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Entdecke die Biosphäre Schaalsee. Lauenburgs wilder Osten! 13 Seen MTB-Trail

Mountainbike · Mecklenburg-Schwerin
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Frank Strauß & Familie
  • Kurzes Verschnaufpäuschen am »Großen See« in »Mustin«
    Kurzes Verschnaufpäuschen am »Großen See« in »Mustin«
    Foto: Frank Strauß & Familie, Community
m 50 40 30 35 30 25 20 15 10 5 km
Es hat sich in der Tier- und Pflanzenwelt schon lange herumgesprochene: Die wilde Schönheit eines eiszeitlichen Schmelzwasserrinnensystems, dreier wahrlich naturnaher Seen, die umsäumt von urigen Mischwäldern und teilweise beachtlichen Steilhängen sind, ist das eigentlich Einzigartige dieser Tour. Völlig gleichberechtigt gesellen sich jedoch nicht weniger als 10(!) weitere Seen in diesem, lange Zeit vergessenen, östlichstem Rand des Herzogtum Lauenburgs dazu, der für seine zahlreichen regionentypischen alten Höfe bekannt ist.
mittel
Strecke 35,1 km
3:00 h
38 hm
38 hm
63 hm
32 hm

NSG Salemer Moor mit angrenzenden Wäldern und Seen. Das Naturschutzgebiet stellt ein eiszeitliches Schmelzwasserrinnensystem mit ausgeprägten, teilweise vermoorten Senken und Steilhängen unter Schutz. Garrensee, Plötscher See und Schwarze Kuhle sind überwiegend von naturnahen Waldflächen umgeben, die vielfach aus der forstwirtschaftlichen Nutzung genommen wurden, so dass sie sich ungestört entwickeln können. Hierdurch erhöht sich die Biodiversität des Lebensraums Wald erheblich, da viele Pflanzen und Tiere auf Alt- und Totholz angewiesen sind. Diese unterschiedlichen Lebensräumen bieten zahlreichen Tieren und Pflanzen einen wichtigen Rückzugsraum. So sind hier unter anderem seltene Amphibien wie Rotbauchunken sowie Reptilien wie Kreuzotter und Ringelnatter heimisch. Vogelarten von europaweiter Bedeutung wie etwa der Kranich, der Schwarz- und Mittelspecht, der Zwergschnäpper, der Eisvogel, der Rotmilan — sowie Geschöpfe, die allein wegen ihres drolligen Namens geschützt werden sollten, wie der gerade einmal 16 mm große Schmalbindiger Breitflügel-Tauchkäfer, kommen hier vor. Der Moorsee Schwarze Kuhle ist von einem breiten Schwingrasen-Verlandungsgürtel umgeben. In einer Renaturierungsmaßnahme wurde der Wassergraben zwischen dem Plötscher See und der Schwarzen Kuhle verschlossen, wodurch sich in der wiedervernässten Rinne Standortbedingungen einstellten in der sich ein prächtiger Erlen-Weidenbruchwald entwickelt hat. Informationstafeln geben Auskunft über Flora, Fauna und die geologische Entwicklungsgeschichte.

NSG Niendorf-Bernstorfer Binnensee. Auch die reich strukturierten sehr abwechslungsreichen Uferzonen des Dutzower Sees und des Niendorfer Binnensees entstanden durch das Abtauen eiszeitlicher Gletscher. Sie bestehen teilweise aus steilen Hängen, in die der Eisvogel seine Brutröhren graben kann oder aus Flächen mit Verlandungszonen mit Röhrichten und nassen Bruchwäldern, die zahlreichen Schilfbewohnern perfekte Brut- und Nahrungsbedingungen bieten. Kraniche und Störche finden auf den feuchten Wiesen Kleintiere, auf den offenen Wasserflächen jagen Seeadler, Kormoran und Fischotter nach Beute. Während der Zugzeiten im Herbst und Frühjahr rasten hier mehrere Tausend Grau-, Saat- und Blessgänse.

Autorentipp

Anbaden an unserem Lieblingsstrand im ehemaligen »Todesstreifen« am »Dutzower See« und dann, spätestens im kristallklaren und gleichermaßen sauberen Garrensee an einer der ausgewiesenen Badestellen ein weiteres Bad nehmen!
Schwierigkeit
S1 mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
63 m
Tiefster Punkt
32 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Wegearten

Asphalt 2,63%Schotterweg 27,92%Naturweg 27,49%Pfad 4,51%Straße 37,09%Unbekannt 0,32%
Asphalt
0,9 km
Schotterweg
9,8 km
Naturweg
9,6 km
Pfad
1,6 km
Straße
13 km
Unbekannt
0,1 km
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Weitere Infos und Links

Übernachten Wer möchte, kann gerne bei uns hier im Biosphärenreservat Schaalsee, in schönster Natur eine ruhige Unterkunft finden, wir vermieten in einer denkmalgeschützten, ehemaligen Landarbeiterkate, zwei mit historischen Möbeln eingerichtete Ferienwohnungen. In der benachbarten Fachwerkscheune erwartet Sie, neben einem weiteren Apartment, auch ein kleines Heuhostel und B&B. www.bauernkate-klein-thurow.de

Essen & Trinken Unser Vorschlag: vielleicht ein Kaltgetränk in »Salem« auf der wundervoll gelegenen Terrasse des Cafée & Restaurants »Das Thomas« http://www.dasthomas-salem.de/

Bewertet und kommentiert gerne die Touren, wir sind für alle Hinweise dankbar!

Start

Klein Thurow (46 m)
Koordinaten:
DD
53.693595, 10.967305
GMS
53°41'36.9"N 10°58'02.3"E
UTM
32U 629893 5951229
w3w 
///ausweg.nannte.egal
Auf Karte anzeigen

Ziel

Klein Thurow

Wegbeschreibung

Los geht‘s in Klein Thurow in südliche Richtung über einen Feldweg, bis Ihr an ihrem Ende zur großen Feldscheune gelangt, an der vorbei der Weg nach Dutzow führt. Nach etwa 100 Metern auf asphaltierter Dorfstraße zweigt westlich eine Kopfsteinpflasterstraße ab, geradewegs in die jüngere deutsche Geschichte. An der Stelle, wo die alten Kastanienbäume der Allee abrupt enden, befand sich bis November 1989 die innerdeutsche Grenze, hier als mehrere Meter hohe Betonmauer, inklusive Beobachtungsturm. Teile des historischen Dorfes, wie etwa dem historisierenden tudorgotischen Gutshaus aus dem 19. Jahrhundert wurden abgerissen.

Wo Deutschland einst geteilt war befindet sich heute die schönste Badestelle

Geblieben, beziehungsweise entstanden ist an diesem Platz die schönste Badestelle am nördlichen Schaalsee, der hier Dutzower See heißt. Gleich hinter der Badestelle queren Ihr den Grenzbach (Infotafel zur Grenzsituation) und erreicht das lauenburgische Rosenhagen (Richtung: Kittlitz). Am Ende des kleinen Weilers beginnt neben der Straße ein Weg, der rasch nach einer kurzen beachtlichen Steigung auf eine Anhöhe mündet, an der ein asphaltierter Weg beginnt, dem Ihr folgt, vorbei an einem absolut picknicktauglichen Rastplatz mit grandioser Weitsicht über den nördlichen Schaalsee (Infotafel zu Flora & Fauna). Er mündet in einen Pfad, der ein kurzes Stück extrem steil bergab führt. In der Niederung dicht am See sind noch auf einem Geländesporn die Wall- und Grabenreste einer slawischen Palisadenburg aus dem 10. bis 11. Jahrhundert erkennbar.

Uferweg dicht am Schaalsee mit großartigen Ausblicken

Der nun folgende Uferweg entlang des Duzower Sees und dem angrenzenden Niendorfer Sees gibt immer wieder zauberhafte Ausblicke frei, absolute Einsamkeit ist in dem Buchenmischwald garantiert. Er mündet an der Fährkate, ehemals existierte hier eine Fährverbindung zum östlichen Ufer. Hier lasst Ihr den Schaalsee hinter Euch und quert leicht versetzt oberhalb an der »Tannenkate« die Landstraße. Über einen Feldweg geht es nach Dargow, der auf die »Hauptstraße« mündet. Ein kurzes Stück weiter führt der »Schaalseeweg« erwartungsgemäß zum Ufer des selbigen Sees, quert am Dorfausgang die Mündung des Phulsees, um dann an seiner westlichen Uferseite am »Schaalseecamp« zum Pipersee zu gelangen.

Einziges Windrad weit und breit stammt aus dem 19.Jahrhundert

Nun winden sich Forstwege durch die »Neukogeler Tannen« (Achtung: Navigation ist hier nicht ganz leicht, ein durchaus spannende Alternativeroute führt als Pfad direkt am Ufer entlang), längst des Pipersees und des Salemer Sees. Eine in Schleswig-Holstein einzigartige ingenieurtechnische Rarität ist westlich des Weges gut zu erkennen, bezeichnenderweise in Nähe des Dorfes »Neue Welt«: Die nach seinem Erfinder benannte »Bilau-Mühle«. Eine Ende des 19. Jahrhunderts erbaute traditionelle »Erdholländermühle« (eine Mühle, bei der das schräge Dach und die Flügelenden fast bis auf den Erdboden reichen) wurde 1936 durch den Einsatz aerodynamisch geformter Flügelblätter energieeffizient modernisiert und ist heute denkmalgerecht saniert und funktionsfähig, allerdings nicht öffentlich zugänglich.

Erstes »Radler« am Salemer See?

Salem erreicht Ihr an einer eher unscheinbaren Brücke, die über den Schaalseekanal führt. Dieser ist ein künstlicher Wasserlauf, der das Gebiet des Schaalsees mit dem des Ratzeburger Sees verbindet (immerhin 30 Meter Höhendifferenz) und dient als Kraftwerkskanal für das Wasserkraftwerk Farchau, das seit 1926 Strom erzeugt, eine weitere Rarität in dem Bundesland. Am Nordufer des Sees befinden sich im historischen Dorfkern noch denkmalgeschützte Dreiständerscheunen (Seestraße 33 & 34) und, etwas weiter in der Seestraße 44 das etwas sperrig klingende aber überaus ansprechend gelegene Café & Restaurant »DasThomas«, dass mit seiner Außenterrasse direkt am Salemer See zu einem ersten Zwischenstopp einlädt. Die auf einem Hügel befindliche klassizistische Bartholomäuskapelle, die 1839 nach Plänen des Kopenhagener Architekten Hansen erbaut wurde, später durch Umbauten wie Turm (1912) und Turmspitze (1966) von seiner ursprünglichen Schlichtheit leider eingebüßt hat, lasst Ihr links liegen. Sie dient immerhin wunderbar als Orientierungshilfe: Biegt hier kurz in den »Kammberg« um dann gleich wieder über den »Silberberg« Richtung Schwarze Kuhle zu gelangen, erreicht dort dann die eigentliche »Königsetappe«, das »NSG Salemer Moor mit angrenzenden Wäldern und Seen«.

Drei (Seen) auf einen Streich. Auf zur »Königsetappe«!

Im wilden auf und ab, immer mal wieder die Uferseite wechselnd, passiert Ihr erst die Schwarze Kuhle, dann den Plötscher See um schließlich zum Garrensee zu gelangen. An dessen Ende mündet der Weg an die B208. Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich ein Radweg, der vielleicht 200 Meter talwärts führt. In der Senke zweigt dann die »Waldstraße« nach Mustin ab, ein altes Bauerndorf, dass neben der im spätromanischen Stil (Ende des 12.Jahrhunderts) mit Feldsteinen begonnenen »Maria-Magdalena Kirche« noch mit einigen schönen reetgedeckten Bauernhäusern längst der »Dorfstraße« und kleinen Katen überrascht. Überraschend ist für uns auch der ebenfalls denkmalgeschützte Kirchhof, auf dem sich Grabmale befinden, auf denen bis zur Teilung Deutschlands auch Klein Thurower Dorfbewohner beerdigt sind: Historisch gehörte das Dorf kirchengemeindlich zu Mustin.

Ganz. Schön. Alt. Das kleine Bauerndorf Mustin

Nach einem abschließenden Blick zum Großen See, geht es wieder die »Dorfstraße« zurück, vorbei an dem hübsch am Kleinen See gelegen Restaurant »Auszeit«. Neben einfachen Burgern, saftigen Rumsteaks werden auch vegetarische Speisen angeboten. Gute kleine Torten-, Kuchen- und Eisauswahl. Am Ende der »Dorfstraße« biegt die »Goldenseer Straße« ab, die zuerst dicht am Großen See, dann am 63 Meter hohen Winter-Berg (Schneeketten bereithalten!) vorbei zum Goldensee mit seinem gleichnamigen Gutsdorf führt. Auch wenn das ehemalige Gutshaus leider nicht mehr existiert, vermitteln die Nebengebäuden, Scheunen und reetgedeckten Katen jedoch noch einen beinahe unveränderten historischen Eindruck. Wer nun noch einen mountainbike-tauglichen Nebenweg wählen möchte, verlässt an der nächsten Anhöhe die Asphaltstraße und biegt auf einen forstwirtschaftlichen Weg, der unterhalb des »Heidbergs« in Sichtweite des Karpfenteichs längst führt, wobei die Bezeichnung Teich hier eine maßlose Untertreibung ist, handelt es sich doch um den vielleicht verstecktesten See der Tour. Den sicherlich verstecktesten Picknickplatz findet sich am südlichen Ostufer, der über einen kleinen Weg am Südende des Sees entlang führt). Am Ende des Weges ist rasch wieder Rosenhagen erreicht, von hier geht es in umgekehrter Richtung zum Ausgangspunkt zurück.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Anfahrt

Bestens erreichbar mit dem Auto von der B208 von Ratzeburg oder Gadebusch kommend

Parken

In Klein Thurow kostenfrei möglich

Koordinaten

DD
53.693595, 10.967305
GMS
53°41'36.9"N 10°58'02.3"E
UTM
32U 629893 5951229
w3w 
///ausweg.nannte.egal
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Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Mit der Premium Version von der Outdooractive-App lässt sich die Tour offline herunterladen, dank GPS-Ortung geht keiner verloren. Wer's analog mag: »Schaalsee«, offizielle Rad und Wanderkarte, Maßstab 1:50.000, Maiwald-Verlag

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Schwierigkeit
S1 mittel
Strecke
35,1 km
Dauer
3:00 h
Aufstieg
38 hm
Abstieg
38 hm
Höchster Punkt
63 hm
Tiefster Punkt
32 hm
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