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Hammerspitzen Überschreitung

· 8 Bewertungen · Bergtour · Kleinwalsertal
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  • Am Gipfel der Walser Hammerspitze
    Am Gipfel der Walser Hammerspitze
    Foto: Hartmut Wimmer, Outdooractive Premium
m 2400 2200 2000 1800 1600 8 6 4 2 km Oberstdorfer Hammerspitze (2260 m) Kanzelwand Walser Hammerspitze Fiderepass Hütte Innere Kuhgehrenalpe Kanzelwand Adlerhorst Wannenalpe
schwer
9,8 km
5:45 h
896 hm
896 hm
Eine Spitzen-Bergtour mit komfortablem Bergbahn-Aufstieg. Traumpanorama, luftiger Grat mit Kletterstelle und viele gute Einkehrmöglichkeiten; was will man mehr.

Diese Überschreitung über die drei Felsengipfel Oberstdorfer Hammerspitze, Hochgehrenspitze und Walser Hammerspitze ist ein absoluter Leckerbissen von einer Bergtour. Über diesen zackigen Felsengrat verläuft auch die Grenze zwischen Oberstdorf im Allgäu (D) und Mittelberg im Kleinwalsertal (A). Die meisten Höhenmeter überwindet die Kanzelwand-Gondelbahn ganz ohne Anstrengung. Von der Bergstation aus führt diese Runde über mehrere, teils bewirtschaftete Alpen zur Fiderepasshütte, wo auch der Mindelheimer Klettersteig beginnt. Der gleiche Grat führt wesentlich weniger überlaufen aber auch weniger gesichert wieder zurück zur Kanzelwand. Eine langjährige Diskussion über die Namensgebung der Berggipfel, welcher denn nun Schüsser heißt und welcher Hammerspitze, wurde mit einer neuen Regelung im Zuge der Neuauflage der AV-Karte beendet. Seitdem heißen die beiden Gipfel Oberstdorfer Hammerspitze und Walser Hammerspitze.

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Profilbild von Hartmut Wimmer Autor Hartmut Wimmer 
Getreu meinem Motto. "Nur auf neuen Wegen hinterlässt man sichtbare Spuren" bin ich ein leidenschaftlicher Tourengänger und Erkunder. Ich liebe es, in den Bergen zu sein, egal mit welcher Aktivität. Ich bin der Gründer und Geschäftsführer von Outdooractive, damit habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht und kann alle meine Zeit mit meiner Leidenschaft verbringen. Wir suchen für unser Outdooractive Team übrigens immer Verstärkung, vielleicht ist ja hier deine zukünftige Stelle dabei: https://corporate.outdooractive.com/jobs-bei-outdooractive/

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Bewertungen

4,9
(8)
Volker Löwe
14.09.2020 · Community
Super Tour. Für uns als Norddeutsche, eher (im Moment) durchschnittlich fitte Wanderer aber schon eine Herausforderung an einem heißen Spätsommertag. Stellenweise etwas schwer den „leichtesten“ Weg zu finden.
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Gemacht am 14.09.2020
Benedikt Hofrichter 
17.08.2019 · Community
Sitze gerade im Zug zurück nach Freising, die Eindrücke der Tour sind also noch frisch. Vorab: Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ab Oberstdorf (Walserbus ist top - DB und Alex kann man auf dem Weg nach München dieses August ja gleich doppelt vergessen) lässt sich die Tour ganz gut starten. An Equipment hatte ich meine Salomon Sense Ride 2 an, dazu eine kurze Trailhose, Unterhemd und Sportshirt. In der Laufweste waren sechs Riegel (zwei hab ich gegessen), ein wenig Geld, das Erste-Hilfe-Set, ne Trail-Hardshell, ein Langarmshirt als leichterer Ersatz für eine Fleecejacke, Taschentücher, Stirnlampe, Haustürschlüssel, die Kompass-Karte (echte Empfehlung!) und mein Brillenetui. Dazu knapp 1,3ltr in der Trinkblase und ab dem Lidl in Oberstdorf auch zwei mit 0,5ltrn gefüllte Softflasks vorne drin. Handy ebenfalls mittlerweile vorne. Grober Plan: Überschreitung Hammerspitzen und im Anschluss der Mindelheimer Klettersteig (so ein Bayernticket muss sich ja auch rentieren). Da ich kein Fan von Seilbahnen bin stieg ich an der Haltestelle "Söllerbahn" aus, und machte mich auf den langen Teerstraßenhatscher zum Söllerhaus. Danach ging es recht zügig zur Sölleralpe, allerdings pumpte ich beim Aufstieg zum Schlappoldkopf schon ein wenig. Ab Diesem sind die Wege voll mit Tagestouristen und den bekannten Seilbahnen-Bergsteigern in kurzen Jeans und mit Kanken-Rucksäcken. Diesen Anblick muss man dann bis zur Kanzelwand ertragen, wobei sich auf die Walser Hammerspitze auch noch vereinzelt Exemplare dieser Gattung hinaufgeschnauft haben. Der Übergang zur Hochgehrenspitze macht dann richtig Lust auf den finalen Teil dieses Grates, super griffiger Fels und eine gute Möglichkeit sich auszuprobieren. Der erste Teil auf dem Weg zur Oberstdorfer Hammerspitze ist mit vorhandener Technik auch mit Trailschuhen super machbar, mittlerweile wurde der Mittelteil ab dem ersten Gratkopf mit Drahtseilen sehr (!) entschärft. Der letzte Aufschwung ist auch kein Problem. Die Zweifel hinsichtlich der Abkletterstelle zertreuten sich sofort. Fester Fels und gute Tritte machen die Wand für einen 1,95m-Menschen zu keinem Hindernis. Danach darf man sich nicht verleiten lassen sofort in die Schlucht einzusteigen (eine Familie vor mir hat das probiert - die Steine die sie da losgetreten haben kommen wirklich ganz unten an), sondern man steigt am Gegenanstieg hinauf, folgt der Spur, klettert dann seitwärts einfach in die Schlucht hinein und quert zur, im Abstiegssinn, rechten Seite. Weiter unten sieht man dann weiter links die finale Spur und quert folgerichtig über die Ausläufer der Schlucht. Danach kann man sich an der Fiderpasshütte verpflegen. Bis hierhin alles kein Hexenwerk und bei entsprechender Fitness, Kenntnis seines Materials und Körpergefühls absolut machbar. Den Mindelheimer Klettersteig im Anschluss mit selber Ausrüstung (hier also ohne Helm und Sicherung) ist nur bedingt zu empfehlen. Da ich 'spät' dran war (14:45h) waren nur noch vereinzelte Nachzügler am Steig unterwegs, d.h. die Gefahr von Steinschlag war wesentlich geringer (deswegen kein Helm - das war im Zeitplan so einkalkuliert). Das Thema Sicherung muss jeder für sich wissen. Auf jeden Fall sollte man aber noch genug Kraft in den Beinen haben, wenn man schon an der ersten Leiter pumpt dann sollte man umkehren - es geht hier schließlich über drei Schafalpköpfe. Die Abstiege sind zudem auch meistens anstrengende Klammern. Nach dem Steig kann man in der Mindelheimer Hütte wunderbar dinieren - Bestes Hüttenteam '17 lässt grüßen ;) Der Abstieg über die Fluchtalpe ist eigentlich auch recht kurzweilig, bei Ermüdungserscheinungen muss man aber aufpassen. Sollte man die genauen Abfahrtszeiten der Walserbusse und der Anschlusszüge kennen, lässt sich auch eine Menge Stress vermeiden. Die Zeiten kann man allerdings aufgrund des schwankenden Internetempfangs zum Ende der Tour hin nur schwer recherchieren (Außerdem braucht so eine Speckplatte auf der Hütte schon seine Zeit zum Genießen). Zurück zum Thema: Die Überschreitung der Hammerspitzen ist, ob mit oder ohne Zusatz, eine lohnenswerte Tour. Man kann sich hier im Rahmen der Möglichkeiten ausprobieren und hat mit den Seilbahnen sicherlich einen Joker in der Hand. Danke an den Autor für das Hochladen der Tour und für das Verfassen der Beschreibung. Merci!
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Profilbild von Leonie Stüken
Leonie Stüken
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Fotos von anderen

Die Sonne wirft ihren Schatten voraus.
Sonnenaufgang oberhalb der Fiderepasshütte.
Direkt an der (inzwischen völlig entschärften) Schlüsselstelle.
+ 3