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Mehrtagestour

Dolomiten Höhenweg 5

Mehrtagestour • Dolomitenregion Drei Zinnen
  • Fischleintal, Sexten
    / Fischleintal, Sexten
    Foto: By Rufus46 (Own work), CC BY-SA, via Wikimedia Commons
  • Die Talschlusshütte im Fischleintal
    / Die Talschlusshütte im Fischleintal
    Foto: Hartmut Wimmer, Outdooractive Redaktion
  • Blick auf die Zsigmondyhütte
    / Blick auf die Zsigmondyhütte
    Foto: Hartmut Wimmer, Outdooractive Redaktion
  • Blick von der Zsigmondyhütte auf den Zwölfer
    / Blick von der Zsigmondyhütte auf den Zwölfer
    Foto: Hartmut Wimmer, Outdooractive Redaktion
  • Die Sonnenterrasse der Zsigmondyhütte
    / Die Sonnenterrasse der Zsigmondyhütte
    Foto: Hartmut Wimmer, Outdooractive Redaktion
  • Das Rifugio Carducci
    / Das Rifugio Carducci
    Foto: Hartmut Wimmer, Outdooractive Redaktion
  • Pian dei Buoi
    / Pian dei Buoi
    Foto: By Davide borca (Own work), CC BY-SA, via Wikimedia Commons
  • Das Rifugio Baion
    / Das Rifugio Baion
    Foto: By Naunede at Italian Wikipedia, CC0, via Wikimedia Commons
  • Das Rifugio Chiggiato
    / Das Rifugio Chiggiato
    Foto: By Kufoleto (Own work), CC BY, GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), via Wikimedia Commons
  • Der Monte Antelao vom Rifugio Chiggiato gesehen
    / Der Monte Antelao vom Rifugio Chiggiato gesehen
    Foto: By Kufoleto (Own work), CC BY, GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html), via Wikimedia Commons
  • Rifugio San Marco
    / Rifugio San Marco
    Foto: Thilotello (Eigenes Werk), CC BY-SA, via Wikimedia Commons
  • Das Rifugio Pietro Galassi
    / Das Rifugio Pietro Galassi
    Foto: By Rifugio Pietro Galassi (Own work), CC BY-SA, via Wikimedia Commons
  • Die Piazza Tiziano in Pieve di Cadore
    / Die Piazza Tiziano in Pieve di Cadore
    Foto: Edowikip, CC0, via Wikimedia Commons
Karte / Dolomiten Höhenweg 5
1000 1500 2000 2500 3000 m km 10 20 30 40 50 60 70
Wetter

Einsame Überschreitung der östlichen Dolomiten von Sexten bis nach Pieve di Cadore

schwer
81,7 km
33:00 Std
6772 hm
7195 hm

Der Dolomiten-Höhenweg Nr. 5, auch Tizian-Höhenweg, ist eine Herausforderung für ausdauernde, erfahrene und klettergewandte Bergsteiger. Die gesamte Unternehmung steht im Schwierigkeitsgrad über den Höhenwegen 1-4 und erfordert mindestens zehn Wandertage. In Sexten beginnend werden zunächst die Sextener Dolomiten Richtung Süden durchwandert. Nach dem Zwischenabstieg nach Auronzo di Cadore erfolgt die technisch anspruchsvollere Durchquerung des Marmarole-Massivs von Ost nach West. Der letzte Abschnitt verläuft ebenso wie der Höhenweg Nr. 4 vom Riugio San Marco südostwärts durch die Antelao-Gruppe in das Piavetal. Die Überschreitung hält sowohl aussichtsreiche, bequeme Höhenwanderungen bereit, als auch ausgesetzte Steige wie den Sentiero degli Alpini, die Strada Sanmarchi, den Sentiero attrezzato Adriano Cipriano und die Via ferrata del Cadorin. Bei der Durchschreitung der Marmarole-Gruppe ist auf dem Abschnitt zwischen dem Rifugio Chiggiato und der nächsten bewirtschafteten Schutzhütte, dem Rifugio San Marco, mit mindestens einer Übernachtung im Biwak zu rechnen. Der Höhenweg ist mit einer rot-weiß-roten Markierung sowie mit einer fünf im roten Dreieck gekennzeichnet.

Autorentipp

Es empfiehlt sich, die Schlafplätze rechtzeitig zu reservieren! Die meisten Hütten haben von Anfang Juli bis Ende September geöffnet.

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höhenlage
2613 m
858 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

  • Der Höhenweg kann nur ausdauernden Bergsteigern mit ausreichender alpiner Erfahrung und Kletterfertigkeiten in gesichertem und freiem Gelände (bis zum Schwierigkeitsgrad II) empfohlen werden. Absolute Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sowie Orientierungsvermögen erforderlich!
  • An steilen Bergflanken und gesicherten Steigen herrscht Steinschlaggefahr, daher ist das Tragen eines Steinschlaghelms unerlässlich. 
  • Vorsicht nach längeren Regenfällen, bei Restschnee und Vereisung im Frühsommer sowie bei Nebel und Gewitter!
  • Von einer Alleinbegehung wird abgeraten.

Ausrüstung

Feste und gut eingelaufene Wanderschuhe, bequeme und funktionale Kleidung (wind-, wasserdicht, mehrere Schichten), KS-Set, Steinschlaghelm, Seil, Pickel, Steigeisen, großer Rucksack mit Regenhülle, Karte und Kompass, Sonnenschutz, Lampe, Erste-Hilfe-Set, Wasser und Nahrungsmittelvorrat, Campingausrüstung mit Biwak-/Schlafsack

Wegbeschreibung

Etappe 1: Sexten – Zsigmondyhütte

Von der Ortsmitte Sexten aus queren wir den Sextenbach, gehen bis zum Skilift und dort rechts hinauf in den Wald. Wir passieren die Festung Heideck und wandern in das Fischleintal hinein. Nach gut einer Stunde erreichen wir die Fischleinbodenhütte und das Hotel Dolomitenhof, dann dem Weg Nr. 102/103 folgend die Talschlusshütte. Zunehmend steil geht es auf Weg Nr. 103 durch die Ostflanke von Einserkofel und Kanzel zur Zsigmondyhütte.

Etappe 2: Zsigmondyhütte – Rifugio Carducci

Von der Zsigmondyhütte geht es auf Weg 103 zunächst südwärts, dann in südöstliche Richtung steil aufwärts zur Forcella Giralba (2431 m), die zwischen Zwölferkofel und Monte Giralba liegt. Von dort geht es hinunter in das Val Giralba Alta und schließlich bis zum Rifugio Carducci.

Etappe 3: Rifugio Carducci – Rifugio Monte Agudo

Weiter führt die nächste Etappe auf Weg Nr. 103 abwärts Richtung Südosten, auf der rechten Talseite vorbei an der Abzweigung zur Via ferrata Cengia Gabriella, und weiter hinab in ein Seitental. Später gelangen wir erneut in das Val Giralba Alta und dann hinunter zu dem Punkt, an dem Val Giralba Alta und Val di Stallata zusammentreffen. Nun folgt der Abstieg durch das Val Giralba Bassa, bis wir die SS48 im Val d’Ansiei erreichen. Den Fußweg auf der vielbefahrenen Straße nach Reane können wir uns durch eine Busfahrt ersparen. Von der Station Taiarezze steigen wir dann entweder in rund zwei Stunden steil auf oder wir erleichtern uns den Anstieg durch Nutzung des Sesselliftes bis zur Bergstation am Monte Agudo, von wo das Rifugio Agudo in fünf Minuten erreichbar ist.

Etappe 4: Rifugio Monte Agudo – Rifugio Ciareido

Mit der vierten Etappe beginnt die Durchschreitung der Marmarole-Gruppe. Vom Rifugio geht es wieder hinab zur Verzweigung bei der Bergstation, dort in südwestliche Richtung zum Waldrand. Wir folgen Weg Nr. 262/271 bis zur Croda di Grazioso, an deren Gipfel wir knapp unterhalb vorbeiwandern. In südöstliche Richtung geht es bis vor den Col Burgion, an dessen Westflanke entlang und vom südlichen Sattel des Berges hinab zu einer Gabelung. Dort folgen wir Weg Nr. 262 zur Tabià Forcella Bassa, dann südwärts hinauf zur Hochfläche Col dei Buoi. Weiter südwestlich treffen wir auf eine von Lozzo di Cadore kommende Straße, der wir nach rechts folgen. Bei der nächsten Abzweigung halten wir uns geradeaus, um dem Weg Nr. 268 steil hinauf zum Rifugio Ciareido zu folgen.

Etappe 5: Rifugio Ciareido – Rifugio Baion

Diese Etappe ist eine angenehme Höhenwanderung zum Rifugio Baion. Wir gehen gen Ciareido-Massiv hinab zur Verzweigung, dort links und hinauf zu einer Schulter. An der Gabelung entscheiden wir uns für den gut zu gehenden Weg Nr. 262, der uns zunächst in südwestliche, dann in südliche Richtung teils eben, später steil hinab zum Rifugio Baion führt.

Etappe 6: Rifugio Baion – Rifugio Chiggiato

Vom Rifugio geht es auf Weg 262 westwärts, bei der Gabelung nach ca. einer halben Stunde weiter geradeaus, die Südhänge des Monte Peronat querend. Dann geht es rechts in das Hochtal zwischen Peronat und Croda Bianca. Das geröllige Hochtal wird gequert, dann folgt ein anspruchsvoller und teils exponierter Steig, der jedoch auch umgangen werden kann und uns in das Vallon del Froppa leitet. Dieses wird gequert, bevor wir die Forcella Sacù erreichen. An der Gabelung geht es geradeaus zum Rifugio Chiggiato.

Etappe 7: Rifugio Chiggiato – Bivacco Tiziano

Die nun folgende Teilstrecke über den „Sentiero degli Alpini“ ist sehr anspruchsvoll. Sie sollte nicht alleine begangen werden, optimale Wetterverhältnisse sind erforderlich. Zudem muss an ausreichend Proviant und Wasser gedacht werden, denn es muss eine Übernachtung in mindestens einem der Biwaks geplant werden. Vom Rifugio auf bekanntem Weg zurück zur Gabelung, dort links auf Steig Nr. 260 Richtung Nordwesten und bis an die Südflanke der Cima Salina. Es geht ausgesetzt und ungesichert aufwärts, bevor der Steig an einem Absatz rechts in die steile Westflanke leitet. Anspruchsvoll geht es weiter in das Val de la Tana, dann nach Norden aufwärts und links hinauf zu einem Kamin. Über Leitern und Kletterpassagen (I) gelangen wir zu einem Schutthang, dann folgt erneut ein Aufschwung mit Kletterstellen. Weiter geht es unter der Westwand der Punta Anita entlang, dann ausgesetzt hinab in die Forcella Jau de la Tana. Von dort führt der Steig nordwestwärts zum Bivacco Tiziano.

Etappe 8: Bivacco Tiziano – Bivacco Musatti

Die nächste Etappe führt auf Weg Nr. 280 südwärts in das Val Longa, dort rechts entlang der Ostflanke des Tacco del Tedesco, über zwei Wiesen und zu einer Rampe. Diese führt uns steil bis fast zum Grat, dort Richtung Süden und auf spärlich markiertem Steig aufwärts zu einer Scharte, woraufhin wir etwas weiter westlich einen aussichtsreichen Sattel erreichen. Dessen westlichen Steilabfall müssen wir rechts umgehen, bevor wir in nördliche Richtung hinab zur Gabelung des Schiavina-Nordgrates kommen. Dann halten wir uns links und geben beim Abstieg über die schrofigen Hänge Acht, über die wir in ein Geröllkar gelangen. In westliche Richtung geht es unmarkiert weiter in das Kar Meduce di Fuori und schließlich zum Bivacco Musatti.

Etappe 9: Bivacco Musatti – Bivacco Voltolina

Die neunte Etappe über die „Strada Sanmarchi“ ist erneut sehr anspruchsvoll – beste Sichtverhältnisse, Trittsicherheit, Schwindelfreiheit, Orientierungsvermögen und Kletterfertigkeiten (bis II) sind erforderlich. Vom Bivacco geht es auf den Spuren des Steigs 280 Richtung Süden, bis die Markierung nach rechts weist. Über steile Wiesen (Rutschgefahr) und Kletterstellen (teils gesichert, teils frei) geht es in die Forcella Mescol. Der nächste Abschnitt führt in westliche Richtung über Geröll und mit Kletterpassagen in das Kar Meduce di Dentro und zur Ostflanke der Croda Rotta. Deren Gratzug wird überschritten (Leitern, Geröll, Schutt, Schrofen), man gelangt in die Forcella Croda Rotta, in die Westseite des Grates und in eine Scharte mit Steinmann. Unter der Westwand der Cima Vanedel wird die Überschreitung, zuletzt über eine senkrechte Wand mit Sicherung, in die Forcella Vanedel fortgesetzt. Unter den Nordwänden der Cima de Marchi wird teils ausgesetzt zum Rücken zwischen Cima de Marchi und Col Nero gequert. Von einer weiter westlich gelegenen Schulter geht es nach links in die Westflanke der Cima de Marchi, wo erneut sehr exponierte Stellen warten. Wir gelangen dann in das Val di Mezzo hinein, wo sich das Bivacco Voltolina befindet.

Etappe 10: Bivacco Voltolina – Rifugio San Marco

Durch das Val di Mezzo geht es auf der linken Seite talauswärts (Weg 280), unter der Ostwand des Corno del Doge entlang, dann in die Nordwand. Dort beginnt das Band der Cengia del Doge, die auf dem Sentiero attrezzato Adriano Cipriano überschritten wird und zwar heikle Passagen (II) enthält, jedoch zu den schönsten und imposantesten Abschnitten des Höhenwegs zählt. So wird der Corno del Doge umrundet. Dann treffen wir im Valle di San Vito auf die Route des Höhenweges Nr. 4. Auf Weg Nr. 266 geht es unter dem Torre dei Sabbioni vorbei in die Forcella Grande, dann südwärts hinab zum Rifugio San Marco.

Etappe 11: Rifugio San Marco – Rifugio Galassi

Vom Rifugio San Marco folgt eine lange Querung nach Osten. Bei der Einmündung des Weges 229 geht es geradewegs in ein Hochtal, dann in steilen Kehren zu einer Gabelung. Wir entscheiden uns für die linke Variante und gelangen in die Forcella Piccola, anschließend in einem Rechtsbogen zum Rifugio Galassi.

Etappe 12: Rifugio Galassi – Rifugio Antelao

An diesem Tag erwartet uns mit der Querung des Antelao-Massivs die längste und eine der anspruchsvollsten Etappen des Höhenweges. Vom Rifugio geht es auf Steig 250 nach Süden in Richtung Antelao-Gletscher. Am Fuß des Gletschers beginnt der anspruchsvolle Steig „Via ferrata del Cadorin“ (II), der zur Forcella del Ghiacciaio (2584 m) führt. Von dort geht es ostwärts mit einigen Kletterstellen (I) weiter, später dann steil abwärts nach Süden ins Valle Antelao. Weg Nr. 250 führt uns dann über begrünte Hänge südostwärts, bis wir auf Nr. 230 treffen und diesem zur Forcella Piria folgen. Von dort geht es in unschwierigem Gelände Richtung Osten bis zum Rifugio Antelao.

Etappe 13: Rifugio Antelao – Pieve di Cadore

Der letzte Abschnitt zeigt sich als angenehm zu gehender Abstieg in das Piavetal. Wir halten uns an Weg Nr. 250, der uns ostwärts zunächst zur Forcella Antracisa führt. Auf Weg Nr. 252 geht es dann weiter zum Monte Trànego. Von dort erfolgt der Abstieg in vielen Kehren zunächst nach Pozzale und schließlich nach Pieve di Cadore.

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Mit der Bahn zum Bahnhof Innichen, weiter mit dem Bus nach Sexten

Am Ende der Tour mit dem Bus von Pieve di Cadore wieder zurück nach Sexten

Anfahrt

Über die Brennerautobahn A22 bis zur Ausfahrt Brixen/Vahrn (Pustertal), dann auf der Staatsstraße (SS49-E66) nach Sexten

Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Schwierigkeit
schwer
Strecke
81,7 km
Dauer
33:00 Std
Aufstieg
6772 hm
Abstieg
7195 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Streckentour Etappentour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit

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