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Durch das Herz der Texelgruppe zum Alpenrosensteig

Mehrtagestour · Ötztaler Alpen
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AV-alpenvereinaktiv.com
  • wenn das Freiluftklo versteinert ist
    / wenn das Freiluftklo versteinert ist
    Foto: Olav Lutz, AV-alpenvereinaktiv.com
  • Innensicht des Biwak mit Glaskuppel
    / Innensicht des Biwak mit Glaskuppel
    Foto: Olav Lutz, AV-alpenvereinaktiv.com
  • Zwickauerhütte mit Blick auf Planferner
    / Zwickauerhütte mit Blick auf Planferner
    Foto: Olav Lutz, AV-alpenvereinaktiv.com
  • Spronserseen
    / Spronserseen
    Foto: Olav Lutz, AV-alpenvereinaktiv.com
  • Auf zum Grubjoch
    / Auf zum Grubjoch
    Foto: Olav Lutz, AV-alpenvereinaktiv.com
  • Da Biwak, welches einem Raumschiff gleicht
    / Da Biwak, welches einem Raumschiff gleicht
    Foto: Olav Lutz, AV-alpenvereinaktiv.com
  • Sonnenaufgang beim Biwak
    / Sonnenaufgang beim Biwak
    Foto: Olav Lutz, AV-alpenvereinaktiv.com
  • Gams! Dort zu Hause wo es steil wird
    / Gams! Dort zu Hause wo es steil wird
    Foto: Olav Lutz, AV-alpenvereinaktiv.com
  • Eingang zur alten Stettinerhütte. Bald alles neu
    / Eingang zur alten Stettinerhütte. Bald alles neu
    Foto: Olav Lutz, AV-alpenvereinaktiv.com
  • Auch Steinböcke sind auf dieser Tour keine Seltenheit
    / Auch Steinböcke sind auf dieser Tour keine Seltenheit
    Foto: Olav Lutz, AV-alpenvereinaktiv.com
  • Gipfelkreuz Tschigot
    / Gipfelkreuz Tschigot
    Foto: Olav Lutz, AV-alpenvereinaktiv.com
  • Oberkaser
    / Oberkaser
    Foto: Olav Lutz, AV-alpenvereinaktiv.com
Karte / Durch das Herz der Texelgruppe zum Alpenrosensteig
0 500 1000 1500 2000 2500 3000 3500 m km 20 40 60 80 100

Mehrtageswanderung durch den Naturpark Texelgruppe, vom Timmelsjoch bis zum Rauh Joch Biwak, den Gurgler Kamm entlang zur Stettiner Hütte, hinauf auf den Tschigot zu den Spronser Seen nach Oberkaser. Zurück über die Hochgannscharte zum Hochganghaus, dem Meraner Höhenweg folgend bis zur Nassereith-Hütte, weiter nach Gigglberg. Von hier Talquerung mit der Seilbahn Gigglberg und Aschbach, entlang des Alpenrosenweges bis zum Zirmtalersee. Von der Zirmtaleralm Überstieg auf die Ultner-Seite, den Almrosenweg bis nach Pawigl
schwer
108,2 km
44:49 h
8193 hm
9697 hm

Mehrtageswanderungen werden immer beliebter.

Wer sich für eine solche Tour entscheidet, sollte eine gute Kondition und einen guten Wanderpartner haben sowie berggeübt und trittsicher sein.

Wir entscheiden uns für eine sehr interessante Tour. Wir queren das Herz der Texelgruppe, wechseln das Tal und nehmen den Almenrosenweg zum Abschluss.

Start unserer Tour ist oberhalb des Gasthofs Hochfirst auf der Straße zum Timmelsjoch. Wir schlendern Richtung Seeberalm und queren links den Gletscherbach in das hintere Seebertal, hinauf auf das 2661 m hoch gelegene Grubjoch. Hier halten wir uns rechts und steigen wiederum aufwärts zum Rauhjoch. Wir wandern einen Teil des Tiroler Höhenwegs weiter bis wir zum Raujoch-Biwak kommen. Es scheint als ob ein Ufo hier gelandet wäre. Ein Wetter naht, und wir finden Schutz in dieser 6-eckigen Aluschachtel mit einer Glaskuppel. Das Wetter wütet mit Sturmböhen, Schauer und krachenden Blitzen. Das Naturschauspiel ist bald vorüber, und wir können die Gegend rund um unsere "Mondbasis" erkunden. Das Klo ist einzigartig aus Steinen und einem Drahtgeflecht. Wer dort sein "Geschäft" erledigt, muß sehr gelenkig sein, hat aber einen einzigartigen Blick auf den in der Ferne liegenden Tschigot. Wir suchen noch die nahe gelegene Quelle auf, um unsere Wasservorräte zu füllen und gehen schlafen. Der erste Tag war mit 5 Stunden Gehzeit eine ideale Einstiegstour. Ca. 13 km war sie lang, 1200 m im Aufstieg und 460 m im Abstieg.

2. Tag

Die Nacht im Biwak war gemütlich, und wir genießen den Sonnenaufgang. In der Ferne sehen wir schon unser Tagesziel: die Stettinerhütte. Bis wir dort ankommen, erwarten uns weitere 6,5 Stunden Gehzeit, 14 km lang ist die Tour, 1200 m Aufstieg und 1050 m Abstieg. Das Biwak befindet sich zwar auf 2700 m und die Stettinerhütte ca. 150 m höher, aber es ist ein dauerndes Auf und Ab bei dieser Tour. Anfangs geht es vom Biwak abwärts, bis wir dann wieder stetig aufwärts zur Zwickauerhütte gelangen. Meine Erinnerungen mit meinem Vater waren jene, dass wir damals noch über einen Gletscher gehen mussten, um die fast 3.000 m hohe Hütte zu erreichen. Jetzt ist hier nur noch ein Geröllfeld übrig geblieben. Hinter der Hütte glänzt noch der Planferner heraus. Wie lange wird es dauern, bis auch dieser verschwunden ist? Neben der Hütte geht der Klettersteig hinauf auf den nahe gelegenen Seelenkogel. Für diesen Aufstieg sollte man mind. eine Stunde einrechnen. Wir stärken uns auf der Hütte und gehen dann wieder ca. 600 m abwärts, um dann den langwierigen Aufstieg auf die Stettinerhütte zu wagen. Die Sonne folgt uns den ganzen Tag, und die linke Gesichtshälfte ist schon rot gefärbt. Guter Sonnenschutz und auch mehrfaches Auftragen während der Wanderung empfiehlt sich in dieser Höhe. Endlich kommen wir auf der Stettinerhütte an. Diese Hütte wurde im Winter von einer Windhose und Lawine teilweise zerstört, ein Neubau ist geplant. Bis dieser fertig ist, kann in Zelten übernachtet werden. Die Hüttenwirte lassen sich aber nicht entmutigen und machen das Beste aus dieser Notsituation. Wir haben noch das letzte Zimmer ergattert, das übrig war, und fallen todmüde ins Bett.

3. Tag

Gutes und sicheres Wetter ist angesagt, und das sind die idealen Voraussetzungen für unsere nächste Etappe. Wir verabschieden uns von der Stettinerhütte und wünschen den Hüttenwarten, dass sie nächstes Jahr schon eine neue Hütte haben. Es geht kurz abwärts zum Gratsee und dann hinauf zur Schafschneide. Von hier dann steil abwärts zur Andelsalm, wo wir dann rechts den Andelsboden hinauf zum Halsljoch wandern. Zwischendurch treffen wir Murmeltiere, Gämsen, und auch junge Steinböcke schauen uns unglaubwürdig zu, wie wir aufwärts schwitzen. Nun geht es kletternd weiter hinauf zum 2.998 m hohen Tschigot. Diese Spitze sollte der höchstr Punkt unserer Tour sein, und der Blick ins Etschtal bis weit in die Dolomiten, Brenta und Ortlergebiet ist überwältigend. Auch der Abstieg ist nicht ohne. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind hier gefragt. Nun geht es zum Milchsee, wo wir kurzerhand eintauchen und uns abkühlen. Weiter hinunter zum Langsee und am tiefen Grünsee vorbei, geht es einen Steinweg hinunter zum Oberkaser. Dort angekommen stärken wir uns und gehen nach 5,5 Stunden Gehzeit, 870 m Aufstieg und 1600 m Abstieg nach ca. 13 km langen Wander- und Kletterweg in das Lager.

4. Tag

Ein Hubschrauber weckt uns in der Früh. Hier auf der Oberkaseralm führt kein Weg herauf und alles muss per Hubschrauber herauf geflogen werden. Wir gehen nun wieder den Weg zum Grünsee und Langsee hinauf, lassen diesmal den Tschigot rechts liegen und kommen zur Hochgangscharte, wo es steil abwärts zum Hochganghaus geht. Die Einkehr zur Erlacher Annelies ist eine Pflicht, bevor wir den Franz-Huber-Steig weiter hinaufsteigen. Dieser Steig ist auch ausgesetzt und nur für Schwindelfreie zu empfehlen. Der Weg ist z.T. durch Lawinen und Murenabgänge beschädigt, aber man kommt gut weiter. Wir steigen hinauf zur Sattelspitze um von dort den Franz-Huber-Steig weiter bis zur Lodnerhütte zu gehen. Ein aufziehendes Gewitter zwingt uns aber, unsere Pläne zu ändern, und wir steigen ab zur Tablander Alm, wo wir Schutz finden, bevor wir weiter gehen zu unserer nächsten Übernachtung in der Nassereith-Hütte. Diese erreichen wir nach 15 km und 6,5 Stunden Gehzeit, nachdem wir 950 m im Aufstieg und 1.550 m im Abstieg hinter uns haben. Diese Hütte ist die Luxushütte auf unserer Tour. Wir schätzen die warme Dusche und die weichen Betten nach einem üppigen Abendmahl.

5. Tag

Wir verabschieden uns nach 4 Tagen von der Texelgruppe und wandern ca. 1 Stunde bis zur Bergstation Gigglberg. Von dort geht es die Seilbahn hinunter nach Partschins und von hier dann bis zum Bahnhof Rabland, wo die Seilbahn Aschbach auf uns wartet. Nach wenigen Minuten sind wir wieder auf dem Berg und wandern von Aschbach weiter den Almrosenweg zuerst zur Naturnser Alm, weiter zur Zetnalm, vorbei an der Mauslochalm, wo es eine Mittagsstärkung gibt, bevor wir weiter zur Tablander Alm und Altalm gelangen. Hier steigen wir zum Bärenloch aufwärts, bis wir nach 21 km, 8 Stunden, 1400 m Aufstieg und 750 m Abstieg die Zirmtalalm mit dem gleichnamigen See erreichen. Rucksack abgestellt und Kleider weg und eine Abkühlung in einem der schönsten Bergseen, ist ein Muss für uns. Max, der Hüttenwart, zaubert ein köstliches Abendessen. Danach wird noch gewattet, bis wir müde ins Bettenlager fallen.

6. Tag

Wir werden vom Papagei von Max geweckt, bevor wir die Zirmtalalm verlassen, hinauf zu den Plombodenseen steigen und ins Ultental gelangen. Hier geht es abwärts, vorbei an den 3 Seen zur inneren Falkomai Alm und hinauf zur äußeren Falkomai-Alm. Der Almrosenweg zieht sich hier in die Länge. Ein stetes Auf und Ab dem schönen Weg entlang bis zum Rauhen Bühel. Die Gabich hinunter Richtung Bärenbadalm, wo wir schon das idyllische Jocher Kirchl in der Ferne sehen. Nach einer Stärkung auf der Bärenbadalm geht es in den Endspurt hinunter nach Pawigl. Hier steigen wir in das Pawigler Bahnl und fahren hinunter ins Tal. Von dort wieder zur Fuß den Aichbergweg hinunter nach Lana. Auch dieser Tag hatte es in sich: 24 km und 8,5 Stunden Gehzei, weitere 700 m Aufstieg und 1900 m Abstieg lassen diesen Tag abschließen.

Hinter uns liegen insgesamt 100 km, fast 40 Stunden reine Gehzeit, ca. 6300 Höhenmeter im  Aufstieg und 7300 Höhenmeter im Abstieg

Autorentipp

Jede Hütte hat so seine Vorzüge. Das Highlight war jedoch die Übernachtung im Rauhjochbiwak. Achtung! An Wochenenden kann der Biwak schon voll sein, d.h. man muss weiterwandern, weil nur begrenzt Platz ist. Eine Reservierung in der Hauptsaison in den Hütten macht durchaus Sinn, sonst kommt es zum unfreiwilligen Abstieg ins Tal.
outdooractive.com User
Autor
Olav Lutz
Aktualisierung: 04.07.2018

Schwierigkeit
schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
3465 m
315 m
Höchster Punkt
Tschigot (3465 m)
Tiefster Punkt
Talboden Rabland (315 m)
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

Klettersteigset braucht man keines. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sollte schon gegeben sein, wenn man diese Tour macht. Gewitter können sehr schnell aufziehen und hier sollte man den Wetterbericht bestens studieren.

Ausrüstung

Festes Schuhwerk, was schon eingegangen ist, ist unumgänglich. Regenponcho nicht vergessen und genügend Proviant für 6 Tage einplanen.

Weitere Infos und Links

Buchungen für die Schutzhütten:

https://www.suedtirol.info/de/erleben/schutzhaus-stettiner-h~tte_activity_71607

https://www.dorftirol.com/oberkaseralm/

http://www.nasereit.com/de/ankommen/index/1-0.html

https://www.facebook.com/Zirmtal-Alm-827754500589889/

Start

Gasthof Hochfirst an der Timmelsjochstrasse (1819 hm)
Koordinaten:
Geographisch
46.887871, 11.126527
UTM
32T 662006 5194899

Ziel

Theiss-Brücke in Lana

Wegbeschreibung

Fahrt mit dem Bus bis zum Gasthof Hochfirst und danach hinauf bis zur Abzweigung Seeberalm. Nach der Seeberalm dem Weg Nr. 44 folgen bis zum Grubjoch und von dort zum Rauhjochbiwak. Den Weg Nr. 44 weiter bis zur Abzweigung Zwickauerhütte, den Weg 6 A hinauf und von dort wieder herunter zum Weg Nr. 44, den Pfelderer Höhenweg bis zur Stettinerhütte. Von der Stettinerhütte den Weg Nr. 41 hinunter und hinauf zur Schafschneide und hinunter zur Andelsalm. Hier den Weg Nr. 40 hinauf zum Halsljoch und die Kletterpassage hinauf zum Tschigot, hinunter zum Milchsee, den Weg Nr. 22 hinunter zum Oberkaser. Von Oberkaser wieder den Weg Nr. 22 hinauf zu den Seen bis zum Hochgangschartl und den Weg Nr. 7 hinunter zum Hochganghaus. Von dort den Weg Nr. 7 b den Franz-Huber-Steig bis zur Sattelspitze, dann wieder retour und abwärts den Weg Nr. 1 zur Tablanderalm, dann den Weg Nr. 24 zur Nassereithütte. Von der Nassereithütte den Meraner Höhenweg zur Seilbahn Giggelberg. Von der Talstation den Weg am Bach entlang hinunter nach Rabland und dort zur Talstation Aschbach. Von der Bergstation Aschbach den Almrosenweg bis zur Zirmtaleralm. Von der Zirmtaleralm hinauf zu den Plombodenseen, hinunter zu den 3 Seen und der inneren Falkomaialm. Immer den Almrosensteig entlang hinauf zur äußeren Falkomaialm, hinauf zum Rauhen Bühel und dann zur Bärenbadalm. Von hier den Forstweg hinunter bis nach Pawigl. Die Seilbahn Pawigl hinunter und den Aichbergweg vorbei an Schloss Braunsberg hinunter nach Lana

Anfahrt

Anfahrt über die Autobahn nach Bozen. Von dort die Schnellstraße Me-Bo bis nach Meran. Hier die erste Ausfahrt Meran nehmen und in das Passeiertal fahren bis nach St. Leonhard und hier Richtung Timmelsjoch bis zu Gasthaus Hochfirst.

Parken

Parken kann man beim Gasthaus Hochfirst. Es empfiehlt sich aber mit dem Bus dort hin zu fahren, weil das Auto sonst eine Woche dort stehen würde. Die Busverbindung ist optimal.
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Kompasskarte Nr. 043 Naturpark Texelgruppe Meraner Höhenweg

Tabaccokarte Wanderkarte NP2

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
108,2 km
Dauer
44:49 h
Aufstieg
8193 hm
Abstieg
9697 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights faunistische Highlights Bergbahnauf-/-abstieg Gipfel-Tour

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