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Großvenediger über Kürsinger Hütte

Skitour · Venediger-Gruppe
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DAV Sektion Prien Verifizierter Partner 
  • Vorfreude beim Start am Parkplatz Steinbruch
    / Vorfreude beim Start am Parkplatz Steinbruch
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
  • / die ersten Meter im Schnee, unterhalb der Berndlalm
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
  • / Blick von der Berndlalm bis zum Großen Geiger
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
  • / Aufstieg zum Gletschersee
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
  • / mit den Skiern übern See
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
  • / durch die steile Rinne bergauf
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
  • / der letzte Anstieg vor der Hütte gleich danach geht es bergab
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
  • / Vorfreude am Gipfeltag
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
  • / Start am Morgen im Hintergrund der Großvenediger
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
  • / Abfahrt zum Anseilpunkt
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
  • / kurz vor der Venedigerscharte
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
  • / kurz nach der Venedigerscharte
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
  • / Glücklich am Gipfel
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
  • / und glücklich bei der Abfahrt
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
  • / Venediger im Hintergrund
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
  • / Gletschersee vor uns
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
  • / noch ein Blick auf Gletschersee und Großvenediger
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
  • / Auf der Straße Richtung Postalm
    Foto: Jörg Huber, DAV Sektion Prien
m 4000 3500 3000 2500 2000 1500 1000 500 40 30 20 10 km
anspruchsvolle Skihochtour mit traumhaften Fernsichten
schwer
Strecke 49,9 km
12:28 h
2.870 hm
2.870 hm
3.666 hm
950 hm

Vom Steinbruch zur Kürsinger Hütte, bergauf 1670 Hm, bergab 60 Hm, 19 km

Von der Kürsinger Hütte zum Großvenediger und zurück bis zum Steinbruch, bergauf 1200 Hm, bergab 2810 Hm, 31 km

Gruppe:
Monika, Sabine und Marina, Jörg, Ralf, Andi und Lukas

Samstag:
Treffpunkt am 01.04.2017 um 8 Uhr in Bernau an der Kletterhalle. Fahrt nach Neukirchen am Großvenediger bis zum Steinbruch auf 950m. Dort war die Weiterfahrt zum Parkplatz Hopffeldboden mit einer Kette versperrt "Achtung Lawinengefahr". Wir sind mit den Skiern auf den Rücken um 10:30 Uhr gestartet nach ca. 30 min sind wir am Parkplatz Hopffeldboden vorbei. In den Kehren vor der Berndlalm konnten wir bereits ein paar Mal unsere Skier anziehen um das Gefühl von einer Skitour zu haben. Zumindest das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. An der Berndlalm haben wir die Skier erst mal wieder an den Rucksack gemacht und sind weiter. Nach einer weiteren halben Stunde konnten wir die Skier wieder anschnallen mussten aber gefühlte 25 Mal die Skier abschnallen und kurze Strecken tragen. Ab der Postalm hat sich das deutlich verbessert. Das hat aber schon unsere Nerven belastet. Ab der Materialseilbahn, nach 950 Hm, hat es sich jetzt wirklich wie eine Skitour angefühlt. Leider hat sich das Wetter nicht an die Vorhersage gehalten und es hat leicht zu regnen begonnen. Zum Glück nur ganz wenig. Der Anstieg zum Gletschersee hat richtig Spaß gemacht und die Querung des Sees auf dem Eis lässt Kinderträume wahr werden. Dann der erste Blick zur Kürsinger Hütte diese scheint so nah und ist dennoch so fern. Danke für die Schneestangen, damit ist der Weg leicht zu finden. Die Spuren sind im Firnschnee und Starkwind oft nicht zu erkennen. Obwohl wirklich viele vor uns unterwegs waren. Nach Interessanten Aufstiegen dachten wir der Hütte näher zu kommen, doch diese rückte immer wieder in die Ferne. Endlich auf 2600 angekommen ein Schild "Kürsinger Hütte 10 min" verbunden mit einem inneren Aufschrei "Danke". Die Sicht auf die Hütte jetzt abfellen, abfahren, Abendessen. Ca. auf 2300 hatten wir leichten Schneefall, so dass die Abfahrt zur Hütte nicht im Firn sondern auf Eis und somit nicht wirklich schön war. In der Hütte war es dafür richtig gut. Die neuen Wirtsleute haben uns herzlich empfangen, wenn auch am Anfang noch nicht alles perfekt funktioniert. Die Kürsinger Hütte ist auf jeden Fall eine Reise wert. Nach einem kurzen Abend sind wir recht früh zu Bett und konnten auch schnell und gut schlafen. Wie das Wetter am Sonntag wird war noch sehr ungewiss. In der Nacht hörten wir die sehr starken Winde an dem Gebälk arbeiten. Angeblich sollte es sehr früh noch schön sein und im Tagesverlauf schlechter werden. Hoffentlich hält die Vorhersage was diese verspricht.

Sonntag:
Wir sind um 5 Uhr aufgestanden und hatten zum Frühstück ausreichend zum Essen und zum Trinken. Für die Tour Wasser, Tee und Verpflegung. Da haben die Wirtsleute an uns gedacht. Die Anstrengungen des letzten Tages noch in den Knochen und Muskeln schafften wir es erst um 6:45 Uhr zu starten. Dafür haben wir uns die Stirnlampen gespart. Ein herrlicher Blick auf den Großvenediger und den tiefblauen Himmel dahinter motiviert zum Aufstieg. Weniger motiviert der eisige Schnee durch die Kälte der Nacht. Dank Harscheisen ging es trotzdem sicher bergauf. Nach ca. 50 min geht es ca. 90 Hm bergab auf den Gletscher. Wir haben uns angeseilt und sind auf dem Gletscher sicher aufgestiegen. Die ersten Sonnenstrahlen im Sonnenaufgang gaben uns Kraft und Motivation. Jetzt heißt es ruhig bleiben und langsam weiter machen wir haben einen langen Tag vor uns. Kurze Pausen zum Trinken, Essen und für Fotos gaben uns immer wieder die Kraft sicher zum Gipfel zu gelangen. Das Ziel erreicht. Bei ca. -10°, gefühlte -20°, und 40 km/h Wind musste alles schnell gehen, damit wir möglichst bald wieder in wärmere Bereiche kommen. Die Aussicht traumhaft, allerdings getrübt durch die Kälte. Von Wetterverschlechterung keine Spur. Traumblicke bis zum Kaiser, Glockner und und und.
Die Abfahrt bis zur Venedigerscharte zeigte schon das die Abfahrt schön werden kann. Nach der Venedigerscharte war die große Kälte vorbei, die Sonne hat aus dem Eis die schönste Firnkonsistenz die man sich nur erträumen kann gezaubert. Die Gletscherhänge mit der perfekten Hangneigung für die Schneeverhältnisse ließen uns innerlich und auch lautstark jubeln. Nach dem Anseilpunkt haben wir unsere Gipfeljause und unseren Gipfeltee verzehrt und die Abfahrt in unseren Gedanken wiederholt. Die Schmerzen vom Vortag waren vergessen. Die brennenden Oberschenkel von der Abfahrt gehören einfach dazu. Die letzten Meter über den Gletscher und Fels bis zum Gletschersee haben wir noch einmal richtig genießen können. Weiter bis zur Materialseilbahn waren immer wieder schöne Hänge zum Teil auch recht anspruchsvoll. Das Wetter hält und hält. Ein wahrer Sonnen- und Schneetraum. Aber was wäre das alles in der falschen Gesellschaft. Wir haben uns von Anfang an sehr gut verstanden und konnten uns jederzeit auf jeden verlassen. In einer solchen Gruppe unterwegs zu sein macht Lust auf mehr. Nach kurzer Pause in der Postalm waren wir gestärkt für den Abstieg. Durch die Temperaturen konnten wir auch nicht mehr viel abfahren und mussten die meiste Strecke gehen. Der Weg bis zum Auto war dadurch sehr lang und der Schrei nach bequemen Schuhen wurde immer lauter.

Am Auto angekommen waren wir glücklich nicht nur unser Ziel erreicht zu haben, sondern auch noch dieses Erlebnis zu haben. Das traumhafte Wetter, die wunderschöne Abfahrt und die neuen Freunde.

Autorentipp

Weniger Gewicht mitnehmen dann macht die Tour mehr Spaß.
Profilbild von Jörg Huber
Autor
Jörg Huber
Aktualisierung: 05.01.2019
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Großvenediger, 3.666 m
Tiefster Punkt
Parkplatz Steinbruch, 950 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Alles was Winter und Gletscher so bieten ist zu beachten. Felsklettereien gibt es keine.

Weitere Infos und Links

Im Internet in einer Suchmaschine nach Großvenediger suchen, es gibt ausreichend Informationen

Start

Parkplatz Steinbruch (955 m)
Koordinaten:
DD
47.221476, 12.244342
GMS
47°13'17.3"N 12°14'39.6"E
UTM
33T 291372 5233460
w3w 
///streben.strandbad.künste

Ziel

Parkplatz Steinbruch

Wegbeschreibung

Von Bernau nach Kössen, Schwendt, St. Johann, Kitzbühel, Paßthurn, Mittersil bis Neukirchen. Am Ortsende von Neukirchen ist ein Wegweiser Obersulzbach, Kürsinger Hütte, Hopffeldboden. Das ist recht einfach zu finden. Auf der Straße bis zur Materialseilbahn, weiter den Gletschlehrpfad bis zum Gletschersee. Über den See und dann den Schneestangen bis zur Kürsinger Hütte folgen.

Von der Kürsinger Hütte den Sommerweg zum Venediger wählen. Bei der Abfahrt den Gegenanstieg Richtung Kürsinger Hütte auslassen und direkt zum Gletschersee abfahren.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Im Winter gibt es hier nicht so viele Möglichkeiten. Im Sommer fährt das Venedigertaxi ab Neukirchen.

Parken

Parkplatz Hopffeldboden oder Parkplatz Steinbruch. Je nach Schneeverhältnisse können die Parkplätze genutzt werden. Einfach beim Hüttenwirt anrufen, der gibt Auskunft wie weit man fahren kann.

Koordinaten

DD
47.221476, 12.244342
GMS
47°13'17.3"N 12°14'39.6"E
UTM
33T 291372 5233460
w3w 
///streben.strandbad.künste
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

z. B. Münchener Skitourenberge oder Hohe Tauern

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte Venedigergruppe Nr. 36 im Maßstab 1:25000

Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

Skitouren und Hochtourenausrüstung einschl. Sicherheitsequipment.

Grundausrüstung für Skitouren

  • Skihelm
  • Sportbrille
  • Sonnenbrille
  • 2 paar Handschuhe: leicht, atmungsaktiv und winddicht für den Anstieg, normale Skihandschuhe zur Abfahrt
  • Halstuch
  • Kopfbedeckung (unter dem Helm) mit Feuchtigkeitstransport
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Leichte wasser- und winddichte Skijacke
  • Zusätzliche warme Jacke
  • Lange, warme technische Socken (ggf. Einlagen) und Wechselpaar
  • Leichte wasser- und winddichte Skitourenhose
  • 20-28 Liter (Touren-)Rucksack
  • Lippenpflege (LSF 30+)
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis

Technisches Equipment

  • Tourenskischuhe
  • Tourenbindung passend zum Skischuh
  • Felle passend zum Tourenski
  • Ski
  • (Teleskop-)Skistöcke
  • Lawinenausrüstung: LVS-Gerät, Lawinensonde, Lawinenschaufel
  • Harscheisen
  • Rettungsausrüstung für die Gletscherspaltenbergung
  • Hochtourengurt
  • Leichter Eispickel
  • Hochtouren-geeignetes Seil
  • Lawinenairbag-Rucksack
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
49,9 km
Dauer
12:28 h
Aufstieg
2.870 hm
Abstieg
2.870 hm
Höchster Punkt
3.666 hm
Tiefster Punkt
950 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour Skihochtour
1600 m 1800 m
Vormittag
1600 m 1800 m
Nachmittag

Lawinenlage

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