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Wanderung empfohlene Tour

Die wildromantische Schwarzachklamm und der Alte Kanal mit seinen vielen Schleusen

· 1 Bewertung · Wanderung · Nürnberger Land
Profilbild von Alexander Pavel
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Alexander Pavel 
  • Die Gustav-Adolf-Höhle in der Schwarzachklamm
    / Die Gustav-Adolf-Höhle in der Schwarzachklamm
    Foto: Alexander Pavel, Community
  • / In der Schwarzachklamm
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  • / Am Alten Kanal bei Schwarzenbruck
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  • / In der Schwarzachklamm
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  • / In der Schwarzachklamm
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m 700 600 500 400 7 6 5 4 3 2 1 km
Richtig tief hat sich die Schwarzach bei Schwarzenbruck über Jahrmillionen in den Sandstein gegraben und so eine wunderbare Schlucht entstehen lassen, in der es sich zwischen den teils hohen Felswänden prima wandern und wandeln lässt. Die Wege zeichnen sich durch ihre leichte Begehbarkeit aus. Weshalb sie gerade auch für kleine Kinderfüße oder auch für Senioren gut zu bewältigen sind. Für jeden, der das kleine Kraxelabenteuer sucht, gibt es oben am Hang jede Menge Gelegenheiten über schmale Pfade an den teils bizarren Felsformationen entlang zu steigen.
leicht
Strecke 7,6 km
3:00 h
29 hm
29 hm
Einfache Wanderung auf bequemen Wegen mit kaum spürbaren Höhenmetern, die immer wieder zum verträumten Schlendern einlädt. Wasser und Felsen beeindrucken und entspannen.

Autorentipp

Besonders unter der Woche wandert es sich hier angenehm ruhig. Am Wochenende ist vor allem der Alte Kanal ein belíebtes Spazier-Ziel.
Schwierigkeit
leicht
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
372 m
Tiefster Punkt
343 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

...

Start

Wanderparkplatz Waldschänke Brückkanal (356 m)
Koordinaten:
DG
49.355412, 11.207159
GMS
49°21'19.5"N 11°12'25.8"E
UTM
32U 660279 5469309
w3w 
///waggon.schalen.badewanne

Ziel

Wanderparkplatz Waldschänke Brückkanal

Wegbeschreibung

Vom Wanderparkplatz geht Ihr in den Biergarten und durchquert diesen nach links. Gut 10 Meter nach dem Ende des Biergartens führt Euch ein Waldweg mit der Bezeichnung „Lehrpfad“ rechts hinunter, an einer kleinen sprudelnden Quelle vorbei, ans Ufer der Schwarzach. Hier hat sich seit unserem letzten Besuch einiges getan. Die Schlucht hat, dank offensichtlich durchgeführter Forst- und Mäharbeiten, ihren urwaldartigen Charakter zum Großteil verloren und damit gleichzeitig an imposanten Felsansichten gewonnen.

Der Weg führt nach links. Rechts von Euch fließt die Schwarzach gemächlich dahin. 

Zu Beginn des Weges hört Ihr noch den Straßenlärm der nahegelegenen Autobahn. Doch sobald die Felsformationen am Hang zunehmen, scheinen sie auch den Boden der Schlucht von den Geräuschen der Außenwelt abzuschirmen. Wie ein schützender Wall erheben sich die stattlichen Sandsteinformationen über Euch. Die Sonne lässt die Wasserfläche golden glitzern. Und wenn der Wind die Schirmchen der Pusteblumen und andere Pollen über das Wasser bläst, wirkt es fast so, als würden kleine, feingliedrige Naturgeister ausgelassen darauf tanzen.

Kleine Höhlen, deren überhängende Dächer in die Schlucht ragen, reißen zwischendrin immer wieder Ihre breiten Mäuler auf als würde Euch der Fels zurufen und Euch Willkommen heißen. 

Immer wieder führen schmale Pfade nach oben und dort streckenweise am Fels entlang. Dabei lassen sich einige verborgene Naturschätze aus nächster Nähe betrachten.

Bald erreicht Ihr das erste Highlight. Der Weg führt über einen Steg direkt an einer Felswand entlang und in die Karlshöhle hinein, an deren Rückwand ein feines Rinnsal aus dem Fels plätschert. Besonders faszinierend ist das kräftige Grün an den Wänden, das diesen Ort in magisches Licht zu tauchen scheint. Je näher wir der Rückwand kamen und je dunkler es wurde, desto intensiver spürten wir tiefe Ruhe, die dieser Ort ausstrahlt.

Das kleine Felsentor, durch das Ihr dann wieder auf den Weg gelangt, wirkte bei diesem Erlebnis wie ein Pfad ins Licht, das uns im ersten Moment gleißend blendete, dann jedoch angenehm wärmend umarmte. Spätestens hier fiel der Alltagsstress von uns ab und Zufriedenheit breitete sich in uns aus. Irgendwie schafft es dieser Ort, seine Besucher der Welt da draußen ein wenig zu entziehen und ihnen entspannende Ruhe zu schenken.

Kurz nach der Karlshöhle passiert ihr eine Brücke über die Schwarzach. Letztes Jahr haben wir hier abgekürzt und sind auf der anderen Seite der Schlucht nach oben gestiegen. Dieses Mal gingen wir tapfer weiter und wurden reichlich dafür belohnt. 

Die Schlucht gewinnt an Breite und die Sandsteinformationen, besonders an der gegenüberliegenden Wand, werden zu steil emporragenden Felswänden. Binnen weniger Meter verändert die Schlucht ihren Charakter. Wirkte Sie vorher noch so lieblich wird sie jetzt wildromantisch.

Diese raue Seite der Schwarzachklamm riss uns ein wenig aus der Träumerei und versetzte uns ein ums andere Mal in Staunen. 

Am Ende dieser ersten Etappe gelangt Ihr über eine Treppe, vorbei am Wehr des alten Flusskraftwerks Gsteinach, an dem die sonst so gediegen dahinfließende Schwarzach mit ordentlich Getöse Ihren Weg durch die Barriere findet, hinauf und für ein kurzes Stück hinaus aus der Schlucht.

An der Seite steht eine Bank. Ein paar Schritte dahinter bietet sich Euch ein faszinierender Blick auf die andere Seite der Schlucht.

Nach ein paar Metern geht es über eine Treppe rechts wieder hinab und gleich vorbei an einem alten Sandsteinhaus, das wir erst auf den zweiten Blick als solches erkannten, da es perfekt in den Fels eingepasst wurde. Der fantastische Eindruck der Schlucht setzt sich auf schmaler werdenden Wegen fort.

Und dann erreicht Ihr die Gustav-Adolf-Höhle, das Herzstück der Tour. Hier hat der Schwedenkönig Gustav-Adolf im Jahr 1632 einen Dankesgottesdienst abgehalten, nachdem er Wallensteins Truppen in einer Schlacht besiegt hatte. Was für eine berauschende Kulisse. Stil hat er schon gehabt, der Gustav-Adolf. Dieser Ort lädt auch heute noch zum Verweilen ein. Eine Bank dafür steht auf jeden Fall bereit. Besonders bei schönem Wetter, wenn sich das Wasser in der Höhlendecke spiegelt und dadurch faszinierende Licht- und Schattenspiele bildet, fühlt man sich für einen Augenblick wie in einer anderen Welt. 

Danach führt Euch der Weg verhältnismäßig schnell heraus aus der Schlucht. Am Ende verabschiedet Euch eine Höhlenruine mit einem von Menschenhand in den Stein gehauenen „Wärterhäuschen“.

Erneut bietet sich die Gelegenheit über eine Brücke auf die andere Seite der Schlucht hinauf zu wandern. Wir sind jedoch einfach weiter geradeaus gegangen und der mäandernden Schwarzach gefolgt, die uns nach Schwarzenbruck hinein führte. 

Dort biegt Ihr rechts in die Dürrenhembacher Straße ein, die Euch über eine Brücke, vorbei an einem Wehr, wieder in den Wald führt.

Ihr wandert entlang einer Allee von Strommasten auf einem eher reizlosen Weg direkt zum Alten Kanal. Ach ja, wenn Ihr in Schwarzenbruck kurz vor der Brücke links auf den Feldweg einbiegt und gleich wieder nach links geht, erreicht Ihr das Petzenschloß, das auf jeden Fall einen kurzen Blick wert ist. Zurück gelangt Ihr einfach wieder auf dem Weg, den Ihr gekommen seid.

Wenn Ihr den Kanal erreicht, steht Ihr gleich vor einer malerischen Brücke, die über die Schleuse Nr.52 führt. Von dieser Brücke aus bietet sich Euch ein toller Blick kanalaufwärts zur nächsten Schleuse. Ein schöner Ort. Und ein Ort der Begegnung. Wir sind hier gleich mit einigen Hundebesitzern ins Gespräch übers Fotografieren und die angenehme Atmosphäre am Alten Kanal gekommen.

Euer Weg führt Euch kanalabwärts. Dieser immer geradeaus verlaufende Schotterweg bildet tatsächlich einen angenehmen Kontrast zu den spannenden Erlebnissen in der Schwarzachklamm. Gemächlich schlendert Ihr vorbei an den Schleusen, die das Wasser abwärts Richtung Nürnberg führen. An jeder Schleuse wird die Stille durch das Wasserrauschen unterbrochen. Es stellt sich schnell ein neues Gefühl ein. Der Kanal entschleunigt. Die tiefe Zufriedenheit, die sich in der Schlucht aufgebaut hatte und die wir auf dem schmucklosen Weg zwischen Schwarzach und Altem Kanal ein wenig verloren hatten, kehrte umso stärker zurück. Das langsame Fließen des Wassers, das konstante Rauschen der Schleusen, das sanfte Dahingleiten der Fische im Kanal. All das intensiviert den Eindruck der Entspannung. Sicher ist es dieses Gefühl, das aus den verschiedenen Spielarten des Gesteins und des Wassers zu resultieren scheint, der Grund dafür, dass Geomanten diesen Weg als Kraftwanderung bezeichnen. Irgendetwas hat hier auch uns nachhaltig beeindruckt und eine besondere Entspannung in uns bewirkt.

Am Ende des Weges überquert Ihr noch die beeindruckende Kanalbrücke, in deren Bett der Kanal die Schwarzach überquert. Danach geht es rechts zurück zum Wanderparkplatz.

Während wir uns dem Ende dieses Artikels entgegenschreiben, stellen wir fest, wie nachhaltig uns dieses Erlebnis beeindruckt hat. Ich bin mir sicher, dass dies nicht unser letzter Besuch der Schwarzachklamm und des Alten Kanals gewesen ist. Hoffentlich ist es uns gelungen Euer Interesse zu wecken. Wenn ja, wünschen wir Euch schon heute …

Viele Späße beim Entdecken und Entspannen auf diesem echten Kraftweg!

Die 3 Pavels

Länge: 7,6 km

Höhenmeter: 29 Hm

Dauer: 3 Stunden

Buggy: In der Klamm besser nicht – am Kanal natürlich

Alter: ab 6 Jahren

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Anfahrt

Ihr verlasst die A73 bei der Anschlussstelle Feucht und biegt an der ersten Kreuzung rechts Richtung Schwarzenbruck ab. Nach ca. 500m biegt Ihr in die zweite Straße rechts ab. Dann nach ca. 200m in die erste Straße links. Diesem Weg folgt Ihr bis zur Waldschänke.

Parken

Der Wanderparkplatz bietet jede Menge Platz.

Koordinaten

DG
49.355412, 11.207159
GMS
49°21'19.5"N 11°12'25.8"E
UTM
32U 660279 5469309
w3w 
///waggon.schalen.badewanne
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

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Ausrüstung

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Bewertungen

5,0
(1)
Heike Nippert
04.08.2019 · Community
Sehr beeindruckend, schön zum klettern
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Gemacht am 04.08.2019

Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
leicht
Strecke
7,6 km
Dauer
3:00 h
Aufstieg
29 hm
Abstieg
29 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit familienfreundlich kulturell / historisch geologische Highlights faunistische Highlights

Statistik

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