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Große Sommer-Reibn durch das Steinerne Meer

· 12 Bewertungen · Mehrtagestour · Berchtesgadener Alpen
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DAV Sektion Berchtesgaden Verifizierter Partner  Explorers Choice 
  • Carl-von-Stahl-Haus
    / Carl-von-Stahl-Haus
    Foto: Peter Pruckner, alpenvereinaktiv.com
  • / Wasseralm in der Röth
    Foto: Bernhard Kühnhauser, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Kärlingerhaus vom Funtensee aus gesehen
    Foto: Marika Hildebrand, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Ausblick auf den Funtensee
    Foto: Sigi Hinterbrandner, AV-alpenvereinaktiv.com
  • / Karst im Steinernen Meer
    Foto: Bernhard Kühnhauser, DAV Sektion Berchtesgaden
  • / Wimbachgrieshütte
    Foto: Bernhard Kühnhauser, DAV Sektion Berchtesgaden
  • / Berge um das hintere Wimbachtal
    Foto: Bernhard Kühnhauser, DAV Sektion Berchtesgaden
  • / Wasseralm in der Röth
    Foto: Schmid Stefan, AV-alpenvereinaktiv.com
m 3000 2500 2000 1500 1000 500 50 40 30 20 10 km Wasseralm in der Röth Carl-von-Stahl-Haus Ingolstädter Haus Kärlingerhaus

Das Steinerne Meer ist ein eindrucksvolles Karsthochplateau zwischen Watzmannmassiv, Königssee, Hagengebirge, Hochkönigstock und Hochkaltermassiv. Der größte der neun Gebirgsstöcke der Berchtesgadener Alpen wirkt je nach Aussichtspunkt wie ein zu Stein gewordenes Meer mit wogenden, steinernen Wellen - daher auch der Name. Die Hüttentour verläuft größtenteils auf problemlos zu begehenden Bergwegen und -steigen. Lediglich auf der zweiten Etappe sind einige kurze ausgesetzte, drahtseilversicherte Passagen zu überwinden.
mittel
57,3 km
28:30 h
4525 hm
4635 hm
Die Hochfläche des Steinernen Meers ist ein beliebtes Ziel für den bergerfahrenen Wanderer. Durch die vielen Hütten und die sie verbindenden Wege bietet sich das Gebiet ideal für Hüttentouren an. Die zahlreichen Möglichkeiten für den Hüttenzustieg und die ringförmige Verteilung der drei Haupthütten (Ingolstädter-, Riemann- und Kärlingerhaus) ermöglichen vielfältige Varianten für Wanderungen im Steinernen Meer.

Die hier vorgeschlagene Rundtour orientiert sich an der unter Skitourengehern bekannten "Großen Reibn". Entsprechend des Wanderwegenetzes wurde deren Verlauf für Hüttenwanderungen im Sommer angepasst. So entstand in Anlehnung an die Wintertour der Name "Große Sommer-Reibn". Die Wanderungen durch das westliche Hagengebirge und das Steinerne Meer, die teils auf einfach zu begehenden Bergwegen und -steigen, teils aber auch auf alpinen Übergängen verlaufen, stellen den landschaftlichen Höhepunkt der Berchtesgadener Alpen dar. Nicht zuletzt führt ein Großteil der Tour durch die Kernzone des einzigen Alpennationalparks Deutschlands, dem Nationalpark Berchtesgaden. Besonders eindrucksvoll gestaltet sich das Wandern auf der zentralen Hochfläche des Steinernen Meers.

Profilbild von Bernhard Kühnhauser
Autor
Bernhard Kühnhauser
Aktualisierung: 18.05.2017

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Äulhöhe, 2309 m
Tiefster Punkt
Parkplatz Königssee, 607 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Die Wetterentwicklung sollte nie aus den Augen verloren werden, denn ein plötzlicher Wetterumschwung mit Nebel erschwert schnell die Orientierung und macht auch schon mal im August aus der Felsen- schnell eine Schneewüste. Durch die Höhenlage bleibt auch im Frühjahr der Schnee lange auf der Hochfläche des Steinernen Meers liegen. Deshalb ist es ratsam, vor einer Tour Kontakt mit den Hüttenwirten aufzunehmen und sich nach den aktuellen Verhältnissen zu erkundigen. Hierbei kann auch die Belegung der Hütten erfragt und ein Lager bzw. Bett reserviert werden. Dies empfiehlt sich vor allem in der Hochsaison im Juli/August.

Weitere Infos und Links

Berghütten: www.stahlhaus.atwww.alpenverein-salzburg.atwww.dav-berchtesgaden.de; www.kaerlingerhaus.dewww.riemannhaus.dewww.ingolstaedterhaus.dewww.dav-ingolstadt.dewww.wimbachgrieshuette.dewww.naturfreunde-bezirk-muenchen.de

Bergbahnen: www.jennerbahn.de

Regionalverkehr: www.rvo-bus.de

Informationen zur Region: www.nationalpark-berchtesgaden.bayern.de

Start

Parkplatz Königssee in Schönau a. Königssee (609 m)
Koordinaten:
DG
47.591628, 12.988766
GMS
47°35'29.9"N 12°59'19.6"E
UTM
33T 348793 5272872
w3w 
///abgrenzen.hymne.spröde

Ziel

Wimbachbrücke in Ramsau b. Berchtesgaden

Wegbeschreibung

Etappe 1: Vom Parkplatz Königssee, 607 m, auf einfach zu begehendem Fahrweg über die Königsbachalm, 1191 m, zum Carl-von-Stahl-Haus am Torrener Joch, 1733 m, aufsteigen. Alternativ kann durch die Benutzung der Jennerbahn der Aufstieg auf ca. 100 Höhenmeter verkürzt werden.

Etappe 2: Vom Carl-von-Stahl-Haus, 1733 m, zum Teil steil ansteigend hinauf zum Schneibstein, 2276 m, dem leichtesten Zweitausender der Berchtesgadener Alpen. Vom Gipfel zum erst spät sichtbaren Seeleinsee, 1809 m, absteigen. Überwiegend bergab, allerdings mit zwei kürzeren Zwischenanstiegen und einer ausgesetzten, drahtseilversicherten Passage, an der verfallenen Landtalalm, 1441 m, vorbei zur Wasseralm in der Röth, 1416 m.

Etappe 3: Von der Wasseralm, 1416 m, größtenteils durch Waldgelände zum aussichtsreichen Halsköpfl, 1719 m, aufsteigen. Vom Gipfel zum Schwarzsee, 1568 m, absteigen und über eine Kuppe weiter zum Grünsee, 1474 m. Nach einem steilen Anstieg führt der Weg flach hinüber zum Kärlingerhaus am Funtensee, 1631 m.

Etappe 4: Am Kärlingerhaus, 1631 m, beginnt der lange Anstieg über das sog. Baumgartl, 1788 m, zum Riemannhaus in der Ramseider Scharte, 2177 m, wo man gegebenenfalls übernachten kann. Nun dem Eichstätter Weg über die Äulhöhe, 2309 m, dem höchsten Punkt der Hüttentour durch das Steinerne Meer, zum Ingolstädter Haus auf der Dießbachscharte, 2119 m, folgen.

Etappe 5: Vom Ingolstädter Haus, 2119 m, am Fuß des Großen Hundstod entlang zum Hundstodgatterl, 2188 m, aufsteigen. Von dem Sattel führt der Weg über den Trischübelpass, 1764 m, hinunter zur bewirtschafteten Wimbachgrieshütte im Talschluss des Wimbachtales, 1327 m. Durch das Wimbachtal geht es bergab zur Berggaststätte Wimbachschloss im Wimbachgries, 1931 m, und weiter talwärts bis zur Wimbachbrücke in Ramsau b. Berchtesgaden, 628 m, dem Zielpunkt der Großen Sommer-Reibn durch das Steinerne Meer.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mit dem Zug nach Berchtesgaden. Vom Hauptbahnhof fährt stündlich ein Bus nach Schönau a. Königssee (Haltestation Jennerbahn).

Rückfahrt vom Ziel- zum Startpunkt: Stündliche Busverbindung von der Wimbachbrücke zum Parkplatz Königssee mit einmaligem Umsteigen am Busbahnhof Berchtesgaden (Fahrtzeit 25 Min.).

Anfahrt

Aus Richtung München auf der A8 bis zur Ausfahrt Bad Reichenhall, nun auf der B20 über Piding und Bayerisch Gmain nach Bischofswiesen und weiter nach Berchtesgaden. In Berchtesgaden am Kreisverkehr beim Bahnhof der B20 nach Schönau a. Königssee folgen. Am Ende der Bundesstraße befindet sich ein gebührenpflichtiger Groß-Parkplatz.

Aus Richtung Salzburg auf der A10 bis zur Ausfahrt Salzburg Süd, dann auf der B160 und B305 über Marktschellenberg nach Berchtesgaden. In Berchtesgaden am Kreisverkehr beim Bahnhof der B20 nach Schönau a. Königssee folgen. Am Ende der Bundesstraße befindet sich ein gebührenpflichtiger Groß-Parkplatz.

Für Mehrtages-Parktickets bitte in der auf dem Parkplatz befindlichen Touristinfo nachfragen.

Parken

Parkplatz Königssee

Koordinaten

DG
47.591628, 12.988766
GMS
47°35'29.9"N 12°59'19.6"E
UTM
33T 348793 5272872
w3w 
///abgrenzen.hymne.spröde
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Alpenvereinsführer Berchtesgadener Alpen alpin, B. Kühnhauser, Bergverlag Rother

Kartenempfehlungen des Autors

Alpenvereinskarte BY 21 - Nationalpark Berchtesgaden, Watzmann

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Ausrüstung

Normale Bergwanderausrüstung.

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Bewertungen

4,7
(12)
Profilbild
Walter Pietsch
01.10.2018 · Community
Gemacht am 10.09.2018
Lukas Bauer
24.09.2018 · Community
Vor einer Woche starteten wir zu zweit eine etwas abgeänderte Route der Sommer-Reibn. Von der Talstation der Jennerbahn ging es über einen recht schmalen, aber dadurch schön zu begehenden Forstweg, den Jenner hinauf. Nach einem kurzen Abstecher über einen Pfad zum Gipfel, kehrten wir zur Forststraße zurück und liefen diese weiter bis zum Stahlhaus (der Weg über den Bergrücken ist momentan aufgrund der Bauarbeiten an der Bergstation gesperrt). Am nächsten Tag ging es zur Wasseralm. Wie bereits angesprochen, sind dafür 6h eher das Minimum. Auf dem Weg machten wir noch einen Abstecher auf den Kahlersberg, der einen guten Überblick auf den Hin- und Weiterweg bietet. Hier ist jedoch ein längeres Stück recht ausgesetzt und zudem gute Ausdauer nötig. Von der Wasseralm zweigten wir Richtung Süden ab. Nach der halben Umrundung der Schönfeldspitze war auch schon das heutige Tagesziel sichtbar: das Riemannhaus. Davor bogen wir jedoch ab und stiegen das Kar zwischen Schönfeldspitze und Wurmkopf hinauf. Von dort sind beide Gipfel zu erreichen, wobei wir uns wegen der fortgeschrittenen Zeit und der technisch anspruchsvolleren Besteigung der Schönfeldspitze für den Wurmkopf entschieden. Über den Grat ging es 300hm bergab, bis wir unser Tagesziel erreichten. Am nächsten Morgen führte uns der Weg weiter durch die karstige Landschaft des Steinernen Meeres bis zum Ingolstädter Haus. Von dort aus wanderten wir Richtung Großem Hundstod, dessen Gipfel über einen steilen, von Geröll bedeckten Hang erreichbar ist. Nach dem Abstieg vom Gipfel genossen wir ein sehr gutes Mittagsessen auf der wirklich sonnigen Sonnenterrasse vom Ingolstädter Haus. Der weitere Weg führte uns hinauf bis zum Hundstodgatterl und danach stufenweise und teilweise recht steil hinab bis ins Wimbachgries. Nach einer Übernachtung in der dortigen Wimbachgrieshütte, die glücklicherweise an diesem Tag nur moderat besucht war, liefen wir weiter talauswärts. Der Weg zurück zum Ausgangspunkt führte uns über den Gipfel des Grünsteins, wobei wir merklich wieder in der Zivilisation angekommen waren. Während des Abstiegs Richtung Schönau konnten wir noch einige Begeher des Klettersteigs am Grünstein beobachten, bevor wir zum Ausgangspunkt zurückkehrten.
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Gemacht am 17.09.2018
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Fotos von anderen

Watzmann vom Feldkogel
Königsee vom Feldkogel
Blick vom Halsköpfl auf die Kapelle St. Bartholomä

Bewertung
Schwierigkeit
mittel
Strecke
57,3 km
Dauer
28:30h
Aufstieg
4525 hm
Abstieg
4635 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights

Statistik

  • 2D 3D
  • Meine Karte
  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
  • 5 Etappen
mittel Etappe 1
8,2 km
5:00 h
1125 hm
10 hm
Einfach zu begehender, stellenweise steiler Anstieg, der auf schmalem Fahrweg durch den Bergwald und die südlich des Jenners gelegenen Almflächen ...
4
von Bernhard Kühnhauser,   alpenvereinaktiv.com
mittel Etappe 2
12,6 km
6:00 h
1100 hm
1425 hm
Alpiner Übergang, der das Carl-von-Stahl-Haus über die Hochfläche des Schneibsteins und den idyllisch gelegenen Seeleinsee mit der Wasseralm in der ...
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von Bernhard Kühnhauser,   alpenvereinaktiv.com
mittel Etappe 3
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4:30 h
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600 hm
Landschaftlich eindrucksvoller Bergweg, der durch die abwechslungsreiche Vegetationszone nördlich des Steinernen Meeres die Wasseralm in der Röth ...
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von Bernhard Kühnhauser,   alpenvereinaktiv.com
mittel Etappe 4
12 km
6:00 h
1100 hm
625 hm
Häufig begangene Verbindung zwischen den drei zentral im Steinernen Meer gelegenen Berghütten, in deren Verlauf der der höchste Punkt der Großen ...
5
von Bernhard Kühnhauser,   alpenvereinaktiv.com
mittel Etappe 5
16,2 km
7:00 h
400 hm
1875 hm
Alpiner Übergang, der das Steinerne Meer mit dem fast ebenso imposanten und wildromantischen Wimbachtal zwischen Hochkalter und Watzmann verbindet.
5
von Bernhard Kühnhauser,   alpenvereinaktiv.com
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