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"Gailtaler" Polinik (2.332 m)

Bergtour · Nassfeld-Lesachtal-Weissensee
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  • Blick von der Oberen Spielbodenalm v.l.n.r.: Cellon, Kollinkofel, Rauchkofel, Mooskofelgruppe
    / Blick von der Oberen Spielbodenalm v.l.n.r.: Cellon, Kollinkofel, Rauchkofel, Mooskofelgruppe
    Foto: NLW Tourismus Marketing GmbH
  • / Blick in das Obere Gailtal mit Reißkofel
    Foto: NLW Tourismus Marketing GmbH
m 2500 2000 1500 1000 8 6 4 2 km

Steht man in Kötschach beispielsweise am Platz vor dem „Gailtaler Dom“ - der Pfarrkirche „Unsere liebe Frau“ - und blickt nach Süden, dann thront über dem Nachbarort Mauthen ein Gipfel, der bei den „Spezies Bergfex“ jene Reaktion hervorruft und jene Sehnsucht erweckt, die diesen irgendwie eigen ist:

„Wow, da will ich auch einmal…!“

Damit keine wie immer gearteten Verwechslungen auftreten:

In Kärnten gestalten sehr viele „Polinike“ die Bergwelt. Deshalb nennen wir jenen Polinik, um den es hier geht, den „Gailtaler Polinik“. Denn schon einige Wimpernschläge weiter nordöstlich steht der nächste – der Würmlacher Polinik (1960 m).  

schwer
9,7 km
6:45 h
1180 hm
1180 hm
Der Polinik (auch Angerkofel) gibt in der Tat auch wirklich etwas her. Gute 1600 Meter über der Wasseroberfläche der Gail sticht sein spitzer, felsiger und zerklüfteter Gipfel in den Obergailtaler Himmel. Da diese Distanz ebenso mächtig erscheint wie der Polinik von Norden her selbst und da nicht nur nach Rom viele Wege führen, gibt es auch auf diesen Berg verschiedene Aufstiegsmöglichkeiten. Lassen sie sich mit diesem Tourenvorschlag auf dem einfachsten und kürzesten Weg zu seinem Gipfelkreuz führen.

Nicht auf den Spuren der beiden Mauthener Dr. Heinrich Koban und Albin Ortner, die 1893 den Nordgrat offiziell erstmals bezwungen haben, sondern von der Südseite her.

Sowohl die rund 300 m hohe Nordwand des Polinik, als auch der gesamte Gipfelaufsatz besteht aus grob gebankten, vorwiegend hellgrauen und seltener gelblichen Dolomitgesteinen aus der Devon-Zeit.

Der Ursprung des Bergnamens Polinik stammt Namensforschern zufolge aus dem slowenischen „pólnévnik“ bzw. „poludnik“ und bedeutet beispielsweise ungefähr so viel wie „halber Tag“ oder „Mittagsberg“. Und als „steinerne Sonnenuhr“ gibt der spitze Gailtaler Polinik allemal was her.

Eine Erklärung, die hier durchaus Sinn macht:

Wer einmal um die Mittagszeit mit der Sonne im Rücken auf dem Polinik steht, der wird Augenzeuge, wie der Berg die Talorte Kötschach und Mauthen für kurze Zeit in seinen Schatten stellt (siehe Foto).

outdooractive.com User
Autor
Erich Glantschnig, Kärntner Bergwanderführer
Aktualisierung: 21.02.2014

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
2304 m
Tiefster Punkt
1221 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Wenn sie auf dieser Tour von ihrem Vierbeiner begleitet werden, dann nehmen sie diesen im Bereich der Almen auf alle Fälle an die Leine!

 

Start

Gästehaus Plöckenhaus (1.244m) (1221 m)
Koordinaten:
Geographisch
46.616220, 12.952170
UTM
33T 343202 5164554

Ziel

Polinik (2.332 m)

Wegbeschreibung

WEGBESCHREIBUNG (Anstieg):

Vom Parkplatz aus folgen sie auf einem Almweg dem Karnischen Höhenweg Nr. 403 in Richtung Osten und gelangen schon nach einigen Minuten zum idyllisch im Angerbachtal gelegenen Grünsee, einem Stausee.

Diesen passieren sie an seinem südlichen Ufer und überqueren unmittelbar nach dem See auf einer Brücke den Angerbach. Die nun vor ihnen liegende Weide überqueren sie entlang des gut markierten Steiges und tauchen dann in den Hochwald ein. Einigermaßen steil steigen sie diesen hoch, bis sie auf eine Forststraße treffen. Dieser folgen sie noch rund 50 Meter nach rechts und biegen dann schräg östlich nach links ab.

 

Zuerst geht es etwas flacher weiter, dann zunehmend steiler empor zur verfallenen Unteren Spielbodenalm (1621 m).

 

Nach Überquerung der Almwiesen geht es wieder kurz, steil und in zahlreichen Kehren durch den Hochwald, bis sie endgültig die Waldgrenze überschreiten und auf die freien Almflächen des Spielbodens gelangen.

Die ausgeprägte Geländekuppe, Standort der Almhütte der Oberen Spielbodenalm, überwinden sie in einigen Wegschleifen. Gleich oberhalb der Alm gehen sie bei einer Wegkreuzung geradeaus nach Norden – einen kesselartigen Grabenabschluss durchquerend - in Richtung Spielbodentörl weiter.

Bis hierher hat der Anstieg an sie keine besonderen technischen Anforderungen gestellt. Der letzte Abschnitt vom Spielbodentörl bis zum Gipfel zeigt jedoch ein anderes Gesicht. Insbesondere in einigen kleinen Kletterstellen erfordert das Finale ihre ganze Aufmerksamkeit und Trittsicherheit. Ordentlich steil und durch teils felsiges und schottriges Gelände gelangen sie über den Süd-Ost-Grat des Polinik auf den Gipfel.

Auf dem höchsten Punkt des Berges angekommen, folgt noch eine kurze Gratwanderung, denn das Gipfelkreuz ist nach Norden hin etwas vorgelagert. Von seinem Standpunkt aus bietet sich eine wunderbare Aussicht auf das Gailtal. Besonders eindrucksvoll ist der tiefe Blick auf Kötschach und Mauthen hinunter.

Aber auch die „Rundumschau“ auf die umliegenden Berggipfel ist allemal Entschädigung und Belohnung genug für die Mühen während des Aufstieges:

Der Panoramablick bietet ihnen im Süden die beiden „Pale“ – Großer und Kleiner. An besonders klaren Tagen kann man am Horizont als abschließenden Silberstreifen auch die Adria erblicken.

Im Westen den Cellon, den Kollinkofel und in weiterer Folge dann die Kellerspitzen und Hohe Warte. Etwas weiter nördlich davon erhebt sich mächtig die Mooskofelgruppe und direkt von Norden her grüßt alles, was in den Hohen Tauern und den vorliegenden Gebirgsgruppen Oberkärntens (Berg-)Rang und Namen hat.

In östlicher Richtung liegt das ganze Gailtal mit den nördlich davon verlaufenden Gailtaler Alpen vor ihnen und südlich des Gailflusses können sie jene Gipfel der Karnischen Alpen erkennen, die sie vielleicht noch in ihr Wanderprogramm aufnehmen werden.  

Genießen sie das alles im Verlaufe ihrer wohlverdienten Gipfelrast in vollen Zügen!

WEGBESCHREIBUNG (Abstieg):

 Abstieg wie Aufstieg. Besonders während des Abstieges am Süd-Ost-Grat bieten Wanderstöcke Sicherheit und Komfort.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

Von Kötschach-Mauthen fährt man auf der B 110 weiter in Richtung Plöckenpass bis zum Gasthaus Plöckenhaus, ein paar Kilometer unterhalb der Passhöhe.

 

Parken

Einen geräumigen Parkplatz finden sie gegenüber dem Gasthaus Plöckenhaus.
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Ausrüstung

Diese ist je nach Jahreszeit unterschiedlich. Immer mit dabei ist aber:

Funktionelle Wanderbekleidung, Windjacke, Kopfbedeckung, Regenbekleidung/-schutz, Bergschuhe, Verpflegung, ausreichend Getränke, Wechselwäsche, diverses persönliches wie Fotoapparat, Handy, Sonnenschutz, Sonnenbrille, Wanderstöcke, Erste-Hilfe-Set, etc.


Fragen & Antworten

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
9,7 km
Dauer
6:45h
Aufstieg
1180 hm
Abstieg
1180 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour

Statistik

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