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Großarltal Höllwandgipfel über Austuhl

Bergtour · Großarltal
Profilbild von Peter Seifarth
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Peter Seifarth
  • NSG Schuhflicker
    / NSG Schuhflicker
    Foto: Peter Seifarth, Community
  • / Weg vom Aualmsattel zum Austuhl
    Foto: Peter Seifarth, Community
  • / Höllwand, Pfadspur, Vordergr. re. Austuhlwandteil
    Foto: Peter Seifarth, Community
  • / Schiedreitspitz, hinter der Wolke lugt die Höllwand hervor
    Foto: Peter Seifarth, Community
  • / Höllwandgipfel 2287m
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  • / Blick in die Höllwandscharte
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  • / Höllwandgipfelgrat
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  • / Gipfelperlenkette v.li.n.re. Schuhflicker, Austuhl, Schiedreitspitz, Höllwand
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  • / Wegweiser Höllwandscharte
    Foto: Peter Seifarth, Community
  • / Wetterkreuz Schiedreitspitz
    Foto: Peter Seifarth, Community
  • / Pünktlich zum Abendrot an der Aualm
    Foto: Peter Seifarth, Community
m 2300 2200 2100 2000 1900 1800 1700 10 8 6 4 2 km

Genußbergwanderung im Großarltal zum Höllwandgipfel über Schuhflicker, Austuhl, Schiedreitspitz.

Vom ausgesetztem abschüssig prickelnden Geröllquergang, windgeschütztem Neidbiwakplatz mit gigantischer Aussicht, über Hochalmgelände durch Kuhherden und Pferdekoppeln bis zum pulsierendem Tiefblick von der Höllwand hinunter nach Großarl, ist alles dabei - um für einige Jahre Glückshormone zu erzeugen.

Für manche Urlauber jedoch keine Empfehlung, da einige Knieschlotterer Gefahr für Laib und Seele darstellen. Gute Ausrüstung, genügend Getränke, Verpflegung, Kondition und Durchhaltevermögen sind ebenfalls gefragt.

schwer
Strecke 10,2 km
11:00 h
966 hm
966 hm

Dolomitenfeeling ohne besonders weite Wege.

Ein echter Geheimtipp für Geübte ist die Genußbergwanderung im Großarltal zum Höllwandgipfel über Schuhflicker, Austuhl, Schiedreitspitz.

Gefährliche Geröllbandquerung unterhalb des Austuhl. Deshalb nicht für Ungeübte!

Mitten in der Feriensaison im August sahen wir ab dem Schuhflicker nur noch einen Menschen (Höllwand). Freilich, auf dem Schuhflicker ist man kaum allein.

Autorentipp

Spätestens 8:30Uhr oben an der Aualm sein, Parkmöglichkeit ist stark begrenzt.
Die ganz Harten laufen von Unterberg hoch und abends wieder runter.
(Kann aber sein, daß man oben breit ist und nur noch in der Alm versackt.)
Schwierigkeit
schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Höllwandgipfel 2287m, 2.287 m
Tiefster Punkt
Aualmparkplatz 1790m, 1.786 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Klettersteigset empfehlenswert. Zumindest Bandschlingen und Karabiner sollten dabeisein.

Start

Parkplatz Aualm (1.790 m)
Koordinaten:
DD
47.262397, 13.166554
GMS
47°15'44.6"N 13°09'59.6"E
UTM
33T 361296 5235954
w3w 
///praktisches.schere.zelt

Ziel

Parkplatz Aualm

Wegbeschreibung

Die Tour beginnt am Parkplatz der Aualm.

Die zwei Wege (34+34a) zum Schuhflicker sind sehr gut ausgeschildert. Der an der Almhütte gleich links abbiegende 34a, ist weitläufiger aber weniger steil. Der 34er durch die Aualm führende, direkter, kürzer, steiler.
Schöner ist der linke Weg 34a, weil er ständig Fernsicht und immer neue Blickwinkel ermöglicht.

Nach dem ersten mittel-kräftigem Anstieg kommt links eine Bank, gut für ein kurzes Verschnaufen, aber tunlichst noch nicht den Rucksack leerfuttern. Dafür kommen noch schönere Stellen. Eine ist das unweite Wetterkreuz oberhalb der "Heidelbeerfelder". Hier haben sich Neuankömmlinge im Gebirge und untrainierte Zivilisationsgeschädigte auch ein Kompensationspäuschen verdient (wir brauchten es auch). An diesem schönem Ort nicht zu lang verweilen, sonst ist das Tagesziel in Gefahr.

Mit neuer Kraft führt der Weg weiter bergauf und so öffnet sich allmählich der Blick auf den eindrucksvollen Schuhflicker-Doppelgipfel. Wir folgen dem Weg ins bizarre Kalkgestein.

In der Schuhflickerscharte geht es geradewegs erstmals auf dieser Tour bergab und man sieht linkerhand den Schuhflickersee. Wir bleiben aber oben und halten uns am Wegweiser rechts, wieder den Berg hinauf. Oben ist ein Koppeldurchgang und wie ein Vulkankrater öffnet sich die Aualm. Wer sich Selbst, Mitstreiter oder die Zeit (wegen der Heidelbeeren ;-) ) überschätzt hat, kann hier aus der Tour vernünftig zum Aualm-Parkplatz absteigen.

Wahre Berglöwen wollen sich die Höllwand hochbeissen und gehen links den Gratrand entlang. Rot/Weiße Farbmarkierungen weisen den Weg.
Es ist jetzt nur noch ein sehr schmaler kaum begangener Pfad und verlässt den "Kraterrand" nach links, verliert immer mehr an Höhe.

Der Bergpfad ist aus gutem Grund weder ausgeschildert noch erwähnt, damit Familie Unbedarft sich nicht in Bergnot begibt. Der Grund: unterhalb des Austuhl geht es ziemlich senkrecht hinunter und es wird auf 50m für ungeübte und mit lebhaften Kindern verantwortungslos.

Nur in wenigen Karten als rote Pünktchen markiert, führt er unterhalb des Austuhl-Gipfel am Massiv auf einem Simsband entlang. Das Simsband ist mit Geröll bedeckt und zudem abschüssig. Zur Sicherheit hängt da ein Edelstahlseil an welchem ein Klettersteigset eingehängt werden kann. Je nach Wegverhältnissen und Trainingsstand kann man sich auf das schmale Geröllband wagen. Doch muß einem klar sein, ein Rutscher und man ist ohne Selbstsicherung im Jenseits.

Wer die prickelnde Stelle meistert, wird mit einem windgeschützten und ausichtsreichem Neidbiwakplatz für max. 4-6 Personen belohnt. Vis a vis mit Blick auf die stattliche Höllwand in ihrer gesamten Pracht. Grandios! Zum greifen nahe. Der weitere Wegverlauf ist nun sichtbar und führt über einen losen Schuttkegel in Serpentinen (von oben nicht gut erkennbar) steil bergab.

Nach übersteigen der Koppel entwickelt sich die ganze Herrlichkeit des Weges in eine gefahrlose Hochalmwanderung bis zur Höllwand. Keine Angst vorm Schiedreitspitz, es ist ein warmup für den Tageshöhepunkt. Sozusagen ein kleines Vorspiel, ohne zur Sache zu kommen.

Vom weitem sieht die Höllwand nicht allzuwild aus.
Schöne gerade Linien eines angekippten Tisches. Unspektakulär - von weitem.
Aus der Nähe muß man dann den Kopf ganz schön in den Nacken legen und nun wird klar - jetzt wird es richtig Sport. Dabei steigen wir im oberem Drittel der Höllwand ein. Also einmal tief durchatmen, Emotionen abschalten, immer schön hoch antreten - auf einmal wird einem klar - warum das Ding Höllwand heisst. Der Kampf gegen sich selbst - ist die Hölle!
Noch nicht einmal das Gipfelkreuz ist zu sehen, da oben alles so winzig klein und es ist wieder im Bewusstsein - das Verhältnis - Mensch und Natur.

Kein Gipfelsturm war für mich so moralisch wie dieser, weil so konsequent ununterbrochen immer an meiner Leistungsgrenze hinauf, das ist schon brutal. Sind wir noch nicht genug akklimatisiert oder bin ich schon so alt? Ich weis nicht, meiner geliebten Kameradin habe ich morgen einen freien Tag versprochen. Man bezwingt nicht den Berg, man bezwingt seinen inneren Schweinehund, der einem zum Aufgeben verleiten will.

Nach einer gefühlten Ewigkeit flacht der Weg etwas ab. Erleichterung, wir sind jetzt auf der linken Schulter, eine Scharte wird sichtbar und winzige gelbe Punkte. Verrückte haben hier Wegweiser hochgebracht. Das ergibt einen Energieschub.

Höllwandgipfel 10 min. steht drauf. Hier mündet der Weg vom Heukareck, welcher von der anderen Seite hochkommt. Nein, unser Weg war gewiss Erlebnisreicher, bleibt ins Hirn eingebrannt bis in alle Ewigkeit. Reichlich Dopamin und Endorfin für allerhöchste Glücksgefühle werden schon in der Erinnerung an diesen herrlichen Tag erzeugt.

Vom Gipfel aus, ein grandioser Panoramaausblick nicht nur auf Großarl! Der Gipfel ist ein schmaler Grat. Im Gipfelbuch erwartungsgemäss wenig Einträge, hier kommen keine Spielmätze hoch und kritzeln das Malbuch voll.
Die gesamte Bergflanke liegt gut überschaubar zu unseren Füßen. Nichts da - was einen aufhält, sollte man auf dem nassen Gras ausgleiten, kein Stein, kein Strauch, nichts. Da können einen auch die Knie weich werden.

Stöcke sind hilfreich, vor allem bei feuchtem Untergrund bergab.

Leider haben wir zu viel Zeit mit rasten und sattsehen verbracht, so daß es uns ratsam erschien den nun bekannten Weg in genau kalkulierter Zeit zurückzugehen und durch die Aualmscharte zum Parkplatz abzukürzen, statt wie anvisiert eine solide Runde über die Schied-Hochalm zu entwickeln. Ehrgeizige Ziele zurückzustecken, sich flexibel an Realitäten anzupassen - gehört auch zur Bergsicherheit.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Parken

Kleiner verwegener Parkplatz für ca. 20 PKW direkt an der Aualm. Etwas unterhalb bestehen ebenfalls Parkmöglichkeiten. Die Parkplätze sind jedoch stark begehrt.

Koordinaten

DD
47.262397, 13.166554
GMS
47°15'44.6"N 13°09'59.6"E
UTM
33T 361296 5235954
w3w 
///praktisches.schere.zelt
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

Im Rucksack das volle Programm an Wettersachen, Getränken, Verpflegung, Sanizeug. Wanderstöcke empfehlenswert.

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
10,2 km
Dauer
11:00 h
Aufstieg
966 hm
Abstieg
966 hm
Hin und zurück Rundtour Einkehrmöglichkeit aussichtsreich Geheimtipp Gipfel-Tour ausgesetzt versicherte Passagen Grat

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