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Festungsbahn Mainz, Rundtour um Mainz

Mountainbike · Rheinhessen
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Jörn Grünhagen
  • ehemaliger Umladebahnhof Wackernheim
    ehemaliger Umladebahnhof Wackernheim
    Foto: Jörn Grünhagen, Outdooractive Redaktion
m 250 200 150 100 50 50 40 30 20 10 km

Eine Rundtour orientiert am Verlauf der Mainzer Festungsbahn. 

Ich habe hier versucht dem Verlauf der Linien I und II sowie der sogenannten Ringlinie zu folgen.

Durch die Verbindungsstrecke von den Kaiserbrücke (Start Linie I) zum Fort Weisenau (Start Linie II) entsteht eine Rundtour bei der Mainz einmal umrundet wird.

mittel
Strecke 55,3 km
2:52 h
445 hm
445 hm
246 hm
84 hm

Die aufgezeichnete Strecke hat keinen Anspruch darauf, dass sie auf den Meter genau dem Verlauf der ehemaligen Festungsbahn folgt. Es wurde versucht anhand von Kartenmaterial aus dem Buch von Rudolf Büllesbach, Hiltrud Hollich, Elke Trautenhahn "Bollwerk Mainz, Die Selzstellung in Rheinhessen" diese Route einigermaßen nachzuempfinden.

Die Strecke führt daher auch über Feldwege. Die Rad- und Feldwege sind meist befestigt. Es finden sich aber besonders auf der Strecke Klein-Winternheim - Mainz-Ebersheim unbefestigte, grasbewachsene Strecken.

Mit der Strecke "umrundet" man das Stadtgebiet. Damit eine schöne Rundtour entsteht, habe ich die Startpunkte der Festungsbahnen mit der Strecke am Rheinufer entlang verbunden. Man passiert die schöne Innenstadt und kann die Tour daher auch mit Sighseeing und bummeln durch die Altstadt verbinden. Natürlich lässt sich die Tour auch mit anderen Touren durch die Innenstadt verbinden.

Schwierigkeit
mittel
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
Mainz-Ebersheim, Fort Muhl, 246 m
Tiefster Punkt
Mainz-Morbach, An der Bruchspitze, 84 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Fahrt bitte immer mit Helm!

Weitere Infos und Links

Die nachfolgenden Informationen entstammen (Zitate) dem Buch:

Bollwerk Mainz, Die Selzstellung in Rheinhessen, 2. Auflage, Kapitel 10 und 14, erschienen im Morisel Verlag, München von: Rudolf Büllesbach, Hiltrud Hollich, Elke Tautenhahn.

sowie

"111 Orte in Mainz die man gesehen haben muss" Autorin Stefanie Jung, erschienen im Hermann-Josef Emons Verlag

Festungsbahn:

Vor dem 1. Weltkrieg wurden ca. 300 Bunker und Stellungen halbkreisförmig um Mainz errichtet. Die Festungsbahn hatte die Aufgabe Baumaterial, Munition und Verpflegung zu transportieren sowie im Ernstfall die Truppen in die Stellungen zu transportieren.

Bei der Entscheidung für den Aufbau der Selzstellung war von Anfang an klar, dass die Festungslinie durch eine Eisenbahn erschlossen und das neue Schienennetz in die vorhandene Mainzer Infrastruktur eingebunden werden musste. Vor diesem Hintergrund berichtete die Mainzer Zeitung am 7. Dezember 1908 über ein Ereignis, das für Rheinhessen sehr bedeutsam war: Dem Bau einer neuen Eisenbahn im Halbkreis von Rhein zu Rhein.  ...

... Die Festungsbahn hatte eine Gesamtlänge von 46,2 km. Wichtigste Funktion der Bahn war es, die Baustoffe für die Armierungsbauten herbeizuschaffen, den Transport von Munition und Verpflegung sicherzustellen sowie im Ernstfall die erforderlichen Truppen in die vorbereiteten Stellungen zu transportieren.  ...

 ... Der erste Streckenabschnitt der Festungsbahn wurde von 1909 bis 1910 gebaut. Er führte als Ringlinie im Wesentlichen entlang der 1908 erbauten Militärstraße. Die Ringlinie begann auf dem Rabenkopf bei Heidesheim und endete im Kesseltal (Anmerkung: bei Mainz-Ebersheim) 

Im Endausbau verfügte die Festungsbahn über insgesamt vier Streckenabschnitte:

Ringlinie = (Rabenkopf - Marienborn - Kesseltal)

(Anmerkung: In Wackernheim gab es einen Anschluss an die Linie I und im Kesseltal gab es einen Anschluss an die Linie II)

Linie I = Wackernheim - Finthen - Kaiserbrücke

Linie II = Weisenau - Hechtsheim - Zornheim

Zahnradbahn = Ingelheim - auf den Westerberg

-

Wackernheim, Umladebahnhof der Festungsbahn:

Die Wellblechhalle dieses Umladebahnhofs stand auf einem massiven Fundament und war 75,60 m lang, 17,80 m breit und durchschnittlich 5,50 m hoch. Je drei Gleise aus beiden Richtungen, also insgesamt sechs Gleise, trafen sich in der Halle. Damit konnten gleichzeitig drei Züge umgeladen werden. ... Wie groß dieser Bahnhof war, zeigt sich bei dessen Vergleich mit dem Hauptbahnhof der Festungsstadt Koblenz. Der dort 1902 eingeweihte "Centralbahnhof" hatte eine Länge von 96 m und war damit nur 20 m länger als der heute vergessene Bahnhof im ländlichen Wackernheim.

-

Fort Muhl:

Erbaut wurde das Fort Muhl zwischen 1909 und 1911. ... Ausgelegt war das Fort Muhl für eine Infanteriekompanie mit 250 Mann. Hinzu kamen die Besatzungen für die doppelte Bedienung von vier Maschinengewehren (1 Offizier, 1 Unteroffizier und 24 Mann) sowie 10 Pioniere. Untergebracht waren die fast 300 Männer in insgesamt sieben Mannschaftsräumen und zwei Räumen für die Offiziere. ... Das ungefähr 200m breite und 300m lange Fort Muhl hatte einen nierenförmigen Grundriss. Es bestand aus einer zweistöckigen Kaserne. ... Die Feuerlinie von Fort Muhl betrug 400m. ...

Das Fort Muhl war zu seiner Zeit zwar nicht eines der größten, jedoch eines der modernsten Festungswerke im Deutschen Reich. ... Der Stützpunkt kostete im Endausbau 857.336 Mark. Zum Vergleich: Kurz vorher war in Mainz die imposante Christuskirche in der Kaiserstraße erbaut worden. Die Bausumme hierfür betrug 900.000 Mark.

-

Der Kaiserbalkon

(Weitsicht bis auf den Großen Sand für Wilhelm II)

"Regelmäßig ließ Kaiser Wilhem II (1859 -1941) während seiner Ära Kaisermanöver und -paraden auf dem Großen Sand abhalten, die zwischen 1898 und 1913 sogar persönlich von ihm abgenommen wurden. Von der Kur in Wiesbaden aus reiste er mit dem Zug an und stieg an der Waggonfabrik oder dem Bahnwärterhaus aufs Pferd. Von dem schmiedeeisernen Balkon an dem historischen Rotklinkerbau der früheren "Alten Waggonfabrik" hat er dann einen besonders guten Ausblick auf das Geschehen gehabt. Der schmucke Kaiserbalkon ist damit wohl die einzige Erinnerung an das Manövergeschehen. ..."

(Quelle: "111 Orte in Mainz die man gesehen haben muss" Autorin Stefanie Jung, erschienen im Hermann-Josef Emons Verlag)

Informationen aus dem Internet:

http://www.bollwerk-mainz.de (Stand 04.09.2016)

http://www.bollwerk-mainz.de/bollwerk_festungsbahn.html (Stand 04.09.2016)

sowie

http://www.regionalgeschichte.net/startseite.html (Stand 04.09.2016)

Start

Mainz, Borngasse (177 m)
Koordinaten:
DD
49.988686, 8.172551
GMS
49°59'19.3"N 8°10'21.2"E
UTM
32U 440685 5537700
w3w 
///ausfahrt.trägheit.beugen

Ziel

Mainz, Borngasse

Wegbeschreibung

Die Rundtour startet in Mainz-Finthen und führt durch die Obstfelder nach Wackernheim. Am Ortseingang von Wackernheim befährt man den Kreisel und verlässt ihn in Richtung Ober-Olmer-Wald auf einem geschotterten Feldweg. Diesem Feldweg folgt man dann in Richtung us-amerikanischer Armee-Kaserne (Mc Cully Barracks). Etwas versteckt findet sich am Feldweg dann hinter einer hohen Dornenhecke der rostige Rest des ehemaligen Umladebahnhofes der Ringlinie der Festungsbahn. Der Feldweg mündet auf einer asphaltierten Straße. Dieser Straße folgt man in Richtung Ober-Olmer-Wald (Humuswerk Esseheim) bis zum Ortsrand von Mainz-Lerchenberg.

Nun durchquert man den Stadttel Mainz-Lerchenberg, um dann über die Brucknerstraße und der K51 nach Klein-Winternheim zu gelangen.

In Klein-Winternheim immer der Nase nach auf den "Berg" in Richtung Mainz-Ebersheim. Hier nimmt man sich am besten die Windräder zwischen Mainz-Ebersheim und Zornheim ins Visier. Grob über die Straßen: Hechtsheimer Berg, Mainzer Weg, Kreuzstraße immer bergauf. Man folgt hierbei ein Stück dem Klein-Winternheimer Panoramaweg. Oben angekommen folgt man wieder den Feldwegen (zum Teil grasbewachsen) in Richtung der Windräder zwischen Ebersheim und Zornheim. Der Karte folgend gelangt man dann zwischen Mainz-Ebersheim und Zornheim zum höchsten Punkt des Stadtgebietes von Mainz mit ca. 234 Metern, zu den Resten des ehemaligen Fort Muhl. Das ehemalige Fort fasste ca. 300 Mann Besatzung. Es sind nur ein paar wenige im Boden versunkene Mauerreste übrig geblieben.

Über Feldwege geht es jetzt zurück nach Mainz-Ebersheim und von dort weiter über Feldwege in Richtung Mainz-Hechtsheim. Zwischen Mainz-Ebersheim und Mainz-Hechtsheim überquert man die L425 (Rheinhessenstraße) und folgt der asphaltierten Piste nach Mainz-Hechtsheim. Hier durchfährt man Hecthsheim und fährt über die Alte Mainzer Straße/Hechtsheimer Straße nach Mainz-Weisenau. Im heutigen Volkspark befinden sich die Reste des Fort Weisenau.

Vom Fort Weisenau aus geht es dann an der Favorite vorbei zur Eisenbahnbrücke am Winterhafen. Am Winterhafen angekommen fährt man direkt am Rhein entlang nach Mainz-Mombach.

An der Kaiserbrücke (Rheinallee, Industriegebiet, Schott AG) geht es zurück über die Rheinallee zum Kaiser-Karl-Ring. Man folgt nun den Straßenbahnschienen nach Mainz-Gonsenheim / Mainz-Finthen.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Koordinaten

DD
49.988686, 8.172551
GMS
49°59'19.3"N 8°10'21.2"E
UTM
32U 440685 5537700
w3w 
///ausfahrt.trägheit.beugen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Bollwerk Mainz, Die Selzstellung in Rheinhessen, 2. Auflage, Kapitel 10 und 14, erschienen im Morisel Verlag, München.

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"111 Orte in Mainz die man gesehen haben muss", Autorin Stefanie Jung, erschienen im Hermann-Josef Emons Verlag

Kartenempfehlungen des Autors

Rheinhessisches Hügelland, Rad- und Wanderkarte, Maßstab 1:40 000, Verlag GW Rheingau-Taunus-Kartographie, 65527 Niedernhausen

(UTM-Koordinaten zur GPS-Navigation (WGS 84), Rundwanderwege, Radwege, Freizeiteinrichtungen, Steigungsangaben und Wege-Kilometrierung)

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mittel
Strecke
55,3 km
Dauer
2:52 h
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Höchster Punkt
246 hm
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84 hm
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