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Großer Geiger (3360 m) - Nordgrat

Hochtour · Venediger-Gruppe
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ÖAV Sektion Hall in Tirol
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    Foto: Michael Larcher, ÖAV Sektion Hall in Tirol
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Karte / Großer Geiger (3360 m) - Nordgrat
2400 2700 3000 3300 3600 m km 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Kürsinger Hütte

Leichte und schöne Klettertour auf das "Matterhorn des Obersulzbachtals."

mittel
9,9 km
9:00 h
1100 hm
1100 hm

Mit Sicherheit die schönste Kombination, den Großen Geiger im Sommer von der Kürsingerhütte aus zu besteigen: Auf dem neu angelegten Weg Richtung Obersulzbachtörl, dann weglos zum Fuß des Nordgrates. Über diesen auf den Gipfel und über den Ostgrat hinunter. Zurück zur Kürsingerhütte auf dem bereits bekannten Weg.

outdooractive.com User
Autor
Michael Larcher 
Aktualisierung: 02.05.2019

Schwierigkeit
III-, 30° mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höhenlage
3360 m
2409 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Standplätze
mobile Sicherungsmittel
Zwischensicherung
mobile Sicherungsmittel
Seillänge
1 x 50 m
Anzahl Expressschlingen
4

Einkehrmöglichkeit

Kürsinger Hütte

Ausrüstung

Gletscherausrüstung: Seil (50 m), Hüftgurt, Karabiner, 2 Klemmgeräte, 5 Klemmkeile, Schlingen, Reepschnüre, Gletscherpickel, 1 Eisschraube, Steigeisen, Helm. Orientierung: Karte, Höhenmesser, Smartphone/App. Schutzausrüstung vor Sonne, Strahlung, Kälte und Wind. Notfallausrüstung: Erste-Hilfe-Paket, Mobiltelefon, Biwaksack.

Wegbeschreibung

Von der Kürsinger Hütte folgen wir kurz dem Weg zum "Großvenediger", zweigen aber bereits nach wenigen Minuten rechts ab Richtung Obersulzbachtörl. Dieser Bergweg wurde aufgrund des Gletscherrückgangs neu angelegt und man muss aufpassen, dass man nicht versehentlich dem alten Weg folgt, der bereits nach ca. 150 m rechts abwärts führt und dessen Markierungen noch sichtbar sind. Der neue Weg (Gletscherweg HP 14) führt zunächst weit Richtung Obersulzbachkees, bevor er hinunten in den Talboden führt. Auf Brücken überquert man mehrere Gletscherbäche. Weiter geht es durch imposante Gletscherschliffe - die "Bleidächer" - mit einer drahtseilversicherten Passage. Auf ca. 2500 m verlassen wir den markierten Weg und halten nun weglos auf den Gletscher zu, der vom Großen Geiger herunterzieht. Am linken Rand des ehemaligen Gletscherbettes über Blockwerk aufwärts zum Beginn des Eisfeldes. Der Felsriegel, der den unteren Teil des Gletschers vom oberen trennt, kann im linken Teil durchstiegen werden (Blockwerk, mehrere Stellen im Schwierigkeitsgrad 2), was in den meisten Fällen die bessere Variante sein dürfte. Bei guten Firnverhältnissen kann auch die schmale Eisverbindung rechts des Felsriegels begangen werden, das - wenn die Verhältnisse passen - bequemer und kürzer zum Beginn des Felsgrates führt.

Der Einstieg in den Nordgrat befindet sich auf ca. 3000 m, dort wo der Felsgrat am wenigsten aus der Gletscherfläche herausragt. Am Grat verläuft die Route direkt an der Gratschneide oder - überwiegend - links (östlich) davon. Mehrere Kletterlinien sind möglich. Die schönsten Kletterpassagen findet man nahe der Gratschneide dort, wo mächtige Felsplatten und Blöcke stabil übereinander gestapelt sind. Einige Stellen erreichen dann knapp den dritten Schwierigkeitsgrad. Haken Nach ca. 150 Hm Kletterei wird der Grat deutlich flacher und zu einem breiten Rücken. Wir gehen nun in der rechten (westlichen) Flanke weiter - seilfrei durch Blockwerk. Der weitere Anstieg wird zum Gipfel hin wieder steiler und es kann - je nach Können - notwendig sein, noch einmal in Seilschaft zwei, drei kurze Seillängen zu klettern, bis man nahe dem Gipfelkreuz aus der Flanke aussteigt. Im gesamten Routenverlauf gibt es keine Haken, aber genügend Möglichkeiten, mit mobilen Sicherungsmitteln Fixpunkte herzustellen. 

Abstieg: Vom Gipfel ca. 60 m über Felsplatten in südlicher Richtung bis zu dem Gratpunkt, an dem Südgrat und Ostgrat zusammentreffen. Nun links (östlich) in die steile Flanke abklettern bzw. absteigen (1 Normalhaken, allerdings ohne großen Nutzen). Das Gelände ist zuerst brüchig, wird nach unten hin fester. Die Herausforderung, im Absteig den richtigen Routenverlauf zu finden, wird durch gelegentliche Steigspuren, vor allem aber durch Steinmännchen erleichtert. Zuerst erfolgt der Abstieg in der Flanke links bzw. südlich des Gratverlaufs, in weiterer Folge traversiert man Richtung Gratschneide und steigt, bzw. klettert in unmittelbarrer Nähe der Gratschneide ab. Die Schwierigkeiten liegen zwischen Gehgelände und Kletterpassagen bis 2+. Ein Norm-Bohrhaken am Beginn einer kurzen Steilstufe eignet sich perfekt als Fixpunkt, um weniger Geübte zu sichern oder abzulassen. Ein zweiter Bohrhaken kann als Zwischensicherung bei der Querung zur Gratschneide verwendet werden.

Auf ca. 3100 m verlassen wir den nun Ostgrat in nördlicher Richtung (nach links) und queren den Gletscher, zuerst flach, dann abfallend in Richtung der Aufstiegsspur. Der weitere Rückweg ist ident mit dem Zustieg.

Öffentliche Verkehrsmittel

Zielbahnhof: Neukirchen am Großvenediger, Fahrplanauskunft

Weiter mit dem Wanderbus von der Bahnhof-Haltestelle Sulzbachtäler zum Parkplatz Hopffeldboden: Fahrplanauskunft

Weiter zu Fuß oder mit Taxi ins Obersulzbachtal: Taxitransfer

Anfahrt

Ausgangsort ist Neukirchen am Großvenediger , Ortsteil Sulzau, Pakplatz Hopffeldboden. Mit dem Taxi weiter durch das Obersulzbachtal bis zur bewirtschafteten Postalm (1699 m) oder noch 2 km weiter bis zur Materialseilbahn (Materialtransport möglich) der Kürsinger-Hütte auf knapp 2000 m (ca. € 15,- pro Person und Strecke). Von hier 1,5 Stunden Aufstieg zur Kürsingerhütte (630 Hm).

Parken

Parkplatz Hopffeldboden, gebührenpflichtig (Parkautomat), WC-Anlage. Parkgebühr: € 3,- für einen Tag, € 6,- ab 2 Tage. Der Parkplatz ist eingezäunt, um Parkschäden durch Weidevieh an den abgestellten Fahrzeugen zu vermeiden. Am Parkplatz gibt es zudem während der Hauptsaison eine von MitarbeiterInnnen des Nationalparks besetzte Informationsstelle.

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
III-, 30° mittel
Strecke
9,9 km
Dauer
9:00 h
Aufstieg
1100 hm
Abstieg
1100 hm
Gipfel-Tour Grat

Statistik

: h
 km
 Hm
 Hm
Höchster Punkt
 Hm
Tiefster Punkt
 Hm
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