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Bergtour empfohlene Tour

Gafadurahütte: über Drei Schwestern und Fürstensteig nach Sücka

Bergtour · Rätikon
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DAV Sektion Bonn Verifizierter Partner 
  • Sonnenaufgang über dem Rheintal vor der Terrasse der Gafadurahütte.
    / Sonnenaufgang über dem Rheintal vor der Terrasse der Gafadurahütte.
    Foto: Renate Porr, CC BY-SA, DAV Sektion Bonn
  • / Grasiger Sarojasattel, 1637 m, mit erstem Blick zu den Drei Schwestern.
    Foto: Renate Porr, CC BY-SA, DAV Sektion Bonn
  • / Durch's riesige Felsentor zum nächsten Gipfel.
    Foto: Renate Porr, CC BY-SA, DAV Sektion Bonn
  • / Wir nähern uns der Leiter bei den Drei Schwestern.
    Foto: Renate Porr, CC BY-SA, DAV Sektion Bonn
  • / Steiler Anstieg zum Garsellikopf aus Richtung der Drei Schwestern.
    Foto: Renate Porr, CC BY-SA, DAV Sektion Bonn
  • / Auf dem Gipfel Garsellikopf, 2105 m.
    Foto: Renate Porr, CC BY-SA, DAV Sektion Bonn
  • / Ausblick vom höchsten Punkt ins Rheintal: Kügrat, 2123 m.
    Foto: Renate Porr, CC BY-SA, DAV Sektion Bonn
  • / Abstecher auf den latschenbesetzten Gipfel Gafleichöpfli, 1983 m.
    Foto: Renate Porr, CC BY-SA, DAV Sektion Bonn
  • / Ein Blick auf die phantastische Steiganlage im Fürstensteig.
    Foto: Renate Porr, CC BY-SA, DAV Sektion Bonn
  • / Gewundene Pfade, immer gesichert - im Fürstensteig.
    Foto: Renate Porr, CC BY-SA, DAV Sektion Bonn
  • / Ds alt Tonäll - Das alte Tunnel von 1867.
    Foto: Renate Porr, CC BY-SA, DAV Sektion Bonn
  • / Nach kurzer Asphaltstrecke unser heutiges Ziel: Berggasthof Sücka, 1402 m.
    Foto: Renate Porr, CC BY-SA, DAV Sektion Bonn
m 2000 1800 1600 1400 1200 14 12 10 8 6 4 2 km
Zweite und sehr erlebnisreiche Etappe auf dem Panoramaweg einer 4-tägigen Bergtour innerhalb Liechtensteins mit herrlichen Ausblicken ins Rheintal für geübte Bergsteiger.
schwer
Strecke 14,1 km
7:00 h
912 hm
943 hm
2.123 hm
1.396 hm

Von der Gafadurahütte auf bequemem Steig hinauf in den Sarojasattel und dort mit dem alpinen Steig durch die Felsformation der Drei Schwestern. Anschließend über den normal-breiten Panorama-Grat-Weg mit viel Auf und Ab, aber mit wunderbaren Ausblicken ins Rheintal über verschiedene Gipfel bis zum Garsellisattel, der den nördlichen Einstieg in den sehenswerten Fürstensteig bildet.

Aufgezeichnete Tour:  Freitag, 29. Juni 2018

Niedrigster Punkt: 1396 m Straßenabzweigung vor dem Berggasthof Sücka
Höchster Punkt: 2123 m Gipfel Kügrat

Autorentipp

Besuch der Alp Sücka, direkt neben dem Ziel-Berggasthof Sücka gelegen. Infos unter:

https://tourismus.li/lie/ort/Alp%20S%C3%BCcka/

Profilbild von Renate Porr
Autor
Renate Porr 
Aktualisierung: 06.10.2018
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Kügrat, 2.123 m
Tiefster Punkt
Abzweigung Straße Berggasthof Sücka, 1.396 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

  • Die mehrtägige Tour, so insbesondere die heutige Etappe, beinhaltet mit dem beschriebenen Verlauf auch alpine Wanderwege mit weiß-blau-weißer Markierung. Das bedeutet, sie führen teilweise durch wegloses Gelände, über Schneefelder, Geröllhalden, durch Steinschlagrunsen oder durch Fels mit kurzen Kletterstellen. Bauliche Vorkehrungen beschränken sich allenfalls auf Sicherungen von besonders exponierten Stellen. Benutzer von Alpinwanderwegen müssen trittsicher, schwindelfrei und in guter körperlicher Verfassung sein. Sie müssen die Gefahren im Gebirge kennen.
  • Hinweis: Die Drei Schwestern können bei Schlechtwetter über den Via Alpina Red (Roter Weg) ostseitig auf normalem Wanderweg umgangen werden. Dadurch entfällt aber ein erlebnisreicher Teil der Tour.
  • Der Fürstensteig ist sehr Steinschlag- / Unwettergefährdet. Es wird daher empfohlen sich vor Tourenbeginn über eine eventuelle Streckensperrung beim Amt für Umwelt unter dem Reiter "Wanderwege" zu vergewissern: https://www.llv.li/#/1322/wanderwege.

Weitere Infos und Links

Zum Start, Gafadurahütte: http://www.gafadurahuette.li/

Zum Ziel, Berggasthof Sücka: https://www.suecka.li/

 

Start

Gafadurahütte (1.428 m)
Koordinaten:
SwissGrid
2'761'403E 1'228'312N
DD
47.186044, 9.568422
GMS
47°11'09.8"N 9°34'06.3"E
UTM
32T 543064 5225995
w3w 
///motorrad.trägt.verleih

Ziel

Berggasthof Sücka

Wegbeschreibung

Gemütlich und ausgeruht wandern wir auf dem Fahrweg der Gafadurahütte in Richtung Gafaduraalpe, bis linkerhand ein bequemer Steig zum Sattel hinauf abbiegt. Auf diesem zum breiten, grasigen Sarojasattel, 1625 m, der neben dem weiß-blau-weiß markierten Zustieg zu den Drei Schwestern gleichzeitig auch die Landesgrenze zwischen Liechtenstein und Österreich bildet. Rechterhand türmen sich die Drei Schwestern vor uns  auf.

Vom Vorgipfel aus stimmen wir uns auf die Kletterei an den drei berühmten Felsgipfeln ein. Es beginnt mit einer Leiter. Der Sage nach, haben sich an einem hohen kirchlichen Feiertag drei Schwestern statt zur Messe zu gehen, zum Beerenpflücken entschieden. Auf die Frage was sie da machen, antworteten sie "Nichts, nichts", worauf sie zu "Nichts", nämlich 3 kahlen Felsen gebannt wurden: in der Tat haben die 3 Felsen jeweils eine hohe, schlanke Formation. In schöner, leichter Kletterei zieht sich unser Steig durch die drei Felsformationen hindurch, wobei wir uns besonders über das Gipfelkreuz auf dem Hauptgipfel (2052 m) und die wunderbare Aussicht freuen.

Nur wenige Minuten benötigen wir am Ende für den Abstieg und treffen wieder auf den Via Alpina Roter Weg. Nun geht es auf dem Panoramaweg in steilen Serpentinen zum Garsellikopf (2105 m). Vor uns liegen beständig nicht nur das nächste Gipfelziel, sondern, momentan noch in der Ferne, auch das Gipfelmassiv des Alpspitz und links davon der Helwangspitz, 2000 m. Als Nächstes besteigen wir den grandiosen Aussichtsberg Kügrat. Es gibt ein Gipfelkreuz und ein Gipfelbuch. Hier sind wir mit 2123 m am höchsten Punkt der heutigen Tour angelangt. 

Wir können den Ausblick auf der Bank Richtung Gaflei genießen. Im weiteren Verlauf steigen wir immer wieder ab und auf: zur Abzweigung 1988 m im Westen zum Kröppeltobel, hinauf zur Gafleispitze, 2029 m, etwas abwärts und den kurzen Abstecher wieder hinauf zum Gafleichöpfli (1983 m), einer unerheblichen Latschenerhebung und teilweise auch als "Südgrat der Gaflei" bezeichnet.

Schließlich erreichen wir den Gafleisattel auf 1856 hm. Auf einer Bank vor dem nördlichen Beginn des Fürstensteiges können wir pausieren. Der Fürstensteig ist genial angelegt: Er führt vom Norden des Alpspitz über dessen Westseite bis nach Südwesten durch verschiedene Schluchten und um mehrere Felsköpfe herum. Der Weg sehr gut versichert: immer wieder laufen wir über Holzbrücken - und stege, die als Band in die steilaufragenden Felswände montiert sind. Es gibt Drahtseile, Stufen, Stifte und Krampen. Wir steigen überwiegend bergab. Nach etwa 1 Stunde erreichen wir das südliche Fürstensteigende und befinden uns bereits südwestlich vom Alpspitz.

Unterhalb der Alpe Brünsta wandern wir weiter nach Süden und befinden uns dann auf der Via Alpina Green (grüner Weg). Wir treffen kurz vor dem 2018 im Bau befindliche Wasserreservoir Triesenberg auf einen Fahrweg. Nach wenigen Metern, direkt in der Rechtskurve hinter dem Gebäude, verlassen wir diesen jedoch wieder, um unseren Weg weiter auf der Via Alpina Red und Green fortzusetzen.

Nun trennen sich die Wege: es gibt einen kleinen Steig für die Rheintalseite und einen Fahrweg durch das Tal nach Fächa / Silum. Wir entscheiden uns für die Steigvariante und wandern bis nach Silum. Dort stoßen der Fahrweg durchs Tal und unsere Variante wieder aufeinander. Wir folgen dem als Zentralalpen 02 – und Walserweg ausgeschilderten Wanderweg am Wegekreuz weiter bis auf den Kulm, 1433 m. Dort wechseln wir auf die asphaltierte Fahrbahn und steigen mit dieser das gemächlich ansteigende Stück Straße zum „Alten Tunnel“ hinauf. Wir sollten die historische Kostbarkeit bewundern, bevor wir die 48 m durchschreiten.

Wir schauen uns auf der anderen Tunnelseite um: von links kommt hier der Via Alpina Roter Weg und Morgen starten wir von hier nach Süden auf dem grasigen Weg direkt vor dem Tunnel. Heute folgen wir dem Straßenverlauf für ca. 500 m bergab, bis das Berggasthaus Sücka, 1402 m, erscheint. Es liegt in einer scharfen Linkskurve auf der rechten Straßenseite nach einem Stück asphaltiertem Zufahrtsweg. Am Brunnen im Hof können wir uns zum Tourenende erfrischen.

Hinweis

Wildruhezone Saroja: 01.01 - 31.03
alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach Vaduz, mit dem Bus nach Nendeln, Haltestelle Sebastianstraße. Der ausgeschilderte  Bachweg beginnt in der Nähe der Haltestelle. Es sind nur ein paar Meter in Fahrtrichtung zurückzulaufen. Von hier zu Fuß zur Gafadurahütte. Dieser Aufstieg ist in den angegebenen Zeitberechnungswerten und Höhenangaben dieser Tour nicht mitgerechnet, da diese von der Gafadurahütte aus startet.

Anfahrt

Mit dem PKW über die Autobahn A 14/E 60 (mautpflichtig) oder mautfrei über die B 190 nach Feldkirch/Österreich und der B 191 und den Schildern nach Nendeln folgen. In der Nähe der Haltestelle Sebastianstraße befindet sich in der Ortsmitte der Parkplatz. Der ausgeschilderte  Bachweg beginnt in der Nähe der Haltestelle auf der Straße gegenüber. Es sind nur ein paar Meter in Fahrtrichtung zurückzulaufen. Von hier zu Fuß zur Gafadurahütte. Dieser Aufstieg ist in den angegebenen Zeitberechnungswerten und Höhenangaben dieser Tour nicht mitgerechnet, da diese von der Gafadurahütte aus startet.

Parken

Aus Richtung Feldkirchen kommend befindet sich der kostenlose Parkplatz auf der rechten Straßenseite an der Hauptstraße in der Ortsmitte bei Dr. Dorfla, der Post und diversen Einkaufsläden. Gegenüber liegt die Pizzeria La Dolce Vita. Es können etwa 15 PKW parken.

Koordinaten

SwissGrid
2'761'403E 1'228'312N
DD
47.186044, 9.568422
GMS
47°11'09.8"N 9°34'06.3"E
UTM
32T 543064 5225995
w3w 
///motorrad.trägt.verleih
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

 Wanderkarte Fürstentum Liechtenstein, Maßstab 1:25000, ISBN: 978-3-259-00318-3, Ausgabe 2014 Hallwag Kümmerly + Frey AG.

Ausrüstung

Für die mehrtägige Bergtour unbedingt festes Schuhwerk, Regenzeug und ausreichend Getränke, sowie Rucksackverpflegung für tagsüber mitführen. Empfohlen werden außerdem: Sonnenmilch, Teleskopstöcke, Helm, 1.-Hilfe-Set, Stirnlampe (Hütte, Notfall), Biwaksack.

Grundausrüstung für Bergtouren

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis

Technisches Equipment

  • Ggf. Kletterhelm
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
14,1 km
Dauer
7:00 h
Aufstieg
912 hm
Abstieg
943 hm
Höchster Punkt
2.123 hm
Tiefster Punkt
1.396 hm
Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights Gipfel-Tour ausgesetzt versicherte Passagen Kletterstellen Grat Von A nach B

Statistik

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Karten und Wege
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Dauer : h
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