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Gletschertrekking Aletsch: In 4 Tagen von Fiesch durch Schnee und Eis zum Oberaarstausee

Mehrtagestour · Berner Alpen
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  • Aletschgletscher vom Bettmerhorn. Für diesen Blick muss man einen Extratag auf der Fiescheralp einlegen
    / Aletschgletscher vom Bettmerhorn. Für diesen Blick muss man einen Extratag auf der Fiescheralp einlegen
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Tag 1: Bergstation Seilbahn Fiescheralp
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Tag 1: Ohne Seil auf dem aperen Aletschgletscher
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Tag 1: Aletschgletscher gesehen von der Konkordiahütte
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Tag 1: Konkordiahütte
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Tag 2: Steile Treppen im Abstieg von der Konkordiahütte
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Tag 2: Auf dem Weg zur Grünhornlücke. Im Rückblick der Konkordiaplatz und der Grosse Aletschfirn
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Tag 2: Im Abstieg von der Grünhornlücke auf den Fieschergletscher. Links das Finsteraarhorn
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Tag 2: Finsteraarhornhütte
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Tag 3: Morgenstimmung am Fieschergletscher
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / 3. Tag: Im Abstieg auf dem Fieschergletscher
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Tag 3: Eisformationen des Fieschergletschers
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Tag 3: Oberaarjochhütte
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Tag 4: Rückblick auf den Abstieg. Oberaarsee und Oberaargletscher
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
m 3500 3000 2500 2000 35 30 25 20 15 10 5 km Oberaarjochhütte Galmigletscher Grünhornlücke Gletscherstube Oberaarhorn Finsteraarhorn Konkordiahütten Oberaarsee Märjelensee

Arktische Weiten erleben. Dazu muss man nicht in den hohen Norden. Die Berner Alpen mit der Welterbe-Region Jungfrau-Aletsch ermöglichen eine 4-tägige Durchquerung, bei der man fast nur auf riesigen Eismassen unterwegs ist. 

Als Wanderer schließt man sich zwingend einem Bergführer an. Das kostet natürlich etwas. Dafür genießt man ein einmaliges Erlebnis, das einem Weitwanderer normalerweise verwehrt bleibt.

mittel
Strecke 35,4 km
19:00 h
2.263 hm
2.167 hm

Einführung

Gletscher sind die Domäne erfahrener Hochtouristen, die im Umgang mit Seil, Sicherungsmitteln und Spaltenbergung geübt sind. Allerdings streben sie eher die hohen Berge der Region an.

Wanderer schließen sich einem Bergführer an, der Einzelpersonen oder kleinere Wandergruppen bis zu 6 Personen sicher durch das ungewohnte Terrain führt.

Bergführer

In der Region gibt es eine Reihe von Veranstaltern, die diese oder sehr ähnliche Routen regelmäßig im Programm haben. Man suche im Internet nach Aletsch & Gletschertrekking und wird schnell fündig. Oder man kontaktiert die jeweiligen Bergführer-Verbände (Deutschland, Österreich, Schweiz, Südtirol mit eigenem Verband, Italien), deren Bergführer regelmäßig in der Gegend unterwegs sind und die Wege gut kennen.

Ich weiß nicht, ob man es heutzutage noch erwähnen muss. Dennoch: Es gibt eine zunehmende Zahl von Frauen, die den Bergführerberuf ergreifen und Touren mit gleicher Kompetenz, Geduld und Nervenstärke wie ihre männlichen Kollegen führen.

Weg

Die beschriebene viertägige Durchquerung verbindet klassische Hüttenanstiege und Übergänge im Aletschgebiet, die selten steil sind und nur wenige technische Herausforderungen erwarten lassen.

Je nach Verhältnissen wandert man am Seil oder wenn der Gletscher schneefrei ist zwischendurch auch mal ohne Seil über lange Gletscherzungen und weiträumige Eisflächen. Die anfangs eventuell ungewohnten Steigeisen geben Sicherheit und schnell hat man sich an sie gewöhnt. Kurze Sprünge über offene Gletscherspalten werden zur Routine. Im Zweifelsfall nimmt der Bergführer den Unsicheren dabei auch mal ans kurze Seil.

Zu Saisonbeginn im Juli werden die Gletscher in der Regel über weite Abschnitte hinweg schneebedeckt sein. Im Laufe der Saison apern die Gletscher zunehmend aus, das blanke Eis und die vielen Spalten werden sichtbar.

Die letzten Höhenmeter zu den Hütten, die alle wie Adlerhorste zwischen 100 und knapp 200 Höhenmetern über den Gletschern platziert sind, verlaufen mehr oder weniger steil, stellenweise versichert oder über Leitern und Treppen über Geröll und Felsen. Wegen des frühen Aufbruchs endet ein Tourentag dann am frühen Nachmittag hoffentlich in der Sonne auf der Hüttenterasse bei einem Kalt- oder Heißgetränk und einem leckeren Stück Kuchen.

Einen Wehrmutstropfen hat die Durchquerung. Bei schönem Wetter ist auch Flugwetter und die Maschinen der Schweizer Luftwaffe ziehen hoch über den Berner Alpen ihre Kreise. Das hört man. 

Hütten

Schweizer Hütten sind meist noch mehr Bergsteigerunterkünfte als anderswo.

Das betrifft insbesondere die sanitären Einrichtungen, die zumindest auf dieser Tour geschlechtsübergreifend genutzt werden.

Die Wasserversorgung ist unterschiedlich gut, je nachdem, ob oberhalb ein Gletscher ist oder nicht. Daher gibt es keine Duschmöglichkeiten und die Toiletten sind gut funktionierende, weitgehend geruchsfreie Plumpsklos.

Die Lager bieten meist gut Platz und verfügen über Duvets (bezogene dicke Kissen und Bettdecken). Ein Hüttenschlafsack ist dennoch obligatorisch (siehe Wasser).

Versorgt wird man mit guter Hausmannskost. Das Frühstück ist meist als Buffet organisiert. Die Frühstückszeiten sind je nach geplanter Tour zwischen 3 und 7 Uhr (Für diese Wanderung in der Regel am Ende des Zeitfensters). Das Abendessen (Znacht) in der Regel mit Suppe, Salat, Hauptgang (nach Voranmeldung auch vegetarisch) und Nachspeise gibt es zwischen 18 Uhr und 18:30 Uhr.    

Der Gastraum und die Schlafräume sind tabu für Bergstiefel. Dafür gibt es für jeden Gast gute Hüttenfinken (Hüttenschuhe). Ausrüstungsgegenstände wie Pickel, Steigeisen, Stöcke usw. können im Schuhraum in persönlichen Körbchen gelagert werden.

Es gibt begrenzte Auflademöglichkeiten für Handys (auf der Oberaarjochhütte gegen Gebühr). Handyempfang gibt es auf der Konkordia- und der Oberaarjochhütte.

Höhe und Wetter

Man macht diese Tour im Sommer. Wegen der Höhe ist die Sonneneinstrahlung sehr intensiv. Eine gute und starke Sonnenbrille sowie Sonnenschutz ganz allgemein ist obligatorisch. Bei einem Wettersturz kann es schnell kalt werden und Schnee fallen. 30cm Neuschnee ist dann nicht ungewöhnlich. Die Bekleidung ist entsprechend anzupassen.

Die Tour geht auf mindestens 3200m hinauf. Dass die Luft dünner ist, merkt man sowieso. Und es kann schon einmal Kopfschmerzen geben.

Kosten

  • Die Tagessätze der Bergführer liegen im Bereich 500€+. Zudem übernimmt der Gast die Halbpension für den Bergführer (ca. 40 CHF/Tag).
  • Eine Übernachtung inkl. Halbpension liegt zwischen 65 CHF und 77 CHF. 1l Marschtee ist inklusive (Ausnahme: Oberaarjochhütte).
  • Trinkwasser steht mittels Teewasser (ca. 5 CHF/l) oder Mineralwasser (8-10 CHF/l) zur Verfügung. Ein großes Bier liegt zwischen 6 und 7 CHF.
  • Die Seilbahn von Fisch zur Fischeralpe kostet 20 CHF/Person
  • Eine Taxifahrt zwischen Grimselpass und Fiesch kostet ca. 180 CHF/Fahrt

Zahlen Stand Sommer 2018

Autorentipp

Hütten reservieren. Die Konkordiahütte und die Oberaarjochhütte bieten Online-Reservierungen
Profilbild von Helge Tielbörger
Autor
Helge Tielbörger 
Aktualisierung: 11.09.2018
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Oberaarjochhütte, 3.277 m
Tiefster Punkt
Parkplatz am Oberaarsee, 2.176 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Einkehrmöglichkeit

Gletscherstube
Konkordiahütten
Finsteraarhorn hut
Berghaus Oberaar
Oberaarjochhütte

Sicherheitshinweise

Vor der Tour die Wetterentwicklung beobachten und die Ausrüstung (Bekleidung) darauf abstimmen

Start

Bergstation Fiescheralp (2.210 m)
Koordinaten:
SwissGrid
2'651'090E 1'140'422N
DD
46.413210, 8.103114
GMS
46°24'47.6"N 8°06'11.2"E
UTM
32T 431070 5140350
w3w 
///anfangsjahre.beherbergen.hitze

Ziel

Berghaus Oberaar oder Grimselpass

Wegbeschreibung

Etappen

  • Etappe 1: Fiescheralp, Märjelensee, Aletschgletscher, Konkordiahütte
  • Etappe 2: Konkordiahütte, Grünhornlücke, Fieschergletscher, Finsteraarhornhütte (ggf. Finsteraarhorn)
  • Etappe 3: (ggf. Finsteraarhorn) Finsteraarhornhütte, Fischergletscher, Galmigletscher, (ggf. Vorderes Galmihorn), Studergletscher, Oberaarjoch, Oberaarjochhütte (ggf. Oberaarhorn)
  • Etappe 4: (ggf. Oberaarhorn) Oberaarjochhütte, Oberaarjoch, Oberaargletscher, Oberaarsee, Berghaus Oberaar, Grimselpass

Variante 1

  • Etappe 1: Jungfraujoch, Jungfraufirn, Konkordiaplatz, Konkordiahütte (teure Auffahrt mit der Jungfraubahn ab Grindelwald, Abstieg zur Konkordiahütte)

Variante 2 (5 Tage)

  • Etappe 0: Fafleralp im Lötschental, Langgletscher, Lötschenlücke, Hollandiahütte
  • Etappe 1: Hollandiahütte, (ggf. Äbeni Flue), Grosser Aletschfirn, Konkordiaplatz, Konkordiahütte
  • Etappen 2-4 wie oben

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

mit Bus und Bahn nach Fiesch im Rhonetal: www.sbb.ch

Anfahrt

Für diese Durchquerung muss man sich etwas Gedanken zur Logistik machen. Wenn man mit dem PKW unterwegs ist, ist es praktisch, wenn das Fahrzeug am Ende der Tour geparkt ist.

Anreise über Interlaken oder Andermatt/Furkapass oder das Rhonetal hinauf zum Grimselpass. Dort über die schmale Bergstrasse zum Berghaus Oberaar (Einbahnstrasse mit Zufahrt einmal pro Stunde zwischen der vollen Stunde und 10 Minuten danach).

Übernachtung im Berghaus Oberaar im Lager, Mehrbettzimmer oder Doppelzimmer.

Am ersten Tourentag Fahrt mit dem vorher zu reservierenden Taxi um 6:30 Uhr vom Berghaus Oberaar zur Talstation der Seilbahn zur Fischeralpe in Fiesch (Fahrtzeit knapp 1h, Kosten 180 CHF). Ein Taxiunternehmen findet man im Internet mittels "Taxi Grimsel".

Alternative:

Anreise bis Fiesch im Rhonetal. Parken an der Talstation. Nächtigen in Fiesch oder bereits oben auf der Fiescheralpe (mehrere Hotels). Am letzten Tag dann entweder per Taxi zurück nach Fiesch oder mit Bus und Bahn vom Grimselpass zurück nach Fiesch.

Parken

Parkplatz unterhalb vom Berghaus Oberaar. Am Beginn der Bergstrasse Ticket für 5 Tage lösen (Kosten 15 CHF). Einen Tag Parkgebühr bekommt man als Übernachtungsgast vom Berghaus Oberaar erstattet.

Koordinaten

SwissGrid
2'651'090E 1'140'422N
DD
46.413210, 8.103114
GMS
46°24'47.6"N 8°06'11.2"E
UTM
32T 431070 5140350
w3w 
///anfangsjahre.beherbergen.hitze
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

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Ausrüstung

Hochtourenausrüstung Sommer: je nach Bergführer kann die Liste etwas abweichen. Wichtig ist in jedem Fall: nicht zuviel Bekleidung mitnehmen

  • 1 Rucksack (30 Liter)
  • 1 Hüftgurt
  • 1 Reepschnur ca. 3 m Länge (5mm)
  • 2 HMS Karabiner mit Schraubverschluss oder 1 Ball-Lock-Karabiner
  • 1 Schraubkarabiner
  • 1 Paar Bergstiefel (Kategorie B/C bis C)
  • 1 Paar Steigeisen mit Antistollplatte passend zu den Bergstiefeln
  • 1 Gletscherpickel
  • 1 Sonnenbrille (mit hohem UV-Schutz)
  • 1 Stirnlampe (neue Batterien)
  • 2 Paar Handschuhe (davon ein Paar dünne Fingerhandschuhe)
  • 1 Mütze
  • 1 Hüttenschlafsack
  • 1 Teleskop-Skistock
  • 1 Thermosflasche (1 Liter)
  • etwas Proviant für Zwischendurch
  • Sonnencreme (mind. SLF 30)
  • Lippenschutz
  • Toilettenartikel
  • Ohropax

Bekleidung

  • Hochtourenhose oder Wanderhose und Gamaschen
  • ggf. Überhose (kann auch als Ersatzhose dienen)
  • Gore-Tex-Jacke
  • Bergsocken
  • Softshelljacke
  • Primaloftjacke
  • lang- oder kurzarm Shirt (Funktionskleidung)
  • lange Unterhose (je nach Temperatur, Gewohnheit und zum Schlafen)
  • 1x Wechselwäsche

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
35,4 km
Dauer
19:00 h
Aufstieg
2.263 hm
Abstieg
2.167 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights Von A nach B Bergbahnauf-/-abstieg

Statistik

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Karten und Wege
  • 4 Etappen
empfohlene Tour Schwierigkeit mittel Etappe 1
Strecke 13,4 km
Dauer 6:00 h
Aufstieg 784 hm
Abstieg 156 hm

Am ersten Tag wandern wir auf dem Namensgeber des Welterbes Jungfrau-Aletsch von der Fiescheralp bis zur Konkordiahütte.

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Strecke 5,7 km
Dauer 5:00 h
Aufstieg 641 hm
Abstieg 447 hm

Die zweite Etappe ist kürzer als die Erste und verbindet die Konkordia- mit der Finsteraarhornhütte. Bis auf die kurzen Abschnitte im Hüttenbereich ...

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empfohlene Tour Schwierigkeit mittel Etappe 3
Strecke 7,5 km
Dauer 4:00 h
Aufstieg 575 hm
Abstieg 368 hm

Wieder ein Tag auf dem Eis. Die Berge sind nun niedriger und die Gletscherströme kürzer. Aber immer noch gewaltig.

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Strecke 8,8 km
Dauer 3:30 h
Aufstieg 9 hm
Abstieg 953 hm

Letzte Etappe der Durchquerung. Sie beginnt mit Eis und endet im Grün. Ein schöner Kontrast.

von Helge Tielbörger,   alpenvereinaktiv.com
Dauer : h
Strecke  km
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
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