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Greina Alta: Hochgebirgsdurchquerung in 4 Tagen

Mehrtagestour · Adula-Gruppe
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  • Piz Ault
    / Piz Ault
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • Greina Hochebene vom Crap la Crusch in Richtung Pass Diesrut
    / Greina Hochebene vom Crap la Crusch in Richtung Pass Diesrut
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • Greina Alta: Blick von Crap la Crusch zum Passo della Greina
    / Greina Alta: Blick von Crap la Crusch zum Passo della Greina
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • Capana Motterascio
    / Capana Motterascio
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • Zerfreilahorn: Das Matterhorn Graubündens
    / Zerfreilahorn: Das Matterhorn Graubündens
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • Blick von der Cap. Motterascio nach Süden
    / Blick von der Cap. Motterascio nach Süden
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • Gasthaus Zerfreila und der Postbus nach Ilanz
    / Gasthaus Zerfreila und der Postbus nach Ilanz
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • Läntatal; Foto: Hubert Hodel
    / Läntatal; Foto: Hubert Hodel
    Foto: Visit Vals Tourismusbüro
1500 2000 2500 3000 3500 m km 5 10 15 20 25 30 35 40 45 Medelserhütte SAC / Camona da Medel

Großartige, konditionell und technisch anspruchsvolle Hochgebirgsdurchquerung mit Überschreitung vierer hoher Pässe und der Durchquerung der Greina Hochebene. Die einzelnen Etappen sind echte Bergtouren, die entsprechende Erfahrung erfordern. Am zweiten Tag wird ein kleiner, spaltenarmer Gletscher überquert. Die Schwierigkeiten liegen gemäß der Schweizer Skala bei T3 bis T4. T4 ist wegen der Gletscherpassage vergeben. Allerdings reichen dort in der Regel Grödel aus. In der deutschen und österreichischen Skala wäre die Tour Rot bewertet.
schwer
48,4 km
19:29 h
4446 hm
3941 hm

Wenn man als Deutscher in die Schweiz zum Bergsteigen geht, peilt man in der Regel die hohen Berge an. Bernina, Berner Oberland oder das Wallis sind übliche Ziele. Die Landschaften am oberen Rhein sind aber gleichermaßen attraktiv. Und das nicht nur für Hochtouristen sondern auch für gestandene Wanderer und Bergsteiger.

Im Tal zwischen Ilanz und Reichenau liegt der Grand Canyon der Schweiz, die Rheinschlucht. Der Rhein hat sich in den letzten 11.000 Jahren seinen Weg durch den Schutt des Flimser Bergsturzes gebahnt. Man nimmt an, dass der Bergsturz der größte der Alpen gewesen sei. Diese Schlucht ist schon ein Reiseziel für sich. Wanderer, Radfahrer und Kanuten sind hier unterwegs.

Die ganze Gegend weist eine Reihe geologischer Highlights auf. Das UNESO-Weltkulturerbe Tektonikarena Sardona steigt nördlich des Rheins in die Höhe. Die südlich aufsteigenden Adulaberge sind geologisch auch sehr interessant. Hier ist fast alles an Gesteinsarten zu finden, was die Alpen so hergeben. Gneis, Schiefer, Sedimentgesteine und sogar Granit. In der Greina Hochebene kommen viele dieser Gesteine auf engstem Raum zusammen. Entsprechend vielfältig sind die Landschaftsformen und der Pflanzenbewuchs.

Die Adulaberge liegen direkt am Alpenhauptkamm. Dieser Gebirgsabschnitt bietet keine 4000er. Einige schöne Gletscherberge sind aber auch hier zu finden. Auf jeden Fall ist die Landschaft durch Gletscheraktivitäten stark geformt worden. Dies wird insbesondere im Bereich der Läntahütte deutlich.

Die Greina Hochebene ist in der Schweiz ein viel frequentiertes Wanderziel. 1986 wurden Pläne für einen Stausee in dieser Hochebene nach landesweiten Protesten zu den Akten gelegt und machten diese Landschaft bekannt.

Unsere Durchquerung durchmisst diese Ebene am zweiten Tag. Vorher und nachher verläuft die Route im Vergleich zur Greina recht einsam durch die Adulaberge. Start und Ziel liegen in Graubünden. Die Unterkunft der zweiten Nacht liegt im Tessin.

Autorentipp

Die und die sind Unterkünfte für Bergsteiger mit sehr guter Küche und sehr guter Wetter- sowie Tourenberatung. Die und die sind zudem architektonische Highlights.

Über die Internetseite der kann man die Unterkünfte der gesamten Durchquerung vorbuchen. Man zahlt komplett auf der Medelserhütte und bekommt Gutscheine für die anderen beiden Hütten. Sollte man das Unternehmen wegen schlechten Wetters abbrechen müssen, sind die nicht genutzten Gutscheine für ein weiteres Jahr gültig.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, sollte zum Abschluss der Tour bei Versam hinab in die Rheinschlucht fahren, dort einen kurzen Spaziergang unternehmen und im einkehren.

outdooractive.com User
Autor
Helge Tielbörger 
Aktualisierung: 12.10.2018

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
2743 m
Tiefster Punkt
1334 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Alle Angaben ohne Gewähr. Das Begehen und Befahren der hier beschriebenen Touren erfolgt auf eigenes Risiko und setzt entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen voraus.

Die Greina Alta ist keine klassische Hüttentour. Die einzelnen Abschnitte sind ernste Bergtouren. Im Schweizer Jargon handelt es sich um Alpinwandern im Schwierigkeitsgrad T3/T4. Das entspricht einem „dunklen“ Rot bis Schwarz der deutschen und österreichischen Skala.

Die Route ist durchgehend markiert, abschnittsweise aber weglos. Der vorhandene Weg ist meist sehr schmal und führt durch streckenweise sehr steiles und evtl. durch andere Wanderer steinschlaggefährdetes Gelände.

Bei Nebel kann die Orientierung insbesondere auf der zweiten Etappe sehr schwer werden.

Über die aktuellen Verhältnisse geben die Wirte der Medelserhütte und der Läntahütte zuverlässig Auskunft.

Ausrüstung

Bergwanderausrüstung

Für den zweiten Tag sind je nach Jahreszeit Grödel oder Steigeisen und ein Pickel erforderlich. Auch sonst können bis spät ins Jahr Schneefelder zu queren sein. Grödel sind also nie verkehrt.

Über die aktuellen Verhältnisse wissen die Wirte der Medelserhütte und der Läntahütte zuverlässig Bescheid.

Weitere Infos und Links

Diese und viele weitere Touren findet ihr auch im Kurs- und Tourenprogramm der Sektionen München und Oberland.

Die Internetseiten der Medelserhütte und der Läntahütte bieten viel Informationen und genaue Beschreibungen zu Tourenmöglichkeiten und aktuellen Bedingungen.

Start

Curaglia (1.332m), Bushaltestelle (1335 m)
Koordinaten:
Geographisch
46.672861, 8.858377
UTM
32T 489167 5168821

Ziel

Gasthaus Zerfreila (1.850m), Bushaltestelle

Wegbeschreibung

Etappe 1: Von Curaglia (1.332m) bis zur Medelserhütte (2.524m) über den Piz Ault (2.470m), 1.650 Hm rauf , 510 Hm runter, 6h, T3. Alternativ Direktaufstieg von Curaglia durch das Val Platas, 1.190 Hm rauf, 3,5h, T3.

Von der Bushaltestelle am Postamt der Beschilderung in Richtung Medelserhütte hinauf in den Ort folgen. Nach den letzten Häusern folgt eine scharfe Rechtskehre. In der folgenden Linkskehre gehen wir geradeaus auf einem Pfad ins Buschwerk hinein (keine Beschilderung) und steigen den Hang hinauf bis zur Siedlung Gliarauns. Der Weg mündet in die asphaltierte Fahrstraße, die von Curaglia hinauf zur Crap Stagias (Schild) führt. Hier scharf rechts und der Straße folgen. Diese Straße kann man an einigen Stellen auf gutem Weg abkürzen (keine Beschilderung, siehe Karte). Ab dem Crap Stagias auf engem Pfad dem Grat folgend bis zum Piz Ault mit seiner wunderbaren Aussicht. Mit mehreren Gegenanstiegen geht es hinab in die Fuorcla dalla Buora und weiter runter ins Val Plattas bis kurz vor die Alp Sura und über den Rein da Plattas. Nun hinauf in die Fuorcla da Lavaz, in der die Medelserhütte steht.

Die genaue Beschreibung dieser Etappe findest Du hier.

Etappe 2: Von der Medelserhütte (2.524m) bis zur Capana Motterascio (2.171m) über die Fuorcla Sura da Lavaz (2.703m) und den Passo della Greina (2.355m), 610 Hm rauf , 950 Hm runter, 6h, T4.

Von der Hütte östlich hinab ins Val Lavaz. Auf 2.200m biegt die Markierung nach Süden ab und leitet weglos durch Blockwerk, Schutt und später über den kleinen, spaltenarmen Glatscher da Lavaz hinauf zur Fuorcla Sura da Lavaz. Von der Fuorcla Sura da Lavaz geht es hinab zum Piano della Greina und weiter hinauf zum Passo della Greina. Dort folgen wir dem Rein da Sumvigt in Richtung Crap la Crusch und Cap. Motterascio.

Die genaue Beschreibung dieser Etappe findest Du hier.

Etappe 3: Von der Capanna Motterascio (2.171m) zur Läntahütte (2.090m) am Lac di Luzzone (1.606m) entlang und über den Passo Soreda (2.759m), 1.420 Hm rauf , 1.560 Hm runter, 7h, T3+.

Die längste Etappe führt zunächst unschwierig direkt hinab zum Lac di Luzzone. Kurz bevor der Ri di Scaradra über einen hohen Wasserfall hinab in den See stürzt, zweigt der Steig zum Passo Soreda links ab. Nun sehr steil hinab ins Tal des Valser Rheins. Im Talboden halten wir uns rechts und erreichen die Hütte nach ca. 40 Minuten.

Die genaue Beschreibung dieser Etappe findest Du hier.

Etappe 4: Von der Läntahütte (2.090m) zum Gasthaus Zerfreila (1.850m) über das Furggelti (2.712m) , 840 Hm rauf , 980 Hm runter, 5h, T3. Alternativ Direktabstieg über die Lampertschalpe, 100 Hm rauf, 300 Hm runter, 2,5h, T2.

Von der Hütte ein Stück in Richtung Rheinwaldhorn. Dann über eine Brücke den Valser Rhein überqueren, um sehr steil hinauf 600 Hm bis ins Furggelti zu überwinden. Dort oben steht man zwischen Furggeltihorn und Zerfreilahorn und genießt eine tolle Aussicht hinab zum Zerfreila Stausee und nach Vals. Der Abstieg führt deutlich sachter als der Aufstieg über mehrere Böden zunächst mit Schutt und später mit Wiese bedeckt durch den Krummholzgürtel hinab zum See. Dort nach rechts dem Fahrweg entlang folgen. Später den Arm des Sees, in den der Canalbach mündet über eine große Brücke überqueren und 100 Hm hinauf bis zu einer Kapelle. Nun geht es weiter über die asphaltierte Fahrstraße hinab bis zum Gasthaus Zerfreila und der Bushaltestelle für den Bus nach Ilanz.

Die genaue Beschreibung dieser Etappe findest Du hier.

Hinweis

Wildruhezone Val Lavaz: 15.12 - 30.04
alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

www.sbb.ch

Bis Chur zumindest aus dem Stuttgarter Raum in erträglicher Fahrzeit. Ab München ist der Zug keine Option (Fahrzeit bis Ilanz 7h). Ab August 2014 verbessert eine Busverbindung von München nach Chur die Situation (www.meinfernbus.de).

Hinfahrt: Von Chur oder Ilanz mit der Rhätischen Bahn bis Disentis. Von dort mit dem Bus (Linie bis Lukmanierpass) bis Curaglia.

Rückfahrt: Mit dem Bus vom Gasthaus Zerfreila bis Ilanz (Bahnstation) und Parkplatz.

Anfahrt

Aus Deutschland (Stuttgart oder München) über den Bodenseeraum auf die A13 bis Chur. Weiter in Richtung San Bernardino. Abfahrt Reichenau/Flims/Laax. Auf der Bundesstraße 19 bis Ilanz (ab München 3h).

In Ilanz zum Bahnhof und dort parken (Wochenticket 30CHF, Stand August 2017)

Weiter mit der Rhätischen Bahn im Stundentakt bis nach Disentis. Dort den Bus in Richtung Lukmanierpass nehmen. Aussteigen in Curaglia.

Es empfiehlt sich tatsächlich in Ilanz zu parken. In der Summe bietet das die kürzeste Fahrzeit.

Parken

Am Bahnhof (Wochenticket 30CHF, Stand August 2017)
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
48,4 km
Dauer
19:29 h
Aufstieg
4446 hm
Abstieg
3941 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights

Statistik

  • 4 Etappen
24.08.2014
mittel Etappe 1
11,5 km
6:00 h
1650 hm
510 hm
von Helge Tielbörger,   alpenvereinaktiv.com
24.08.2014
schwer Etappe 2
12,4 km
6:00 h
610 hm
950 hm
von Helge Tielbörger,   alpenvereinaktiv.com
04.09.2014
schwer Etappe 3
14,7 km
7:30 h
1420 hm
1560 hm
von Helge Tielbörger,   alpenvereinaktiv.com
08.09.2014
mittel Etappe 4
10,3 km
5:30 h
840 hm
980 hm
von Helge Tielbörger,   alpenvereinaktiv.com
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