Logo DAV
Logo OEAV
Logo AVS
1 Monat gratis Pro testen Community
Sprache auswählen
Start Touren Durch das Steinerne Meer - Von Ramsau über den Hochkönig nach Bischofshofen
Tour hierher planen Tour kopieren
Mehrtagestour Top

Durch das Steinerne Meer - Von Ramsau über den Hochkönig nach Bischofshofen

Mehrtagestour · Kronplatz
Profilbild von Max Obermaier
Verantwortlich für diesen Inhalt
Max Obermaier 
  • Die Wimbachklamm: Wilder Wasser, wilde Stege - Action gleich am Anfang!
    / Die Wimbachklamm: Wilder Wasser, wilde Stege - Action gleich am Anfang!
    Foto: Max Obermaier, Community
  • / Sanft und ruhig geht es weiter, der erste Tag ist ideal zum Eingewöhnen.
    Foto: Max Obermaier, Community
  • / Das Steinerne Meer - Die Wellenformen des Massivs erinnern an eine Meeresoberfläche
    Foto: Max Obermaier, Community
  • / Wegweiser zum Hochkönig - Der Weg ist das Ziel!
    Foto: Max Obermaier, Community
  • / Der Herzogsteig ist ein Klettersteig (B) und erfordert Schwindelfreiheit und Trittsicherheit
    Foto: Max Obermaier, Community
  • / Die Reste des Gletschers der Übergossenen Alm am Hochkönig.
    Foto: Max Obermaier, Community
  • / Hochalpines Gelände rund um das Matrashaus.
    Foto: Max Obermaier, Community
m 4000 3500 3000 2500 2000 1500 1000 500 50 40 30 20 10 km

4-Tagestour durch das Steinerne Meer, von Ramsau bei Berchtesgaden nach Bischofshofen im Salzburger Land.

Übernachtung auf der Wimbachgrieshütte, im Riemannhaus und im Matrashaus. Highlights sind die einmalige Landschaft des Steinernen Meeres, der Übergossenen Alm sowie die exponierte Lage des Matrashauses auf dem Hochkönig.

Konditionell herausfordernd und anspruchsvoll ist die Tour vom Riemannhaus zum Matrashaus auf dem Hochkönig (3.Tag): Extreme Länge, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und große Höhenunterschiede sind zu bewältigen.

schwer
55 km
21:24 h
3.653 hm
3.738 hm

Die sagenumwobene Landschaft der Region und die weithin bekannten Namen der Ziele dürfen nicht darünber hinwegtäuschen, dass es sich um eine Tour durch teils hochalpines Gelände handelt. Neben Kondition und Trittsicherheit ist insbesondere entsprechende Kleidung auch im Hochsommer unabdingbar!

Anspruchsvoll und konditionell fordernd ist vor allem der Übergang vom Riemannhaus zum Matrashaus am 3. Tag, Gehzeit mindestens 11 Stunden. Hier kann eine zusätzliche Übernachtung im Wildalmkirchlbiwak Entlastung bringen. Schlüsselstellen sind der drahtseilversicherte Herzogsteig am 3. Tag sowie die zahlreichen Schneefelder rund um das Matrashaus (3. und 4. Tag).

Autorentipp

Das Matrashaus ist ein sehr beliebtes Ziel, hier sollte man unbedingt reservieren und bei Verspätung anrufen. 

Beim Abstieg am letzten Tag bietet die Mitterfeldalm eine gute Einkehrmöglichkeit. Oberhalb von Bischofshofen kommt man an der Sprungschanze vorbei. Mit etwas Glück kann man den Skispringern beim Training zuschauen.

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
2.928 m
Tiefster Punkt
544 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Der Herzogsteig ist mit Drahtseilen und Leitern versichert, Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind unbedingt erforderlich. Der Hochseiler taugt nicht als einfache Alternative zum Herzogsteig, ein Abstieg ins Tal ist zeitlich nicht mehr möglich.

Das Gelände wird nicht sehr häufig begangen, an einigen Stellen sind große farbige Stangen die einzige Orientierungshilfe. Vor allem auf den Schneefeldern rund um das Matrashaus ist Orientierungsvermögen gefragt, nicht immer sind Weg- oder Gehspuren erkennbar. Vorsicht bei Nebel und schlechter Sicht, Kompass mitnehmen! Für die Schneefelder sind keine Steigeisen erforderlich.

Weitere Infos und Links

Es empfiehlt sich sehr, für den ersten Tag genug Zeit einzuplanen: Die Wimbachklamm ist sehr lehrreich, und auf der Wimbachgrieshütte trudeln den ganzen Abend verspätete Watzmanngeher ein, die spontan noch eine Unterkunft brauchen...

Die Zeitangaben auf den Schilder im Steinernen Meer und der Übergossenen Alm sind viel zu kurz angesetzt. Am 3. Tag (vom Riemannhaus zum Matrashaus) daher extrem früh aufbrechen, alles nötige (Wasser, Proviant, ...) bereits am Vorabend besorgen.

Das Leitungswasser auf dem Ingolstadter Haus und dem Riemannhaus ist nicht trinkbar, da es in dieser Gegend keine Quellen gibt. Das Brauchwasser wird in der Regel von Schneefeldern gewonnen und ist zum Duschen meist nur reglementiert nutzbar.

Start

Ramsau bei Berchtesgaden (628 m)
Koordinaten:
DG
47.000000, 12.000000
GMS
47°00'00.0"N 12°00'00.0"E
UTM
33T 271930 5209532
w3w 
///gebissen.ausbau.weniger

Ziel

Bischofshofen

Wegbeschreibung

Ausgangspunkt ist die Wimbachbrücke in Ramsau bei Berchtesgaden. Von dort aus zu Fuß durch die wilde Wimbachklamm (Eintritt am Kassenautomaten bei der Tourifalle ca. 500 m vor dem Eingang lösen, es lohnt sich absolut!). Dann weiter auf einer gut ausgebauten Touriautobahn westlich des Watzmanns zum Wimbachschloss. Danach wird der Weg etwas rustikaler, bleibt aber bis zur Wimbachgrieshütte der Naturfreunde gemütlich. Dort Einkehr und Übernachtung.

Am zweiten Tag nicht zu spät aufbrechen: Nach dem Frühstück geht es weiter zum Trischübel, einer verlassenen Alm. Hier zweigt der Weg ab und geht anspruhsvoll und fordernd über die Hundstodgruben zum Hundstodgatterl aufwärts. Vom Sattel dort aus geht es zunächst abwärts, dann etwas flacher über die Grenze nach Österreich, die letzten Meter ansteigend zum vornehmen Ingolstäder Haus. Dort kann man sich stärken (Tipp: Palatschinken), bevor es dann eher flach zum sehr lebhaften Tagesziel Riemannhaus geht. Wer den Weg zum Matrashaus am nächsten Tag komplett schaffen will, der deckt sich noch am gleichen Abend mit mindestens drei Litern Wasser und Proviant ein.

Will man am 3. Tag die Strecke zum Matraushaus komplett schaffen, dann ist ein Aufbruch bereits vor Sonnenaufgang dringend anzuraten. Zunächst flach nach Osten, dann ansteigend zum Hochbrunnsulzen. Der Abzweig unten im Steinernen Meer ist leicht zu verfehlen, dann landet man unter Umständen auf der Buchauer Scharte, einem Brotzeitplatz mit toller Aussicht. Das sollte man sich aber gut überlegen, denn der Weg verlängert sich damit um ca. 45 Minuten. Auf dem Hochbrunnsulzen sieht man bei strahlendem Sonnenschein in der Ferne bereits das Dach des Matrashauses aufblitzen. Davon darf man sich keinesfalls täuschen lassen, der Weg ist noch extrem weit. Vom Hochbrunnsulzen geht es zunächst wieder abwärts, dann durch eine Senke und danach wieder aufwärts, das Mitterhörndl nördlich umgehend, bis man schließlich am Wildalmkirchlbiwak ankommt, einer sehr gepflegten und mit zahlreichen Schläfplätzen ausgestatteten Biwakschachtel. Hoffentlich bleibt das so. Wer hier erst nach 12 Uhr ankommt, der sollte ernsthaft eine Übernachtung in Betracht ziehen!

Vom Wildalmkirchlbiwak hinauf zum Brandhorn, einem der Zwischengipfel. Der Weg hinunter zur Hohen und Niederen Torscharte hat einige ausgesetzte Stellen und verlangt Trittsicherheit und Schwindelfreiheit. Unter der Hochspannungsleitung durch zum Abzweig zum Herzogsteig. Kurz vor der Biegung ist oberhalb des Schotterfeldes noch einmal ein guter Rastplatz. Der zweite Teil des Herzogsteigs ist sehr stark ausgesetzt und mit Drahsteilen und Leitern versichert. Dann über den dritten und letzten Teil hinauf über einzelne Schneefelder zu den Teufelslöchern, wo der Weg von der Poschhütte aus dem Tal endet. Spätestens hier erkennt man an den ausgedehnten Schneefeldern im Hochsoller, dass man sich im hochalpinen Gelände bewegt. Weiter nach Osten, den Lamkopf nördlich umgehend zum Kummetstein, wo der Königsjodler Klettersteig endet. Weiter zum Matrashaus.

Am letzten Tag geht es über zahlreiche Schneefelder kontinuierlich abwärts zur Mitterfeldalm, von dort aus weiter auf markiertem Weg zur Stegalm. Direkt unter dem Wegweiser ohne Wegspur die Wiese hinab, dort wieder auf einen Weg treffend. Diesem bergab folgt man bis man an das Ende einer neu gebauten Forststraße trifft, die in vielen Karten noch nicht eingezeichnet ist. Hier rechts, gut zu übersehen, den kleinen Trampelpfad weiter über Loimairalm und die Kematenalm Richtung Egg. Alsbald der Teerstraße nach Bischofshofen folgen, an der Skisprungschanze vorbei in die Ortsmitte und weiter zum Bahnhof.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Von Freilassing fährt im Stundentakt ein Nahverkehrszug nach Berchtesgaden. Von dort aus weiter mit dem Bus nach Ramsau zur Haltestelle Wimbachbrücke. Der Bus verkehrt regelmäßig, ist aber nicht gut auf die Bahn abgestimmt. Für eine ideale Verbindung vorab die Fahrplanauskunft der Bahn befragen. Die Deutsche Bahn verkauft online eine Fahrkarte für Zug und Bus, das Bayernticket ist gültig.

In Bischofshofen gibt es mindestens stündlich eine Verbindung nach Salzburg, z.B. mit dem Railjet. Dort kann man dann in den Meridian nach Freilassung oder München umsteigen.

Anfahrt

Wer mit unbedingt mit dem Auto kommen will oder muss, der sollte es idealerweise in Freilassing am Bahnhof abstellen. Um die Bahnfahrt am ersten und letzten Tag wird man aus zeitlichen Gründen nicht herumkommen.

Koordinaten

DG
47.000000, 12.000000
GMS
47°00'00.0"N 12°00'00.0"E
UTM
33T 271930 5209532
w3w 
///gebissen.ausbau.weniger
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

AV-Karte 10/1 - Steinernes Meer - 1:25000. ISBN 978-3-928777-26-1

AV-Karte 10/2 - Hochkönig, Hagengebirge - 1:25000. ISBN 978-3-928777-10-0

AV-Karte Bayerische Alpen BY20 - Lattengebirge, Reiteralm, Ramsau - 1:50000.ISBN 978-3-937530-25-3

Bayerisches Landesvermessungsamt - Nationalpark Berchtesgaden - 1:25000. ISBN 3-86038-093-1

Buchtipps für die Region

mehr zeigen

Kartentipps für die Region

mehr zeigen

Ausrüstung

Festes Schuhwerk, Nässe- und Kälteschutz. Rucksack mit ausreichend Platz für mindetens drei Liter Wasser.

Seilsicherung und Klettersteigset sind nicht erforderlich.


Fragen & Antworten

Stelle die erste Frage

Hier kannst du gezielt Fragen an den Autor stellen.


Bewertungen

Verfasse die erste Bewertung

Gib die erste Bewertung ab und hilf damit anderen.


Fotos von anderen


Schwierigkeit
schwer
Strecke
55 km
Dauer
21:24h
Aufstieg
3.653 hm
Abstieg
3.738 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour Etappentour Einkehrmöglichkeit

Statistik

  • 2D 3D
  • Meine Karte
  • Inhalte
  • Bilder einblenden Bilder ausblenden
: h
 km
 Hm
 Hm
 Hm
 Hm
Verschiebe die Pfeile, um den Ausschnitt zu ändern.