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Großglockner über Glocknerwand

Hochtour · Glockner-Gruppe
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DAV Sektion Oberland Verifizierter Partner 
  • /
    Foto: Julian Bückers, DAV Sektion Oberland
  • / Gletscherzustieg
    Foto: Franz Althuber, community
  • / Anstieg zur Glocknerwand
    Foto: Franz Althuber, community
  • / Glocknerwand
    Foto: Franz Althuber, community
  • / Blick zum Nordwestgrat
    Foto: Michael Huber, Vertical Extreme GmbH
  • / Teufelshorn mit Abseilstelle
    Foto: Michael Huber, Vertical Extreme GmbH
  • / Grockglockner
    Foto: Toureninformation Alpenverein Innsbruck, ÖAV Alpenverein Innsbruck
  • / Erzherzog-Johann Hütte
    Foto: Werner Flörl, ÖAV Sektion Innsbruck
m 3800 3600 3400 3200 3000 2800 2600 8 7 6 5 4 3 2 1 km
Die Überschreitung der Glocknerwand in Kombination mit dem Nordwestgrat-Anstieg zum Großglockner könnte man durchaus als "Königstour" der Stüdlhütte bezeichnen.
schwer
Strecke 8,6 km
10:00 h
1.200 hm
1.000 hm
Allerdings stellt diese schwere, ausgesetzte und lange Klettertour höchste Ansprüche an das alpinistische Können. Auch die Gletscherpassagen sind spaltentechnisch genauso wenig zu unterschätzen, wie der Abstieg über den Normalweg, der zwar deutlich leichter ist, aber dennoch Absturzgefahr in sich birgt.

Autorentipp

Man kann die gesamte Rundtour etwas verkürzen, indem man nach dem Gipfelabstieg auf der Erzherzog Johann Hütte übernachtet.
Profilbild von Michael Pröttel
Autor
Michael Pröttel
Aktualisierung: 12.08.2021
Schwierigkeit
IV+, 45°, D- schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
3.798 m
Tiefster Punkt
2.798 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Standplätze
mit Bohrhaken, mobile Sicherungsmittel

Sicherheitshinweise

Die Gratüberschreitung ist oft sehr ausgesetzt und weist Schwierigkeiten bis IV+ auf. Man braucht viel Erfahrung mit Seilsicherung an Graten (Stichwort: Gehen am laufenden Seil), da man von der Zeit her nicht den gesamten Gratverlauf Seillänge für Seillänge durchsichern kann. Nur bei stabilem Bergwetter unternehmen! Zudem ist die Spaltengefahr auf den Gletschern zu berücksichtigen.

DAV-Versicherung

Weitere Infos und Links

www.alpenverein-muenchen-oberland.de/huetten/alpenvereinshuetten/stuedlhuette

Start

Stüdlhütte (2.800 m)
Koordinaten:
DD
GMS
UTM
w3w 

Ziel

Stüdlhütte

Wegbeschreibung

Von der Stüdlhütte aus steigt man zunächst steiler in Richtung Norden zum Teischnitzkees hinauf. Die weite Gletscherfläche wird nun deutlich flacher nach Nordwesten gequert. Auf einer Höhe von ca. 3340 m gelangt man auf den nächsten Gletscher, das Fruschnitzkees. Dort wendet man sich nach Norden  steigt über einen Firnhang zum Kamm zwischen Teufelskamp (links) und Hofmannspitze (rechts) auf.

Nun folgt man dem Nordwestgrat auf die Hofmannspitze (3715 m), den ersten Gratturm der Glocknerwand. Im Folgenden werden nacheinander alle sechs weiteren Grattürme, die durch Scharten voneinander getrennt sind, überschritten. Der zweite Turm, der Pöschlturm, gilt mit 3722 m als die höchste Erhebung. Der vierte bis siebte Gratturm bilden die Glocknerwandkrone. Schließlich klettert man über den Südostgrat in die Untere Glocknerscharte (3596 m), wobei eine Abseilstelle von knapp zehn Metern den Abstieg erleichtert.

Nach der Glocknerscharte wird der Felszahn des Teufelshorns auf der Südseite umgangen. Weiter klettert man über das Glocknerhorn (3680 m) auf die Grögerschneide (3660 m). Zuletzt leitet der obere Nordwestgrat zum höchsten Gipfel Österreichs hinauf.

Für den Abstieg steigt man zunächst über Felsplatten zur luftigen Oberen Glocknerscharte (Stahlseil) ab, um dann wieder ausgesetzter den Kleinglockner (Sicherungsstangen) zu überschreiten. Im Anschluss leitet eine steile Rinne nach links zum breiten Geländerücken des Glocknerleitls hinab, über das es nach Südosten zur Erzherzog Johann Hütte hinab geht. Von der Hütte folgt man dem teis stahlseilgesicherten Felsgrat bis zum sog. Kampl, wo wiederum Stahlseile nach rechts (Westen) weiter über Felsgelände zum Ködnitzkees hinab leiten. Der Gletscher wird in gleicher Richtung (Achtung auf Querspalten) überquert. Dann wendet man sich nach links (Süden) und steigt gerade das sanfte Gletscherbecken hinab. Zuletzt wird der Felssporn links umgangen, bevor es in einer Querung nach rechts zur Stüdlhütte hinüber geht.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mit der Bahn zunächst über Wörgl bis Kitzbühel. Von dort mit dem Bus 950X nach "Huben in Osttirol, Ort"  und mit Bus 920 zur Haltestelle "Kals am Großglockner, Abzw. Burg". Zuletzt wieder mit Bus 920 bis Haltestelle "Kals am Großglockner, Lucknerhaus". (Verkehrt nur im Sommer. Aktuelle Verbindungen: www.oebb.at)

Anfahrt

Über Kufstein und Kitzbühel nach Mittersill. Hier der Felberntauernstraße folgen (Maut) und über Matrei nach Huben. Dort links nach Kals abzweigen und weiter auf der Kalser Glocknerstraße (Maut) bis zum Lucknerhaus.

Parken

Parkplatz am Lucknerhaus.

Koordinaten

DD
GMS
UTM
w3w 
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

W. End, AV Führer Glockerngruppe und Granatspitzgruppe", Rother Verlag, 2010

Kartenempfehlungen des Autors

AV Karte Nr. 40, Glocknergruppe, 1:25000

Buchtipps für die Region

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Ausrüstung

Komplette Hochtouren- und alpine Kletterausrüstung.

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Schwierigkeit
IV+, 45°, D- schwer
Strecke
8,6 km
Dauer
10:00 h
Aufstieg
1.200 hm
Abstieg
1.000 hm
mit Bahn und Bus erreichbar aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour Grat Überschreitung

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