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Fußsteinkante - Pause Gratklassiker in den Zillertaler Alpen

Alpinklettern · Zillertaler Alpen
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  • Fußstein Nordkante - Übersichtsbild
    Fußstein Nordkante - Übersichtsbild
    Foto: Stefan Stadler, AV-alpenvereinaktiv.com
m 3500 3000 2500 2000 5 4 3 2 1 km Fußstein (3.380 m) Geraer Hütte

Die Fußsteinkante ist eine der schönsten Klettertouren weit und breit. Über den Gletscher gehts zum Einstieg und im fünften Grad im festen Fels auf den einsamen Gipfel.

schwer
Strecke 5,6 km
11:00 h
1.100 hm
1.100 hm
3.380 hm
2.326 hm

Coole Piazschuppen, Wände mit griffigen Leisten und dazwischen anregende Platten. Allerfeinste Granitkletterei. Wirst du im oberen Drittel, ohne jeglicher Übertreibung, an der Fußstein Nordkante so vorfinden. Aber, dass die obige Beschreibung für einen Pause-Klassiker nicht vollständig sein kann, ist jedem Kletterer klar. Auch wenn die Standplätze saniert wurden, ist für die Zwischensicherungen der gekonnte Umgang mit Friends und Keilen obligat. Die unteren Seillängen bieten durchwegs auch guten Fels, doch die losen Steine auf den Podesten, sind insbesondere bei viel Betrieb nicht ungefährlich. Und dann ist da noch der Zustieg über den Gletscher, mit der für alle Aspiranten so wichtigen Frage: Wie sind die Verhältnisse an der Randkluft? Ist diese überhaupt zu überwinden? Guten Rat kann eventuell der Hüttenwirt geben. Die Anforderungen sind vielseitig und hoch, doch wer ihnen gewachsen ist, wird am Fußstein einen feinen Tag haben!

Noch mehr klassische Gratklettertouren findest du hier.

Autorentipp

Auf der Geraer Hütte sind wir bestens verpflegt. Besonders die Süßspeisen zum Nachtisch sind ein echtes Schmankerl.

Profilbild von Stefan Stadler
Autor
Stefan Stadler 
Aktualisierung: 28.09.2022
Schwierigkeit
V-, 4b schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Fußstein, 3.380 m
Tiefster Punkt
Geraer Hütte, 2.326 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Zustieg
620 m, 2:30 h
Wandhöhe
480 m
Kletterlänge
580 m, 5:30 h
Abstieg
1,100 m, 3:00 h
Standplätze
mit Bohrhaken
Zwischensicherung
mobile Sicherungsmittel
Seillänge
2 x 60 m
Anzahl Expressschlingen
6
Erstbegehung
Hans Fernademetz und Karl Taschler am 22.Sept. 1935 ; Stände saniert Bergrettung Tirol 2003 ; 2022 Einstieg eingerichtet

Wegearten

Pfad 23,16%Weglos 39,48%Pfadspur 37,35%
Pfad
1,3 km
Weglos
2,2 km
Pfadspur
2,1 km
Höhenprofil anzeigen

Einkehrmöglichkeiten

Geraer Hütte

Sicherheitshinweise

Bruch und exponierte Kletterstellen fordern im Abstieg noch mal stundenlang deine absolute Aufmerksamkeit. So ist die Fußstein Nordkante eine Tour, die nicht nur einen guten Vorsteiger, sondern auch den kompletten Bergsteiger in Fels und Eis fordert.

Weitere Infos und Links

Geraer Hütte ; Bergsteigerdorf Vals - St. Jodok ; Tourismus Wipptal

Mehr von mir und meinem Kletterführer findet ihr auf meiner Homepage und laufend Aktuelles von mir auf FB.

Start

Geraer Hütte (2.328 m)
Koordinaten:
DD
47.043963, 11.628213
GMS
47°02'38.3"N 11°37'41.6"E
UTM
32T 699642 5213401
w3w 
///cremig.ross.ahnung
Auf Karte anzeigen

Ziel

Geraer Hütte

Wegbeschreibung

Zustieg: Wir starten von der Geraer Hütte nach Norden über den Bach und folgen dann weiter nordöstlich (rechts) dem Weg zum Olperer. Es gibt hier sogar ein Schild, auf dem die Fußstein Nordkante angeschrieben ist. Über einen Moränenrücken und ein unübersichtliches Blockfeld erreichen wir den Olpererferner. Jetzt mit Steigeisen und angeseilt nach Osten, nahe am Wildlahnergrat ansteigen (25 - 30 Grad), bis der Gletscher deutlich flacher wird. Erst jetzt drehen wir nach Süden (rechts), zwischen ein paar Spalten zum Einstieg. Geht man zu früh nach Süden, landet man im sehr unangenehmen Gletscherbruch. Nun etwas abwärts querend und zuletzt kurz 40 Grad steil aufwärts zum Einstieg am höchsten Punkt des Gletschers (ca. 2900 m). Der Einstieg (Randkluft) wurde 2022 mit einigen Bolts neu eingerichtet. Bei meiner Begehung im Juli 2022 war keine Randkluft vorhanden. Der Übergang vom Eis auf den Fels wird sich am Fußstein aber sicher weiter verändern und alternative Einstiege erfordern.

Tour: Das Topo beschreibt im Detail die Klettertour.

Abstieg: Vom Gipfel am Westgrat (Hüttengrat) entlang über die Blöcke abklettern (II). Wir weichen einige Male auf Steigspuren in die Nordflanke (rechts) aus, gehen dann aber immer wieder zurück auf den exponierten Grat. Rote Punkte und einzelne Pfeile weisen uns den Weg. An einer etwas versteckten Abseilstelle seilen wir uns 15 Meter über eine Platte nach Süden (links) ab. Der gesamte weitere Abstieg erfolgt in der steilen, unübersichtlichen Südwestflanke. Innerhalb weniger als 30 Minuten erreichen wir zwei weitere Abseilstellen, die aber eventuell auch abgeklettert werden können. Bis hinunter zum Wandfuß sind laufend Kletterpassagen im 2. Grad, einzelne Stellen im 3. Grad zu bewältigen. Zu den roten Punkten in kurzen Abständen sind später dann auch noch ältere blaue Punkte zu finden. Es folgen weitere optionale Abseilstellen (je max. 25 m). Eine dieser können wir an einem alten, dünnem Stahlseil nach links querend abklettern. Ein neues Stahlseil hilft uns, eine glatte Platte zu überwinden. An einer letzten Abseilstelle, das ersehnte Schotterfeld schon in Sichtweite, befinden sich noch mal knifflige Kletterpassagen (III). Deshalb werden wir hier besser abseilen. Vom Gipfel bis zum Wandfuß (ca. 2800 m) müssen wir über zwei Stunden mühsames absteigen/abklettern kalkulieren. Unsichere Bergsteiger und/oder bei Benutzung aller Abseilstellen auch deutlich mehr. Nun weiter entlang eines Pfades über ein Geröllfeld nach Westen abwärts. Die Steine werden größer und die Steigspuren verlieren sich dann auch mal. Aber der markierte Wanderweg ist nicht zu verfehlen. Auf diesem zuletzt bequem hinunter zur Geraer Hütte.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Die Anreise mit Öffis ins stille Valser Tal ist relativ gut möglich und wird mehrmals am Tag bedient:

Vom IC Bahnhof in Innsbruck mit dem Bus SV300 bis St. Jodok und weiter mit dem Bus 4144 zum Ausgangspunkt am Gasthof Touristenrast. Alternativ kann auch mit der Bahn von Innsbruck zum Bergsteigerdorf St. Jodok gefahren werden. Alle Bus- und Bahnverbindungen findest du schnell auf der Website der ÖBB.

Anfahrt

Von Norden kommend, verlassen wir die Brenner Autobahn A13 an der Anschlussstelle Matrei, von Süden kommend, fahren wir in Nößlach ab. Jedenfalls dann auf der Bundesstraße weiter bis zum Weiler Stafflach fahren und dort nach Osten in das Valser Tal einbiegen. Wir passieren St. Jodok und halten uns dann rechts nach Vals. Kurz vor dem Gasthof Touristenrast biegen wir rechts zum neu angelegten Parkplatz ein.

Parken

Kostenloser, neu angelegter Parkplatz für mehrere Dutzend Autos. Von hier auf einem Weg in wenigen Minuten zum Ausgangspunkt am Gasthof Touristenrast.

Koordinaten

DD
47.043963, 11.628213
GMS
47°02'38.3"N 11°37'41.6"E
UTM
32T 699642 5213401
w3w 
///cremig.ross.ahnung
Auf Karte anzeigen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Markus Schwaiger beschreibt in seinem Buch "Zillertal - Klettern und Bouldern" die talnahen Klettergebiete. Einen Gebietsführer der Gipfelklettertouren im Zillertal gibt es derzeit leider nicht.

 

Kartenempfehlungen des Autors

AV-Karte 35/1 Zillertaler Alpen West im Maßstab von 1:25.000 / Erhältlich unter anderem bei Panico.

Buchtipps für die Region

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

Alpinkletterausrüstung mit 60 Meter Halbseilen / 6 Exen, davon 1 alpin / Satz Keile / Friends 0.5 - 2 / 1 Schlinge / Steigeisen / Pickel / Eisschrauben


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Schwierigkeit
V-, 4b schwer
Strecke
5,6 km
Dauer
11:00 h
Aufstieg
1.100 hm
Abstieg
1.100 hm
Höchster Punkt
3.380 hm
Tiefster Punkt
2.326 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit kulturell / historisch geologische Highlights Gipfel-Tour Wand Platte Abseilpiste Abstieg zu Fuß

Statistik

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Karten und Wege
  • 3 Wegpunkte
  • 3 Wegpunkte
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
Abstieg  Hm
Höchster Punkt  Hm
Tiefster Punkt  Hm
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