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Wanderung

Grenzpfad Etappe 1: Von Langenthal nach Huttwil

Wanderung · Aarwangen
Verantwortlich für diesen Inhalt
Erlebnismacher AG
  • Wässermatten
    / Wässermatten
    Foto: Werner Stirnimann, Erlebnismacher AG
  • / Kloster St. Urban
  • / Kloster St. Urban
    Foto: Denise Krieg, Erlebnismacher AG
m 800 700 600 500 400 20 15 10 5 km
Der Grenzpfad Napfbergland führt in sechs Etappen durch die Regionen Oberaargau, Willisau, Emmental und Entlebuch auf das Brienzer Rothorn und weiter zum Brünigpass.
mittel
25 km
6:50 h
489 hm
314 hm

Angenehme, mehrheitlich flache Einstiegswanderung von St. Urban (447m ü.M.) entlang des idyllischen Tals der Rot und über das Hochplateau von Gondiswil. Weiter Blick über den Jura und die Napfkette. Ab Gondiswil stehen zwei Möglichkeiten offen: nach Huttwil oder Ufhusen. (6 bis 7 Std.)

 

Die Route ist mit dem Signet "Grenzpfad Napfbergland" gut beschildert.

Autorentipp

Ein Besuch des Klosters lohnt sich auf jeden Fall.
Profilbild von Denise Krieg
Autor
Denise Krieg
Aktualisierung: 06.04.2020
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
719 m
Tiefster Punkt
440 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Start

Bahnhof Langenthal (472 m)
Koordinaten:
DG
47.216997, 7.785169
GMS
47°13'01.2"N 7°47'06.6"E
UTM
32T 408016 5229994
w3w 
///oder.festlegen.anzeichen

Ziel

Bahnhof Huttwil

Wegbeschreibung

Die weisse Barockfassade des ehemaligen Zisterzienserklosters St. Urban empfängt uns nach der Wanderung von Langenthal nach St. Urban. Wir verlassen St. Urban in südöstlicher Richtung an den beiden Weihern vorbei in Richtung Neuschür. Bei Pt 962 nach Süden zur Kantonsstrasse. Dieser folgen wir 200m, dann geht es rechts zu den stattlichen Gutsbetrieben Gross Sonnhalden und später Berghof. Weit ist nun der Blick ins Tal der Rot und gegen Norden zur Jurakette. Nach der Querung des Grosswaldes auf einem tief eingeschnittenen, historischen Hohlweg befindet sich rechts die rundliche Kuppe Isenhuet (620m). Solchen eiszeitlichen Geländeformen werden wir noch öfters begegnen. Nun erst ein Stück am Rande des Längeggwaldes entlang, dann absteigend und über die Kantonsstrasse in den Talboden der Rottaler Wässermatten.

Die Wässermatten an der Rot gehören mit jenen an der nahen Langeten zu den Landschaften von nationaler Bedeutung. Der natürlich mäandernde Lauf der Rot, durchgehend mit dichter Baumhecke bestockt, bildet exakt die Kantonsgrenze Luzern-Bern. Am Rande der Wässermatten finden wir zu Pt 528 m. Von hier sind es nur ein paar 100m bis in die sehenswerten Dörfer Altbüron  und Grossdietwil. Die Grenzpfadroute wendet sich jedoch gegen Westen und überquert auf dem Steg über die Rot zum zweiten Mal die Kantonsgrenze. Übers Ellbogenfeld zu Pt. 554 m, wenige Meter auf der Strasse, dann aufwärts zu den Höfen Ischerhubel. Als lohnender Abstecher befindet sich in nächster Nähe, am Weg ins Dorf Melchnau, die Burgstelle Grünenberg (Pt 615 m).

Unser Weg führt in südlicher Richtung in den Wald zum Babeliplatz (Pt 662 m). Der Platz dieser Wegspinne eignet sich vorzüglich für eine Rast. Weiter durch den gepflegten Wald des Horben und hinaus aufs weite Plateau mit guter Sicht zu den Alpen. Erst auf einem Feldweg, dann auf einem Teersträsschen ins nahe Dorf Gondiswil.

Variante Gondiswil – Huttwil

Gegenüber dem Gashof Rössli, beim schönen Dorfbrunnen aus Jurakalkstein, befindet sich der Wegweiserstandort 664 m. In Richtung Huttwil zwischen den Gebäuden abwärts zur Strassengabelung Huttwil-Auswil. Hier gleich linkerhand dem Fribach entlang zum Naturschutzgebiet des Gondiswiler Weiher, der aus einer ehemaligen Kohlegrube entstanden ist. Wir folgen dem Wiesenbächlein rechtsufrig zur Gondiswiler Mühle. Der Türsturz aus Sandstein trägt die Inschrift der Gebrüder Schär „Erneuert anno 1841“, dazu das verzierte Müllersiegel. Das intakte Mühlenwerk wird seit 1908 nicht mehr mit Wasserkraft betrieben.

Von der Mühle erst auf dem Strässchen bis zum Hof auf der Anhöhe, dann durch zwei Waldstücke zur Brüggenweid (Pt 683 m). Weiter über die Lichtung Rörlerweid und nahe dem schönen Weiler Ettishüseren, am Waldrand entlang zum Huttwilberg. Einzigartig der Weitblick in die Innerschweizer Berge, zur Pilatuskette und zum nahen Napfbergland. Von der Waldecke (Pt 713 m) geradeaus übers Feld an den Rand des Plateaus und weiter zum Soldatendenkmal. Direkt unter uns liegt das Städtchen Huttwil. Beim Lärchenwäldli mit schönem Rastplatz geht’s auf steilem Weg abwärts zum ersten Etappenziel. Huttwil wurde im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts als Städtchen befestigt. Seine heutige, biedermeierliche Gestalt erhielt der Ortskern um die reformierte Kirche und den Brunnenplatz nach einem Brand im Jahr 1834.

Variante Gondsiwil – Ufhusen

Vorm Dorfplatz Gondiswil auf der linken Strassenseite am Spycher vorbei und nach 150 Metern auf das links abzweigende Quartiersträsschen. In südöstlicher Richtung an den Höfen Zälg vorbei dem Walde zu. Der gute Waldweg folgt den Geländekurven zum Hof Honeten. Dann geht’s auf steilem Fahrweg abwärts, nach rechts über den Bach und zur nahen Haltestelle Gondiswil des Bürgerbusses.

Mit dem Bahnübergang überschreiten wir gleich wieder die Kantonsgrenze. Der Grenzstein ist mit dem Jahr 1947 datiert. Wir queren die Kantonsstrasse, dem Weidezaun entlang zum Gehöft Weierhus hinauf und auf das Gütersträsschen. Etwas oberhalb bei der Verzweigung wählen wir den Weg rechts dem Gummenwald zu. Nur wenige Meter durch den Weg, dann links aufwärts in Schlaufen ausholend aufs offene Feld. Der gut sichtbare Wegweiser lässt uns die Wahl, nach links auf direktem Weg zum Dorf Ufhusen oder auf der Route bleibend auf dem Feldweg weiter zur Strasse Huttwil – Ufhusen.

Das Dorf Ufhusen liegt exponiert auf einem Hügel, durch das heute die Strassen- und Bahnverbindung zwischen Huttwil und Willisau führt. Die historische Strassenverbindung führte jedoch durch das Dorf. Auf der höchsten Stelle dominiert die Pfarrkirche St. Johannes, die 1780 von J. Singer neu erbaut worden ist.

 

  Text: Werner Langenegger. Überarbeitung: Werner Stirnimann

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Der Grenzpfad Napfbergland beginnt direkt am SBB-Bahnhof Langenthal. Mit der Bahn oder mit Bussen kann man auch direkt nach St. Urban gelangen. Weitere Busverbindungen nach Roggliswil (Post), Altbüron (Post), Melchnau (Oberdorf) und Gondiswil (Gemeindehaus).

Rückreisemöglichkeiten gibt es ab BLS-Bahnhof Huttwil halbstündlich bis stündlich. Weniger regelmässige Busverbindungen existieren auch ab Ufhusen (Käserei Dorf).

Koordinaten

DG
47.216997, 7.785169
GMS
47°13'01.2"N 7°47'06.6"E
UTM
32T 408016 5229994
w3w 
///oder.festlegen.anzeichen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

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Ausrüstung

Tages-Wanderrucksack (ca. 20 Liter) mit Regenhülle, festes und bequemes Schuhwerk, witterungsangepasste und strapazierfähige Kleidung im Mehrschicht-Prinzip, ggf. Teleskopstöcke, Sonnen- und Regenschutz, Proviant und Trinkwasser, Erste-Hilfe-Set, Taschenmesser, Handy, Kartenmaterial

Fragen & Antworten

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
25 km
Dauer
6:50h
Aufstieg
489 hm
Abstieg
314 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights botanische Highlights faunistische Highlights

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