An der rechten Seite sucht man nun einen schmalen Durchstieg, der im dichten Laubwald steil nach unten auf die nächst tiefere Etage hinunter führt, wo man über Schutt und Geröll weiter absteigt, bis man durch dichtes Unterholz hindurch schließlich ganz unten den Forstweg im Langen Graben erreicht.

Dem Forstweg folgt man talauswärts vorbei an der Barthalhütte zurück zum Ausgangspunkt.

Öffentliche Verkehrsmittel

Der Ausgangspunkt dieser Tour ist vom Bahnhof Hinterstoder aus zu Fuß in ca. 1 h erreichbar - oder mit dem Taxi.

Anfahrt

A9 - Ausfahrt St. Pankraz; kurz rechts auf der Bundesstraße, dann links abzweigen zum Bahnhof Hinterdtoder. Bei einer Abzweigung knapp vor dem Bahnhof rechts unter der Bahn durch und vorbei am Gut Helml auf den Güterweg Pernkopf; über eine Anhöhe weiter in Richtung Speringbauer und in den Vorderen Rettenbachgraben. Ungefähr 400 Meter nach der Brücke über den Rettenbach bei einer Weggabelung befindet sich ein Holzlagerplatz mit Nationalpark-Informationstafeln, der auch als Parkplatz genutzt werden kann.

Parken

Parkmöglichkeit bei den Informationstafeln im Vorderen Rettenbachgraben am Ausgangspunkt.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
15,7 km
Dauer
8:00 h
Aufstieg
1339 hm
Abstieg
1339 hm
Rundtour aussichtsreich faunistische Highlights Geheimtipp Gipfel-Tour versicherte Passagen

Statistik

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