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Drosberg Panorama-Rundweg (Emil-Roth-Weg)

Bergtour · St. Anton am Arlberg
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Dis Marieschen
  • Wegweiser an der Konstanzer Hütte
    / Wegweiser an der Konstanzer Hütte
    Foto: Dis Marieschen, Community
  • Pfluntal: an der ersten Bachquerung
    / Pfluntal: an der ersten Bachquerung
    Foto: Dis Marieschen, Community
  • / Pluntal: kurz vorm Gafluner Winterjöchl (es liegt noch viel Schnee)
    Foto: Dis Marieschen, Community
  • / Wilde Böden (Richtung Gafluner Winterjöchl)
    Foto: Dis Marieschen, Community
  • / Tümpel kurz vorm Abstieg
    Foto: Dis Marieschen, Community
  • / Panorama: Kleiner Patteriol und Patteriol (links im Hintergrund der Scheibler)
    Foto: Dis Marieschen, Community
  • / Östlichster Punkt der Wilden Böden mit Blick auf die Konstanzer Hütte und zur Valluga
    Foto: Dis Marieschen, Community
  • / Wilde Böden
    Foto: Dis Marieschen, Community
  • / zu querender Rinnsal
    Foto: Dis Marieschen, Community
  • / Von Pfosten zu Pfosten durchs Hochmoor
    Foto: Dis Marieschen, Community
  • / Wasserbecken zum Baden und Silbertal
    Foto: Dis Marieschen, Community
  • / DIe letzten Meter auf dem Emil-Roth-Weg
    Foto: Dis Marieschen, Community
  • / Drosberg - "dort oben ging es lang"
    Foto: Dis Marieschen, Community
  • / Alpenrosen im Schönverwalltal
    Foto: Dis Marieschen, Community
  • / Schönverwalltal Richtung Silbertaler Winterjöchl
    Foto: Dis Marieschen, Community
m 2200 2000 1800 1600 14 12 10 8 6 4 2 km
Der "Drosberg Panorama-Rundweg" führt von der Konstanzer Hütte durch das Pfluntal auf das Gafluner Winterjöchl, von dort über den Emil-Roth-Weg zum Silbertaler Winterjöchl und durch das Schönverwalltal an der Rosanna entlang zurück zur Konstanzer Hütte. Die Tagestour ist abwechslungsreich, was Gelände und Vegetation betrifft. Die verschiedenen Panoramen (Pflunspitze, Patteriol, Faselfadgruppe, Madererkam) zeigen eindrucksvoll die Schönheit des Verwall.
mittel
Strecke 15,2 km
6:00 h
757 hm
757 hm

Autorentipp

  • Kleines Handtuch mitnehmen und im Pflunbach oder einem der von Bächen gespeisen kleinen Wasserbecken abkühlen
  • Auf der Konstanzer Hütte ein Stück der leckeren Käse-Sahne-Torte als Belohnung gönnen.
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
2.346 m
Tiefster Punkt
1.669 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Es gibt keine Abkürzungsmöglichkeit.
Bei Nässe rutschige Grashänge und matschige Passagen beachten.

Weitere Infos und Links

Historie
Emil Roth (1867-1939) war Besitzer und Geschäftsführer der "Reutlinger Möbel und Schuhstoffweberei", von 1920-32 Mitglied der württ. Landesregierung, im Gemeinderat von Reutlingen und DAV Mitglied. Als solches war er im Bauausschuss der Reutlinger Hütte, die von 1908-1908 gebaut wurde. Nach einem Vertrag mit der 2/3 Gerichtsalpe Landegg aus dem Jahr 1931 wurde der Emil-Roth-Weg von 1930-1933 als Verbindungsweg zwischen der Reutlinger- und der Heilbronner Hütte gebaut.

Gegenwart
2013 - 2016 haben die Sektion Konstanz und die „Freunde des Emil-Roth-Weges“ den Originalweg von 1933 wieder freigelegt. Es wurden alte Wegmarkierungen und Steinmännchen wiederentdeckt und am Südhang die alte Wegführung in mühsamer Handarbeit freigeschnitten.
2016 erfolgte die Markierung des Weges mit Lärchenposten und Felsmarkierungen. Zusätzlich wurden an markanten Stellen neue Steinmännchen gebaut. Am 23.06.2016 wurden Wegweiser installiert und damit der Weg offiziell wiedereröffnet.

Konstanzer Hütte
http://www.konstanzerhuette.com/

Danksagung
Vielen Dank an das gesamte Wegebauteam für die Wiedereröffnung dieses wunderschönen Rundwegs!

Start

Konstanzer Hütte (1.691 m)
Koordinaten:
DD
47.069313, 10.189112
GMS
47°04'09.5"N 10°11'20.8"E
UTM
32T 590285 5213552
w3w 
///haben.mehrere.scheinbar

Ziel

Konstanzer Hütte

Wegbeschreibung

Von der Konstanzer Hütte (1688m) startend folgt man einem geschotterten Fahrweg ins wild-romantische, Ost-West ausgerichtete Pfluntal. Zuerst steigt dieser im Schatten von Lärchen und Zirben 200hm steil an und verläuft oberhalb der Baumgrenze bis zur Pflunhütte mit mäßiger Steigung.

An der Pflunhütte mündet der Fahrweg in einen gut markierten, dem Pflunbach aufwärts folgenden Wanderpfad. Die Pflunspitzen immer im Blick, wird der Pflunbach 2 Mal gequert.
Die erste Querung über einen großen Findling, an dem eine Leiter zum Absteigen auf der linken Bachseite angebracht ist, ist die erste Kletterei des Rundweges. Auf der nun linken (orographisch rechten) Seite des Pflunbaches geht es in mäßiger Steigung dem Gafluna Winterjöchl (2345m) entgegen.
Die zweite Querung (von der linken zur rechten Seite des Baches – also nach orographisch links) folgt nach etwa 20 Minuten Gehzeit und ist bei höherem Wasserstand abenteuerlich. Aufgrund der Schneemassen, die hier oben im Winter fallen und lang liegen bleiben, wird die von der DAV Sektion Konstanz zu Saisonbeginn angelegte Bachquerung bei Schneeschmelze und Unwettern häufig weggespült. Hier ist also unter Umständen Kreativität und Abenteuergeist gefragt. Eine Möglichkeit zur Querung ist aber immer zu finden!
Nach der Querung beginnt der letzte steile Anstieg zum Gafluna Winterjöchl. Der Wandersteig führt an der gerölligen Südflanke der Pflunspitzen entlang.
Am Winterjöchl angekommen, ist der anstrengendste Teil des Rundweges geschafft. Hier oben entschädigt der Panoramablick ins Rindertal und auf das soeben begangene Pfluntal für die Mühen.

Vom Gafluna Winterjöchl aus geht es auf dem Emil-Roth-Weg in nahezu gleichbleibender Höhe am Steeser Weiherli vorbei und über die „Wilden Böden“ auf der südlichen Seite oberhalb des Pfluntal entlang nach Osten. Der Wanderpfad ist hier überwiegend durch ausgefallene Steinmänner markiert, die weithin sichtbar sind. Der Pfad führt über Geröllhalden und Graspassagen, zu Saisonbeginn (Juni) können sich hier noch einige Schneefelder befinden. Einige kleine Rinnsale, die vom Gaflunakopf, Pfannseekopf und Drosberg gespeist sind, müssen überquert werden. In diesen Rinnsalen kann problemlos der eigene Wasservorrat wieder aufgefüllt werden.
Am östlichen Ende der „Wilden Böden“ - ein riesiger weitläufiger Balkon auf 2220m, der zum längeren Verweilen auf weichem Grasboden einlädt - öffnet sich, den Drosberg im Rücken, ein 270°-Panorama über die Täler Pfluntal, Rosannatal (mit Blick zur Valluga in den Lechtälern) und Schönverwalltal. Am Schnittpunkt der Täler liegt im Glockwald versteckt die Konstanzer Hütte.
!!** Von der in vielen Karten eingezeichneten „verfallenen Drosberghütte“ sind keine Reste mehr zu finden. **!!

Die erste Hälfte des Rundwegs ist geschafft.
Der nun folgende Abschnitt des Emil-Roth-Weg wurde von der DAV Sektion Konstanz in Zusammenarbeit mit dem „Freundeskreis Emil-Roth-Weg“ aus dem Montafon in über 300 Arbeitsstunden in 2015 und 2016 wiederhergestellt. Nachdem der Weg über viele Jahre nur sehr sehr selten begangen wurde und in Vergessenheit geraten ist, hat sich die Natur auf der Sonnenseite der Drosberggruppe den Weg nahezu gänzlich einverleibt und „zerstört“.
Über das Suchen und Finden von alten Wegmarkierungen konnte der Weg in seinem Originalverlauf wieder begehbar gemacht werden. Zusätzlich aufgestellte Lärchenposten und neue Markierungen an Felsen ermöglichen ein sicheres Weiterkommen.

Der Emil-Roth-Weg führt hier in südlicher / südwestlicher Richtung oberhalb des Schönverwalltals zum Silbertaler Winterjöchl.
Nach einem kurzen Anstieg durch Geröll führt der Wanderpfad auf gleichbleibender Höhe zu einem weiteren Balkon mit kleinem Tümpel, in dem im Frühsommer Frösche laichen. Ein mannshohes Steinmännchen signalisiert aus allen Richtungen den richtigen Weg.

Auf der gegenüberliegenden Talseite liegt der Patteriol mit seinem kleinen Bruder – dem kleinen Patteriol (Tagestour von der Konstanzer Hütte, über mittelschweren Wanderweg in ca. 3 Stunden zum Gipfel) – als ein treuer Begleiter auf dem Rest der Wanderung.

Von dem kleinen Tümpel geht es an einer steilen Flanke, welche mit Heidekraut und Alpenrosen bewachen ist, in Serpentinen einige Höhenmeter hinab. Ein kurzes Stück führt der Pfad am Fuße der fast senkrechten Felswand des Drosberg entlang, um dann über Serpentinen in einer Grasflanke nochmals ordentlich Höhenmeter zu verlieren.

Vorbei an gelbem und blauem Enzian, Germer und Orchideen führt der Wanderpfad ca. eine Stunde leicht bergab an teils steilen Grashängen entlang. Der Pfad ist schmal und quert immer wieder Rinnsale, die sich tief in den Hang geschnitten haben. An der einen oder anderen Stelle sind lange Beine von Vorteil, um die hohen Stufen bewältigen zu können.

Nachdem die steilen Hänge bewältigt sind, weitet sich der Blick über das große Moorgebiet des Silbertaler Winterjöchls. Ab hier markieren überwiegend Pfosten den Weg, der in dieser Vegetation nicht immer befestigt ist. Es geht über die feuchten Wiesen und Alpenrosen hindurch und an einem kleinen, von einem Bach gespeisten, natürlichen Wasserbecken vorbei, welches Hartgesottene zum Bad einlädt.

Die letzten 500 Meter des Emil-Roth-Weg führen wieder befestigt durch Latschen und entlang eines weitläufigen Niedermoores. Eine letzte Bachquerung - und der Emil-Roth-Weg mündet in den Wanderpfad zum Silbertaler Winterjöchl (1940m).

An der Wegmündung dem Wanderschild nach links zur Konstanzer Hütte folgen. Nach kurzer Strecke geht der Wanderpfad in einen geschotterten Fahrweg über, der durchs Schönverwalltal in nordöstlicher Richtung zurück zur Konstanzer Hütte führt. Links neben dem Fahrweg plätschert die Rosanna gemächlich dahin, dahinter erhebt sich die Drosberggruppe und es kann vom Tal aus der zurückgelegte Weg und die gemachten Höhenmeter bestaunt werden. Auf beiden Seiten des Weges blühen Alpenrosenfelder, aus denen Murmeltiere pfeifen und die mit  großen Felsbrocken übersät sind, welche die Kraft der Schneemassen im Winter dokumentieren.

Nach einem letzten, wieder steiler abfallenden Wegstück, wird eine unscheinbare Abzweigung zur Konstanzer Hütte erreicht. Hier dem Schild zur Hütte nach rechts in den Glockwald folgen. Der weiche Waldboden ist eine wahre Wohltat für die Füße und der Schatten der Bäume sorgt nach einem Tag in der Sonne für leichte Abkühlung. Nach 5 Minuten ist der Ausgangspunkt des Rundwanderwegs, die Konstanzer Hütte, erreicht.


Eine Begehung ist natürlich auch andersherum (Konstanzer Hütte – Schönverwalltal – Silbertaler Winterjöchl – Emil-Roth-Weg – Gafluna Winterjöchl – Pfluntal – Konstanzer Hütte) möglich. Dazu vor dem Silbertaler Winterjöchl, am Wegweiser zur Konstanzer Hütte, nach rechts abbiegen und den Lärchenposten und rot-weiß-roten Markierungen folgen.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Zug nach St. Anton am Arlberg.

In St. Anton mit der Buslinie 6 Verwall (http://www.stantonamarlberg.com/de/service/fahrplaene) bis zur Endstation Salzhütte. Dieser Bus ist kostenlos.


Ab der Salzhüttle sind es 1-1,5 Stunden Gehzeit zur Konstanzer Hütte.

Anfahrt

von Bregenz / Warth kommend: über den Arlbergpass und in der Kehre am Ortseingang von St. Anton sehr scharf rechts abbiegen.
Von Landeck kommend: vor dem Arlbertunnel die Autobahn verlassen und durch St. Anton Richtung Arlbergpass fahren. Nach der letzten Kehre im Ort links abbiegen.

Parken

In St. Anton an der Abzweigung Verwall steht ein großer kostenloser Parkplatz zur Verfügung. Von hier kann kostenlos mit der Buslinie 6 Verwall (http://www.stantonamarlberg.com/de/service/fahrplaene) bis zur Salzhütte gefahren werden.

Außerhalb der Busfahrzeiten (18-9 Uhr) kann bis zur Salzhüttle gefahren und dort geparkt werden.

Koordinaten

DD
47.069313, 10.189112
GMS
47°04'09.5"N 10°11'20.8"E
UTM
32T 590285 5213552
w3w 
///haben.mehrere.scheinbar
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Kompass Nr. 33 "Arlberg Verwallgruppe"
Kompass Nr. 41 "Silvretta Verwallgruppe"

Buchtipps für die Region

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

  • festes Schuhwerk
  • wetterfeste Kleidung
  • ausreichend Verpflegung (Wasser kann notfalls aus den Bächen am Drosberg entnommen werden)
  • wasserfeste Sitzunterlage für Pausen

Fragen & Antworten

Frage von Helmut Kober  · 15.04.2020 · Community
Ergänzungen zur Historie: Emil Roth war einer der Gründerväter der Sektion Reutlingen (12. 1905) und von 1905 bis 1933 der 1. Vorsitzende der Sektion. Die Reutlinger Hütte wurde 1909 ferzig gestellt und feierlich eingeweiht (1908-1909). Das könnte man noch im Text ergänzen. Viele Grüße Helmut Kober
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Mathias Stein
11.07.2017 · Community
Wir sind den Rundweg am 03.07.17 von der Konstanzer Hütte aus gelaufen. Ein sehr schöner und abwechslungsreicher Weg. Durch das Pfluntal bis zum Gafluner Winterjöchl geht es immer bergauf entlang eines Baches. Die 2. Bachüberquerung kann bei höherem Wasserstand nach Niederschlägen oder Schneeschmelze ein Problem werden. Auf dem Winterjöchl folgt man dem Wegweiser "Drosberg Panoramaweg" und läuft dann über eine Hochebene wieder in Richtung Patteriol. Der Weg ist nur spärlich gekennzeichnet, aber kein Problem, da man sich gut orientieren kann. Nach Umlaufen eines Bergrückens hat man einen schönen Blick auf den Patteriol und kann im Gras Pause machen. Über Serpentinen in einem Grashang beginnt der Abstieg in Richtung Silbertaler Winterjöchl. Den Höhenweg parallel zum Schönverwall säumen viele Blumen (u.a. Wiesenorchideen). Auf den letzten 700 m hatte ein Saboteur die Weg-Markierungspfosten herausgerissen und in die Büsche geworfen. Dieses Problem wurde bereits behoben, neue Pfosten wurden wieder gesetzt. Bitte meldet solch ein Problem beim Hüttenwirt der Konstanzer Hütte. 6h Gehzeit sind OK, Pausen sind dabei nicht berücksichtigt. Eine sehr schöne Tagestour. Sehr zu empfehlen.
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Gemacht am 03.07.2017

Fotos von anderen


Schwierigkeit
mittel
Strecke
15,2 km
Dauer
6:00 h
Aufstieg
757 hm
Abstieg
757 hm
Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit geologische Highlights botanische Highlights Geheimtipp

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