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Mehrtagestour empfohlene Tour

Hauptwanderweg Wien - Niederösterreich 888

Mehrtagestour · Donau Niederösterreich
Profilbild von Peter Ofner (Ich, am Weg - Wandern mit Peter)
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Peter Ofner (Ich, am Weg - Wandern mit Peter) 
  • Foto: Peter Ofner (Ich, am Weg - Wandern mit Peter), Community
m 240 220 200 180 160 140 120 100 80 60 40 20 km

Der Hauptwanderweg Wien - Niederösterreich war einst ein Verbindungsweg zwischen den beiden Bundesländern, welcher sich über das südliche Wiener Becken erstreckte. Mit einer Länge von 126 Kilometern und wenigen Höhenmetern war er einst ein toller Einstieg in das Weitwanderleben. Aufgrund seiner Eintönigkeit war er aber nicht bei allen Wanderern beliebt. Seit einigen Jahren wird er nicht mehr betreut und verschwand auch aus der Weitwanderliteratur. Nur noch wenige übergebliebene Markierungen und Schilder erinnern an den Weg, der einst bekannt war als Weitwanderweg 888.

Ich habe ihn für Euch noch einmal erwandert und bin sehr positiv überrascht von seiner Vielfalt. Hier ist mein Etappen-Guide für Euch:

mittel
Strecke 126,8 km
30:49 h
152 hm
152 hm
245 hm
159 hm

Autorentipp

  • Gedenkstein eines Majors
  • Pfarrkirche Rauchenwarth und Kirchenplatz
  • Denkmalgeschützter Baum mit Bildstock bei Rauchenwarth
  • Kellergasse bei Wienerherberg
  • Fisha Fluss und Fürstenwasser
  • Aussicht vom Goldberg bei Reisenberg
  • Kellergasse Reisenberg
  • Das weiße Kreuz bei Götzendorf
  • Blick auf das Leithagebirge
  • Hirschgegehe (Fütterung mögl.) am Reisenbach
  • Wasserzulauf Piesting/Neubach bei Moosbrunn
  • Die Brunnlust Steppe
  • Hauptplatz Unterwaltersdorf
  • Schloss Schöngrabern
  • Hubertusmarterl an der alten Fischa
  • Naturdenkmal Trockenrasen
  • Entlang der Triesting
  • Die Schwibbögen
  • Die Triestingau
  • Schloss Oberwaltersdorf
  • Staumauer Oberwaltersdorf
  • Dreifaltigkeitssäule und Kirchenplatz Trumau
  • Naturdenkmal alte Schwechat
  • Schloss Laxenburg
  • Schlosspark Laxenburg
  • St. Laurentiuskirche und Allee in Achau
  • St. Andreas Kirche bei Hennersdorf
  • Seven Summits Wien Favoriten
  • Entlang des Liesingbachs
  • Pfarrkirche Schwechat
Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
245 m
Tiefster Punkt
159 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Asphalt 20,91%Schotterweg 33,51%Naturweg 26,33%Pfad 5,19%Straße 14,03%
Asphalt
26,5 km
Schotterweg
42,5 km
Naturweg
33,4 km
Pfad
6,6 km
Straße
17,8 km
Höhenprofil anzeigen

Sicherheitshinweise

Der Weg ist nahezu problemlos bei jeder Jahreszeit begehbar. Man sollte ausreichend Proviant mitnehmen, da oft lange Strecken ohne Einkehrmöglichkeit vorhanden sind.

Der Weg ist nicht mehr offiziell markiert. Ihr braucht auf jeden Fall die Karte am GPS oder die Wegbeschreibung in gedruckter Form. Viele Abschnitte sind auch nicht mehr vorhanden oder verbaut. Dies kann sich jederzeit noch verschlimmern. Ihr müsst also wachsam sein und Alternativen einplanen!

Weitere Infos und Links

Die Wegbeschreibung stammt aus meinem Blog:

Hauptwanderweg Wien - Niederösterreich 888 (Ich, am Weg)

Im Blogbericht könnt Ihr die Bilder meiner Alternativlösungen bei verkannten Wegabschnitten einsehen. Hier in alpenvereinaktiv.com könnt Ihr nur über alternativen lesen.  Für ein genaueres Studium des Weges zahlt es sich aus, meinen Bericht zu besuchen...

Bei Fragen zu diesem Weg, könnt Ihr mich gerne kontaktieren:

Peter Ofnerpeter.ofner-weitwanderer@hotmail.com

Start

Schwechat (Schwarzmühlstraße / Brücke über die Schwechat) (162 m)
Koordinaten:
DD
48.134579, 16.469232
GMS
48°08'04.5"N 16°28'09.2"E
UTM
33U 609311 5332302
w3w 
///hinweis.schwärme.ausleger
Auf Karte anzeigen

Ziel

Schwechat (Schwarzmühlstraße / Brücke über die Schwechat)

Wegbeschreibung

1. ETAPPE - SCHWECHAT - GRAMATNEUSIEDL

Abschnitt Schwechat bis Rauchenwarth

Da es sich um einen Rundkurs handelt, ist es egal wo man bei diesem Weg ein- oder aussteigt. Ich habe mich für Schwechat als Start/Zielpunkt entschieden und würde meine Tour gleich in den Süden starten. Der offizielle Startpunkt ist dabei der Kreisverkehr der B11 Brauhausgasse zur Ecke der Bundesstraße L2071 nahe der Schwarzmühle.

Schwechat

Dieser Ort ist eine Stadtgemeinde südöstlich von Wien, welcher am gleichnamigen Fluss liegt. Bekannt ist dieser Ort nicht nur durch den internationalen Flughafen von Wien, welcher etwas östlich und außerhalb liegt, sondern auch für die größte Erdölraffinerie im Besitz der OMV. Aber auch das geläufige Schwechater Markenbier darf hier nicht fehlen. Die Gemeinde befindet sich im Bezirk Bruck an der Leitha. Damit liegt Schwechat am nördlichen Rand des Wiener Beckens und ist mit der Bundeshauptstadt nahezu zusammengewachsen. 

Die Tour führt zunächst durch Schwechat entlang der Schweiningergasse bis zur Ecke Johann Burkl Gasse. Beim Gasthaus Angelis folge ich der Neukettenhofer Straße weiter in den Osten bis zum Retentionsbecken Neukettenhof. Hier endet auch die östlichste Ortssiedlung und ich verlasse nun den städtischen Bereich.Ein kleiner Weg durch einen Waldstreifen führt mich direkt zur S1 Wiener-Aussenring-Schnellstraße, welche ich übersetze. Danach folge ich der Schnellstraße einige Meter stadteinwärts, während einige Meter später ein Karrenweg direkt wieder einen Bogen in den Süden macht. Hier treffe ich noch auf ein zurückbleibenden toten Birkenstamm mitten am Weg, bis ich dann in das weite Feldgebiet eintauchen kann. Der Weg schlängelt sich südöstlich abwärts und ich erblicke in der Ferne nichts als Felder und leichte Erhebungen. Im Westen kann man aber sehr schön das Alpenvorland erkennen. Mitten am Weg entdecke ich auch einen großen alten Gedenkstein. Die Inschrift ist nicht mehr gut zu entziffern, aber anscheinend wurde er zum Gedenken an einen Major hier aufgestellt.

Kurz vor den Gemäuern des Aichhofes, führt mich der Karrenweg nun links entlang eines Waldstreifens in den Westen. Danach gelange ich an einen weiteren Karrenweg, der von schmalen Strommasten begleitet wird. Es geht weiter in den Süden. Hinter mir habe ich nun einen einzigartigen Blick auf Wien und Umgebung. Die Wiener Hausberge sind richtig toll und markant zu erkennen. Es geht schließlich weiter in den Südosten bis ich schließlich nach ca. 10 Kilometer den Ort Rauchenwarth erreiche.

Abschnitt Rauchenwarth bis Wienerherberg

Beim Weinbau Trischitz trete ich in die Ortschaft ein und folge nun der Wienerstraße bis zum Gasthof Bauer. Dort wandere ich weiter in den Süden durch das Zentrum des Ortes und raste beim Kirchenplatz bzw. bei der Pfarrkirche.

Rauchenwarth

Auch Rauchenwarth liegt im Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich. Derzeit dürfte Rauchenwarth an die 800 Einwohner zählen. Es liegt im Industrieviertel von Niederösterreich. Im Altertum war das Gebiet Teil der Provinz Pannonia. Nach dem Anschluss Österreichs an das Dritte Reichs wurde der Ort an Schwechat bzw. Groß-Wien eingegliedert und 1954 durch die Abtrennung von Wien wieder selbstständig.

Vorbei am Gemeindeamt folge ich nun der Ortsstraße, bis ich links einbiege und zur Waldsiedlung weiter gehe. Am Ende der Waldsiedlung erreiche ich den Eingang zum Gemeindewald. Dort steht ein alter Baum, der unter Denkmalschutz steht. Darauf befindet sich auch ein Bildstock. Es folgt der Eintritt in den Wald.Nach nur wenigen Augenblicken stoße ich zur Bundesstraße L2062 welcher ich kurz nördlich folge, um noch vor dem Kreisverkehr wieder rechts neben ein weiteres Waldstück einzutauchen. Zu meiner Linken befindet sich nun die Richard Blaha Gmbh sowie eine große Kiesgrube. Am Ende des kleinen Waldstücks gelange ich nun zur breiten Kiesstraße am Müllnerstraßl. Dieser folge ich nun rechts und durchquere einerseits die Funksicherungsanlage sowie die Kiesgrube & Bodenaushubdeponie Schwadorf. Von hier aus hat man eine unglaubliche Fernsicht über das südliche Wiener Becken.

Achtung:Der ursprüngliche Weg vorbei an der Bodenaushubdeponie ist nicht mehr vorhanden. Hier wurde bereits eine weitere Deponie angelegt und der Weg wurde komplett verschüttet. Entweder ihr folgt der neu angelegten LKW-Straße talwärts oder ihr müsst von der Deponie einige Meter abwärts klettern. Jedenfalls ein sehr ungutes Stück.

Erst mal wieder den richtigen Weg erreicht, geht es nun talwärts, vorbei an einer kleinen Kellergasse, bis ich schließlich den östlichen Vorort von Ebergassing, nämlich Wienerherberg erreiche.

Abschnitt Wienerherberg bis Gramatneusiedl

Bei der Pfarrkirche von Wienerherberg lege ich eine kurze Pause ein und lasse es mir mal so richtig gut gehen.

Ebergassing (Wienerherberg)

Ebergassing hat fast 4000 Einwohner und gehört natürlich ebenso zum Bezirk Bruck an der Leitha in Niederösterreich. Die Gemeinde umfasst zwei Katastralgemeinde. Zum Einem wäre dies das gleichnamige Ebergassing und auch die Gemeinde Wienerherberg.Im Altertum gehörte auch Ebergassing der Provinz Pannonia an. Im Jahre 1120 wird in einer Melker Urkunde der Ort Ebergozingen genannt. Die Ebergassinger waren die Untertuchsess von Niederösterreich. Durch den Fluss Fischa wurde die Frühansiedlung der Industrie begünstigt. Im Jahr 1975 erfolgte die Zusammenlegung mit der ehemals eigenständigen Gemeinde Wienerherberg.

An der Pfarrkirche vorbei, folge ich nun der Kirchengasse bis zur Dreifaltigkeitssäule. Entlang der Seegasse verlasse ich nun Wienerherberg und überquere dabei die Fischa. Erneut erreiche ich ein kleines aber schönes Stückchen Wald und wandere vorbei an den Käferteichen. Schließlich biege ich rechts ab und folge nun einem Forstweg. Dabei wandere ich zwischen den Teichen des Fürstenwassers vorbei. Leider kann man diese vom Wegrand aus nicht sehen. 

Schließlich trete ich aus dem Wald des Fürstenwassers heraus und marschiere nun durch das Feld, entlang der Forststraße. Nach einer Weile gelange ich zur Bundesstraße B15. Dieser folge ich rechts in den Westen und überquere dabei den Fürbach. Danach geht es links weiter entlang einer schmalen Straße in Richtung Neu-Pischelsdorf. Dort angekommen gehe ich rechts entlang der Neuhofgasse weiter bis ich den nördlichen Punkt von Neu-Pischelsdorf und somit den Rand zu Ebergassing erreiche.Beim Sportplatz biege ich nun links ab und folge nun der Fischastraße. Diese führt südlich von Ebergassing und endet am Ortsrand. Dort wird die Straße wieder zu einem Forst- bzw. Feldweg. Im Norden erkenne ich noch das Futtermittelsilo von Ebergassing. Ich folge diesem Weg zwischen Wald und Felder, überquere Eisenbahnschienen und gelange so in den Ort Neu-Reisenberg. Und hier betrete ich schließlich den Ort Gramatneusiedl. Die erste Etappe ist geschafft.

2. ETAPPE - GRAMATNEUSIEDL - MOOSBRUNN

Abschnitt Gramatneusiedl nach Reisenberg

Diese Tour beginnt natürlich dort, wo die erste Etappe geendet hatte. Nämlich in Gramatneusiedl. Diese zweite Etappe ist jedoch so ausgelegt, dass man bei öffentlicher Anreise am Ende dieser Tour auch wieder dorthin zurückgelangt.

Gramatneusiedl

Dieser Ort liegt im Industrieviertel von Niederösterreich südlich von Wien und somit im südlichen Wiener Becken am Fluss Fischa. Im Jahr 1120 wurde der ORt erstmals urkundlich mit Gezenniusidelen benannt. Gramatneusiedl gehörte bis zu dessen Auflösung am 1. Jänner 2017 zum Bezirk Wien-Umgebung.Der Ort liegt an der Ostbahn zwischen Bruck an der Leitha und Wien. In Gramatneusiedl zweigt die Bahnstrecke jedoch ab und bildet eine Verbindungslinie nach Wiener Neustadt. Hier gibt es auch ein großes bekanntes Oldtimermuseum.

Die Tour wird nun an der Fischa, im Süden von Gramatneusiedl nahe Neu Reisenberg fortgesetzt. Ein Feldweg führt zunächst in den Südosten entlang der Grenze zu den Bezirken Bruck an der Leitha und Baden. Später teilt dieser Weg die Gemeinden Götzendorf und Reisenberg. Weiter geht es entlang einer Feldstraße, wobei man in der Ferne bereits den Wein- bzw. den Goldberg bei Reisenberg erkennen kann. Obwohl es mehr ein Hügel ist, ist es in der Nähe die einzige markante Erhöhung.Zwischen den Außerbergäckern und dem Rainspiegelberg geht es nun weiter bis zur Abzweigung nach Reisenberg beim Hochrainer bzw. bei der Weinbergkapelle. Wenig später kann man bereits die Spitze des Kirchturms zu Reisenberg erkennen, worauf man auch schon den Ort erreicht.

Abschnitt Reisenberg nach Leithaprodersdorf

In Reisenberg angekommen werde ich gleich von der schönen Kellergasse empfangen. Das Thema Weinbau ist im gesamten Ort spür- und erlebbar. 

Reisenberg

Diese Marktgemeinde gehört bereits zum Bezirk Baden in Niederösterreich. Seinen Namen hat Reisenberg wohl auch vom Bach, welcher durch ihn strömt, nämlich den Reisenbach. Am besagten Goldberg waren einst schon die Römer und Kelten angesiedelt. 1045 wurde Reisenberg erstmals in einer Urkunde erwähnt. Einst wurde die Siedlung in der Türkenbelagerung zerstört und im 16. Jahrhundert wieder aufgebaut. Bis ins 19. Jahrhundert hatte Reisenberg immer wieder mit oftmaligen Überschwemmungen zu kämpfen. 1892 wurde dann der Leithadamm errichtet. 

Der Weg führt mich einmal mitten durch die schöne Ortschaft. Entlang der Kirchen-, Rosen- und Kellergasse gelange ich fast wieder zum Eintrittsort, werde aber kurz davor schon den Nordosten gelotst. Diesmal geht es entlang eines Kieswegs weiter entlang des Wiesflecks.  Zu meiner Rechten wird der Reisenbach zu einem munteren Begleiter. Wieder gelange ich an schöne Felder mit interessanten Fernblicken, ehe ich eine betonierte Straße erreiche, welcher ich nun in den Südosten folge. Sie führt mich über den Reisenbach weiter bis ich das Weiße Kreuz erreiche. Von hier aus habe ich schon einen tollen Blick auf die Ortschaft Götzendorf an der Leitha sowie Pischelsdorf. Und genau zu jenem Ort gelange ich letztendlich und lege meine erste Pause nahe der Pfarrkirche ein.

Götzendorf an der Leitha bzw. Pischelsdorf

Götzendorf befindet sich ebenfalls im Bezirk Bruck an der Leitha. Das südlich verwachsene Pischelsdorf gehört ebenso zu dessen Gemeindegliederung. Götzendorf wurde erstmals 1130 urkundlich erwähnt. Seinen Namen hat es von seinem Gründer, den Ritter Gezo. Dies war dessen Kosename und bedeutete "Der Mann mit dem Speer".Götzendorf hatte sich einst im Rahmen der zweiten Türkenbelagerung zur Wehr gesetzt, indem es der osmanischen Armee Nahrung sowie Stroh und Heu für die Pferde untersagte. Daraufhin sollte Götzendorf unterworfen werden. Die Götzendorfer verschanzten sich in ihrer Wasserburg, deren tiefer Graben sie schützte. Allerdings wurde die Burg in Brand gesteckt und der Ort gänzlich zerstört. Im zweiten Weltkrieg entstand in Götzendorf ein deutscher Militärflugplatz mit dem Codenamen Holunder. 

Weiter geht es nun entlang der Schulgasse zu einer Brücke, welche über den Leithakanal führt. Gleich danach zweigt der Weg ab und ich folge dem Karrenweg nun rechts entlang der Leitha in den Süden. Hier befindet sich ein schönes kleines Waldstück namens Grünbühel. Der Weg führt letztendlich zur Gabelung des Leithakanals und des Werkskanals. Beide Arme führen etwas weiter nördlich in den eigentlichen Leithastrom. Weiter führt mich der Weg nun zwischen Leitha und Leithakanal bis zum kleinen Ort Wasenbruck, den ich aber nicht besuche. Ich überquere die Hauptstraße bzw. die L161 und folge weiter der Leitha.Nach Wasenbruck folgt nun ein schöner aber lange Weg entlang eines Waldstreifens an der Leitha, welcher zunächst entlang der Zinswiese und später der Lüssefelder führt. Im Süden erstreckt sich jetzt zum Greifen nahe das Leithagebirge. Bei der Kotzermühle an der Bundesstraße L155, nahe dem Ort Seibersdorf führt nun der Leithakanal und die Leitha zusammen. Ich folge der Leitha weiter in den Südwesten. Erneut folgt ein längeres, eher eintöniges Wegstück an den Neufeldäckern.  Als der Weg sich nun endgültig in den Westen kehrt, erreiche ich schließlich den Ort Leithaprodersdorf. 

Abschnitt Leithaprodersdorf nach Moosbrunn

Nach dem Eingang zu Leithaprodersdorf erreiche ich zunächst den Sportplatz. Entlang der Sportplatzgasse an der unteren Hauptstraße lege ich dann meine zweite Rast beim Ratschenkreuz ein.

Leithaprodersdorf

Diese Gemeinde befindet sich  bereits im Burgenland, genauer gesagt im Bezirk Eisenstadt-Umgebung. Sie liegt genau an der Grenze zu Niederösterreich und schließt direkt am Schwesternort Deutsch Brodersdorf an.Das Gebiet war einst Teil des keltischen Königreichs Noricum und gehörte zur Umgebung der keltischen Höhensiedlung Burg auf dem Schwarzbacher Burgberg. In römischer Zeit war das Gebiet um Leithaprodersdorf dicht besiedelt. 1982 feierte die Gemeinde ihr 750. Jahr. 1990 wurden die zur Marktgemeinde Leithaprodersdorf gehörenden Katastralgemeinden Loretto und Stotzing abgetrennt. Leithaprodersdorf und Deutsch Brodersdorf sind heute zwar als Siedlung zusammengewachsen, stehen aber trotzdem jeweils auf einem eigenen Bundesland. Das Wahrzeichen der Gemeinde ist die denkmalgeschützte Bergkirche. Mit dem "Gschlössel" gibt es auch ein Wall-Graben-System einer ehemaligen Wehranlage.

Der Weg führt nun weiter über das westliche Eck bei Deutsch Brodersdorf und kehrt kurz über den Norden hinauf, entlang der Siedlungen, bis man sich auf einer Weidenstraße wieder findet. Nun verläuft der Weg wieder in den Nordosten hinauf entlang der Vier-Eichen Weide. Hier warten einige große Windräder, welche mächtig in den Himmel ragen. Nach einiger Zeit überquere ich die Bundesstraße L155 und gehe nun nördlich voran. Weiter geht es zunächst zu einem großen Kieswerk. Dort führt der Weg nun links weiter bis zur Bundesstraße B60. Diese wird überquert und schon befindet man sich im Wald der Herrschaftlichen Heide. In der Heide überquere ich den Reisenbach und finde mich bei der Raststation im Hirschgehege wieder. Hier kann man die Tiere auch füttern und aus nächster Nähe bestaunen.Nach der Raststation geht es noch nordwestlich weiter in Richtung Mitterndorf. Noch vor dem Friedhof des Ortes zweigt der Weg kurz rechts ab und nach einer weiteren Linkskehr erreichen wir schließlich den Ort.

Mitterndorf an der Fischa

Mitterndorf gehört wieder dem Bezirk Baden in Niederösterreich an. Diese Siedlung ist mit Moosbrunn zusammengewachsen. Die Gemeindegrenze verläuft durch das Siedlungsgebiet. Die Ortsteile im Nordwesten gehören, als Dorf klassifiziert zur Gemeinde Gramatneusiedl. Der Ort wird 1220 im Babenberger Urbar erstmals urkundlich als Miterendorf erwähnt. 1239 scheint ein Friedrich von Mitterndorf als Zeuge einer Urkunde auf. Am 9. Juli 1917 wird der Gemeindevorstehung die Bewilligung erteilt, den Ortsnamen Mitterndorf an der Fischa zu führen.

Am Ende dieser Etappe führt der Weg nun noch nordöstlich hinaus aus Mitterndorf entlang der Fischa bis man die Siedlung Neu-Mitterndorf erreicht, welche an Gramatneusiedl angrenzt. Hier führt der Weg nun links weiter nach Moosbrunn. Ich beende die Tour aber hier und gehe zurück zum Bahnhof Gramatneusiedl. Super Strecke! 

3. ETAPPE - MOOSBRUNN - OBERWALTERSDORF

Abschnitt Moosbrunn nach Unterwaltersdorf

Diese Etappe beginnt in Moosbrunn, nur wenige Kilometer vom Knotenpunkt Gramatneusiedl entfernt. Wir starten bei der Busstation neben der Volksschule und gehen die Wiener Straße südlich hinab zur Hauptstraße. Dort wartet auch schon die Pfarrkirche St. Laurentius auf uns.

Moosbrunn

Der Ort liegt südlich von Wien im Industrieviertel am sogenannten Wiener Becken. Nur wenig der Gesamtfläche ist bewaldet. Hauptsächlich ranken sich Felder und Steppen rund um den Ort. Es existiert nur die Katastralgemeinde und Ortschaft Moosbrunn. Nur noch das kleine Siedlungsgebiet Mitterndorf an der Gemeinde-Ostgrenze, liegt nahe an Moosbrunn, gehört aber schon zur Siedlungseinheit Mitterndorf an der Fischa. Einst in der Zeit des Dritten Reichs im Jahre 1938 wurde der Ort als Teil des neu geschaffenen 23. Bezirk Schwechat nach Groß-Wien eingegliedert. 1954 wurde der Ort nach der Abtrennung von Wien wieder selbstständig. Bekannt ist Moosbrunn durch das Kurzwellen-Sendezentrum, welches 1960 in Betrieb genommen wurde.

Gleich neben der Kirche führt eine Straße bis an die Grenze des Hauptplatzes an die Piesting und dem Piestingwald. Hier folgen wir den Pfad nun rechts bis wir die Augasse erreichen. Diese schreiten wir nun entlang, verlassen den Wald und erreichen ein Siedlungsgebiet am Neubach. Entlang der gleichnamigen Gasse geht es nun rechts weiter. Wir übersetzen nun die Bundesstraße und marschieren weiter entlang des Neubachs. Wir verlassen nun Moosbrunn und treten in das Steppengebiet ein. Zuvor treffen wir noch auf einen schönen gemütlichen Rastplatz bei der Flusszusammenführung der Piesting und des Neubachs. Die kleine Wasserschleuse dort wird auch "Falle" genannt. 

Wir folgen der Piesting und übersetzen diese dann über eine steinerne Brücke, worauf wir der Feldstraße links weiter folgen. Nun hat man erstmals einen schönen Ausblick auf das beginnende Alpenvorland im Westen und umrunden dabei das kleine Sumpfgebiet der Brunnlust sowie den Altersgraben. Es folgt nun eine 2,5 lange gerade Feldstraße südwestlich hinab, ehe wir erneut die Piesting übersetzen. Nach einem Kurzbesuch im gezüchteten Waldstück "Unteres Feld", wenden wir uns mit dem Blick auf Ebreichsdorf, kehren aber dann doch südlich ein und erreichen so das Siedlungsgebiet von Unterwaltersdorf. Der Feldweg geht in den Rudolf Jursitzky Weg über. Wir übersetzen die Ebreichsdorfer Straße und marschieren weiter vorbei an Gartenhäusern entlang des Bienenwegs bis wir schließlich links in die Dr. Schreber Gasse einbiegen und dieser bis zur Wiener Straße folgen. Dieser folgen wir dann hinab bis zum Kreisverkehr und dem Hauptplatz.

Unterwaltersdorf

Diese Ortschaft gehört zur Katastralgemeinde von Ebreichsdorf. Die kleine Stadt, welche durch den Pferderennsport (Magna Racino) bekannt wurde, liegt auch nur einen Kilometer davon entfernt. Am westlichen Ortskern durchfließt die Fiascha den Ort. Im Franziszeischen Kataster von 1819 ist Unterwaltersdorf mit zahlreichen Gehöften um einen Hauptplatz verzeichnet. 

Abschnitt Unterwaltersdorf bis Neurißhof

Entlang der Bahnstraße geht es nun weiter, bis wir erneut rechts abbiegen und der Straße in Richtung dem ÖBB Bahnhof folgen. Auf dem Weg dort hin kommen wir am schönen aber leider nicht zugänglichen Schlosspark von Unterwaltersdorf vorbei. Das Schloss Schöngrabern steht allerdings auf nördlich am Rand der Wr. Neustädter Straße in Richtung Weigelsdorf. Nach dem Bahnhof folgen wir der Bahnstrecke weiter hinab bis kurz vor das Erholungsgebiet Weigelsdorf. Doch vorher biegen wir rechts ab und folgen der langen geraden Strecke zurück zur Wr. Neustädter Straße und dem Bahnhof von Weigelsdorf, welches wir dann auch betreten. Wir folgen der Bundestraße in den Ortskern, übersetzen dort den Ortskern und marschieren gerade weiter auf der Hauptstraße bis zur St. Peter und Paul Kirche.

Weigelsdorf

Der Ort gehört wie auch Unterwaltersdorf zur Katastralgemeinde der Stadt Ebreichsdorf. Wie in einem Dreieck gelegen, ist auch Weigelsdorf nur einen Kilometer von Ebreichsdorf entfernt. Die Fischa durchfließt auch Weigelsdorf. Im Süden des Dorfes befindet sich eine Wochenendhaussiedlung, welches bekannt ist als Erholungszentrum Weigelsdorf. Auch der Gutshof Fischapark befindet sich dort. Auch Weigelsdorf wurde im Franziszeischen Kataster von 1819 erwähnt. 

Nach der Kirche biegen wir rechts in die Fabriksstraße ein. Dort marschieren wir an der Feuerwehrzentrale vorbei. Weiter geht es entlang von Gartenhäusern durch eine Siedlung, bis wir beim Frauenbrückenweg rechts einbiegen. Dort befindet sich auch noch eine alte rot-weis-rote Markierung als Orientierung. Auch erblickt man gleich wieder weites Feldgelände. Wir verlassen Weigelsdorf und marschieren nun über einen Karrenweg, ehe wir einen kleinen Waldstreifen und die Fischa übersetzen. Der Karrenweg macht einen leichten Bogen in den Norden und bei der nächsten Wegkreuzung biegen wir links ab. Erneut folgen wir einem Waldstreifen und einem kleinen Bach bis zu zur nächsten Kreuzung. Hier folgen wir dem betonierten Weg auf der rechten Seite. In der Ferne erkennen wir bereits die riesigen Windkrafträder dieser Region. Am Ende der Straße folgen wir dem Kreuzungspunkt links weiter bis wir zur Brücke über die A3 Autobahn gelangen. Wir übersetzen die Autobahn und marschieren nun ganz nah an den hohen Windkrafträdern vorbei entlang eines Feldweges. 

Achtung Geheimtipp !!!

Bei der nächsten Wegkreuzung führt unser Weg zwar Rechts weiter. Wenn ihr dem Weg aber nach Links weiter folgt, dann gelangt ihr nach ca. 200 Meter zu einem Waldstreifen in dem die Alte Fischa fließt. Gleich nach einer kleinen Brücke befindet sich das Hubertusmarterl. Daneben wartet ein kleiner schöner Rastplatz mit Holztisch und Bänke. Auch die Füße kann man sich hier an der alten Fischa etwas abkühlen. Wer also vorbeikommt, nehmt diesen Platz noch mit. Er ist die 400 Meter extra wirklich wert und lädt zum Verweilen ein.

Nachdem wir also wieder zurück bei der Wegkreuzung sind, marschieren wir nun die Straße gerade aus weiter bis wir erneut anstehen. Wieder biegen wir links ab und folgen dem Weg gerade aus, bis wir in der Ferne schon die Pottendorferstraße erkennen. Doch am letzten Waldstreifen vor der Bundesstraße kehren wir rechts ein und kommen dort an einem großen Stromtrafo vorbei. Erneut folgen wir dem Weg bis zum Anschlag und biegen links ab. Nun erreichen wir definitiv die Pottendorferstraße und folgen dieser am daneben verlaufenden Fuß- und Radweg. Wir übersetzen die Piesting und gelangen so zu einem Rastplatz am Naturdenkmal Trockenrasen. Weiter geht es entlang der TRA Recyclinganlage bis wir links entlang abbiegen und der Straße in Richtung Neurißhof folgen. 

Nach der Ortstafel biegen wir links in die Josef Hebenstreit Straße ein und folgen dieser bis zum Anton Rauch Platz. Dort steht auch die Kirche und die Freiwillige Feuerwehr.

Blumau-Neurißhof

Der Ortszusammenschluss liegt im Bezirk Baden im Industrieviertel von Niederösterreich im Wiener Becken. Ein großer Teil des Gemeindegebiets gehört dem österreichischen Bundesheer. Es handelt sich um ein Sperrgebiet für Truppenübungen der Kaserne Großmittel. Erstmals wurde Neurißhof im Jahr 1380 erwähnt. Zwischen 1740 und 1780 fanden unter Maria Theresia erstmals Ansiedlungsversuche statt. 

Abschnitt Neurißhof bis Oberwaltersdorf

Wir folgen der Teesdorferstraße in den Norden bis wir die Ortsgrenze erreichen. Dort wartet erst einmal eine grandiose Aussicht auf den Lindkogel auf uns. Wir biegen jedoch links ein und folgen der Kastanienallee entlang der Häuser. Später geht der asphaltierte Weg in eine Kiesstraße über. Hier marschieren wir zwischen der weiten Feldebene und dem Truppenübungsplatz des Bundesheers. Nach einem leichten Rechtschwenk gelangen wir zum Südende eines Baumstreifens. Wir folgen dem Weg rechts der Bäume weiter worauf eine sehr lange gerade Strecke beginnt. Wir übersetzen die Gleise der ÖBB und marschieren weiter immer geradeaus. Der Fernblick entschädigt hier wahrlich für die eintönige Streckenführung. Nach zwei Kilometern erreichen wir dann Günselsdorf. Bei der ersten Häusersiedlung wird aus unserem Weg die Peter Rosegger Straße. Wir übersetzen die Bundesstraße und marschieren gerade aus weiter an der Kirche des heiligen Georg vorbei.

Günselsdorf

Die Marktgemeinde gehört zum Bezirk Baden. Der Ortsname stammt aus dem ursprünglichen Ortsnamen Guncinesdor, welcher um 1130 das erste Mal im Saalbuch des Stiftes Klosterneuburg erwähnt wurde. Im 11. und 12. Jh. wurde der Ort von den Babenbergern besiedelt. Immer wieder hatte der Ort unter den Ungarn- und Türkenkriegen zu leiden.

Wir marschieren also am Kirchenplatz und der Feuerwehr vorbei, bis wir an den Fuß- und Radweg entlang der Triesting gelangen.  Es gibt auch die Möglichkeit über einen Bogen durch Günselsdorf zu marschieren. Diesen Kilometer kann man sich aber ersparen, indem man rechts an der Kirche vorbeigeht, wie eben beschrieben. An der Triesting angekommen, folgen wird dem Weg nun Rechts und verlassen Günselsdorf. Nun verwandelt sich die Charakteristik des Weges schlagartig, denn die weiten Felder weichen einem wunderschönen Augengebiet. Das tut der Wanderseele richtig gut. Nach dem bewaldeten Gebiet gelangen wir nach Teesdorf, wo wir dem Weg, der nun Promenadenweg heißt, weiter folgen. An der Schulstraße angekommen, biegen wir nun links ab und übersetzen die Triesting über eine Brücke samt Nepomuk Statue. 

Teesdorf

Liegt wie Günseldorf im Bezirk Baden. Das Wahrzeichen des Ortes ist das Gebäude der ehemaligen Baumwollspinnerei. Das architektonische moderne Österreich spiegelt sich im Stahlbetonskelettbau des markanten Wasserturms wieder. Jedes Jahr am ersten Augustwochenende findet der Kirtag im Volksheim von Teesdorf statt. Dabei steht der Samstag im Zeichen der Jugend, welches mit einem Clubbig zelebriert wird. Am Sonntag gibt es nach der Kirche gemütliches Beisammensein. Bekannt ist die Feierlichkeit auch unter dem Namen Backhendlkirtag. 

Nach der Brücke folgen wir der Badner Straße nach rechts. Jedoch nur kurz, denn wir orientieren uns gleich an einen Güterweg, welcher erneut rechts einschlägt. Wir folgen diesem und gelangen so zu den Schwibbögen. Dieses Aquädukt ist sehr speziell. Während unterhalb die Triesting in den Nord fließt, wird über das quergestellte Bauwerk der Werkskanalbach geführt. Eine Brücke für einen Bach über einen Bach. Sehr spannend. 

Weiter geht es nun entlang des Güterweges bis zur ersten Kreuzung. Hier biegen wir nun rechts ein. Hier gibt es nun zwei Varianten, wie man in den nächsten Ort Tattendorf gelangen kann. Wenn Ihr...

a) die Marienkapelle besuchen wollt, dann müsst Ihr der ersten Straße nach Links folgen.b) den Wasserwald besuchen wollt, dann müsst Ihr der zweiten Straße nach Links folgen.

Letztendlich finden sich beide Varianten wieder auf der Badner Bundesstraße ein, welche durch Tattendorf hindurch führt. Dort biegen wir dann in die Schuldstraße ein.  Vor der Triestingau Brücke folgen wir dem Fluss jedoch links weiter und treten so in die wunderschöne Triestingau ein.

Tattendorf

Der Ort liegt natürlich ebenso im Industrieviertel Niederösterreichs im Bezirk Baden. Vor langer Zeit war das Gebiet ein Teil der Provinz Pannonia. Erstmals wurde es unter dem Namen Adaloldus de Tatindorf im Jahre 1114 urkundlich erwähnt.  Der Ort wurde in beiden Türkenbelagerungen niedergebrannt. Seit dem 13 Jh. wird hier Weinbau betrieben, da dieser hier besonders gut gedeiht. 

Der Marsch durch die Triestingau kann seelenruhig genossen werden. Es gibt zwar einen betonierten Radweg direkt an der Triesting, doch ich empfehle den Waldpfad hierfür zu wählen. Dieser beginnt nur wenige Meter nach dem Eintritt in die Au auf der linken Seite. Ein kleiner schmaler Pfad führt nun mitten durch die herrliche Au. Dort treffen wir auch auf den Triestingau Wanderweg. Rund sechs herrliche Kilometer marschiert man durch dieses schöne Ambiente und führt einem direkt nach Oberwaltersdorf. Nachdem wir die Au verlassen haben, marschieren wir entlang der Pfarrgasse bis zur Bundesstraße. Bei dieser Wegkreuzung können wir links noch einen Blick auf die Kirche Jakobus der Ältere sowie das Schloss Oberwaltersdorf werfen. Wir biegen jedoch rechts ein.

Hier endet diese Etappe. Die Straße führt direkt zum Bahnhof. Die nächste Etappe wird dann entlang der Hauptstraße fortgesetzt.

Oberwaltersdorf

Der Ort gehört ebenfalls zum Bezirk Baden. Hier gab es bereits Keramikfunde aus dem Mittelpaläolithikum. Auch Pfeilspitzen, Streitäxte und Hornsteinspitzen gehen auf das 30. Jh. v. Chr. zurück. Die erste schriftliche Erwähnung des Namens Waltrichsdorf erfolgte 1108 in Urkunden des Stiftes Göttweig. Adelige verschiedener Adelsgeschlechter bestimmten als Schlossbesitzer des Oberwaltersdorfer Schlosses beziehungsweise Grundbesitzer die Geschichte der Gemeinde wesentlich. 

4. ETAPPE - OBERWALTERSDORF - SCHWECHAT

Abschnitt Oberwaltersdorf bis Laxenburg

Vom Bahnhof Oberwaltersdorf müssen wir zunächst zurück zur Wanderroute finden. Wir marschieren rechts entlang der Bahnstraße hinauf und biegen links in die Doktor Hans Riedlstraße ein. Dieser folgen wir und überqueren darauf die Siedlerstraße. Es folgt ein kurzer Marsch durch eine kleine enge Gasse, ehe wir die Hauptstraße von Oberwaltersdorf erreichen. Nun befinden wir uns wieder am Wanderweg. Wir biegen nach rechts ab und folgen der Hauptstraße. Links von uns befindet sich nun die Triesting. Auf der Höhe einer alten Fabrik trennt sich der Radweg nach Trumau von der Hauptstraße. Wir folgen dem betonierten Radweg und biegen daher links ab und folgen weiter der Triesting. Zwischen einer Gartensiedlung und Bäumen marschieren wir unter der Eisenbahnbrücke über die Triesting hindurch und gelangen wenig später zu einer kleinen Staumauer auf der Höhe des Badesees in Oberwaltersdorf. Gleich daneben befindet sich die Leopoldisäule, welche schon zu Trumau gehört. Somit haben wir nun Oberwaltersdorf verlassen. Wir folgen nun dem Radweg, bis wir wenig später auch den Ort Trumau erreichen.

Achtung: Die originale Streckenführung des 888er Wegs führt eigentlich entlang der Triesting und somit in einem Bogen östlich um den Ort herum. Ich empfehle aber eine Durchquerung des Ortes. Zum einen gibt es in Hauptplatznähe einen Supermarkt und zum anderen ist der Kirchenplatz sehr schön anzusehen.

Wir erreichen also Trumau und marschieren links über die Brücke und weiter rechts entlang der Dr. Dipl.-Ing. Leopold Figl Straße bis zum Hauptplatz. Dort biegen wir links ab und folgen der Friedrich Wilhelm Raiffeisen Straße bis wir zum Supermarkt gelangen. Hier folgen wir dann der Kirchengase und erblicken gleich die schöne Dreifaltigkeitssäule und dahinter die Kirche des Ortes. Ob Kriegerdenkmal vorbei folgen wir links der Ferdinand Hanuschgasse und kehren dann sogleich wieder rechts in die Robert Bruckner Gasse ein. Wir folgen der Straße bis zur letzten Kreuzung, wo wir dann links in die Scheibenackerstraße einbiegen. Auch hier gehen wir bis zur letzten Kreuzung und halten uns dann Rechts auf der Anningerstraße. Wir erblicken gleich das Ortsende und marschieren nun hinaus in das weite Feldland. 

Trumau

Das mittelhochdeutsche Wort "drum" bedeutet Endstück. Es könnte also sein, dass der Name Trumaus auf das Ende der Auenlandschaft deuten kann. Historische Quellen berichten vom Ort, der im Volksmund auch oft "Drumöo" genannt wurde. Die Marktgemeinde liegt zwischen dem südwestlichen und dem nordöstlichen Teil des Wiener Beckens.

Wir folgen dem Ackerweg durch die Manseebene ca. 2 Kilometer bis wir bei der Autobahn A3 anstehen. Wir halten uns nun links am Weg und marschieren entlang der Autobahn, bis wir zu einer Unterführung gelangen, welche wir rechts untersetzen und der Haidenwiesenstraße bis zu einem Kreisverkehr folgen.

Achtung: Hier gibt es keinen Gehsteig. Wir marschieren nun entlang einer Bundesstraße, welche eine Ausfahrt vom Knoten Guntramsdorf ist. Sie ist daher relativ start befahren. Es gilt also größte Vorsicht, da ein Ausweichen durch das üppige Feld schwierig ist. 

Wir marschieren also entlang der stark befahrenen Münchendorfstraße, welche wir kurz vor der Autobahnüberquerung nach rechts verlassen. Wir folgen nun einem betonierten Feldweg und überqueren zunächst den neuen Flusskanal der Schwechat, ehe wir in den Naturpark des alten Schwechatlauf erreichen. Am Ende der eines Feldwegs erreichen wir nun die Bundesstraße Münchendorfer Straße, welcher wir links folgen und gleich das Fliegerrestaurant und das Südostende des Laxenburger Schlossparks erreichen. Wir befinden uns nun in Laxenburg.

Laxenburg

Die Marktgemeinde liegt im Bezirk Mödling in Niederösterreich. Bekannt ist der Ort vor allem für sein traumhaftes Schloss, dem dazu gehörigen Schlosspark sowie der Franzenburg. Der Schlosspark ist begehbar und das Schloss Laxenburg, auch Blauer Hof genannt, kann man besichtigen. Es war neben dem Schloss Schönbrunn in Wien der wichtigste Sommersitz der Habsburger.

Abschnitt Laxenburg bis Hennersdorf

Wir durchwandern Laxenburg zunächst weiter über die Münchendorferstraße und halten uns dann rechts bis wir den Johannesplatz erreichen. Dort befindet sich die alte Rosschwämme vor dem Palais Kaunitz-Wittgenstein und dem Kloster. Wir folgen der Klosterstraße für einen Moment und biegen schließlich rechts in den Schlossplatz in. Hier treffen wir auf die Pfarrkirche von Laxenburg. Ein richtig schöner Platz für eine kleine Rast. Am Ende des Platzes geht es weiter entlang der Wiener Straße bis zur Ecke Eduard Hartmann Platz. Dieser geht in die Achauerstraße über, welcher wir nun stadtauswärts folgen.

Achtung:Auch hier handelt es sich um eine relativ stark befahrene Schnellstraße ohne Gehsteig. Ausweichmöglichkeiten gibt es auch nur über die angrenzenden Felder. 

Nach 2 Kilometern geradem Marsch entlang der Straße erreichen wir nun die Südwestseite von Achau. Zuvor überqueren wir noch den Mödling Bach und stehen nun vor dem neuen modernen Bahnhof von Achau. Hier folgen wir nun der Eisenbahnunterführung bzw. marschieren durch die unterirdische Bahnhofsanlage, ehe wir auf der anderen Seite die Hauptstraße erreichen. Gleich nach dem Bahnhof biegen wir in die kurze Maulbeerenallee ein und erreichen am Ende die Dreifaltigkeitssäule und erneut die Hauptstraße, welcher wir nun folgen. Wir kommen so am Gemeindeamt vorbei und können auch einen Blick auf die St.Laurentiusgasse werfen. Wir übersetzen den Krotenbach und folgen der Hauptstraße bis vor einen großen Kreisverkehr. Schon zuvor biegen wir links ab und folgen nun der Hinausstraße bis zur Feuerwehr. Dort führt nun den Sulzweg an Siedlungen vorbei, bis wir das nördliche Ortsende von Achau erreichen und wir erneut in eine weite Ebene treten. 

Achau

Der Ort wurde erstmals um 1170 in einer päpstlichen Urkunde für das Stift Admont genannt. Die ersten Herren von Achau sind Vasallen des Markgrafengeschlechtes der Babenberger. Im Hoch- und Mittelalter wechselten die Eigentümer häufig. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 wurde der Ort in die Stadt Wien zum 24. Bezirk eingemeindet. Erst 1954 wurde der Ort wieder eigenständig und fiel wieder an Niederösterreich zurück. 

Wir folgen dem Weg nördlich und kommen an einem Marterl vorbei, welches sich ebenfalls als guter Rastplatz eignet. Weiter geht es über einen Bahnübergang und an einem Fischteich entlang, ehe der Weg nach links schwenkt. Es folgt ein 1,5 langer gerader Feldweg, wobei wir die Hennersdorferstraße übersetzen. Danach macht der Weg wieder einen Schwenk nach rechts. Wir marschieren immerzu weiter auf Hennersdorf zu. Am Ende einer Kiesstraße erreichen wir schließlich den Ort Hennersdorf.

Hennersdorf

Der Ort pflegt seit 1976 partnerschaftliche Beziehungen zum Ortsteil Neuweiler der Gemeinde Weil in Schönbuch in der Nähe von Böblingen in Baden-Württemberg in Deutschland. Eine zweite Partnerschaft gibt es seit 2006 mit Hennersdorf in Schlesien in Tschechien. Grabfunde aus Hennersdorf zeigen, dass Mitte des 6. Jahrhunderts die Awaren die Herrschaft über Pannonien hatten und hier die ihnen tributpflichtigen Slawen ansiedelten. 

Abschnitt Hennersdorf bis Schwechat

Wir marschieren nun durch den Ort an der Teichfeldgasse bis zur Ecke Höbelgasse, welcher wir rechts folgen. Danach überqueren wir die Hauptstraße und erreichen so den Kirchenplatz und die St. Andras Kirche. Wir folgen dem Weg weiter in den Norden. Wir folgen dann für einige Meter der Bachgasse, ehe wir links weiter der Rothneusiedler Straße nördlich folgen. Am Ortsrand erreichen wir schließlich den kleinen Petersbach. Diesen überqueren wir und wandern dann nach rechts entlang des Ortsrandes und dem Bach weiter und kommen bei einem Wildtiergehege vorbei. Wir folgen dem Weg bis zu einer Kreuzung, an welcher auch kleines Marterl steht. Hier biegen wir nun links ein und folgen dem Weg 1,5 Kilometer gerade aus über das Sandgrubenfeld, bis wir bei der Autobahn S1 anstoßen.

Wir folgen dem Weg rechts und erreichen dann einen Übergang über die Autobahn. Daneben befinden sich die Seven Summits von Wien Favoriten. Es handelt sich um aufgeschüttete kleine Hügel, von denen man, wenn man sie besteigt, eine wunderbare Aussicht auf die Stadt aber auch weit bis zum Leithagebirge zurückblicken kann. 

Nach der S1 Übersetzung biegen wir links ein und folgen dem Weg weiter an einer Baumreihe vorbei bis zum Knoten der Autostraße. Hier führt ein Feld weg dann rechts weiter und direkt auf die Stadt zu. Am Ende des Feldweges erreichen wir dann die Rosiwaldgasse. Wir überqueren die Straße und folgen dem Weg weiter entlang der Poestiongasse bis zur Ecke Liesingbachstraße, welcher wir rechts weiter folgen bis wir den Kern von Rothneusiedl erreichen.

Rothneusiedl

liegt südlich des Laaer Bergs am Liesingbach. Flussaufwärts befindet sich schon der 23. Wiener Gemeindebezirk Liesing und flussabwärts der Wiener Bezirksteil Oberlaa. Dert Ort entstand vermutlich im 9. Jahrhundert. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes erfolgte im Jahre 1301 als Newsidel. Der Name "Roth" stammt ebenso vermutlich aus der stellenweise roten Erde. 

Am Vondrakplatz biegen wir nun links ab und folgen der Himberger Straße stadteinwärts bis wir eine Brücke über den Liesingbach erreichen. Wir übersetzen diese und folgen denn dem Liesingbach rechts entlang der Kaistraße, welche später in einen Fuß- und Radweg übergeht. Wir bleiben an der Liesing, ehe wir Oberlaa und die Untere Kaistraße erreichen. 

Oberlaa

wurde erstmals 1140 in Aufzeichnungen im Stift Klosterneuburg erwähnt. Als Oberlaa erwähnt wurde es 1324 das erste Mal urkundlich. Der Ort litt unter der Wiener Türkenbelagerung sowie mehrmals unter Pest und Cholera. Im Zweiten Weltkrieg wurde der niederösterreichische Ort in den Raum Groß Wien eingegliedert und blieb als einer der wenigen Orte in der Umgebung auch nach dem Krieg an Wien gebunden. Bekannt ist Oberlaa durch sein 1974 eröffnetes Kurzentrum und dem Thermalwasser. Seit 2010 steht in Oberlaa die Therme Wien. Seit 2017 kann Oberlaa auch mit der U-Bahn Linie 1 erreicht werden.

Wir bleiben am Liesingbach und erreichen nach Unterlaa den bekanten Brückenwirt und den Wiesmayer Garten. Später erblicken wir über den Liesingbach auch die Johanneskirche und die Heilig Grab Kapelle. Wir folgen dem Liesingbachbegleitweg und erreichen wenig später den Ort Kledering, welchen wir aber nicht durchschreiten, sondern unseren Weg entlang des Liesingbachs fortsetzen. Wir untersetzen die Eisenbahngleise der Ostbahn und marschieren weiter entlang des Baches, wo wir wenig später auch die Bundesstraße 14 untersetzen und weiterhin auf Rannersdorf und Schwechat zugehen. Schließlich erreichen wir den Verkehrsknoten der B11 Brauhausstraßen. Wir folgen der Straße nach rechts und folgen der Schwarzmühlstraße bis wir die Brücke über den Mitterbach und somit unseren Ausgangspunkt des Hauptwanderwegs Wien - Niederösterreich erreichen.

Es ist geschafft !!!

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Über den Wiener Hauptbahnhof weiter mit der S-Bahn bis "Schwechat". Danach müsst Ihr ein Stück zu Fuß (15 Minuten) bis zum Einstieg in den Wanderweg marschieren.

Koordinaten

DD
48.134579, 16.469232
GMS
48°08'04.5"N 16°28'09.2"E
UTM
33U 609311 5332302
w3w 
///hinweis.schwärme.ausleger
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

  1. Gutes und festes Schuhwerk
  2. Wetterabhängige Kleidung
  3. Ausreichend Flüßigkeit für längere Abschnitte ohne Einkehr
  4. GPS, Navigationsgerät oder gedruckte Wegbeschreibung

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
126,8 km
Dauer
30:49 h
Aufstieg
152 hm
Abstieg
152 hm
Höchster Punkt
245 hm
Tiefster Punkt
159 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour Etappentour Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch botanische Highlights faunistische Highlights

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